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Langfristige Strategie zur Überwindung des koranischen Islams durch die Drahtzieher des biblischen Projekts

Langfristige Strategie zur Überwindung des koranischen Islams durch die Drahtzieher des biblischen Projekts Koranischer Islam

1 stellt für die Drahtzieher des biblischen Projekts eines der kulturologischen Hauptprobleme mit globaler Bedeutung dar. Die Gründe für die Schärfe dieses Problems liegen darin, dass die global-politische Doktrin, auf der die westliche Politik aufbaut, auf zwei Säulen beruht: die These von der Überlegenheit der Juden gegenüber allen anderen Menschen sowie von der Verpflichtung aller anderen Menschen stets eine ehrerbietige Toleranz den Juden gegenüber zu erweisen. Kauf der ganzen Welt mitsamt seinen Einwohnern und Vermögen auf der Grundlage des judischen mafiös-korporativen transnationalen Monopols auf Wucher. Obwohl diese Thesen so nicht direkt deklariert werden, ist deren strikte stillschweigende Verwirklichung der Fall. Im Koran jedoch wird die Doktrin der Überlegenheit der Juden gegenüber allen anderen verneint, der Wucher wird explizit verboten und als eine Art von Satanismus charakterisiert. Dennoch finden diese Leitsätze keine Verwirklichung in der politischen, auf einer alternativen zur biblischen Versklavung beruhenden Praxis der muslimischen Staaten. Auch denjenigen, die sich für Muslime halten, scheint dies nicht bewusst zu sein. Den Drahtziehern des Westens ist es aber wohl bewusst, dass der Koran eine potentielle Bedrohung für die Etablierung dessen Regimes darstellt. Dies verleitet zu dem Wunsch, den Koran in der historischen Vergangenheit ruhen zu lassen. Hier ist eine der möglichen Lösungen des „Problems des Islam“ für die Drahtzieher des Westens – ein mehrschrittiges Szenario:

1. Schaffung (Bildung) eines „Kalifats“, welches, wenn nicht aus allen, zumindest aus der absoluten Mehrheit derer Völker bestehen soll, für die der Islam in seiner historisch gewordenen Form eine traditionelle Religion ist.

2. Beginn eines Weltkrieges durch das „Kalifat“ mit dem Ziel der Ausrottung des „gottlosen“ westlichen Liberalismus und der Glaubenslehren von „Ungläubigen“ sowie der Einführung des islamischen Ritus als „Weltreligion“ für die Mullahs – eine professionelle Vereinigung von Ideologen, die bei der Lebensdeutung auf den Koran verweisen, sich aber an den Interessen ihrer Hintermänner orientieren: ungefähr so, wie es die Taliban in Afghanistan und die Geistlichen in allen Ländern machten und machen. Im nächsten Schritt, wenn die Macht der Mullahs infolge deren Fixierung auf Riten und deren Unfähigkeit reelle gesellschaftliche Probleme zu erkennen und zu lösen2 von allen verhasst wird, findet ein weltübergreifender anti-muslimischer Aufstand statt, eine Befreiung von der Macht Mullahs, und eine „Entmuslimisierung“ nach

3.1, Entziehung des Korans aus dem allgemeinen Gebrauch und seine Unterbringung in den speziellen Lagern der Bibliotheken, damit er dann nur von den besonders vertrauenswürdigen Historikern zitiert werden kann, die ihrerseits zeigen werden, welches Übel die Menschheit losgeworden ist. Die Vorstellung darüber, dass der Koran und der Islam in der zweiten Hälfte des XX Jahrhunderts zum Hauptobjekt des Diskreditierens und einer zielgerichteten Verleumdung geworden sind, hat der westliche Spießer nicht: schließlich gibt es „wichtigeres“ zu tun, als den Koran wie eine, an ihn persönlich adressierte Botschaft zu lesen und das geschriebene mit dem Leben ins Verhältnis zu setzen, um diese Verleumdung und die Abtrünnigkeit der „Muslime“ zu sehen.

