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Dieses Fleisch würden Sie nicht essen! Designte Steaks in jeder gewünschten Form!

Quelle: netzfrauen.org

Ein leckeres Stück Fleisch gehört immer noch für viele zu einem wirklich guten Essen. Doch so manches Steak ist nicht natürlich gewachsen, sondern besteht aus zusammengeklebten Fleischresten.

Nicht Spitzenqualität, sondern Klebefleisch erhalten oftmals die Verbraucher,  wenn sie ein Steak kaufen, nicht anders bei Rohschinken vom Schwein oder Putenschinken. Der Einsatz von bestimmten Enzymen macht es möglich, rohe Fleischstücke zu einem Steak oder schinkenähnlichen Produkt zu verkleben. Dies gelingt so gut, dass sich Klebeschinken kaum von Echtem unterscheiden lässt.

Wir hatten bereits in unserem Beitrag Weit mehr als nur Gammelfleisch – Woher kommt unser täglich Fleisch? darüber berichtet, dass der Weg des Fleisches sehr verschlungen ist: Erzeuger, Schlachthöfe, Zwischenhändler, Lieferanten und Verkäufer sorgen dafür, dass man diesen Weg kaum noch zurückverfolgen kann.

Die Tricks, die die Nahrungsindustrie verwendet, sind keine Grenzen gesetzt: In der Putensalami steckt Schweinefleisch drin, in der Hühnersuppe kein Stückchen Huhn. Der Maracujasaft wird aus Orangenextrakt hergestellt und für den griechischen Schafskäse wurde billige Kuhmilch verwendet. Die Herkunft der Äpfel auf dem Kuchen kann durchaus aus China kommen und Käse auf der Pizza sieht aus und schmeckt wie Käse, hat mit dem Naturprodukt aus Milch aber wenig zu tun. Die vielen Mogeleien und Irreführungen häufen sich.

Hinzu kommen die Zusatzstoffe, die Pest der Neuzeit!

Zur Trickkiste gehört auch „Klebefleisch“: Das Enzym Transglutaminase macht es möglich, Fleischfetzen zu einem ganzen Stück zusammenzufügen. Es wird aus einem Bakterium gewonnen, dem Streptomyces mobaraensis, und vernetzt die Proteinstränge in Nahrungsmitteln.So entstehen täuschend echt aussehende Scheiben Rinderfilet.

Das folgende Video mit dem Titel: „Meat Industry’s Use Of „Meat Glue“ Is Almost Impossible To Spot“ – auf Deutsch etwa: „Es ist fast unmöglich, den Fleisch-Kleber zu entdecken, den die Fleisch-Industrie verwendet “ sollten Sie sich anschauen.

Was steckt hinter diesem Klebefleisch? Und wie können wir geklebtes Fleisch erkennen?

Geklebtes Fleisch statt echtem Schnitzel!

Designte Steaks in jeder gewünschten Form

Die Fleischindustrie kann kostensparend neue Zuschnitte von Fleischstücken anbieten, die vorher niemals möglich waren. Und Sie merken es nicht mal. Sie freuen sich über ein knusprig gebratenes Steak, welches gar kein Steak ist.

Möglich macht das eine Mixtur aus Thrombin und Fibrinogen, die seit gut 10 Jahren im Fachhandel erhältlich ist. Diese Präparate gibt’s genauso für Geflügelprodukte, für Fisch, ja sogar zum Verleimen von Hummern gibt es einen Extrakt aus Hummerblut.

Im April 2005 hat die EFSA (European Food Safety Authority – die europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit) – erklärt, dass die Verwendung von Fibrinogen und Thrombin zum Zusammenfügen von Fleisch unbedenklich ist. In den Vereinigten Staaten wurde die Verwendung von Fibrinogen und Thrombin von der USDA (US Department of Agriculture) zugelassen.

Dann gab es Bedenken und es sollte durch die EU verboten werden.

