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„Die Finanzkrise war ein einziger Kreditbetrug“ sagen die Experten Weik und Friedrich

Grundsätzliches: Krisen, vor allem Geld- oder Finanzkrisen sind immer Machtinstrumente derer, die steuern, egal ob es der globale Prädiktor ist, ob es Landes- oder Finanzeliten sind. Die Krise erhöht Macht und Mittel!
Vor 10 Jahren erschütterte die Lehmankrise die Grundfeste unseres Finanzsystems und läutete offiziell die Finanzkrise ein und ihre massiven Auswirkungen sind bis heute zu sehen und zu spüren.

Seit 2008 wurde – entgegen den Behauptungen seitens Politik und Notenbanken – die Krise jedoch nicht gelöst, sondern mit fragwürdigen Mitteln in die Zukunft verschoben. Auch liegt das Schlimmste nicht hinter uns und die Erholung ist auch nicht geschafft. Obendrein wurden die Verantwortlichen aus Politik und Wirtschaft nicht hinter Schloss und Riegel gebracht, nein man hat es geschafft, dass der dumme Bürger auch noch für „die Krise“ bezahlt.

Laut den Zahlen, die die Bundesregierung erstmals herausgegeben hat, wird die Finanzkrise uns Steuerzahler in Deutschland wohl mehr als 68 Milliarden Euro kosten.

Hier sind die potenziellen Risiken der tickenden Zeitbombe Hypo Real Estate und dem Kursverlust der staatlichen Commerzbank-Anteile noch nicht einmal berücksichtigt. Eines sollte uns jedoch allen klar sein: Es ist lediglich eine Frage der Zeit, bis die nächste Krise wieder ausbricht. Und diese wird wesentlich heftiger als 2008!

Wir erinnern uns sicherlich alle an den 5.Oktober 2008, es war ein Sonntag, als unvermittelt Bundeskanzlerin Angela Merkel und Finanzminister Peer Steinbrück live vor die Kamera traten, um uns unserer Einlagen und unseres Ersparten zu versichern. Jedem mündigen Bürger war in diesem Moment klar – es brennt gewaltig!

Die Absicherung der Ersparnisse durch die Bundesregierung war eine Beruhigungspille für die Bürger, um einen Banken Run zu verhindern, der nämlich schon im Gange war.

Zu groß waren die Verwerfungen und dadurch entstehenden Unsicherheiten seit September – Lehman Brothers, AIG, Hypo Real Estate, Merrill Lynch, Barclays etc. Weltweit wankte der Finanzsektor bedrohlich und die Notenbanken sahen sich gezwungen, neues Terrain zu betreten. In einer historisch einmaligen koordinierten Aktion der Notenbanken wurde über Nacht massiv interveniert und Gesetze ad acta gelegt, um das Finanzsystem zu reanimieren.

Das Versprechen, dass unser Geld von der Regierung gesichert sei, ist weder in ein Gesetz gegossen noch finanziell stemmbar. Auch wenn Herr Steinbrück im TV das Gegenteil behauptet als  Prof. Sinn und meine Person ihm die Fakten erklärten.

Die Finanzwirtschaft und Politik haben es tatsächlich geschafft, uns die Finanzkrise als ein Unglück zu verkaufen. Doch das ist vollkommener Unsinn!

Ein Hauptirrtum ist, zu meinen, Geld an sich wäre ein Wert. Aber Geld hat überhaupt keinen Wert. Wert haben nur Güter und Dienstleistungen. Da wir ständig aufs Geld starren, schieben wir einen Geldstau, einen virtuellen Liquiditäts-See vor uns her, bei dem wir so tun, als ob er real wäre. Das offenbart jede Finanzblase, bei der mit betrügerischen Manipulationen Illusionswerte generiert werden, die die Menschen dann als reale Werte betrachten. Und was passiert, wenn alle Menschen gleichzeitig an ihr Geld heranwollen? Das System bricht zusammen.

Mehr noch: Die Finanzkrise selbst war eine einzige Illusion. In Wirklichkeit handelte es sich da schlicht um Kreditbetrug! Man lieh Menschen Geld für Ramschimmobilien, die sie sich nicht leisten konnten. Diese faulen Kredite wurden – zusammen mit ein paar werthaltigen – sodann in faule Papiere für reiche Anleger und dumme Bankmanager umgetütet.

Als sie geplatzt waren, machte man aus einem Kreditbetrug eine „Finanzkrise“– und flugs wurden aus Tätern Opfer. Jeder Metzger, der 800 Gramm frisches mit 200 Gramm vergammeltem Hackfleisch mischen würde, käme geradewegs ins Gefängnis.