Derzeit wird der erste Schritt dieses mehrschrittigen Szenarios durchgeführt, in dessen Verlauf: Regimes in der islamischen Welt, die dem muslimischen Traditionalismus anhänglich sind und keine Aggression gegenüber andersgläubigen Nachbarn aufweisen, werden seitens der Opposition von pseudomuslimischen Fundamentalisten-Radikalen unter Druck gesetzt; außerhalb des Areals der Verbreitung der muslimischen Kultur wird zielgerichtet durch dieselben pseudo-muslimischen Fundamentalisten-Radikale, die Regimes von traditionellen Muslimen zerrütten und sich aggressiv gegenüber Andersgläubigen zeigen, das Bild eines Feindes geschaffen; Der Lösung dieser Aufgaben dient einerseits globaler Terrorismus namens „Al-Qaida“ und andererseits der westliche „Kampf“ gegen diesen mit solchen Methoden, die in der muslimischen Welt als Aggression des Westens wahrgenommen werden. Das Letztere dient wiederum als Basis für die Entstehung von Vereinigungen der pseudo-muslimischen Fundamentalisten-Radikalen. In diesem Szenario spielen praktisch alle traditionellen muslimischen Staaten mit.

Von Afghanistan wird in diesem Szenario ein Drogenfluss gebraucht, der außerhalb des Areals der muslimischen Kultur als ein Hasserreger gegenüber dem Islam dient. Die ganze Empörung der westlichen und russischen Medien wegen des Drogenflusses aus Afghanistan, bei fehlender Politik der Hilfeleistung an Afghanistan in der Umstrukturierung seiner Volkswirtschaft für die Produktion alternativer Exportgüter, ist deswegen nur ein Mittel zur Aufstachelung anti-islamischer Stimmungen in den Ländern mit wachsenden Drogenproblematik. Von Pakistan braucht man die fehlende Stabilität des traditionell-muslimischen Regimes sowie den Abfluss der nuklearen Technologien in andere muslimische Länder. Vom Iran – die Entwicklung von Raketen mit nuklearen Sprengköpfen. D.h. die westliche Politik gegenüber von Pakistan und Iran zielt darauf ab, das vermeintliche „Kalifat“ zu einer Raketen- und Kernwaffenmacht zu machen, wodurch es in der übrigen Welt als eine reelle und unvermeidliche Gefahr für alle wahrgenommen wird. Zwar ist es nicht geplant, das Atompotential des „Kalifats“ in dem Maße anwachsen zu lassen, dass es in der

2 Bestätigung dafür sind die letzten Jahrhunderte der Geschichte der muslimischen Länder, die im Vergleich mit dem Westen in der wissenschaftlichen und technischen Entwicklung zurückgeblieben sind, und es versäumt haben, eine attraktivere Alternative zu der westlichen Lebensweise zu schaffen Lage ist dem Westen einen ernsthaften Schaden hinzufügen zu können, dennoch sollte es stark genug sein, um einen Anlass für den nuklearen Koalitionskrieg der westlichen Staaten gegen das „Kalifat“ zu liefern. Beispielsweise durch die einzelnen Anschläge mit Atomraketen auf einige Länder, evtl. Israel. Das „Kalifat“ sollte unbedingt ein Juden hassender Staat sein, damit er zu Recht als Nachfolger vom Dritten Reich angesehen werden kann.