Parlament sieht Verbraucherschutz verletzt – EU stoppt Zulassung von Klebefleisch-Enzym – 19.05.2010

Mit ihm kann man kleine Fleischreste so zusammensetzen, dass sie wieder wie ein komplettes Stück aussehen – das Enzym Thrombin ermöglicht die Produktion des so-genannten Klebefleisches. Jetzt hat das EU-Parlament dem Stoff jedoch die Zulassung für Lebensmittel verweigert – die Methode sei „unappetitlich, gesundheitlich nicht unbedenklich und eine klare Täuschung der Verbraucher“, so die SPD-Europaabgeordnete Dagmar Roth-Behrendt

 EU-Parlament gegen Klebefleisch

AUS PLENUM UND AUSSCHÜSSEN

„Was aussieht wie ein echtes Steak, kann durch und durch ein Kunstprodukt sein. Wenn es um die Verwertung kleinster Fleischreste geht, ist die Industrie erfinderisch. Sie verwendet spezielle Enzyme, die wie Klebstoff wirken – der Käufer kann mit bloßem Auge keinen Unterschied erkennen.

Bedenklich sei das, stellte das EU-Parlament am vergangenen Mittwoch fest. Auf dem Tisch lag ein Verordnungsentwurf der EU-Kommission über die europaweite Zulassung bestimmter Nahrungsmittel-Zusatzstoffe. Unter ihnen: das Eiweiß Thrombin. Es wird aus dem Blut von Rindern und Schweinen gewonnen und dient als Klebefleisch-Enzym. Die EU-Lebensmittelbehörde EFSA hat es als unbedenklich eingestuft. Mit hauchdünner Mehrheit entschieden die Abgeordneten jetzt, dem Protein die Zulassung zu verweigern. Ihre Befürchtung: Fleisch aus vielen Einzelteilen biete mehr Angriffsfläche für gefährliche Bakterien, etwa für Salmonellen. Besonders problematisch sei, dass „das Zusammenfügen in kaltem Zustand, ohne Zugabe von Salz und ohne eine anschließende Erhitzung durchgeführt werden kann“.

Die Kommission muss sich dem Parlament nun beugen. Völlig vom Tisch ist das Klebefleisch damit aber nicht: Es gibt außer dem Thrombin noch andere Fleischkleber. Außerdem kann Thrombin auch über nationale Regelungen zum Einsatz kommen – so auch in Deutschland, das im Gegenzug eine Kennzeichnung vorschreibt. Das Parlament hat jedoch ein klares politisches Zeichen gesetzt: „Die Gefahr der Irreführung der Verbraucher ist offensichtlich“, hieß es in der Stellungnahme des Plenums.“

Lebensmittelenzym Thrombin ist unbedenklich – 17. 09. 2015

„Das Enzym Thrombin wird aus Schweine- oder Rinderblut gewonnen. Es wird bei der Lebensmittelverarbeitung zusammen mit Fibrinogen eingesetzt, einem Protein, das ebenfalls aus dem Blut dieser Tiere gewonnen wird, um einzelne Fleisch- oder Fischstücke zusammenzusetzen.

Die Wissenschaftler des Gremiums für Materialien, die mit Lebensmitteln in Berührung kommen, Enzyme, Aromastoffe und Verarbeitungshilfsstoffe (CEF-Gremium), kommen zu dem Schluss, dass gegen Thrombin keine Sicherheitsbedenken bestehen – ausgehend von der Tatsache, dass es aus Teilen der Tiere selbst gewonnen wird, die zum menschlichen Verzehr bestimmt sind, vorausgesetzt, dass die Herstellung unter hygienischen Bedingungen erfolgt, den EU-Vorschriften entspricht.

Zur Abschätzung der ernährungsbedingten Exposition gegenüber Thrombin griffen die Sachverständigen auf die umfassende Europäische Datenbank über den Lebensmittelverzehr zurück.“

Was sollen wir nun als Verbraucher glauben? Müssen wir schon vor Entscheidungen der EFSA warnen? Lesen Sie dazu: Lobbyverflechtungen – EFSA gefährdet unsere Gesundheit zugunsten der Industrie!

