Archiv der Kategorie: Tiere

Gefahr aus dem Hühnerstall- Campylobacter-Infektion – Durchfallerkrankungen nehmen zu

Quelle: netzfrauen.org

Essen Sie Hähnchenfleisch, dann ist die Gefahr groß, mit Campylobacter infiziert zu werden. Mit mehr als 70 000 übermittelten Erkrankungen im Jahr 2016 und ähnlich hohen Zahlen in den Vorjahren ist die Campylobacter-Enteritis zur häufigsten bakteriellen meldepflichtigen Krankheit in Deutschland geworden. Der bedeutendste Risikofaktor für eine Campylobacter-Infektion war laut dem Robert-Koch-Institut der Verzehr von Hühnerfleisch.

Der bedeutendste Risikofaktor für eine Campylobacter-Infektion war der Verzehr von Hühnerfleisch.

Als bedeutende Risikofaktoren für Campylobacter-Erkrankungen machten die Autoren des Robert Koch Instituts Essen außer Haus und die Zubereitung von abgepacktem Hähnchenfleisch im Haushalt aus. Für die Untersuchung waren unter anderem gut 2000 Fragebögen ausgewertet worden, die nachweislich Erkrankte ausgefüllt hatten. Sie schreiben, dass in der Europäischen Union 2018 Grenzwerte für Campylobacter auf Geflügelkarkassen festgelegt würden. Ob das wirklich geschieht?  Siehe: Verrückter geht es nicht mehr! EU will mit 15 Mio. Euro Fleischverzehr ankurbeln – Eier aus Ukraine und Argentinien – Geflügel aus Brasilien und Thailand und demnächst Hormonfleisch aus den USA

Studie: Epidemiologisches Bulletin 44/2017 (PDF, 221 KB, Datei ist nicht barrierefrei)

Dauer der Ansteckungsfähigkeit

Die Patienten sind potenziell infektiös, solange Erreger im Stuhl ausgeschieden werden. Die mittlere Ausscheidungsdauer beträgt 2–4 Wochen.

Lebensmittel, die häufiger mit Campylobacter belastet sind:

  • Nicht ausreichend erhitztes Geflügelfleisch und Geflügelprodukte
  • Rohmilch oder Rohmilchprodukte
  • Nicht durchgegartes Hackfleisch
  • Frische Rohwurstsorten wie Mettwurst
  • Verunreinigtes Trinkwasser, zum Beispiel aus einer Brunnenanlage

Ansteckung von Mensch zu Mensch

  • Eine Ansteckung von Mensch zu Mensch über eine Schmierinfektion ist ebenfalls möglich. Dabei gelangen die Erreger in kleinsten Spuren von Stuhlresten eines Erkrankten über verschmutzte Hände in den Mund.
  • Quelle .rki.de

Steuergelder für billiges Geflügelfleisch aus Polen

Wer billig Hähnchen im Discounter kauft, muss sich darüber im Klaren sein, dass diese auch billig produziert werden. Polen stellte 2016 2,5 Millionen Tonnen Geflügelfleisch her und im 1. Halbjahr 2017 rund 1,3 Millionen Tonnen. Bei Geflügel hat Polen innerhalb der EU Platz 1 erobert. So stammt das meiste europäische Hähnchenfleisch aus Polen.

Als häufigste Ursache für eine Campylobacter-Infektion gilt in Deutschland und anderen Industrieländern die Art Campylobacter jejuni.

Und auf der Suche nach Campylobacter, fanden wir sogar eine Studie aus Polen. Sogar eine fünf Jahre dauernde Studie zur Prävalenz und antimikrobiellen Resistenz von Campylobacter aus Geflügelschlachtkörpern in Polen. Ergebnis aus der Studie: 

Im Zeitraum 2009-2013 wurden insgesamt 2114 Abstrichproben aus Schlachtkörpern in allen 16 Woiwodschaften (Verwaltungsbezirken) Polens auf die Kontaminierung von Campylobacter jejuni und Campylobacter coli untersucht. Die antimikrobielle Resistenz der Isolate gegenüber Ciprofloxacin, Tetracyclin und Erythromycin unter Verwendung der MIC-Methode wurde ebenfalls getestet. Gefunden wurden 1151 (54,4%) Kadaver, die mit Campylobacter kontaminiert waren, wobei 50% der C. jejuni und C. coli Spezies aus positiven Proben isoliert wurden. Zur Studie https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/25846926

Die Food Standards Agency (FSA) hat im Juni 2017 die neuesten Ergebnisse ihrer Umfrage zu Campylobacter bei frisch gekauften, in Großbritannien produzierten Hühnern veröffentlicht  – Bericht: https://www.food.gov.uk/news-updates/news/2017/16235/further-reduction-levels-of-campylobacter-chicken