Wenn das aber mit Geld, mit „verbrieften“ Papieren bewerkstelligt wird, dann wird das zur Krise erklärt – und der Staat darf einspringen, um angeblich „systemrelevante“ Banken vor dem Bankrott zu retten.

Noch immer wird uns von systemrelevanten Banken erzählt. Wir sagen: das ist Unsinn. Banken sind nicht systemrelevant, sie sind das System!

Wall Street: Die Party geht weiter

Dank des billigen Geldes boomt es an den Aktien- und Immobilienmärken. Abermals haben sich gigantische Blasen gebildet, die noch weiter aufgepumpt werden.

Was wurde uns im Zuge der Finanzkrise von Seiten der Politik nicht alles versprochen. Wir werden eine Finanztransaktionssteuer einführen, wir werden die Banken zerschlagen sodass kein Institut mehr die Weltwirtschaft an den Rand des Abgrundes bringen kann.

Alles im erneuten Rausch vergessen oder verdrängt, denn die Musik spielt wieder und es muss getanzt werden. Zwar wurden die Bankerboni in Europa, jedoch nicht in den USA, begrenzt und müssen Banken heute eine höhere, aber immer noch zu niedrige, Eigenkapitalquote vorweisen, dennoch ist die Macht der Puppenspieler aus der Finanzbranche ungebrochen.

Heute sind manche Institute in den USA sogar noch größer und mächtiger als 2008 und eine Pleite der Deutschen Bank könnte problemlos dafür sorgen, dass bei uns die Lichter ausgehen.

Die Boni fließen an der Wall Street wieder in Strömen. Allein 2017 stieg der Bonus eines Brokers um 17 Prozent auf durchschnittlich rund 180.000 Dollar. JP-Morgan-Boss James Dimon strich für 2017 fast 30 Millionen Dollar ein. Das Volumen des verwalteten Vermögens von Hedgefonds hat sich seit 2008 von 1,46 Billionen Dollar auf über 3,4 Billionen Dollar mehr als verdoppelt und die Party geht unvermindert weiter.

Die Superreichen werden immer reicher, die Mittelschicht immer kleiner und die Unterschicht nicht nur in den USA immer größer.

Finanztransaktionssteuer ist passe

Die Finanzlobby hat offensichtlich einen Top-Job gemacht, denn das Thema Finanztransaktionssteuer ist vom Tisch und keiner regt sich auf.

Verbriefungsirrsinn geht weiter

Auch in Punkto Verbriefungen hat die Finanzwelt nicht aus der letzten Krise gelernt. Die Ratingagentur Standard & Poor’s (S&P) erwartet global neue Verbriefungen in Höhe von einer Billion Dollar. Die USA (bis zu 565 Milliarden Dollar) und China (umgerechnet bis zu 260 Milliarden Dollar) sind die größten Märkte.

Die Welt versinkt in Schulden

Der globale Schuldenstand befindet sich auf einem Allzeithoch. Die globalen Schulden haben ein Rekordniveau erreicht und entsprechen 225 Prozent der globalen Wirtschaftsleistung. Heute ist die Welt höher verschuldet als 2009, als die globale Finanzkrise auf den öffentlichen und privaten Haushalten lastete.

Eigentlich wäre zu erwarten, dass zumindest die private Verschuldung gefallen ist. Dies ist jedoch nicht der Fall.

Auf Grund der niedrigen Zinsen und kontinuierlich steigender Immobilienpreise kaufen sich Menschen oftmals vollkommen überteuertet Immobilien, welche sie sich eigentlich überhaupt nicht leisten können. Bereits Ende 2014 hatte die Verschuldung der Privathaushalte das Vorkrisenniveau überschritten.

Aussagekräftig ist hierbei das Verhältnis privater Schulden zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) sowie die Schuldendienstquote. Die Verschuldung der Privathaushalte liegt in zahlreichen Ländern auf dem Niveau von 2008 oder darüber. In Dänemark (133 Prozent), Australien, Irland, der Schweiz und den Niederlanden (120 Prozent) liegt die Haushaltsschuldenquote bei über 100 Prozent.

Während der Unternehmenssektor in Deutschland, welcher traditionell mittelständisch geprägt ist, mit einer Verschuldungsquote in Höhe von 94 Prozent ok dasteht sieht es in Frankreich dagegen mit 165 Prozent und in Belgien mit 200 Prozent wesentlich besorgniserregender aus.