Damit Sie sehen – warum es als unbedenklich eingestuft wurde  – die ILSI berät die EU und wen entdecken wir dort – genau – Ajinomoto Europe S.A.S – die das Mittel herstellen – damit Sie in Zukunft weiterhin Klebefleisch essen dürfen!

Und dieser Konzern ist ganz zufällig Anbieter von Tiermedizin und produziert auch die richtigen Produkte, damit die Tiere in der Massentierhaltung richtig schnell wachsen.

Illis

Fibrinogen

Fibrinogen ist ein Eiweiß aus der Leber. Es spielt eine zentrale Rolle bei der Blutgerinnung: Durch das Eiweiß Thrombin und Kalzium wird Fibrinogen in Fibrin umgewandelt, einen wichtigen Bestandteil des Blutgerinnsels (Thrombus).

Thrombin

Thrombin ist das entscheidende Enzym der plasmatischen Blutgerinnung. Es entsteht durch enzymatische Spaltung aus seiner inaktiven Vorstufe, dem Faktor II (Prothrombin). Thrombin leitet den letzten Schritt der Gerinnungskaskade ein.

Transglutaminasen

Transglutaminasen sind Enzyme, die in allen Lebewesen vorkommen, die in diesem Falle aber aus Mikroorganismen gewonnen werden. Man streut das Enzympulver zwischen die Fleischteilchen, rührt um und verklebt es unter leichtem Druck. Diese Enzyme werden nicht nur beim Fleisch verwendet, sie haben sich auch im Milchregal bewährt: Denn damit bekommt man die besonders sämigen, cremigen Joghurts hin. Transglutaminasen werden auch für Fisch verwendet, sogar Tofu können Sie damit verkleben.

Mittlerweile gibt es fast nichts, wofür es nicht verwendet werden kann. Auch bei Tofu, Formschinken für Pizza, aber auch für Backwaren zur Verbesserung der Teigeigenschaften und bei gefrorenen Teiglingen.

Gentechnik

In der Lebensmittelproduktion eingesetzte Enzyme werden in der Regel mit gentechnisch veränderten Mikroorganismen hergestellt. Andere Präparate sind kaum noch auf dem Markt.

Nach derzeitigem Kenntnisstand ist nur ein Transglutaminase-Präparat auf dem europäischen Markt, das mit Hilfe des konventionellen Bakteriums Streptoverticillium mobaraense gewonnen wird. Grundsätzlich ist die Herstellungsweise von Enzymen kein Kennzeichnungstatbestand. Daher müssen auch mit gentechnisch veränderten Mikroorganismen erzeugte Enzyme nicht besonders gekennzeichnet werden. Quelle

Welche Vorteile bringt TG der Lebensmittelproduktion – für die Hersteller von Klebefleisch?

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Ajinomoto K.K. ist ein japanisches Unternehmen in der Nahrungsmittelbranche, das vor allem Aromen, Gewürze und Öle herstellt. Zum Ajinomoto-Konzern gehören zahlreiche Unternehmen in 21 Ländern, darunter als Regionalgesellschaft für Europa, Afrika und ganz Russland die Ajinomoto Europe S.A.S, zu der auch die deutsche Tochter Ajinomoto Foods Deutschland GmbH mit Sitz in Hamburg gehört. In Japan hält das Tochterunternehmen Kunōru Shokuhin K.K. (englische Eigenbezeichnung: Knorr Foods Co. Ltd.) die Rechte an der Marke Knorr. Quelle http://www.ajinomoto.com/en/ir/about/relation.html

Sie sind der Betreiber der Seite: http://www.transglutaminase.com/

Hier auf der Seite des Konzerns werden Sie feststellen, dass Tiermedizin auch einer der Bereiche ist, mit dem der Konzern seine Milliarden macht.