Von Saudi-Arabien und Erdöl-Fürstentümern an der Küste des Persischen Golfs braucht man die Finanzierung der „muslimischen Brüder“, die für die Schaffung des „Kalifats“ arbeiten. Vom Irak – die Radikalisierung des Hasses auf Westen, damit „Babylon“ nach dem Abzug der NATO-Truppen zur Hauptstadt des „Kalifat“ werden kann, und das Szenario des Kampfes des Westens gegen das „Kalifat“ im Geiste der biblischen Geschichten von Armageddon, dem Ort der endzeitlichen Entscheidungsschlacht des Guten (Westens) gegen das Böse (muslimische Zivilisation), verläuft. Aus dieser Sicht betrachtet, führte die USSR ihre Truppen in Afghanistan zum Erfüllen der ersten, der frühesten Schritte dieses Szenarios ein. Bis zur heutigen Zeit werden sowohl die Politik der postsowjetischen RF, als auch seine Kino- und Medienpropaganda im Sinne( dieses Szenarios durchgeführt: die im Westen übliche Darstellung des Islam in den Medien als des Bösen schlechthin wird man sowohl im russischen Fernsehen als auch in der Publizistik entdecken. Dies wird von den muslimischen Bevölkerungsteilen des Landes als Verleumdung wahrgenommen und trägt nicht zur Verbesserung des Zusammenhaltes in der russischen Gesellschaft bei, insbesondere vor dem Hintergrund des Versagens des aktuellen Regimes in der sozial-wirtschaftlichen Entwicklung Russlands infolge der Weltfinanzkrise seit 2008.

In einem der Varianten des oben beschriebenen Planes gehört Russland zerteilt im Laufe des Integrationsprozesses der muslimischen Völker in das „Kalifat“. Misslingt dies, so sollte Russland als einer der Ersten der Aggression des „Kalifats“ zum Opfer fallen und später als wichtigstes Aufmarschgebiet im Krieg des zivilisierten Westens gegen das „barbarische Kalifat“ dienen. Die Geistigen der traditionellen islamischen Welt verstecken sich vor Gott und vor Problemen der Menschen und der Gesellschaften hinter dem Koran und dem Ritus. In ihrem Leben handeln Sie aus dem momentanen Eigennutzen und vermögen daher keine globale politische Analytik zu betreiben. Als Folge dessen sehen sie dieses Szenario nicht als zweckmäßig entstehende funktionale Einheit; und wenn einige dies doch erkennen, so ist für sie ihr momentaner Eigennutzen wichtiger als die uneigennützige Arbeit heute, um dem Elend vorzubeugen, das von anderen schon seit einigen Jahrzehnten geschaffen wird. Aus diesem Grund ist der traditionelle Islam nicht in der Lage ein effektiveres, alternatives zum oben beschriebenen Szenario der globalen Politik auszuarbeiten, um nicht in das Antiislamische reingezogen zu werden.

Die Führungen anderer Konfessionen sind im Grunde ähnlich wie die muslimische Führung auf religiöse Rituale fixiert, weswegen sie im gleichen Maße alles betrifft, was bisher über die Unfähigkeit der traditionellen Muslime hinsichtlich der Ausarbeitung und Verwirklichung einer Alternative zu diesem Szenario gesagt wurde. In ihrer Überzeugung Christen zu sein, arbeiten sie für die biblische Doktrin des Ankaufs der Welt mittels des jüdischen Monopols auf Wucher, denn aus dem Grund, dass sie rassistische Wuchergebote des Alten Testaments3 nicht als satanistisch bezeichnen konnten, schafften sie es nicht in 1600 Jahren der Existenz des „Christentums“ nach dem Ersten Konzil von Nicäa eine eigene globale politische Doktrin auszuarbeiten. Die Unfähigkeit der (sowohl muslimischen, als auch westlichen) Staaten, die in die Verwirklichung des oben beschriebenen Szenarios reingezogen wurden, führt dazu, dass dieser Plan nur durch eine Initiative von Privatpersonen und öffentlichen Einrichtungen (sowohl amtlich registrierten, als auch denen, die es nicht für nötig halten, ihre Tätigkeit zu