Landesbanken: Milliarden an Steuergeldern vernichtet und keiner war schuld

Offensichtlich haben weder CDU, CSU, SPD noch FDP Interesse an einer systematischen Aufklärung, was genau bei den Landesbanken vorgefallen ist. Die Rettung der Hypo Real Estate und der zockenden Landesbanken hat den Steuerzahler zig Milliarden gekostet und heute will keiner für die Zockereien verantwortlich gewesen sein.

Folgekosten der Krise

Zu den Kosten für die Bankenrettung müssen folgende indirekte Kosten hinzuaddiert werden: Entlassungen und Konjunkturpakete wie die Abwrackprämie, Kurzarbeitergeld, die Folgen der Eurokrise, die Nullzinsen und die damit verbundenen Probleme bei der Altersvorsorge, steigende Mieten und die Enteignung von uns Sparern.

Wir sollten uns als Gesellschaft folgende Fragen stellen:

Warum wurden die Verantwortlichen aus Wirtschaft und Politik nicht zur Rechenschaft gezogen, sondern oftmals mit üppigen „golden Handshakes“ in den Urlaub geschickt? Warum ist der Steuerzahler abermals der Dumme? Warum wurden Verluste sozialisiert und warum Gewinne privatisiert? Warum musste kaum einer Boni zurückgeben? Warum lassen wir uns noch immer von der Finanzbranche regieren? Wäre der Sachverhalt vielleicht grundlegend ein anderer, wenn Steuergeldverschwendung ebenso hart geahndet würde wie Steuerhinterziehung?

Südeuropa geht es heute schlechter als 2008

Der Politik ist es vor knapp zehn Jahren noch einmal gelungen, die Kuh vom Eis zu holen. Jedoch ist die Staatsverschuldung in Europa exorbitant gestiegen. Heute sind zahlreiche Staaten Südeuropas bis zur Halskrause verschuldet. Griechenland ist faktisch bankrott und Italien auf dem besten Weg dorthin. Griechenland konnte noch gerettet werden.

Das strauchelnde Italien – die drittgrößte Volkswirtschaft der Eurozone – kann nicht mehr gerettet werden.

Eine weitere Finanzkrise, welche mit Sicherheit kommen wird, können sich weder die Länder Europas, noch die USA oder China leisten.

Heute sind Populisten und EU- und Eurokritische Parteien überall in der EU auf dem Vormarsch. In Griechenland und Italien haben sie bereits die Macht übernommen. Weder Frankreich noch Italien, Spanien, Portugal geschweige denn Griechenland haben sich seit der Finanzkrise maßgeblich erholt und werden das auch in Zukunft nicht. Entgegen aller Behauptungen aus der Politik ist es lediglich eine Frage der Zeit, bis Griechenland wieder die Hand aufhalten wird.

Dieser Beitrag stellt ausschließlich die Meinung des Verfassers dar. Er muss nicht zwangsläufig die Meinung des Verlags oder die Meinung anderer Autoren dieser Seiten wiedergeben.

Die beiden Ökonomen, Querdenker, Redner und Honorarberater Matthias Weik und Marc Friedrich schrieben gemeinsam die vier Bestseller

Der größte Raubzug der Geschichte – warum die Fleißigen immer ärmer und die Reichen immer reicher werden“ war der erste, und

Sonst knallt´s!: Warum wir Wirtschaft und Politik radikal neu denken müssen“ erschien 2017.

Weitere Informationen über die Autoren finden Sie unter: www.friedrich-weik.de, bei Facebook unter www.facebook.com/friedrichundweik/und bei Twitter www.twitter.com/FRIEDRICH_WEIK.

EU-Kommission hält unbeirrbar an Trinkwasserprivatisierung fest | 06.09.2018 | www.kla.tv/12981

► Droht den anderen EU-Staaten jetzt ein ähnliches Schicksal wie Portugal und Griechenland, oder kann die Privatisierung auch dieses Mal, dank der Initiative engagierter EU-Bürger, verhindert werden? ✓ http://www.kla.tv/12981 WICHTIGER HINWEIS: Solange wir nicht gemäss der Interessen und Ideologien des Westens berichten, müssen wir jederzeit damit rechnen, dass YouTube weitere Vorwände sucht um uns zu sperren. Vernetzen Sie sich darum heute noch internetunabhängig! http://www.kla.tv/vernetzung Sie wollen informiert bleiben, auch wenn der YouTube-Kanal von klagemauer.tv aufgrund weiterer Sperrmassnahmen nicht mehr existiert? Dann verpassen Sie keine Neuigkeiten: http://www.kla.tv/news von gan./hag. Quellen/Links: – http://zeit-zum-aufwachen.blogspot.de…http://www.watergate.tv/2017/07/09/en…http://lostineu.eu/eu-bricht-versprec…

