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Deutschland und die Niederlande hatten Katastrophenpläne für den Euro – mögliche Rückkehr zum Gulden und zur Deutschen Mark

Der DOLLEURO hat seine Schuldigkeit getan, ja, er hat seine Schuldigkeit getan! Er hat Europa mehr oder weniger ruiniert, zumindest massiv geschwächt. Und dazu haben die FED-Eigentümer den EURO zu einem weiteren FiatDOLLAR gemacht.
Europa, die besten Freunde zu bekämpfen und bekriegen ist schon lange eine Taktik der Washington-Mafia, subtil, aber bestimmt. Wenn subtil nnicht gereicht hat, dann unsanft wie z. B. mit dem Sanktionszwang gegen Russland. Und das war nicht die erste unsanfte „Empfehlung“. Europa zu bekämpfen, zu benutzen (Kriege der USA zu bezahlen, die NATO zu finanzieren und viele andere Aktionen) und als beste Freunde zu bezeichnen, welch bizarre Vorgangsweisen. Jetzt scheint jedoch die Allianz mit den USA zu bröckeln, da die Völker wach werden, Radau machen, zu Tausenden oder Hunderttausenden auf die Strasse gehen. In Europa, besonders in den USA. Es folgt dazu

Ein Beitrag aus der Redaktion des Kopp-Verlages

Wie sich jetzt herausstellte, bereiteten die niederländische und die deutsche Regierung auf dem Höhepunkt der Eurokrise Notfallpläne für eine Rückkehr zu ihren jeweiligen nationalen Währungen vor. Diese Pläne wurden nie außer Kraft gesetzt. Die niederländische Regierung erarbeitete ein Ausstiegsszenario, in dem die Niederlande zu ihrer traditionellen Landeswährung − den Gulden − zurückkehren würde. Anfang 2012 beriefen sie eine Arbeitsgruppe aus Rechts-, Wirtschafts-, und außenpolitischen Experten ein, um die Möglichkeit einer Rückkehr zum Gulden zu erörtern. Der damalige niederländische Finanzminister bestätigte, dass auch Deutschland über einen solchen Schritt nachdächte.

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Zur damaligen Zeit steckte der Euro tief in der Krise. Griechenland stand kurz davor, freiwillig aus der Europäischen Union (EU) auszutreten oder dazu gezwungen zu werden. Spanien und Italien waren schwer von der Krise getroffen. Der damalige griechische Ministerpräsident Georgios Papandreou und sein italienischer Amtskollege Silvio Berlusconi waren zurückgetreten, und man befürchtete, die Eurokrise könnte außer Kontrolle geraten, was zu einer raschen Ausbreitung der Krise führen könnte und die Gefahr einer systemischen Krise massiv erhöhte.

Eine niederländische Fernsehdokumentation brachte diese Dinge am vergangenen Dienstag an die Öffentlichkeit. Und der derzeitige niederländische Finanzminister und Chef der Eurogruppe, Jeroen Dijsselbloom, bestätigte diese Gerüchte in einem Interview am Donnerstag, das vom EU-Observer und Bloomberg aufgegriffen wurde.

»Es stimmt, das Finanz-Ministerium und dann die Regierung hatten sich auf das Schlimmste vorbereitet«, sagte Dijsselbloom, »Die Regierungschefs, einschließlich der niederländischen Regierung haben immer erklärt: Wir wollen die Eurozone zusammenhalten. Aber die holländische Regierung hat auch darüber nachgedacht, was wir machen, wenn wir damit scheitern. Und sie haben sich auf diesen Fall vorbereitet.«

Dijsselbloom erklärte zwar, es gebe jetzt keine Notwendigkeit über diese Pläne zu schweigen, aber zum damaligen Zeitpunkt bemühte man sich um absolutes Stillschweigen, um auf den Finanzmärkten keine Panik zu verbreiten. Auf die Frage nach der Haltung Deutschlands, sagte der Minister, er könne nicht sagen, ob noch andere Regierungen ähnliche Vorbereitungen getroffen hätten.

Demgegenüber sagte der damalige (vom Februar 2010 bis zum November 2012) niederländische Finanzminister Jan Kees de Jager, in seinem Ministerium hätte sich oft freitags ein Kreis von Rechts-, Wirtschafts- und außenpolitischen Experten getroffen, um mögliche Szenarien zu diskutieren. »Einige Länder fanden es beängstigend, dass in Europa so zahlreiche Szenarien diskutiert wurden. Erstaunlicherweise taten sie selbst es nicht«, sagte de Jager in der Fernsehdokumentation. »Zusammen mit Deutschland gehörten wir zu den wenigen Ausnahmen. Wir Deutschland und die Niederlande hatten sogar eine gemeinsame Arbeitsgruppe ins Leben gerufen, die über verschiedene Szenarien diskutierte.«

Als der EU-Observer bei der deutschen Regierung nachfragte, ob man diese Informationen bestätigen könnte, dementierte das Finanzministerium offiziell nicht, dass derartige Pläne erwogen worden seien, sondern antwortete nur: »Wir und unsere Partner in der Eurozone, einschließlich der Niederlande, waren und sind entschlossen, alles in unserer Macht Stehende zu unternehmen, um ein Auseinanderbrechen der Eurozone zu verhindern.«

Das ist schon ein ziemlicher Hammer. Damals hatte der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble erklärt, der Euro könne ohne Griechenland nicht überleben. Ob er ohne die Niederlande nicht überleben kann, ist eine ganz andere Frage.

