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Kissinger über die „zukünftige Weltordnung“

Quelle: www.gegenfrage.com

Henry Kissinger, ehemaliger Außenminister der Vereinigten Staaten und bis heute geopolitischer Berater, über die „zukünftige Weltordnung“, über Russland, China, Iran und den Islamischen Staat.

(Literatur zum Thema gibt’s hier: klick)
henry kissinger weltordnung
Heinz Alfred „Henry“ Kissinger, „White House meeting about New START Treaty“ von The White House from Washington, DC –P111810PS-0076. Lizenziert unter Gemeinfrei über Wikimedia Commons.

In einem Artikel auf CapX präsentiert Kissinger eine Reihe von „Herausforderungen“, mit denen sich die „transatlantische Welt“ konfrontiert sieht. Laut Kissinger sind die größten Herausforderungen mit „Konsequenzen für die zukünftige Weltordnung“ derzeit Russland, China, der Nahe Osten und die Entwicklung der Beziehungen zwischen Westeuropa und den USA.

Seit dem Westfälischen Frieden im Jahre 1648 beruhe die Weltordnung auf „der Souveränität der Staaten, die durch ein Gleichgewicht der Macht zwischen einer Vielzahl von Entitäten gesichert“ wird. Aufgrund verschiedener historischer und kultureller Erfahrungen werde dieses Konzept nun jedoch herausgefordert.

Bei jeder „Herausforderung“ stellte sich Kissinger die Frage, ob diese „durch die Maximen des Nationalstaats oder neue globalisierte Konzepte“ gelöst werden sollte.

Russland

„Die russische Herausforderung … konzentriert sich auf die Ukraine und Syrien“, schrieb der 94-Jährige. „Ist es der klügste Kurs, Druck auf Russland auszuüben und wenn nötig, es zu bestrafen, damit es westliche Ansichten seiner inneren und globalen Ordnung akzeptiert?“, so Kissinger.

„Oder besteht der Spielraum für für einen politischen Prozess, der die gegenseitige Entfremdung bei der Ausarbeitung eines vereinbarten Konzeptes für eine Weltordnung überwindet oder zumindest abschwächt?“

Chinas Seidenstraße und Folgen für den Westen

Bezüglich China hob Kissinger das Projekt „One Belt, One Road“ des chinesischen Präsidenten Xi Jinping hervor. Damit könne das Land den Schwerpunkt der Welt vom Atlantik auf die eurasische Landmasse verlagern.

Mit der Durchführung des Projekts, so Kissinger, würde China die internationale Ordnung neu gestalten, um es „kompatibel mit seiner historischen Erfahrung, wachsender Macht und strategischer Vision“ zu machen.

Europa und die NATO

Weiter stellte er die Frage, wie die USA und Europa auf eine solche Umgestaltung der Weltordnung reagieren müssten. Ein wichtiger Punkt sei außerdem die Beziehung zwischen Europa und den USA. Etwa innerhalb der NATO habe sich die Zusammenarbeit geändert. Die USA seien nicht mehr der deutliche Anführer des Bündnisses, wie zu Zeiten des Kalten Kriegs.

„Viele Europäer denken über Alternativen nach“, schreibt er und rief den Ratschläge der früheren britischen Premierministerin Margaret Thatcher zurück ins Gedächtnis, „den Atlantizismus neu zu definieren“.

Naher Osten

Kissinger warnt vor einer Niederlage des Islamischen Staats in Syrien und im Irak, da der Iran dann dieses entstehende „Machtvakuum“ ausfüllen könnte. Die Entstehung eines „radikal-iranischen Imperiums“ müsse US-Präsident Donald Trump unbedingt verhindern.

Diese Herausforderung sei besonders schwer zu lösen, da Russland und auch einige NATO-Staaten das „gegnerische Lager“ unterstützen. „In diesem Fall gilt die traditionelle Herangehensweise nicht mehr, laut der der Feind meines Feindes mein Freund ist“, so Kissinger weiter.

Alle seien sich darin einig, dass der Islamische Staat zerstört werden müssen. „Aber welche Macht wird deren Territorium übernehmen?“ Um diese Frage zu beantworten, sei die Position Russlands von entscheidender Bedeutung.

Längste Eisenbahnstrecke der Welt!

Cool, jetzt kann man nach China reisen ohne zu fliegen. 

Der erste direkte Schienengüterverkehr zwischen China und Spanien nach Madrid ist am Dienstag angekommen, nach einer Reise über 13.000 km.
Der Konvoi, der am 18. November Yiwu City abfuhr, den Osten Chinas durchfuhr, überquerte insgesamt acht Länder in 21 Tagen, darunter Russland, Polen,Deutschland und Frankreich, entlang der längsten Eisenbahnstrecke der Welt. der Zug hatte 40 Container, von denen zehnauf dem Weg nach Madrid in verschiedenen Punkten heruntergeladen wurden.


Die transportierten Produkte wurden in Zhejiang (Ostchina) hergestellt, u.a. wie Kreisel für Kinder und Kleinwerkzeuge, die für Weihnachten geliefert wurden, und zurück wird der Zug mit Wein, Olivenöl und Schinken nach China vor Neujahr bestückt, um pünktlich zu Weihnachten diese Köstlichkeiten aus verschiedenen Regionen Spaniens in China zu bekommen.

Man könnte diese neue Strecke mit Wirtschaftsgütern auch als die “Neue Seidenstraße” im 21 Jahrhundert bezeichnen. China/Peking hat ein starkes Interesse sich wirtschaftlich nach Westen zu orientieren, bestätigt derGouverneur der Provinz Zhejiang, LiQiang, während der Zeremonie in Madrid.
China verfügt bereits überBahnverbindungen, direkte und regelmäßige, mit Deutschland, einschließlich China/Chongqing(Zentrum) und den Hafen von Duisburg(Westen) und in den Hafen von Hamburg(Norden).
Die Idee wurde geboren, ebenfalls mit Spanien eine solche direkte Schienverbindung herzustellen, erklärte der Minister für Entwicklung, Ana Pastor, bei der Ankunft des Zuges in einemLogistikzentrum in der Nähe Bahnhof Atocha. Madrid ist “ein Kernstück des europäischen und internationalen Vertriebes”, mit privilegierten Zugang zuAfrika und Lateinamerika, betonte die Ministerin.
Die Euro Cargo Rail, einer Tochtergesellschaft der deutschen Gruppe der DB Shenker Schiene meinte,wenn die Ergebnisse dieses Tests positiv sind, könnte eine reguläre Route von China, ab dem kommenden Frühjahreingerichtet werden, zunächst mit zwei Zügen pro Monat.
Bislang wurden 80% des Welthandels auf dem Seeweg durchgeführt, da der internationale Schienengüterverkehr zahlreiche technische und regulatorische Barrieren zwischen den einzelnen Ländern aufzeigte. Allerdings ist eskostengünstiger, umweltfreundlicher undschneller als die Seefracht oder Luftfracht verteidigt das Vorhaben die DB Shenker Rail.
(http://youtu.be/ouDE6Lth4OI)

Quelle: http://terragermania.com/2014/12/10/langste-eisenbahnstrecke-der-welt/