3 Weltkrieg – Die Prophezeiung von Pater Paisios wird zur Realität

Am 23.04.2018 veröffentlicht

In diesem Video geht es um den von Pater Paisios prophezeiten Krieg der Türkei mit Griechenland. Diese Prophezeiung wurde bereits vor mehreren Jahrzehnten gemacht und diese bewahrheitet sich nun. Ich werde in diesem Video den aktuellen Sachverhalt zu genau diesem, sich anbahnenden Konflikt aufzeigen. Für alle, die sich für die ganze Prophezeiung von Pater Paisios interessieren und zusätzliche Informationen zu diesem Thema haben möchten, sei nahe gelegt, auch meine zwei anderen Videos anzuschauen, die da wären : 3 Weltkrieg – Türkei, Israel, Griechenland, Russland 3 Weltkrieg – Türkei vs Griechenland https://www.youtube.com/watch?v=FvNQt… https://www.youtube.com/watch?v=vRdCr…

3 Weltkrieg – Das Atomabkommen – Türkei, Syrien, Griechenland

Am 12.05.2018 veröffentlicht

In diesem Video zeige ich die Gesamtentwicklung, was die Aufkündigung des Atomabkommens mit dem Iran betrifft. Wieder einmal wird absolut deutlich, dass die Entscheidung von Donald Trump, genau dieses Atomabkommen aufzukündigen, mehr als gefährlich ist und das diese Entscheidung eine komplette Eskalation im nahen Osten auslösen wird. Auch die Aktionen der Türkei werden dargestellt, die sich besonders auf Syrien und auch Griechenland beziehen.

Australien auf dem griechischen Weg?

Gewarnt wird vor einem Schock wegen der enormen Abhängigkeit von Rohstoffen angesichts fallender Preise

Es scheint einigermaßen erstaunlich, dass das reiche Australien, das relativ gut durch die Jahre der Finanz- und Wirtschaftskrise gekommen ist, nun in einem Atemzug mit Griechenland genannt wird. Doch das Land hängt vor allem vom Verkauf von Rohstoffen ab und ist zudem in diesem Bereich wenig diversifiziert. Fallende Preise, die zunehmend zu beobachten sind, können da schnell dramatische Auswirkungen haben. Die schwächelnde Wirtschaft Chinas bekommt das Land besonders zu spüren, das bisher den größten Teil des Exportschlagers abgenommen hat: Eisenerz.

„Rohstoff-Crash kann Australien in ein neues Griechenland verwandeln“, titelte der britische „The Telegraph“ in diesen Tagen. In Deutschland fanden die Warnungen, die auch auf die reichste Frau Australiens zurückgehen, keinen Widerhall. Beim Nachbar Neuseeland sah das schon anders aus, wo man mit ähnlichen Problemen zu kämpfen hat. Auch im großen europäischen Krisenland Spanien wurde das Thema aufgegriffen. Man hat Erfahrung damit, wenn die Wirtschaft sehr stark auf einem Bein steht und das einzuknicken beginnt.

Aufgeschreckt wurde die britische Zeitung durch Gina Rinehart. Denn die Bergbaumagnatin forderte von ihren Beschäftigten einen Lohnverzicht von bis zu 10%, um baldige Kündigungen zu vermeiden und die Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten. Rinehart, die reichste Frau des roten Kontinents im Süden, sieht die Dynastie von Hancock Prospecting in Gefahr. Ihr enormer Reichtum beruht auf dem Minengeschäft. Doch der, so stellt auch der Telegraph fest, hat sich ihr in nur drei Jahren von 30 Milliarden US-Dollar auf gut ein Drittel reduziert. Verantwortlich dafür sind vor allem starke fallende Preise für das Eisenerz. Zuletzt kommt dazu auch noch fallender Goldpreis, der gerade auf ein neues Fünfeinhalb-Jahres-Tief gestürzt.

Hancock stöhnt, weil vor allem die Preise für Eisenerz nach unten gepurzelt sind. Der Preis pro Tonne bewegt sich derzeit im Bereich von 50 Dollar. Vor gut einem Jahr lag er noch über 100 Dollar, bisweilen fiel er sogar schon unter die Marke von 50 Dollar. Somit geht auch dieser Rohstoffpreis parallel zum Ölpreis in die Knie. In dem Fall war die Fracking-Blase in den USA dafür mit verantwortlich (Platzt angesichts des Ölpreissturzes nun die Fracking-Blase in den USA?). Und insgesamt fallen Rohstoffpreise und, was Australien hart trifft, auch der Kohlepreis.