Die Gesamtprävalenz von Campylobacter bei Hühnern, vom Händler: Jan – März 2017

Einzelhändler Anzahl der Proben % Hautproben positiv für Campylobacter % Hautproben über 1000 KBE / g Campylobacter
Aldi 110 51,8 (42,1 – 61,4) 5,5 (2,0 bis 11,5)
Asda 109 56,0 (46,1 – 65,5) 7.3 (3.2 – 14.0)
Koop 94 63,8 (53,3 – 73,5) 4.3 (1.2 – 10.5)
Lidl 109 57.8 (48.0 – 67.2) 9.2 (4.5 – 16.2)
FRAU 119 56,3 (46,9 – 65,4) 2,5 (0,5 – 7,2)
Morrisons 109 39.4 (30.2 – 49.3) 2,8 (0,6 bis 7,8)
Sainsbury 104 50.0 (40.0 – 60.0) 7.7 (3.4 – 14.6)
Tesco 104 41.3 (31.8 – 51.4) 3.8 (1.1 – 9.6)
Waitrose 110 28.2 (20.0 – 37.6) 2,7 (0,6 – 7,8)
Andere 83 59,0 (47,7 – 69,7) 16.9 (9.5 – 26.7)
Alle 1051 48,8 (45,3 – 52,4) 6.5 (4.8 – 8.3)

95% Konfidenzintervalle sind in Klammern angegeben.

Campylobacter, der unbekannte Lebensmittelinfektions-Erreger – dabei ist Campylobacter gefährlicher als Salmonellen

Als besonders problematisch wird die zunehmende Verbreitung von Antibiotika-Resistenzen in Salmonella und Campylobacter gesehen. Diese beiden Gruppen von Keimen sind regelmäßig in Geflügel, darüber berichten wir bereits seit Jahren. Bereits 2015 in unserem Beitrag: Billige Martinsgänse aus Polen und Ungarn – gefährliche Keime incl. – auf Kosten der Steuerzahler. 

Und auch das Lebensmittelüberwachungsamt Baden-Württemberg machte sogar schon 2013 darauf aufmerksam:

Eine besondere Bedeutung für die Verbreitung von Campylobacter-Keimen in der Umwelt haben Hühner. Sie gelten als primäre Eintragsquelle für Campylobacter-Bakterien in die Lebensmittelkette. Offenbar haben sich Campylobacter-Keime stark an Geflügel, insbesondere an das Huhn als Wirtsorganismus angepasst. Nach Untersuchungen in 2013 von ua-bw konnte Campylobacter etwa auf 43,6 % aller Hühnerfleischproben nachgewiesen werden, aber auch auf 14,2 % der Putenfleischproben und auf mehr als der Hälfte des untersuchten Entenfleisches.

Thermophile Campylobacter in rohem Geflügelfleisch im Jahr 2012
Campylobacter-Untersuchungen Probenzahl davon positiv
Hühnerfleisch 87 38 (43,6 %)
Putenfleisch 155 22 (14,2 %)
Entenfleisch 9 5 (55,6 %)

Die Vergiftung mit Campylobacter ist die häufigste Ursache für lebensmittelbedingte Krankheiten auch in Großbritannien, wobei Huhn die Hauptursache ist. Das Virus kann durch gründliches Kochen getötet werden, aber jedes Jahr werden im Vereinigten Königreich 280 000 Menschen krank, sodass viele Tausende im Krankenhaus stationär behandelt werden müssen und jährlich etwa 100 Menschen sterben.

RKI warnt vor Campylobacter-Infektionen durch Hühnerfleisch.

Küken sind nach dem Schlüpfen nicht mit Campylobacter infiziert. Die Bakterien gelangen erst später in den Stall und dort ins Huhn. „Durch Mitarbeiter und Geräte, aber auch durch Insekten“, erklärt Dr. Kerstin Stingl vom Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR). Dort gibt es eine eigene Abteilung, die die Campylobacter-Ausbreitung in Deutschland überwacht. „Unabhängig vom Hersteller waren 2016 etwa 50 Prozent des Hähnchenfleisches infiziert“, sagt Dr. Stingl.

Netzfrauen

Steuergelder für billiges Geflügelfleisch aus Polen – Das unsägliche Leid der Martinsgänse

Verrückter geht es nicht mehr! EU will mit 15 Mio. Euro Fleischverzehr ankurbeln – Eier aus Ukraine und Argentinien – Geflügel aus Brasilien und Thailand und demnächst Hormonfleisch aus den USA

Gewusst? EU fördert mit Steuergeldern qualvolle Massentierhaltung in Osteuropa, Russland und Asien! – Public Financing Continues to Support Farm Animal Mistreatment

Ukraine: Wirtschaftliche Interessen als Weltpolitik – Kredite von der EU, Weltbank und IWF öffnen Monsanto und Co. die Hintertür zur EU!

#Schweinefleischpflicht – Denn sie wissen nicht mehr, was sie tun…

Vom Sägen am Ast, auf dem man sitzt, oder wie Glyphosat die Bodenbiologie vernichtet! – GMOs, Glyphosate and Soil Biology

Es geht um die Wurst und Folgen de

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Ein Kartell des Schweigens! Landwirte wollen weiterhin Antibiotika einsetzen, obwohl Massentierhaltung antibiotikaresistente Keime fördert

Quelle: netzfrauen.org

Während Kalifornien bereits im Oktober 2015 das strengste Tier-Antibiotika-Gesetz in den USA erlassen hat, das den Einsatz von Antibiotika bei Nutztieren stark begrenzt und  die routinemäßige Anwendung der Medikamente in der Landwirtschaft verbietet, behauptet der schleswig-holsteinische Bauernverband, dass auf Antibiotika in der Tierhaltung die Landwirte nicht verzichten können.