3 V. Buch Mose:15:6, 23:20, 21; V. Buch Mose: 28:12-14; Jesaja 60:10-12 dokumentieren) sabotiert werden kann. Im Konflikt der Zivilisationen, auf dessen Realisierung der oben beschriebene mehrschrittige Ablaufplan gerichtet ist, gibt es keine richtige Seite. Eine Vermeidung dieses Konflikts nach dem Prinzip „wir leben friedlich miteinander, stützen uns auf unseren traditionellen Glauben und mischen uns nicht in die Angelegenheiten anderer Kulturen ein“ misslingt aus zweierlei Gründen: die Normen der sozialen Organisation und Ethik dieser traditionellen Kulturen stimmen nicht in allen Punkten überein, und sind in einigen Lebensfragen sogar objektiv widersprüchlich; es existieren in der Welt transnationale politische Kräfte, die ihre Ziele dadurch erreichen, indem sie auf der Grundlage der Aktualisierung von verschiedenen Widersprüchlichkeiten, die den traditionellen Kulturen objektiv eigen sind, steuerbare Konflikte schaffen. Als ideelle Grundlage der Nichtzulassung des oben beschriebenen Planes kann nur die Anerkennung der Tatsache dienen, dass die Idee von der Schaffung des Reiches Gottes auf Erden durch die menschliche Kraft unter Gottes Führung den soziologischen Kern aller Offenbarungen, aus denen die so genannten „abrahamitischen“ Religionen entstanden sind, ausmacht. Darin wird keiner der Menschen dem anderen ein Sklave sein, keiner wird dort andere unterdrücken und tyrannisieren, alle werden frei Leben und auf der Grundlage des Dialogs mit Gott im Leben ihr persönliches Potential erschließen.

Die Verwirklichung dieser Idee wird: entweder in eine unbestimmte und ferne Zukunft verschoben – im Judaismus, oder als Ketzerei im Christentum abgelehnt, oder gilt als nicht aktuell im traditionellen Islam, oder ist objektiv nicht möglich auf der Grundlage der atheistischen Überzeugungen im Marxismus4 . Dennoch ist die Idee von der Schaffung des Reichs Gottes auf Erden durch Eigenbemühungen der Menschen unter Gottes Führung die einzige Idee, durch deren Verbreitung und Anhängerschaft es möglich ist, das Potential des oben beschriebenen und zum Konflikt führenden Szenarios zu eliminieren. Hierbei geht es vordergründig um das Ziel, mittels dieses Konflikts den Koran in der historischen Vergangenheit ruhen zu lassen Die Probleme vom Iran, Afghanistan, Irak und allen anderen traditionell muslimischen Staaten und Diasporen können nur auf der Grundlage der menschlichen Initiativen, die auf die Entstehung des Reichs Gottes auf Erden gerichtet sind, konstruktiv gelöst werden. Außerhalb von diesem global-politischen Kontext sind diese Probleme nicht lösbar und alle muslimischen Länder, unabhängig von dessen Beziehungen mit dem biblischen Westen und der NATO, sind dazu verdammt, „Brennstoff“ im oben beschriebenen mehrschrittigen Szenario zu sein.

12.Februar 2010, Der Interne Prediktor USSR 4 Die Begründung für diese Behauptung sind in den Arbeiten des IP USSR zu finden: «К Богодержавию», «“Мастер и Маргарита”: гимн демонизму? либо Евангелие беззаветной веры»

Wem der „allgegenwärtige Antisemit“ nutzt und wofür Israel kritisiert werden muss

„Der allgegenwärtige Antisemit oder die Angst der Deutschen vor der Vergangenheit“ – so heißt das neue Buch des israelisch-deutschen Sozialwissenschaftlers Moshe Zuckermann. Er hat als Sohn von Shoah-Überlebenden aus Auschwitz selbst erlebt, für seine Israel-Kritik als „Antisemit“ beschimpft zu werden. Sputnik hat mit dem Autor gesprochen.

Im kürzlich im Westend-Verlag erschienenen Buch von Moshe Zuckermann geht es weniger um den Antisemitismus an sich als um den entsprechenden Vorwurf vor allem in der deutschen Debatte zu Israel und dessen Politik. Schon 2010 hatte der Historiker und Philosoph in seinem Buch „‚Antisemit!‘. Ein Vorwurf als Herrschaftsinstrument“geschrieben: „Der Vorwurf des Antisemitismus dient israelischen Lobbies als Instrument, ihre Gegner mundtot zu machen, notwendige Debatten im Keim zu ersticken.“ Im Interview beschreibt der israelisch-deutsche Sozialwissenschaftler, worum es ihm geht.