Geisel der Rohstoffe

Derzeit fällt auch der Ölpreis wieder. Da nun der Produzent Iran nach demAtom-Abkommen, wieder auf den Markt drängt. Deshalb dürfte sich hier ein Gleichgewicht auf niedrigem Niveau doch nicht so schnell wie erwartet einstellen, auch wenn die enorme Überproduktion von Fracking-Öl aus den USA nun abgebaut wird. Bisher wurde eine Stabilisierung erwartet, da beim Fracking immer neue Quellen erschlossen werden müssen, was sich angesichts niedriger Preise nicht lohnt. Beim Fracking sinkt gewöhnlich die Fördermenge nach einem Jahr um 60 bis 70%, nach zwei Jahren sogar um 90%.

Und was für die Fracking-Industrie in den USA gilt, die allerdings nur ein Zweig in einer diversifizierten Wirtschaft ist, gilt angesichts fallender Preise für Eisenerz, Kohle und Gold für Australien mit deutlich heftigeren Auswirkungen. Für das Land könnte die Lage schnell brenzlig werden. Das Wachstum in den letzten Jahren basierte auf den Boom im Bereich Minenindustrie, der etwa 20% der Wirtschaftsleistung ausmacht. Der bisherige Boom hat aber auch den internen Konsum mächtig angeheizt, die wesentliche Stütze der australischen Wirtschaft. Der geht natürlich mit in die Knie, wenn der Export von Rohstoffen einbricht und die Löhne, wie von Rinehart gefordert, deutlich gesenkt werden.

Experten meinen sogar, dass das Land gegenüber Entwicklungsländern wie Kenia, Nepal oder Tansania in einer noch schwierigeren Position ist, deren Wirtschaft sich ebenfalls vor allem auf die Ausfuhr von Rohstoffen stützt. Doch „selbst die haben eine größere Exportvielfalt als wir“, erklärt Andrew Charlton. Er ist heute Wirtschaftsberater und stand früher in Diensten der australischen Regierung. Das Land sei längst zur „Geisel“ der Rohstoffe geworden.

Bricht allein der Preis für Eisenerz ein, fallen dem Staatshaushalt schon deutliche Einnahmen weg. Zehn Dollar weniger pro Tonne seien zehn Milliarden Dollar weniger im Haushalt, rechnet Carlton vor. Somit ist der Ausfall schon auf etwa 50 Milliarden Dollar zu beziffern und damit erschließt sich, warum die Staatsverschuldung deutlich steigt. Darauf wies der australische Wirtschaftswissenschaftler Stephen Koukoulas kürzlich hin. Die Schulden seien auf einen neuen Rekordwert von fast einer Billion Dollar gestiegen. Das ist zwar noch ein Wert, der sogar die EU-Stabilitätskriterien erfüllen würde, denn es sind etwa 60% der jährlichen Wirtschaftsleistung (BIP). Doch das hat nichts zu sagen, wie uns in Europa Spanien sehr deutlich vor Augen geführt hat. Im Jahr 2010 erfüllten auch die Iberer dieses Kriterium noch (Mit dem abstürzenden Spanien spitzt sich die Euro-Krise zu). Mit der Bankenrettung musste das Land aber nur zwei Jahre später unter den Rettungsschirm gehen. Die Staatsverschuldung ist inzwischen auf über eine Billion Euro und etwa 100% des BIP explodiert.

Griechischer Minister bietet USA Erdölvorkommen an

Das ist der Hauptpunkt in der gesamten Griechenlandkriese, das Land verschulden, fangen, fesseln, abcashen und dann weg, schnell weg, so wie es die Heuschrecken, die USCorporation weltweit überall getan hat und tut.

Hier der Bericht aus www.neopresse.com

u.a Victoria Nuland, Panos Kammenos // Quelle: griechisches Verteidigungsministerium

Der griechische Verteidigungsminister Panos Kammenos hat der US-Amerikanischen EU-Beauftragten Victoria Nuland angeboten, griechisches Erdöl zu fördern und aufzuteilen. Zuvor unternahm Nuland, die durch ihr öffentlich gewordenes Skandal-Telefonat während der Ukraine-Krise bekannt geworden ist, eine Reise in die griechische Hauptstadt Athen. Damals wurden keine Details bekannt.