Bei einem Antibiotikaverbot in der Tierhaltung wären vor allem wirtschaftliche Einbußen bei Tierärzten und der Pharmaindustrie zu verzeichnen, dass ergab ein KPMG-Gutachten. 

In den USA wurde eine Petition gestartet, die den intensiven Missbrauch von Antibiotika verhindern will. Sie nennen die gefährlichen antibiotikaresistenten Bakterien „Superbakterien“. Durch diese entstehen für die Amerikaner zusätzliche Kosten für das Gesundheitswesen von bis zu 26 Milliarden Dollar pro Jahr. Mit dem Hashtag  und  #antibiotic, aber auch mit Protestplakaten machten die Verbraucher in den USA darauf aufmerksam, dass Antibiotika in Fleisch nichts zu suchen haben.  Mit Erfolg, denn nicht nur Kalifornien reagierte mit einem neuen Gesetz, sondern auch Subway verzichtet in Zukunft auf Fleisch, das Antibiotika enthält.

KN 21.11.17

«Unter einem kompletten Verzicht auf Antibiotika würden am meisten die Tiere leiden», sagte Vorstandsmitglied Dietrich Pritschau der Deutschen Presse-Agentur. Er ist selbst Schweinehalter. Er kenne keinen Landwirt, der sich nicht täglich Gedanken um die Tiergesundheit mache – und sei es aus rein wirtschaftlichem Eigeninteresse, sagte Pritschau. Für ihn stehe fest: «Wir werden uns weiter um noch gesündere Tiere kümmern müssen.»

Patient liegt nach einer Operation im Krankenhaus. Die Wunde heilt nur schlecht. Die eingesetzten Antibiotika wirken nicht, weil der Patient multiresistente Keime in sich trägt.

Immer wieder kommt es in Krankenhäusern in Deutschland zu Keimausbrüchen und es ist nicht nur hier ein Problem, wie ein aktueller Beitrag aus Australien zeigt. Antibiotika-resistente Infektionen sind eine der größten Herausforderungen für die Gesundheitssysteme auf der ganzen Welt. In Brisbane kamen weltweit  führende Forscher zusammen, um eine Lösung gegen dieses Problem zu finden.

In konventionellen Nutztierhaltungen bzw. Massentierhaltungen ist die Antibiotikamedikation erlaubt und gängige Praxis

Diesen Satz und auch, dass Tierhaltern sehr daran gelegen ist, die Tiergesundheitskosten möglichst gering zu halten, um wettbewerbsfähig zu bleiben, fanden wir in dem Sachstand des Deutschen Bundestages WD 5 – 3000 – 039/15  .- 39/15  Fallen Infektionen an, werden diese so schnell, effektiv und preiswert wie möglich auskuriert. Antibiotika sind im Vergleich zu Impfungen in der Regel die kostengünstigeren Alternativen, so der Sachstand des Deutschen Bundestages.

Mögliche wirtschaftliche Einbußen eines Antibiotikaverbotes

Bei einem Antibiotikaverbot in der Tierhaltung wären vor allem wirtschaftliche Einbußen bei
Tierärzten und der Pharmaindustrie zu verzeichnen. Die folgenden Einschätzungen wurden dem
KPMG-Gutachten entnommen – siehe: WD 5 – 3000 – 039/15  .- 39/15

Pharmazeutische Unternehmen

Vom gesamten Tierarzneimittelmarkt mit rd. 747 Mio. Euro machen Antiinfektiva. 24 % der
Tierarzneimittel aus. Rund 25 Hersteller beliefern 90 % der Tierarzneimittel, u. a. die Bayer Vital
GmbH, Novartis Tiergesundheit GmbH oder Boehringer Ingelheim Vetmedica GmbH. (…)
Der Verbrauch an Antibiotika in der Veterinärmedizin, obgleich bereits reduziert auf 1.619 Tonnen im Jahr 2012 im Vergleich zu 1.706 Tonnen im Jahr 2011, übersteigt den humanmedizinischen Bereich, der insgesamt 300 Tonnen verbraucht, markant: Siehe WD 5 – 3000 – 039/15  .- 39/15

Das Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) ließ im Oktober 2014 von der KPMG ein „Gutachten zur Überprüfung des tierärztlichen Dispensierrechts“ erstellen, in dem die Auswirkungen der Abschaffung des Dispensierrechts bzw. die Auswirkungen der Herausnahme der Arzneimittelgruppe der Antibiotika vom Dispensierrecht auf bestimmte Berufs- und Unternehmensgruppen überprüft wurden. Bei einem Fachdiskurs zur Überprüfung des Dispensierrechts im Dezember 2014 im BMEL wurde jedoch festgestellt, dass sich das Dispensierrecht in seiner jetzigen Form bewährt habe und erhalten bleiben solle.