Ein Euro ohne Holland und insbesondere Deutschland ist gegenwärtig nicht vorstellbar. Weiter sagte de Jager, andere Staaten hätten die Gefahr eines Auseinanderbrechens der Eurozone als sehr beängstigend empfunden. Daher hätten sie es vorgezogen, ihren Kopf in den Sand zu stecken, anstatt sich der realen Situation, der sie sich gegenüber sahen, zu stellen. Offenbar wurden gerade in den sogenannten PIIGS-Staaten – Portugal, Irland, Italien, Griechenland und Spanien – keinerlei alternative Szenarien oder Notfallpläne erarbeitet.

Angesichts dessen stellt sich schon die Frage, ob diese Notfall- oder Ausstiegspläne überhaupt an die Öffentlichkeit gedrungen wären, wenn die besagte Fernsehdokumentation die niederländische Regierung nicht zu einer Bestätigung gedrängt hätte.

Interessanterweise waren es auch gerade diese beiden Länder, deren Bürger sich deutlich für eine Repatriierung ihrer Goldreserven eingesetzt haben; eine Bewegung, die sich gegenwärtig in ganz Europa verbreitet – so hat sich in dieser Woche die zweitgrößte französische Partei dieser Forderung angeschlossen.

Angesichts eines Klimas fehlenden Vertrauens in Fiat-Währungen wäre jede Rückkehr zu einem reinen Fiat-Gulden oder einer Fiat-Deutschen-Mark ein Risiko, weil ihr das Vertrauen fehlte, das eine Golddeckung gegenwärtig genießt.

Trotz der Schlussfolgerung, Geheimhaltung sei gegenwärtig nicht mehr erforderlich, da Europa das Schlimmste überstanden habe, sind wir der Auffassung, dass die niederländische Rückholung von 20 Prozent seiner Goldreserven aus den USA darauf hindeutet, dass sich die Niederländer − aus weiser Voraussicht − immer noch auf das Schlimmste vorbereiten – ob es sich nun um eine Euro-, oder um eine Dollar-Krise sowie um eine internationale Währungskrise handelt. Jedenfalls wurde als offizielle Begründung für die Rückführung ihrer 122 Tonnen Gold auf niederländisches Staatsgebiet angegeben, diese Maßnahme solle das öffentliche Vertrauen in die niederländische Zentralbank stärken.

Die Gefahr eines Scheiterns des Euros ist erschreckend und schürt Ängste. Man hat den Eindruck, die meisten Länder der Eurozone sind auf eine solche Situation schlecht oder eigentlich überhaupt nicht vorbereitet.

Wir haben Investoren immer empfohlen, sie sollten wie ihre eigene Zentralbank handeln und Gold kaufen oder Gold und Silber in sicheren, reservierten und gesonderten Safes unter sicherer Gerichtsbarkeit wie etwa in der Schweiz oder in Singapur zu lagern.

Für Investoren, die gegenwärtig den Euro nutzen, stellt sich die wichtige Frage, ob sie über einen Notfallplan für den Fall eines Zusammenbruchs der Eurozone verfügen. Die gleiche Frage stellt sich im weiteren Sinn auch für Investoren und Einleger international, die andere Fiat-Währungen nutzen: Verfügen Sie über entsprechende Notfallpläne?

In den europäischen Randstaaten hat sich die Gefahr, einige Länder könnten zu ihren früheren nationalen Währungen zurückkehren, was mit oft erheblichen Abwertungen dieser Währungen verbunden wäre, zwar verringert, aber im Grundsatz besteht sie immer noch. Das Risiko, einige Länder könnten lieber diesen Weg einschlagen, als weiterhin unter einem deflationären wirtschaftlichen Zusammenbruch und Depressionen zu leiden, besteht weiterhin. Allerdings könnte auch eine Übertragung einer Krise oder ein systemgefährdendes Ereignis wie etwa der Zusammenbruch einer größeren europäischen Bank (Beispiel: Lehman Brothers) einen Domino-Effekt auslösen, der ein EU-Mitglied aus der Währungsunion herauskatapultieren könnte.

Es könnte also durchaus soweit kommen, dass die deutsche Bevölkerung und ihre Politiker beschlössen, das Projekt der europäischen Einheitswährung sei es nicht länger wert, gerettet zu werden, oder aber sie kämen zu dem Schluss, dass die Währungsunion nicht gerettet werden könne, und entschieden sich dann für eine Wiedereinführung der Deutschen Mark.

Alle wichtigen hochverschuldeten Länder wie die PIIGS-Staaten, aber auch ebenfalls hochverschuldete Nicht-PIIGS-Staaten wie Japan, Großbritannien und die USA sind von Währungsabwertungen bedroht.

Ein Abwertungswettlauf der Währungen oder Abwertungen von Währungen, die auf einen Wettbewerbsvorsteil abzielen, sowie Währungskriege bedrohen die langfristige Stabilität und den Wohlstand aller Demokratien sowie die Finanzen und Ersparnisse der Menschen in allen diesen Ländern.