Vor einer Woche berichtete NEOPresse über die Griechenland-Reise der Leiterin der Europaabteilung im US-Außenministerium Victoria Nuland. Offiziell hieß es damals es ginge um „geostrategische Gespräche“. Wie die Deutsche Presse-Agentur aus Regierungskreisen erfuhr, machen sich die USA Sorgen wegen der Finanzkrise in Griechenland. Washington wünsche eine schnelle Lösung des Problems. Sollte Griechenland aus dem Euroland ausscheiden, könne dies „schwerwiegende Folgen für die Südostflanke der NATO“ haben, hieß es vom Pressesprecher[1].

NEOPresse stellte eine andere Vermutung auf. Viel wahrscheinlicher war es, dass es um die vielen vermuteten Erdölvorkommen Griechenlands geht. Bereits in den 70er-Jahren waren Experten überzeugt davon, dass vor den griechischen Küsten große Öl- und Gasvorkommen schlummern. Nur ging man der Sache nie richtig auf den Grund, im wahrsten Sinne des Wortes. Tatsächlich sollen die Rohstoffvorkommen des notorisch bankrotten Landes riesig sein. Neue Nahrung dafür gab es im Juni letzten Jahres: Der Geologe Antonis Foscolos, emeritierter Professor der Technischen Universität Kreta, und zwei Kollegen präsentierten Griechenlands Premier Antonis Samaras eine Studie. Ergebnis: Die Öl- und vor allem Gasvorkommen könnten dem Staat über 25 Jahren hinweg insgesamt rund 600 Milliarden Dollar (465 Milliarden Euro) einbringen, berichtete die Nachrichtenagentur Reuters.[2]

2012 gab es dann mehrere Berichte, dass „ein westlicher Geheimdienst“ versuchen würde über Umsturzversuche, Griechenland weiter zu destabilisieren. Die Hintergründe und Zusammenhänge wurde erstmals auf deutsch im Buch „Showdown“ von Dirk Müller ausführlich geschildert und beziehen sich unter anderem auf einen Bericht des russischen Geheimdienstes FSB über diese Aktivitäten. Nachdem die griechische Staatsanwaltschaft 2012 nach umfangreichen Voruntersuchungen genügend Anhaltspunkte gesehen hatte, um in diesem Zusammenhang Anklage wegen Hochverrat, versuchtem Staatsstreich und Mordversuch an Karamanlis zu erheben, bekam der Fall höchste Brisanz. Mehrere Medien berichteten darüber, unter anderem “The Guardian”.[3]

„Es ist also durchaus möglich, dass US-Aktivitäten in Griechenland aufgrund des gigantischen Öl- und Gasvorkommens im geheimen zur Destabilisierung beitragen. Die Reise der Außenbeauftragten Victoria Nuland in die griechische Hauptstadt könnte Teil dieser Kampagne sein. Bereits während der Maidan-Proteste in Kiew 2014, zeigte sich Nuland als eine Art “Einmischungs-Beauftragte” der US-Administration.“ vermutete NEOPresse deswegen vor einer Woche.

Mit dieser Vermutung lagen wir sehr nahe an der Realität, wie sich nun zeigt. Auf einem griechisch-zyprischen Kongress in New York, bei dem u. a. der griechische Nationalfeiertag (25. März) gewürdigt wurde, sprach der griechische Rechtspopulist und Verteidigungsminister Kammenos vor griechischen Journalisten von einer „Aufteilung der Energieressourcen“. Diesbezügliche Pläne habe er auch der stellvertretenden US-Außenministerin Victoria Nuland, die zuständig für Europa und Eurasien ist, unterbreitet. Nuland selbst war erst vor einer Woche auf einer eher inoffiziellen Reise durch Griechenland. Ein denkbares „Government to Government Agreement“ könne Griechenland von vielen Problemen erlösen, stellte Kammenos fest. Man sei bereit, eine Kooperation in Angriff zu nehmen.[4]

Dass Kammenos einen Plan für ein solches Abkommen hat ist schon seit ein paar Tagen bekannt. Im Interview mit dem lokalen Sender TV Kosmos in Rhodos gab er an, er wolle bezüglich des griechischen Erdölvorkommens auf US-amerikanische Kooperation setzen. „Mit den Amerikanern sollte Griechenland ein Abkommen schließen, das diesen (…) die Ausbeutung [von] (…) Gas- und Ölvorkommen Griechenlands ermöglicht“.[5][6]

Auch in der offiziellen Erklärung des griechischen Verteidigungsministeriums wird dies nicht dementiert. Im Gespräch mit Nuland soll es tatsächlich um „Energie- und Ressourcenfragen“ gegangen sein. Wörtlich heißt es: „There are possibilities for multiple cooperation in the energy and defence sectors“ (zu deutsch: „Es gibt Möglichkeiten für verschiedenste Kooperationen im Energie- und Verteidigungssektor“)[7].