Laut Sachstand (WD 5 – 3000 – 039/15  .- 39/15) In Deutschland wird die Antibiotikaabgabemenge nach Postleitzahlbereichen erfasst. Die nachfolgende Karte zeigt deutlich, in welchen Regionen die Abgabemengen deutlich überhöht sind:

Das KPMG-Gutachten führt zu den einzelnen Sektoren und deren Größenordnung Folgendes aus:
„Im Jahr 2013 wurden in Deutschland rd. 54 Mio. Schweine, 3,4 Mio. Rinder, 930 Tausend
Schafe und Lämmer, knapp 21 Tausend Ziegen und 11 Tausend Pferde geschlachtet. Das Statistische Bundesamt zählt 305 Schlachtbetriebe (ohne Geflügel), 50 Geflügelschlachtbetriebe und
knapp 1.000 Betriebe der Fleischverarbeitung in Deutschland.

Die drei umsatzstärksten Fleischproduzenten
waren im Jahr 2013 Tönnies, Vion und Westfleisch.21 Der Umsatz der deutschen
Fleischwirtschaft belief sich auf 17,2 Mrd. Euro.
Der Umsatz der deutschen Milchwirtschaft belief sich im Jahr 2012 auf 23 Mrd. Euro, wobei ein
erheblicher Anteil auf den Export zurückgeht.

„Zu den drei umsatzstärksten Molkereien gehören aktuell DMK Deutsches Milchkontor, die Unternehmensgruppe Theo Müller und Arla Foods.“
Die Frage der wirtschaftlichen Auswirkungen auf die Fleisch- und Milchwirtschaft und die lebensmittelverarbeitende Industrie durch ein mögliches Antibiotikaverbot wird im KPMG-Gutachten
nicht dargestellt – Siehe WD 5 – 3000 – 039/15  .- 39/15

Ein Kartell des Schweigens

Was bis heute verschwiegen wird, ist die Gesamtmenge an verwendeten Antibiotika. Tierärzte haben ihre eigene Apotheke und sicher könnte man am Umsatz ausrechnen, wie viele Antibiotika verkauft wird, doch wie hoch ist diese Dunkelziffer? Seit über 150 Jahren dürfen die Tierärzte verschreiben und gleichzeitig verkaufen und zwar fast ohne Kontrolle. Mit der industriellen Massentierhaltung wuchsen auch die Veterinärpraxen und deren Absatz. In den Niederlanden gibt es sogar eine Jobbörse, Vetjobs.nl, die sich in den Niederlanden und Belgien ganz auf den Veterinärbereich konzentriert und als Beispiel: „Der Lintjeshof“ angibt. Diese Seite beschreibt sich als eine moderne, ISO-zertifizierte Tierarztpraxis mit eigener Apotheke und einer umfangreichen Diagnostik im eigenen Labor.

Bereits 2014 haben wir in unserem Beitrag: Ein Kartell des Schweigens: Antibiotika-Resistenzen eine zunehmende globale Gefahr – berichtet, dass verschiedene EU-Mitgliedsstaaten Systeme zur Erfassung der Abgabe- oder Verbrauchsmengen von Antibiotika in der Veterinärmedizin etabliert haben, doch nicht so Deutschland.

27. 4. 2017: Neues Antibiotikaresistenz-Gen in Milch entdeckt

Ärzte Gegen Massentierhaltung berichtet: In Bakterien, die natürlicherweise in Kuhmilch vorkommen können, haben Forscher der Uni Bern ein Antibiotikaresistenz-Gen entdeckt. Dieses verursacht auch Resistenz gegen die neueste Generation von Breitband-Antibiotika.

Diese Entdeckung zeigt erneut, welche „Umwege“ Resistenzgene auf an sich harmlosen Bakterien nehmen können, um sich in das Erbgut von Krankheitserregern einzuschleichen.

Lesen Sie hier den kompletten Bericht aus der ÄrzteZeitung.

Gülletest 2017 –  Multiresistente Keime und Antibiotika in Gülle
aus deutschen Schweineställen

Und laut Ärzte gegen Massentierhaltung hat Greenpeace im Frühjahr 2017 Gülleproben aus Schweineställen in Deutschland getestet. Untersucht wurde das Vorkommen von multiresistenten Keimen und von Antibiotika, die in der Tiermedizin eingesetzt werden und Resistenzen verursachen können.
In 68 Prozent der untersuchten Proben werden multiresistente Keime (ESBL/3-MRGN)  und in 79 Prozent der Proben werden Antibiotika-Wirkstoffe nachgewiesen.
Untersucht wurden insgesamt 19 Proben aus Ställen in Bayern, Brandenburg, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen.
Das Ergebnis dieser Studie lässt den Schluss zu, dass mit der Ausbringung von Schweinegülle sowohl multiresistente Keime, die potentiell Krankheiten bzw. Infektionen auch beim Menschen auslösen, sowie Antibiotika, die diese Resistenzen mitverantworten, großflächig in der Umwelt verteilt werden. Antibiotika und Keime können von Pflanzen aufgenommen werden. Somit sind die Tierhaltungsbetriebe neben den Schlachthöfen eine signifikante Quelle für die Ausbreitung von Keimen und Antibiotika über die Lebensmittelkette.