Herr Zuckermann, Ihr neues Buch heißt: „Der allgegenwärtige Antisemit“. Wen meinen Sie damit?

Der „allgegenwärtige Antisemit“ ist natürlich kein Antisemit. Das Buch behandelt nicht den Antisemitismus, sondern die Instrumentalisierung des Antisemitismus-Vorwurfs zu fremdbestimmten Zwecken. Der „allgegenwärtige Antisemit“ wäre somit jener Vorwurf, den man immer wieder herbeizitiert, um andere Leute zu desavouieren, um sie zu delegitimieren. Um ihre politische Position zu dekonstruieren, zu zerlegen. Diese Technik der Besudelung und Beschämung bedient sich des Antisemitismus-Vorwurfs. Deshalb ist er allzeit abrufbar, und somit ist er allgegenwärtig.

Ist das eine theoretische Erörterung? Sie sind ja Wissenschaftler, Philosoph. Oder basiert das auf eigenen Erlebnissen?

Ich glaube, das eine schließt das andere nicht aus – ganz im Gegenteil. Man kann ja immer von persönlichen Erlebnissen ausgehen. Ich hatte einiges in dieser Hinsicht zu erleben. Es sind sehr oft persönliche oder biographische Impulse, die sich dann in Wissenschaft oder Publizistik übersetzen.

In meinem Fall war die Tatsache, dass meine Eltern Shoa-Überlebende aus Auschwitz sind, lebensprägend. Für mich hat das mein ganzes Leben bestimmt und geprägt, auch geistig, intellektuell, künstlerisch, kulturell. Das Schreiben des Buches ging in der Tat mit einigen Erlebnissen einher, die ich in den letzten Jahren hier erleben musste. Deshalb konnte es nicht nur eine persönliche Berichterstattung sein, sondern es musste das Phänomen analysiert werden. Und ich hoffe, dass ich das in diesem Buch gemacht habe.

Sie mit ihrer jüdischen Herkunft sind selber als Antisemit beschimpft wurden. Was war der Anlass? Wie kommt es dazu?

Es kommt dazu, weil diejenigen, die das machen, einen Kardinalfehler begehen: Indem sie Judentum, Israel und Zionismus gleichstellen und negativ gewendet den Antisemitismus, Antizionismus und Israel-Kritik gleichstellen. Daraus ergibt sich: Wenn jemand Israel kritisiert, kritisiert er sozusagen die Juden. Wenn er Juden kritisiert, ist er Antisemit. Aber diese Gleichstellung ist überhaupt nicht tragbar. Nicht nur, weil das drei Paar Schuhe sind: Judentum, Zionismus und Israel, sondern weil man prinzipiell sagen kann, dass nicht alle Juden Zionisten sind. Nicht alle Zionisten sind Israelis und nicht alle Israelis sind Juden. Von daher ist allein schon diese Gleichstellung ein Beobachtungs- und Denkfehler. Das hängt mit dem Interesse derjenigen zusammen, die das machen.

Welches Interesse die israelische Regierung hat, die das sehr oft gemacht hat, ist ja klar. Sie will ihre eigene Politik reinwaschen. Was Deutschland anbelangt, hängt es damit zusammen, dass die deutsch-jüdische Geschichte eine neuralgische Geschichte ist. Deutsche haben an den Juden Schlimmstes verbrochen. Man wähnte sich in der Schuld und wollte deshalb Wiedergutmachung machen. Und diese Wiedergutmachung übersetzte sich beispielsweise in Solidarität mit Israel. Aber diese Solidarität bekommt ihren Schandfleck in dem Moment, als sich herausstellt, dass dieses Israel, selber ein anderes Volk knechtet. Dass dieses Israel mittlerweile seine eigene Demokratie demontiert. Dass dieses Israel von einem Alltagsrassismus durchsetzt ist. Und vor allem ein über 50 Jahre währendes brutales, barbarisches, brachiales Okkupations-Regime betreibt. Mit diesem Israel kann man sich nicht identifizieren. Wenn man sich dann trotzdem identifiziert, dann hat das nichts mit dem konkreten Israel zu tun, sondern mit einem abstrakten Gedanken. Abstrakte Gedanken sind dann gefährlich, wenn sich daraus Politik ableitet.