Es bleibt also spannend wie es mit den griechischen Erdöl- und – Gasvorkommen weitergehen wird. Die neue griechische Regierung die nach den vielen Regierungswechseln an die Macht gekommen ist besteht nicht nur aus dem Linksbündnis Zyriza sondern auch aus der rechtspopulistischen Partei der Unabhängigen Griechen. Diese streben unter anderem eine engere Kooperation mit US-Amerikanischen Geldgebern an.

Literatur

Quellen

Merkel & Tsipras zocken gegen eigene radikale Gruppierungen

Die Medien zeichnen die griechische Volksabstimmung am Sonntag als Weichenstellung, bei der sich das griechische Volk “für oder gegen Europa” entscheidet. Das trifft nicht zu. Was am Sonntag und nächste Woche ansteht, ist ein multidimensionaler Extrem-Zock, in dem die scheinbaren Widersacher, die “zentristischen Parteien in der EU”, die Obama-Administration sowie die links-rechte griechische Koalition im gleichen Team spielen. Ziel ist es, Griechenland einen Schuldenschnitt zu verschaffen, das Land aber im Euro und die Regierungen Merkel und Tsipras im Amt zu halten.

Ihre Gegner sind die radikalen Gruppierungen des jeweils eigenen Lagers: die deutschen Hartgeld-Freunde, die US-amerikanischen Neocons sowie die sozialistischen Unabhängigkeitsbefürworter in Hellas selbst.

Indizien, dass dieses Spiel gespielt wird, gibt es zuhauf – nur will sie niemand wahr haben. Niemand will glauben, dass sich “Europa” auf eine solchen Gamblerei einlassen könnte (Tsipras & Varoufakis wird derlei zugetraut). Das zentrale Element des Pokers besteht darin, die jeweils eigenen Parteigänger über das Rational des üblen Spiels zu täuschen.

Merkel muss daheim (zunächst) so tun, als würde/könnte sie die schon verlorenen deutschen Kredite an Griechenland gegen die Radikal-Sozis in Athen verteidigen. Das sichert die Loyalität ihres Fußvolks in der deutschen Öffentlichkeit und unter den CDU/CSU-Abgeordneten des Bundestags. Das ist deshalb speziell wichtig, weil sie und ihr Finanzminister es persönlich waren, die die Deutschen in die Kreditorenposition hineingeritten haben. Auch die griechischen Bussi-Bussi-Freunde der Merkel um Antonis Samaras, die für ein “Ja” mobilisieren, müssen über die Klinge springen.

Auf der anderen Seite stehen Tsipras, Varoufakis und deren Koalitionspartner von der rechtspopulistischen ANEL. Die müssen bei ihrer Basis den Eindruck erwecken, dass sich (wahlweise) der griechische Sozialstaat/das griechische Volk in einem Abwehrkampf gegen den Goliath, das kapitalistische & imperialistische Europa befinden.Das unmittelbare Ziel dieser Erzählung ist, die Volksabstimmung am Sonntag zu gewinnen, die ja eigentlich über einen Verhandlungsvorschlag abgehalten wird, der gar nicht mehr am Tisch liegt.

Der Sieg des oxi darf aber nicht zu hoch ausfallen. Die Schwierigkeit ist, dass der master narrative über die Befreiung von der Unterdrückung durch Fremde nicht übermächtig wird und die beschworenen sozialistischen und nationalistischen Instinkte beherrscht werden können. Gelingt das nicht, besteht keine Möglichkeit zum Kompromiss mit der “EU”, der dem geheimen Spielplan zufolge ja die ganze Zeit angepeilt wurde.

Dass ein solches Ergebnis angestrebt ist, wird von beiden Seiten ohnedies immer wieder offen auf den Tisch gelegt – nur werden diese Signale in der Öffentlichkeit als rein taktische Manöver gelesen, die darauf abzielen, die jeweilige Position gegen den (vermeintlichen) Gegner zu stärken. Die Medien zeichnen diesen scheinbaren Streit mit Hingabe nach und solche Auseinandersetzung ist für das Gelingen des Plans auch notwendig.