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 „Die TG im ACTIVA®-Präparat kann die physikalischen Eigenschaften verschiedener proteinhaltiger Lebensmittel verbessern. Die Verwendung dieses Produkts bietet Lebensmittelherstellern und Endverbrauchern zahlreiche Vorteile. In Backwaren und Milchprodukten verbessert das ACTIVA®-Präparat die Textur. Bei Fleischerzeugnissen, wie zum Beispiel emulgierter Wurst und gekochtem Schinken verbessert es die Textur und Bindung, wodurch der Verlust während des Herstellungsprozesses verringert wird. Durch das ACTIVA®-Präparat können bei Fleisch- und Fischprodukten qualitativ hochwertige Stücke verbunden werden, wodurch Verlust und Abfall verringert werden und letztendlich auch der Endpreis gesenkt wird. Dies ist ein wichtiger Beitrag zur Bildung einer verantwortlichen und nachhaltigen Nahrungskette. Durch die dadurch erzielte maximale Verwendung der produzierten Lebensmittel werden auch die umweltschädlichen Effekte der Landwirtschaft reduziert. Das ACTIVA®-Präparat ersetzt außerdem Bindemittel wie Salz und bietet dem Verbraucher so den Vorteil einer salzärmeren Ernährung.

Kennzeichnung von Lebensmitteln, die unter Verwendung des Enzyms Transglutaminase hergestellt werden.

Als Verarbeitungshilfsstoff ist das Enzym Transglutaminase sowohl nach geltendem Recht als auch nach der künftigen Lebensmittel-Informations-VO keine Zutat. Im Verzeichnis der Zutaten ist es deshalb nicht aufzuführen… – so der Konzern: -Eat Well, Live Well.- AJINOMOTO

Lesen Sie das komplette Dokument als PDF Gorny_Law_Labeling_of_TG_in_final_product_14_May_2014_de.pdf

Transglutaminasen wirklich gesund?

Wer sich medizinisch mit diesem Thema beschäftigen möchte, kann das bei Zedira auf deren Homepage machen.  Transglutaminasen neue Angriffspunkte für Medikamente neue Therapien für Patienten

„Der Mensch verfügt über acht verschiedene Transglutaminasen, die eine Vielzahl wichtiger physiologischer Funktionen steuern. Andererseits ist aus wissenschaftlichen Untersuchungen bekannt, dass Transglutaminasen auch bei Krankheiten eine zentrale Rolle spielen können. Hierzu gehören die Zöliakie, Thromboembolien, einige Krebserkrankungen sowie neurodegenerative Krankheiten wie Morbus Alzheimer, Chorea Huntington oder Parkinson.“

Zedira ist ein biopharmazeutisches Unternehmen aus Darmstadt. Das Know-how rund um die Enzymfamilie der Transglutaminasen stellt die wissenschaftliche Basis des Unternehmens dar.

Auf Basis der Technologie-Plattform von Zedira werden Transglutaminase-Blocker zu neuen Wirkstoffkandidaten entwickelt. Derzeit arbeitet Zedira an zwei Indikationen in fortgeschrittenen präklinischen Entwicklungsstadien: Zöliakie und Thromboseprophylaxe.

Klebefleisch – Meat Glue

Das Thrombin lässt das Fibrinogen gerinnen, es entsteht Fibrin und schon bindet es die Fleisch-Reste. Der Prozess erfordert keine Erhitzung und so ist es möglich, auf diesem Wege aus frischen, rohen Fleischteilchen komplette Steaks in jeder gewünschten Form zu designen. Gegessen hat es wohl jeder einmal. Wenn nicht als Steak, dann als Chicken McNuggets.