Der Untertitel des Buches lautet: „Die Angst der Deutschen vor der Vergangenheit.“ Das steht aus Ihrer Sicht miteinander in Verbindung. Wie genau?

So wie ich versucht habe, das eben zu sagen. Weil Deutsche an Juden Schlimmstes verbrochen haben, können Deutsche heute nicht sagen: „Ich bin doch gar nicht antisemitisch, wenn ich Israel kritisiere. Ich kritisierte Israel als ein human eingestellter Deutscher. Als ein emanzipativ denkender Deutscher.“ Das können sich die Deutschen nicht mehr leisten. Weil sie eine Angst vor der Vergangenheit haben. Weil sie Angst haben, dass sie in dem Moment, wo sie Israel kritisieren – selbst wenn sie die besten Intentionen haben – als Antisemiten apostrophiert werden.

Wie mir grade eine Frau hier nach der Veranstaltung sagte: „Sie können gut reden. Aber wenn wir das sagen, was Sie sagen, dann sind wir innerhalb weniger Minuten als Antisemiten apostrophiert.“  Das ist das Ende unseres öffentlichen Daseins.

Gibt es ein Mittel gegen diese aufgeladene Debatte, gegen diese Vorwürfe?

Insofern dieser Diskurs mit Israel zusammenhängt, würde ich sagen: Wenn Israel es schaffen würde, mit den Palästinensern Frieden zu machen, wäre der Anlass, zum antisemitischen Vorwurf zu greifen, aufgehoben. Solange das aber nicht der Fall ist – und es wird noch lange nicht der Fall sein – ist das Einzige, was Leute wie ich tun können, diesen Diskurs über den Antisemitismus-Vorwurf ideologisch zu dekonstruieren. Indem man nachweist: Ihr wisst ja nicht, wovon ihr redet. Ihr seid ja ganz fremdbestimmt in eurer Intention. Und vor allem seid Ihr perfide.

Wenn ein Deutscher mich heute, den Sohn von Holocaust-Überlebenden, des Antisemitismus bezichtigt, dann hat er entweder nicht alle Tassen im Schrank. Das wäre noch der beste Fall. Aber im Normalfall ist das eine ganz perfide Taktik und Technik, sich mit seiner eigenen Befindlichkeit und Schuldbeladenheit auseinanderzusetzen. Die ist aber nicht sehr effektiv, weil die Betreffenden nie aus der Schuldbefangenheit herauskommen.

Dieser Vorwurf des Antisemitismus als Mittel in Auseinandersetzungen ist das Eine. Gibt es aus Ihrer wissenschaftlichen Sicht oder aus Ihrer Erfahrung mit diesem Phänomen heute Antisemitismus? Wie zeigt er sich und wie gefährlich ist er?

Wolfgang Benz, der vielleicht bedeutendste Antisemitismus-Forscher Deutschlands, hat gesagt: Diesen Bodensatz hat es immer gegeben. Das gelte für etwa 20 Prozent der Bevölkerung. Das hat sich nicht großartig verändert. Damit hat die Bundesrepublik immer wieder gelebt.  Der Antisemitismus ist nicht das Herausragende unter allen Minoritäts-Verfolgungen, mit dem Minderheiten besudelt werden. Was heute den aus den arabischen Ländern kommenden Menschen in Deutschland widerfährt, also die Islamophobie, ist viel schlimmer als Antisemitismus.

Das hängt damit zusammen, dass es Antisemitismus in Deutschland als Bodensatz gibt, aber er ist tabuisiert. Daher würde ich sagen, dass Antisemitismus heute für die jüdische Bevölkerung des Landes keine Bedrohung darstellt. Aber das besagt nicht, dass es ihn als Matrix nicht schon immer in Deutschland gegeben hat und weiterhin wohl auch geben wird.

Nun gibt es eine Erscheinung wie diese Gruppierung „Juden in der AfD“. Wie würden Sie das beurteilen?