Die Studie von Greenpeace finden Sie hier.

Sollten Sie jetzt vermuten, dass diese Pharmakonzerne sich mit dem Thema befassen, müssen wir Sie enttäuschen. Die meisten Pharmaunternehmen haben ihre Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten verstärkt auf chronische Infektionen und chronische Erkrankungen ausgerichtet. Das bestätigt das Deutsche Zentrum für Infektionsforschung.

Krankenhauskeime und Antibiotika-resistente Bakterien

Dazu schreibt das Deutsche Zentrum für Infektionsforschung: „Eines der größten Probleme des Gesundheitswesens sind Infektionen mit bakteriellen Krankheitserregern, die gegen Antibiotika resistent sind. Diese Art der Infektionen hat in den letzten zehn Jahren massiv zugenommen. Die schwersten Fälle von krankenhausbedingten bakteriellen Infektionen werden durch Methicillin-resistente Staphylococcus-aureus-Stämme und Beta-Laktamase produzierende Enterobakterien (ESBL)verursacht. Die meisten Pharmaunternehmen haben ihre Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten verstärkt auf chronische Infektionen und chronische Erkrankungen ausgerichtet.

Es ist ja nicht so, dass das Thema nicht schon lange bekannt wäre. So erlangte die Uniklinik in Kiel 2015 traurige Berühmtheit, nachdem viele Patienten durch Antibiotika-resistente Keime gestorben waren.  

Immer häufiger sind Mediziner auf Grund der sogenannten Antibiotikaresistenz gegen Bakterien machtlos. Jetzt suchen Forscher in der Vergangenheit nach Lösungen. Wir hatten bereits auch erwähnt, dass Herbizide zunehmende Antibiotika-Resistenzen bei Krankheitskeimen verursachen.

Multiresistenz von Bakterien gegen Antibiotika ist, wie schon erwähnt, ein weltweit verbreitetes Problem, vor allem in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen. Gründe dafür sind der massenhafte Einsatz von Antibiotika, nicht nur beim Menschen. Viel zu oft erfolgt die Gabe außerdem vorschnell oder es wird das falsche Antibiotikum verabreicht. Eine Studie, die von der amerikanischen Gesellschaft des Mikrobiologie-Journals mBIO veröffentlicht wurde, stellt einen Zusammenhang zwischen Glyphosat sowie zwei anderen weit verbreiteten Herbiziden – 2,4-D und Dicamba – im Hinblick auf eine der dringendsten Krisen des Gesundheitswesens unserer Zeit her: Antibiotika-Resistenz. Glyphosat (Roundup) wurde als industrielles Entkalkungsmittel erfunden, das Rost und Mineralien aus Dampfkesseln entfernt. Später entdeckte man, dass es auch giftig für Pflanzen war. Irgendwann erwarb Monsanto die Patente und entwickelte es als Breitband-Unkrautvernichter und ließ es als Antibiotikum patentieren.

In Norwegen und nicht nur dort werden Antibiotika dem Futter beigemischt. Die Antibiotika-Resistenz ist bereits zu einem weltweiten Problem geworden und kann bereits bei der Herstellung von genmanipuliertem Saatgut entstehen. Das wäre ein weiterer Grund, Genmanipuliertes zu meiden. Die norwegischen Behörden haben bereits GM-Fischfutter wegen Antibiotika-Resistenz-Angst verboten. Dazu auch: Herbizide verursachen zunehmende Antibiotika-Resistenzen bei Krankheitskeimen – Herbicides Found To Increase Antibiotic Resistance In Disease-Causing Bacteria

Versagen der Pharmaindustrie: Forscher studieren mittelalterliche Quellen auf der Suche nach Mitteln gegen antibiotikaresistente Keime

Laut dem Beitrag aus .naturalnews gehen die Forscher statt vorwärts inzwischen rückwärts, d. h. sie suchen in der Vergangenheit nach Lösungen für die Antibiotika-Krise. Das „Ancientbiotics“-Team (ancient = antik, historisch) ist eine Gruppe von Wissenschaftlern aus verschiedenen Universitäten und Ländern, die die Überzeugung miteinander verbindet, dass die Medizingeschichte des Mittelalters den Schlüssel zur Bekämpfung der multiresistenten Keime bereithält. „Zu diesem Zweck stellen wir eine Datenbank medizinischer Verfahrensweisen des Mittelalters zusammen. Dabei können sich immer wiederkehrende Praktiken herausgebildet haben. Diese Daten könnten Forscher bei der Suche nach Substanzen unterstützen, mit denen man in der Vergangenheit Infektionen behandelt hat“, sagt Erin Connelly, Expertin für mittelalterliche Medizin der Universität Pennsylvania in einem Artikel von DailyMail.co.uk.