Klebefleisch ohne Kennzeichnung bei Aldi

NDR vom 01.08.2015 

Der Discounter Aldi Nord hat sogenanntes Klebefleisch verkauft, ohne dies für den Verbraucher zu kennzeichnen. Das haben Recherchen für die Sendung „Die Tricks mit Fleisch und Wurst – Was wir wirklich essen“  ergeben. Es handelt sich um das Produkt „Freihofer Gourmet Vitello tonnato“ – in feine Scheiben geschnittenes Kalbfleisch mit einer Thunfischsoße. Ein auf DNA-Analysen spezialisiertes Labor hat in der untersuchten Scheibe Fleisch-Teile von mindestens drei Tieren entdeckt.

Auf Anfrage räumte Aldi Nord dem Norddeutschen Rundfunk gegenüber ein, dass es sich beim Produkt „Freihofer Gourmet Vitello tonnato“ um zusammengefügtes Fleisch handele – also um Klebefleisch. Das Unternehmen schreibt, die einzelnen Scheiben Kalbfleisch bestünden aus mehreren Teilstücken, die zusammen verarbeitet würden. Hierbei handele es sich jedoch keinesfalls um Formfleisch, so Aldi Nord in der Stellungnahme weiter. Deshalb müsse es auch nicht dementsprechend gekennzeichnet werden.

Dieser Aussage widerspricht Dr. Detlef Horn, Leiter des Chemischen und Veterinäruntersuchungsamtes Rhein-Ruhr-Wupper in Krefeld: „Wenn man ein Fleischerzeugnis aus vielen kleinen Teilen zusammensetzt, sodass es den Eindruck erweckt, ein gewachsenes Stück zu sein, dann löst es eine Kennzeichnungspflicht aus.“ Das „Freihofer Gourmet Vitello tonnato“ von Aldi Nord genüge damit nicht den Anforderungen des Deutschen Lebensmittelbuches. Quelle 

Ob wir ein solches Produkt überhaupt brauchen – egal ob mit Transglutaminasen oder mit dem Thrombin-Fibrinogen-Kleber. Die Idee, man könne damit wertvolle Fleischteile nutzbringend verwenden, zeigt wieder mal, wie wir Verbraucher betrogen werden. Wenn die Fleischteilchen zum Verkaufen zu klein sind, warum kann man sie dann nicht einfach in eine gute Wurst verarbeiten? Oder ist Fleisch für unsere Wurst wirklich schon zu schade? Denn auch hier wird kräftig gemogelt.

Netzfrau Doro Schreier

Mehr Informationen:

Steuergelder für billiges Geflügelfleisch aus Polen – dem Fleisch zieht man seine Herkunft und Qualen nicht an

Sie sind von allen guten Geistern verlassen – Lebensmittel aus China, verdorben, gefährlich und hochbelastet auf Ihrem Teller! Diese 4 Früchte aus China sollten Sie unbedingt meiden!

Was Massentierhaltung anrichtet!

Gewusst? EU fördert mit Steuergeldern qualvolle Massentierhaltung in Osteuropa, Russland und Asien! – Public Financing Continues to Support Farm Animal Mistreatment

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Krebs – Auch eine Infektionskrankheit?

Quelle: www.zeitenschrift.com

Im Gewebe von Brustkrebspatientinnen wurde vermehrt ein Virus gefunden, dass bei Rindern Leukämie verursacht. Sind die Ursachen für Krebs vielleicht nicht (nur) in entarteten und bösartigen Körperzellen zu suchen, sondern auch in Viren und Mikroparasiten?

Mikroben im Blut: Schädliche Parasiten können Körperzellen krebsig machen.

Allein in Deutschland starben im Jahre 2014 über 230’000 Menschen an Krebs, in Österreich erlagen 19’000 Menschen ihrem Krebsleiden und in der Schweiz ca. 16’000. Laut offiziellem Krebsbericht der WHO erkrankten 2012 weltweit etwa 14 Millionen Menschen neu an Krebs, und über acht Millionen starben an Krebs oder seinen Folgen. Laut Robert Koch-Institut bekommt jeder zweite deutsche Mann Krebs und 47 Prozent der Frauen. Nicht ohne Grund also gilt Krebs immer noch als ständig wachsende Geißel der Menschheit.