Das handelt nach dem Prinzip „Gemeinsamer Feind“. Wenn die AfD die Zuwanderer, die Araber und den Islam hassen und die Juden Zuwanderer und den Islam hassen, dann hassen beide denselben Gegenstand. Das verbindet. Die meinen dann, sich politisch mit denen verbinden zu sollen, mit denen sie anscheinend den Islam am effektivsten bekämpfen können.

Ich muss dazu sagen, dass ich das für die allerschlimmste Perversion halte. Dass Juden, die Faschismus, das Allerschlimmste im 20. Jahrhundert, erfahren haben, sich heute mit dem Faschismus verbinden oder verbunden sehen können, ist für mich wirklich eine Perversion der Geschichte. Im Grunde genommen ist es auch ein Verrat an den Opfern des Faschismus, wie sie bei den Juden – aber nicht nur bei den Juden – gewesen sind.

Sie sind zuallererst Sozialwissenschaftler und bekennender Marxist. Wie schätzen Sie als solcher diese Rechts-Entwicklung in hochentwickelten Industrieländern wie Deutschland, in Europa allgemein, ein? Die sich ja auch in ihrer speziellen Art in Israel zeigt. Wo ist die Hoffnung, dass Gegenbewegung möglich wäre?

Ich glaube, dass das Problem vor allem darin liegt – und das hat sich bei der Wahl von Trump erwiesen –, dass dort, wo es soziales Elend gibt, Demagogie Erfolg hat. Im Fall von Trump ist das im sogenannten „Rust Belt“, also im Mittleren Westen, wo Leute großer Arbeitslosigkeit ausgesetzt waren, wo sie auch deklassiert worden sind, vom Mittelstand ins Prekariat abgesunken sind. Diejenigen, die darauf horchen, können das manipulieren. Hitler war ja der Großmeister darin, darauf zu horchen: Wie rumort’s? Wo dröhnt’s? Was sagt der Stammtisch?

Moshe Zuckermann im Oktober in Berlin, wo er sein Buch vorstellte
© SPUTNIK / TILO GRÄSER
Moshe Zuckermann im Oktober in Berlin, wo er sein Buch vorstellte

Wenn diese Probleme in Deutschland gelöst würden, beispielsweise die Arbeitslosigkeit im Osten Deutschlands, dann würde man davon ausgehen können, dass die Rattenfänger mit Faschismen  und Populismen nicht diesen Erfolg haben. Das würde allerdings erfordern, dass man einen sozialen Kampf betreibt. Diesen sozialen Kampf will Trump natürlich überhaupt nicht betrieben. Er will Arbeitsplätze schaffen, aber er will nicht die Misere aus der Welt schaffen. Von daher wird er eventuell auch im nächsten Wahlkampf einen Erfolg haben.

Ich will dazu etwas sagen: Leute werden nicht als Faschisten geboren. Keiner ist Faschist von Geburt. Zum Faschist wird man.

Aber warum laufen die Menschen Faschisten hinterher, aus ihren sozialen Problemen heraus?

Weil sie denen sozusagen die Zauberformel der Lösung versprechen: „Wenn ihr mich wählt, werde ich Euch Arbeitsplätze schaffen.“ Sie wissen ganz genau, dass das nicht stimmt, aber dennoch sind sie sehr oft verführbar. Das stimmte für Deutschland in den 30er und 40er Jahren. Das stimmte für Italien schon in den 20er Jahren. Das stimmt heute in Israel auch für eine ganze Menge Leute, die aus den unterbemittelten Schichten kommen und diesem Rattenfänger Netanjahu hinterherlaufen.

Ist so etwas wie ’33 noch einmal möglich?

Nicht in der Form von ’33, dass der Nazismus wieder möglich wäre. Aber wir sehen ja, dass faschistische Strukturen wieder entstehen könnten. Ich meine die Tatsache, dass heute ein Orbán der Chef des ungarischen Staates sein kann, oder autoritäre Staaten wie in Polen oder neuerdings in Österreich. Das ist keine Sache, die unbedingt historisch ausgeklammert werden soll.