Connelly geht es vor allem um den Stillstand in der Bakterienbekämpfung, um die stetig abnehmende Wirkung von Antibiotika gegen Mikroben. „Schätzungsweise sterben 700 000 Menschen weltweit an Infektionen, die von resistenten Erregern ausgelöst worden sind. Wenn sich an dieser Situation nichts ändert, werden bis 2050 geschätzt 10 Millionen Menschen pro Jahr daran sterben“, warnt Connelly. Siehe: Antibiotikaresistente Keime – das Versagen der Pharmaindustrie – BIG PHARMA FAIL: Researchers are scouring Medieval books in search for cures against antibiotic-resistant superbugs

Nach Angaben der Europäischen Arzneimittel-Agentur werden Medikamente, die von der Weltgesundheits-organisation WHO als „von entscheidender Bedeutung in der Humanmedizin“ eingestuft werden, in der Nutztierhaltung  in den großen Ländern der EU häufig eingesetzt. Und dies trotz der dringenden Empfehlung der WHO, diese Medikamente wegen ihrer Bedeutung in der Humanmedizin nur in den extremsten Fällen, wenn überhaupt, bei der Behandlung von Tieren zu verwenden.

Was die regelmäßige „Fütterung“ mit Antibiotika für die Tiere und für den Menschen – als das Ende der Nahrungskette – für Auswirkungen hat, kann man sich an fünf Fingern abzählen (sofern man das Problem sehen möchte!)

Netzfrauen

Neue Studie – Protein aus Muttermilch als Waffe gegen antibiotikaresistente Keime – A protein found in human breast milk could help kill drug-resistant bacteria

Ein Kartell des Schweigens: Nebenwirkungen Reserveantibiotika

Antibiotika-resistenter Keim – bereits 12 Tote in Kieler Uniklinik – keine Entwarnung

Norwegische Behörden verbieten GM-Fischfutter wegen Antibiotika-Resistenz-Angst

Indien verbannt Bill and Melinda Gates Stiftung wegen Interessenkonflikt durch Pharmakonzerne – India Bans Bill Gates Foundation Over Vaccine Fears

Würden Sie in Impfstoffen Glyphosat und Nierenzellen von Grünen Meerkatzen oder Zellen von abgetriebenen Föten vermuten? African Green Monkey kidney cells used in vaccines

!!! GEHEIMSACHE TIERTRANSPORT !!!

Quelle: terragermania.com

Schreckliche Bilder von Tiertransporten quer durch Europa zu den muslimischen Empfängerländern.
Von dem Jahr 2013 bis 2017 wurde der Export um ein vielfaches gesteigert und die Misshandlungen auf dem Weg nehmen biblische Ausmaße an !


Geheimsache Tiertransporte
Millionen Tiere werden jedes Jahr durch Europa transportiert, bis nach Nordafrika. Rinder und Schafe sind oft tage- oder wochenlang eingepfercht auf Lastwagen und Schiffen unterwegs.

Seit 1991 hat der „37 Grad“-Autor Manfred Karremann oft im ZDF über das Schicksal der Tiere auf Langstreckentransporten berichtet. Die EU hat mehrfach mit verbesserten Vorschriften zum Tierschutz auf die Sendungen reagiert. Doch dies bietet zu wenig Schutz.

Ein Ende mit unsäglichen Schrecken

Das braun-weiße Rind im Lastwagen atmet schwer. Es liegt am Boden. Seine Leidensgenossen treten es unwillkürlich. Nach gut 20 Minuten ist das Tier tot. Eine Szene, so gedreht Ende August 2017 an der EU-Außengrenze zur Türkei. Eine Ausnahme? Der Export von Rindern und Schafen aus der EU boomt wieder. Hauptempfänger für lebende Tiere ist neben der Türkei der Nahe Osten. Schon kleine Kälber werden über 3000 Kilometer weit transportiert. Nach Tagen oder Wochen am Ziel angekommen, erwartet viele Tiere aus Europa in der Türkei oder im Nahen Osten ein Ende mit unsäglichen Schrecken.

Auch Tierschützer schlagen erneut Alarm: Niemand schert sich mehr um die Gesetze, sobald unsere Tiere die EU verlassen, so ihre Beobachtungen. Sie berichten von verdursteten Rindern am türkischen Grenzübergang. Von einer unsäglichen Quälerei auf alten Viehfrachtern und nach der Ankunft im Nahen Osten und Nordafrika….

Quelle: https://www.zdf.de/dokumentation/37-grad/37-geheimsache-tiertransporte-100.html

Tierleasing: Biofleisch aus der Lohnmast – was für ein Gegensatz zum üblichen Mastwahn

Das Vermarktungskonzept Tierleasing findet immer mehr Anhänger. Für 30 Euro im Monat bietet der Biobauern Anton Dapont dem Verbraucher die Lohnmast eines Schweins an. Der Landwirt züchtet hierfür eine besondere Weideschweinrasse, die er ganzjährig im Freiland hält. Nach 12 bis 15 Monaten erhält der Verbraucher sein schlachtreifes Schwein.
Und hier der Gegensatz, der Wahnsinn!