Es gibt aber immer wieder kurz aufblitzende Einblicke in die eigentliche Mechanik des Gambits. Beispielsweise in folgendem am Freitag Abend veröffentlichten Interview mit Yanis Varoufakis. Spielpraktiker Varoufakis sagt in diesem Interview mit Channel Four,  dass die Europäer seit der Ankündigung des griechischen Referendums gleich mehrere interessante Angebote vorgelegt hätten.

Wenigstens eines von diesen könne die griechische Regierung “auf der strichlierten Linie sofort unterzeichnen”. Voraussetzung dafür sei aber ein Nein bei der Abstimmung am Sonntag – erst damit würde seine Regierung vom Wahlvolk ermächtigt, einen  solchen Deal abzuschließen (die Formulierung der Fragestellung für das Referendum weist übrigens genau in diese Richtung: Sie ist dergestalt, dass die Regierung ex negativo bevollmächtigt wird, einen Deal mit Schuldenschnitt abzuschließen.)

Das heißt, dass das zentristische Europa und Athen die ganze Zeit in Kontakt waren und verhandelt haben. Es heißt, dass das Referendum Teil des Basiszenarios beider Seiten ist und dass das mediale Bild von den Geschehnissen in Griechenland völlig falsch ist. Wir befinden uns nicht vor Staatspleite und Grexit, sondern am Vorabend einer “überraschenden Wende”, die in ein (virtuelles) happy end mündet.

Alles wird gut, wird es nächste Woche erleichtert heißen: Athen bekommt Schuldenschnitt und drittes Bailout-Paket, die EZB dreht den Geldhahn wieder auf, der Bankrott wird abgesagt und Griechenland bleibt im Euro. Tsipras & Varoufakis werden einen großen Sieg, einen vollen Verhandlungserfolg errungen haben und Merkel wird daheim argumentieren können, dass sie auf einen Schuldenschnitt eingehen musste, weil die linken Wahnsinnigen in Athen sonst die Eurozone in die Luft gesprengt hätten. Und das eigentlich malkontente Merkelsche Fußvolk wird nach all der Dramatik so erleichtert sein, dass es Heil Mutti ! und Heil Rollstuhlfahrer ! schreit.

Die deutsche Regierung hat eine mächtige Koalition auf ihrer Seite. Ein Bestandteil dieser Koalition sind die europäischen Sozialdemokraten, die sowieso schon die ganze Zeit voll auf der Linie der griechischen Regierung waren – auf einer ideologischen, wirtschaftspolitischen Basis (“Gegen das Kaputtsparen” = “Weiteres deficit spending auf Pump”.) Auf Seiten des Pokerteams Berlin & Athen steht auch US-Präsident Obama, der Griechenland in der EU halten will, der aber eine andere, gemäßigtere außenpolitische Linie vertritt als die verrückten neokonservativen Kriegstreiber, die die Ukraine-Politik bestimmen.

Obama kann mit einer Regierung Tsipras gut leben, solang die Griechen in der EU bleiben und die restlichen Europäer für sie zahlen. Ihm sind Themen wie die Streckenführung der künftigen russischen Erdgaspipeline kein besonderes Anliegen. Vielleicht kann Tsipras ja dazu bewogen werden, die Strecke über Bulgarien zu führen und das würde auch die Fraktion der antirussischen Falken ruhig stellen.

Die Eurozone wäre wieder einmal gerettet, ein großer Triumph auch für alle zentristischen Euroretter. Merkel wird sich einbilden können, weitere Forderungen nach einem Schuldenerlass abblocken zu lkönnen – hat das Pokerteam doch den italienischen Regierungschef Renzi und dessen spanisches Pendant Mariano Rajoy in der Tasche. Solang die für ihre Nationen nicht fordern, was die Griechen auch bekommen haben, ist alles okay.

Das ganze ist freilich ein risikobehafteter Extrem-Zock. Es gibt zahlreiche Fallstricke. Beispielsweise, dass die Griechen von ihrer revolutionären/nationlistischen Befreiungsstimmung mitgerissen werden. Beispielsweise, dass ein paar helle deutsche Parlamentarier durchschauen, dass sie von Mutti an der Nase herumgeführt werden. Oder beispielsweise, dass die EZB den Geldhahn nicht mehr aufdreht wie die Politik von ihr erwartet.

Aber das sind alles Risiken, die nach Meinung des Pokerteams Merkel & Tsipras eingegangen werden müssen, weil das Schadenspotenzial dieses Events so hoch ist. “Fällt der Euro, fällt Europa.”

Varoufakis in Berlin:

in staatsstreich.at

 Unabhängiger Journalist