Dem Leid von Millionen Krebspatienten und ihren Angehörigen stehen finanzielle Gewinne in schwindelerregenden Höhen gegenüber: Allein 2015 lag der weltweit erzielte Umsatz mit Krebsmedikamenten bei 79,8 Milliarden US-Dollar. Zum Vergleich: 2008 erreichte die Pharmaindustrie mit Krebsmedikamenten noch einen Umsatz von „nur“ 47,7 Milliarden US-Dollar. Mit Krebs lässt sich enorm viel Geld verdienen und daran wird sich wohl so schnell auch nichts ändern. Denn laut Experten wird die Zahl der Neuerkrankungen in den nächsten zwanzig Jahren massiv ansteigen, auf 22 Millionen jährlich! Kosten-Hochrechnungen für das Jahr 2030 sehen dann auch entsprechend düster aus: Für alle Krebserkrankungen zu­­sammen werden medizinische Kosten in Höhe von 218,3 Milliarden US-Dollar prognostiziert. Dazu kommen noch einmal nicht-medizinische Kosten in Höhe von 94,6 Milliarden US-Dollar sowie Einkommensausfälle von 144,9 Milliarden US-Dollar. Das macht in der Summe 457,8 Milliarden US-Dollar, die nur der Krebs verschlingen wird!

Auf der einen Seite steht also eine stetig steigende Zahl von Krebspatienten, auf der anderen Seite eine Industrie, die seit Jahrzehnten massiv Zeit und Geld in die Krebsforschung investiert – außer riesigen Gewinnen aber nicht wirklich etwas vorzuweisen hat. So werden immer mehr kritische Stimmen laut, die in der Krankheit Krebs vor allem eines sehen: Eine Goldgrube für die Pharmaindustrie1 . Denn es fällt auf, dass bei Krebserkrankungen nach wie vor nur die Symptome mittels Chemotherapie, Bestrahlung und chirurgischen Eingriffen behandelt, die Ursachen aber weitestgehend außer Acht gelassen werden.

Brustkrebs wegen Rinder-Virus?

Alter, Hormone, familiäre Vorbelastungen, Gene und Lebensstil sind bekannte Risikofaktoren für Brustkrebs. Nun muss aber neu auch ein Rinder-Virus dazugezählt werden. Doch der Reihe nach. Das Bovine Leukämievirus (BLV) tritt bei Rindern auf und verbreitet sich über das Blut und die Milch. In Amerika sind in der Fleischwirtschaft etwa 38 Prozent aller Rinder mit BLV infiziert. In der Milchwirtschaft weisen gar 84 Prozent aller Rinder den Krebsvirus auf – bei Massentierhaltung (mehr als 500 Tiere) sogar hundert Prozent! In den meisten Fällen ist das Virus harmlos, doch bei etwa fünf Prozent der Tiere löst es Blutkrebs aus. Lange Zeit galt die Annahme, dass sich BLV nicht auf den Menschen übertragen lässt. Forscher haben nun aber das Bovine Leukämievirus auch im Brustgewebe von Frauen entdeckt. Wissenschaftler der University of California in Berkeley verglichen Gewebeproben von 114 Brustkrebspatientinnen mit Proben von 104 gesunden Frauen und stellten dabei Alarmierendes fest.

Syrien: Die Maske fällt, die Wahrheit kommt ans Licht

Von Botschafter Baschar Dschaafari, Ständiger Vertreter der Mission der Syrischen Arabischen Republik bei den Vereinten Nationen

Botschafter Baschar Dschaafari, der syrische Botschafter bei den Vereinten Nationen, hielt bei der Konferenz des Schiller-Instituts in New York am 10. September 2016 die folgende Rede:

Meine Damen und Herren, ich danke Ihnen vielmals dafür, daß Sie an diesem Samstag – einem heißen, feuchten Samstag – hierher gekommen sind, um uns zuzuhören. Ich weiß, daß die Politik für die Zuhörer manchmal langweilig sein kann. Aber das Thema ist sehr wichtig. Es geht nicht nur um Syrien, es geht um uns alle. Es geht um die Vereinigten Staaten, um Syrien, den Irak, den gesamten Nahen Osten, um die ganze Welt! Wir werden versuchen, das zu vertiefen, indem wir etwas zu dem hinzufügen, was unser verehrter Kollege, Senator Richard Black, gerade dargelegt hat.