ZDF demaskiert deutsche Schweinezucht

Was wir niemals über Gummibärchen wissen wollten (+VIDEO)

Man kennt sie aus der Tüte, kunterbunt und appetitlich. Was der Herstellung von Gummibärchen vorangeht, wird in einem spektakulären Video enthüllt.

In bunten und fruchtigen Süßigkeiten wie Schaumgummi, Gummibärchen steckt sie, die Gelatine, aber auch Fruchtsäfte und Weine werden durch Gelatinefilter geklärt. „Um Trübstoffe aus Wein und Saft zu filtern, wird von manchen Herstellern Gelatine eingesetzt,“ sagt Foodwatch, „Gelatine dient zum Teil auch als sogenannter Trägerstoff für zugefügte Vitamine“ und fand auch in Frischkäse, Medikamentenkapseln und Nahrungsergänzungsmitteln Verwendung.

Speisegelatine wird vor allem aus dem Eiweiß von Schweinen, Schlachtabfällen wie Knorpeln und Nutztierknochen hergestellt. Das wissen mittlerweile viele Konsumenten. Doch wie sieht das dann im Produktionsprozess aus?

Bunter Gummibär contra Schlachthaus-Bilder

Die belgische Filmemacherin Alina Kneepkens geht dem Werdegang des Gummibärchens nach und erzählt die Herstellung der Süßigkeiten rückwärts. Dabei zeigt sie auch Aufnahmen aus dem Schlachthaus. Ihr Film beginnt mit dem Naschen eines Gummidrops, läuft dann konsequent rückwärts bis zum Schluss den Ursprung des Gummiteils: ein Schwein, das den Betrachter mit langen Wimpern anblinzelt.

Der Ekelfaktor dürfte für die Fischstäbchen-Generation die Grenzen des Erträglichen sprengen. Ob es nun moralisch besser ist, alle Teile der geschlachteten Tiere zu verwerten, oder aus ästhetischen und Ekel-Gründen darauf zu verzichten, muss jeder für sich selbst entscheiden. Wer pflanzliche Binde- und Geliermittel bevorzugt, hat die Wahl aus Sago, Guarkernmehl, Agar-Agar, Pfeilwurzelpulver, Pektin und vielen anderen. (aw)

Video ansehen auf eigene Gefahr! Man wird über Dinge informiert, die viele lieber nicht wissen wollten…

Quelle und weiter – – -> www.epochtimes.de

Freilandschweine sind glücklich!

Ist es nicht schön, Tiere in der Natur zu erleben? Und wer Schweinefleisch isst, gutes Fleisch (und nicht teures, chemiegeladenes Wasser) zu bekommen?

Leben im Wald: Glückliche Schweine – BR Fernsehen

Dafür braucht man eine Genehmigung. Ist das nicht der Wahnsinn, wenn man für Gottgeschaffenes eine Bewilligung braucht und für den Massenwahn nicht?

Oberkirch: Auf dem Hofgut Silva leben die Schweine im Freien

Wunderbar, ein weiteres Beispiel

Verhalten des Hausschweins in naturnaher Umgebung (Deutsch)

Wie sorgsam und mütterlich Schweinemütter mit ihren „Kindern“ umgehen?

Methadon in der Krebstherapie – Klinikum stellt Forscherin kalt

Quelle: www.swp.de

Der Vorstand des Uni-Klinikums löscht Pressemitteilungen über Projekte zu Methadon in der Krebstherapie von Dr. Claudia Friesen von der Homepage.

„Sorry, die Klinikumsleitung hat am 05.07.2017 die Fragen und Antworten zum Thema Methadon in der Schmerz- und Tumortherapie eigenmächtig gelöscht.“ Wer als Patient oder Arzt bislang auf der Homepage des Instituts für Rechtsmedizin am Uni-Klinikum landete, kann sich dort seit Mittwoch vergangener Woche nicht mehr informieren. Was ist Methadon? Wie wurde die wachstumshemmende Wirkung von Methadon auf Krebszellen entdeckt? Kann man mit Methadon Krebserkrankungen heilen? Welche Nebenwirkungen können auftreten? Antworten auf diese Fragen hat der Vorstand des Klinikums von der Homepage nehmen lassen. „Dazu ist die Leitung rechtlich befugt, aber … .“ Mehr will Prof. Erich Miltner – der Direktor des Instituts für Rechtsmedizin hat die Entschuldigung auf die Seite gesetzt – derzeit nicht sagen. Außer, dass sich die Patienten, die sich Hilfe erhofft haben, seit Tagen massiv beschweren.