Ich weiß, nicht ob ich in dem Zusammenhang von Russland reden soll. Ich glaube auch, dass die Putinsche Art und Weise, mit seinem Volk umzugehen, nicht von einer allzu großen Demokratiekompetenz zeugt, sondern auch ein Stück autoritäres Verhalten an den Tag legt. Ich glaube nicht, dass Putin das schlimmste Beispiel ist. Wir haben ganz andere Beispiele im Westen.

Sie hatten bei der Buchvorstellung angedeutet: Wenn Sie je einmal die Geschichte des Kampfes gegen den israelischen Faschismus schreiben würden … Wo sehen Sie in Israel Elemente des Faschismus?

Die Elemente des Faschismus sind eigentlich überall sichtbar, weil erstens Leute, die sich ehemals als Faschisten gesehen haben, an der Regierung sind. Man muss verstehen, dass die Likud-Partei aus „Cherut“ und Zeev Jabotinsky hervorging. Und Jabotinsky war Faschismus-Anhänger. Von daher sind das diejenigen Leute, die den Staat über alles sehen und den Feind immer wieder im eigenen Lager sehen, also die Araber in Israel. Faschisten sind diejenigen, die Minoritäten unterdrücken. In Israel wird das praktiziert. Faschisten sind vor allem diejenigen, die die Gewaltenteilung demontieren. In der israelischen Demokratie wird im Moment die Gewaltenteilung ausgehebelt, weil die Legislative immer mehr der Exekutive untergeordnet wird. Weil in der Tendenz sehr viele Zeitungen, wenn nicht von Staatswegen gleichgeschaltet sind, sich selbst gleichschalten, indem sie sozusagen staatshörig werden. Von daher würde ich sagen, es gibt Tendenzen des Faschismus – der nicht unbedingt wie der Mussolini-Faschismus oder Franco-Faschismus ist. Aber das weist von der Struktur her auf etwas hin, was durchaus als problematisch angesehen werden kann.

Moshe Zuckermann: „Der allgegenwärtige Antisemit oder die Angst der Deutschen vor der Vergangenheit“

Westende Verlag 2018. 256 Seiten. ISBN 978-3-86-489-227-1; 20 Euro

Quelle und mehr: https://de.sputniknews.com

AfD IM Merkel Hirn Abschaltvorrichtung gefunden Ultrafeinstaub PM10

Ein Wahnsinn was da abgeht, Merkel hat ihr Ziel, Deutschland und Deutsche zu zerstören bald erreicht!

Nachdem Merkel im Land von der Deutschen Bevölkerung als Staatsfeind und Volksfeind immer deutlicher wahr genommen wird, wäre ein Rücktritt klug, um das Land und die EU vor Radikalismus zu schützen. Nun macht sie sich durch ihre Clintonlager/Washingtonunterwerfung dortiger Antirussen Totalunterwerfung auch außenpolitisch schuldig Europa zu spalten, statt sich Russland nicht nur mit dem Schein zu nähren. Das Vernünftigste der Welt (Seehofer) wird abgelehnt. Will Merkel einen NS Kommunismus nach Vorbild finsterster Zeiten mit Gewalt nach Anleitung des kommunistischen Manifestes einführen und die EU in eine militärische Konfliktlage treiben? Spannendes Thema von den Medien verschwiegen folgt. Oder die Rache der DDR Annexion?

Das ZDF deckt „Erschreckendes“ auf: Der Islam ist eine Gefahr!

Über 90.000 Moscheen in Deutschland! Was ist aus Deutschland geworden??? Hassprediger islamischer Extremisten in großer Anzahl! Der Islam, eingesetzt von den „Eliten“ übernimmt die Rolle der Katholizisten (Inquisition).

Ein 10minütiger Zusammenschnitt mit unseren Ergänzungen Original: Thomas Müller 2 neuer Kanal aus der Asche https://youtu.be/k9csPSSLMIU

Hammer-Rede von dem Afrikaner Achille Demagbo (AfD): „Deutschland nicht mit Afrikaner überfluten“

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