Die Geschichte zeigt uns, daß Lügen nicht ewig währen, sie können nicht ewig sein. Wir wissen heutzutage mit Gewißheit, daß viele tragische Episoden der Geschichte von Lügen ausgingen, d.h. sie waren unbegründet und entbehrten jeglicher Grundlage. Ich könnte Ihnen Hunderte von Beispielen dafür anführen, die sich alle von den UN ableiten, den Vereinten Nationen, bei denen ich mein Land vertrete.

Tatsächlich haben wir viel mehr Informationen, als wir hier mit Ihnen teilen können. Wir könnten stunden-, wenn nicht tagelang darüber sprechen, was auf der Welt im allgemeinen und speziell in Syrien geschieht, und Sie wären überrascht, weil Sie nichts von dem, was ich Ihnen mitteile, je zuvor gehört haben.

Es ist mir eine große Ehre, daß ich diese Gelegenheit erhalte, zu dem erlesenen Publikum in der St. Bartholomew-Kirche in Manhattan zu sprechen. Ich übermittle Ihnen meine aufrichtigen Grüße und besten Wünsche, und ich danke dem Schiller-Institut und Ihnen allen dafür, daß Sie mir und meinen Kollegen diese große Ehre erweisen.

Wenn wir uns heute alle versammeln, gedenken wir der Tragödie des 11. September. Es war einer der traurigsten und schmerzlichsten Tage in der Geschichte der Vereinigten Staaten. Es war auch eine harte und schwer zu akzeptierende Lehre für alle Länder und Regierungen, daß der Terrorismus vor keiner Grenze und keinem Menschen haltmacht und deshalb niemals gerechtfertig, geschützt oder vertuscht werden sollte. Ich sage dies, weil Senator Black einige Hinweise auf die saudischen Verbindungen zu den Ereignissen des 11. September gegeben hat, und ich werde das Thema später noch ein wenig weiter ausführen.

15 der 19 an den Angriffen des 11. September beteiligten Terroristen waren Saudis. Es waren keine Syrer dabei, keine Iraker, keine Algerier. Es waren Saudis. Diese Saudis sind von dem geprägt, was man gewöhnlich Wahhabismus nennt, was sich vom Namen des Gründers dieser Denkschule, Mohammad Abdul Wahhab, ableitet. Der Wahhabismus stammt von Abdul Wahhab, der plötzlich in der Hidschas auftaucht, dem alten Namen Saudi-Arabiens, der übrigens eine Fälschung ist. Saudi-Arabien ist ein falscher Name für das Land, denn mit „Saudi“ ist Al-Saud, das Haus Saud gemeint – es ist also so, als würden Sie Ihr Land umbenennen in die „Vereinigten Staaten von Obama“. [Lachen.] So hat diese Familie den Namen des Landes gestohlen und dieses Land so umgestaltet, wie es ihren radikalen Zielen entsprach. Das geschah gegen Ende des 18. Jahrhunderts.

Das Komische daran ist, daß diese Denkschule damals vom britischen Geheimdienst ermöglicht, aufgebaut und gefördert wurde. Es war also der britische Geheimdienst, der diese radikale Bewegung innerhalb des Islam möglich machte – natürlich in voller Absicht, Sie wissen, wie die Briten sind. Bei ihnen gibt es nichts geschenkt. [Lachen.]