Prof. Udo Kaisers lehnte trotz dreimaliger Anfrage ein Gespräch ab, er habe keine Zeit, lässt er ausrichten. Der Leitende Ärztliche Direktor verweist lediglich auf die gemeinsame Stellungnahme des Uni-Klinikums, der Medizinischen Fakultät und des Comprehensive Cancer Center Ulm vom 23. August 2016. Darin heißt es: „Wir halten den unkritischen Einsatz von Methadon außerhalb klinischer Studien für nicht gerechtfertigt. Der unkontrollierte Einsatz weckt bei Patienten unrealistische Erwartungen, die sich nachteilig für die Patienten auswirken können.“

Der Hintergrund für diese Auseinandersetzung: Seit 2007 forscht Dr. Claudia Friesen an diesem Ansatz – mit vielversprechendem Erfolg. In Laborversuchen habe sich gezeigt, dass Methadon, ein Opioid, das eigentlich als Mittel gegen körperliche Entzugserscheinungen bei Heroinabhängigen verwendet wird, Leukämiezellen absterben lässt, sagt die Leiterin des molekularbiologischen Forschungslabors am Institut für Rechtsmedizin. In einem von der Deutschen Krebshilfe mit 299.000 Euro geförderten Forschungsprojekt wies Friesen nach, dass Methadon in Kombination mit einer Chemotherapie auch bei der Behandlung bösartiger Hirntumoren, so genannter Glioblastome, wirkt. Ihre Erkenntnisse ließen sich auf andere Krebsarten übertragen, sagt die Chemikerin. Und: „Methadon schont das gesunde Gewebe.“

Über all die Erfolge hat das Klinikum seit 2008 berichtet. Die Titel der Pressemitteilungen: „Forscher finden neuen Ansatz in der Krebstherapie“, „Dr. Claudia Friesen und ihrem Team gelingt weiterer Durchbruch“ oder auch „Schmerzmittel sorgt für mögliche Therapieverbesserung“. Doch all die Pressemitteilungen, die das Thema Methadon in der Krebstherapie zum Gegenstand hatten, sind nicht mehr auf der Homepage des Klinikums zu finden; der Vorstand unter Prof. Kaisers hat die Mitteilungen in den vergangenen Monaten ebenfalls löschen lassen.

Lesen Sie hierzu: Fragen und Antworten zu Methadon

„Wir brauchen klinische Studien“

Friesen redet über ihre Forschung und darüber, dass sie nach diversen Fernsehauftritten täglich hunderte Anfragen von Patienten erhält. „Ich beantworte alle.“ Zu den Vorgängen um ihre Person aber schweigt sie ebenso beharrlich wie ihr Chef Miltner. Ihr, die 2016 zwei Preise für ihre Forschungsarbeiten erhalten hat, ist nur wichtig zu betonen: Methadon sei kein Wundermittel, „aber eine Option, vor allem bei Patienten, die als austherapiert gelten. Wir brauchen dringend klinische Studien zu Methadon in der Krebstherapie.“

http://e.infogram.com/statistiken_zu_krebs?src=embed

Info um 18 Uhr: Nach der Auseinandersetzung an der Ulmer Uni-Klinik hat es am Montag ein Treffen der betroffenen Ärzte gegeben. Die Leitung will Studienreihen zu einer Krebstherapie mit Methadon fördern. Hier Lesen Sie mehr…

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Was sind die üblichen Krebsbehandlungen?
Eine Liste von den häufigsten Krebsarten sowie Therapieansätzen. Hier lesen Sie mehr…

Beeren töten Krebs in Minuten Australische Forscher haben eine Regenwaldfrucht entdeckt, die bei Tierversuchen 75 Prozent von Tumoren abtötete. Die Effekte sind bereits innerhalb von Minuten sichtbar – bisher jedoch nur bei Tieren. Hier lesen Sie mehr…

  Das Thema geht durch die Decke. Ob öffentlich-rechtliche oder private Fernsehsender, ob Zeitungen wie die Süddeutsche oder Bild und nicht zuletzt Patienten – alle springen auf die Forschung zu Methadon in der Krebstherapie an. Forschung, die vom Oberen Eselsberg kommt. Und was macht der Vorstand des Uni-Klinikums? Anstatt die Wissenschaftlerin zu unterstützen, hat er nichts Besseres zu tun, als die Pressemitteilungen zu den Forschungsprojekten von Dr. Claudia Friesen aus dem Netz zu nehmen, die Fragen und Antworten zu Methadon zu löschen und damit eine Wissenschaftlerin totzuschweigen, die einen vielversprechenden Ansatz verfolgt.

Und warum? Weil die Chemikerin offenbar in aller Öffentlichkeit falsche Erwartungen geweckt und Heilsversprechen gemacht hat. Aber hat sie das? Wer Dr. Friesen in Diskussionsrunden sieht, wer Interviews mit ihr liest, stellt sehr schnell eines fest: dass sie stets klinische Studien gefordert hat, die die Wirksamkeit und Verträglichkeit der Methadontherapie belegen – oder widerlegen.

Von einem Wundermittel ist bei der Forscherin nie die Rede. Dass Patienten, die unheilbar krank sind oder als austherapiert gelten, all ihre Hoffnungen in ein solches Medikament setzen, versteht sich von selbst. Aber: Gilt das nicht auch für die Immuntherapie? Der feine Unterschied: Methadon kostet ein Bruchteil dieser Therapie …