Schon bald, 1815, griff dieser verrückte Kerl nach Damaskus und nach Karbala im Irak. In Karbala griff er die Schreine der schiitischen Muslime an, und in Damaskus versuchte er, die Stadt zu erobern, aber die Syrer hielten ihn auf und besiegten ihn an den Mauern von Damaskus. Daraufhin zog er sich zurück und ging wieder dahin, von wo er gekommen war.

Ich schildere Ihnen diesen Hintergrund, um Ihnen zu zeigen, daß diese verrückte Bewegung nichts Neues ist. Es gibt sie schon seit Jahrhunderten, zum Teil beschützt von den Briten, dann von den Amerikanern. Sie tun das nicht, weil sie ihnen gefällt, sondern weil deren Wahnsinn in ihre außenpolitischen Pläne paßt.

Manipulation des Islam

Beim Islam geht es nicht um Saudi-Arabien. In der größten Moschee in Damaskus, sie heißt Umayyaden-Moschee, befindet sich in der Mitte, im Herzen der Moschee – der größten und wichtigsten in Syrien – der Schrein Johannes des Täufers. Das Grab Johannes des Täufers ist mitten in der Moschee, wo sowohl Muslime als auch Christen das Grab besuchen und ihre Gebete sprechen.

Senator Black hat ihnen über den Mufti von Syrien berichtet, diesen wundervollen Menschen. Können Sie es glauben, daß sein wichtigster politischer Berater ein Christ ist? Der politische Berater des Mufti ist ein Christ. Das gibt es nur in Syrien! Deshalb sind wir äußerst stolz auf unseren Säkularismus. Wir sind stolz darauf, wer wird sind, seien wir Muslime oder Christen, aber wir sind nicht bereit, so verrückt zu werden wie die Saudis. Und wir teilen in keiner Weise ihr Religionsverständnis.

Übrigens haben IS und all die anderen fanatischen Gruppen, die in Syrien und im Irak agieren, die Knaben, Frauen und Mädchen die Köpfe abschneiden, diese Methode der Enthauptung mit dem Schwert von den Wahhabiten geerbt. Heute noch, meine Damen und Herren, werden in Saudi-Arabien nach dem Freitagsgebet Menschen auf öffentlichen Plätzen enthauptet. Heute noch! Das ist nicht nur IS. In Saudi-Arabien selbst enthaupten sie jeden Freitag nach dem Gebet Menschen öffentlich mit dem Schwert. Das ist also nichts Neues, das ist nicht IS. IS sind keine Neulinge, IS existiert seit Jahrhunderten, verkörpert durch die Saudis. Und deshalb schützt man sie und verteidigt sie und schickt ihnen Geld und Waffen.

Die meisten von uns hatten nach dem 11. September, diesem schwarzen Tag, gedacht, es werde eine einheitliche Haltung gegen den Terrorismus geben. Wir waren damals alle optimistisch, Sie erinnern sich, daß wir endlich gemeinsam den Terrorismus bekämpfen würden. Und daß alle Nationen gemeinsam gegen die Terroristen und ihre Unterstützer, ihre Geldgeber und ihre geistigen Anführer kämpfen würden.

Leider folgte als nächstes die Invasion des Irak. Aber wenn die Saudis die Zwillingstürme in New York angreifen, warum sollte man dann gegen den Irak vorgehen? Wenn der wesentliche Grund die Rache für die Ereignisse des 11. September war – und wir alle wissen und wußten schon damals, daß es ein saudisches Komplott war! Warum dann den Irak angreifen? Der Irak ist ein weltliches Land, wie Syrien. Syrien, Irak und Algerien sind die einzigen drei weltlichen Regierungen in der arabischen Welt! Der Irak ist jetzt weg vom Fenster – der Irak ist zum Tummelplatz des internationalen Terrorismus geworden, nachdem George Bush die Freiheit dorthin brachte. [Lachen.]

Algerien kennen Sie. Algerien hatte seine Prüfung schon vor uns, Anfang der 90er Jahre. Sie schickten ihnen einen frühen Arabischen Frühling, aber er wurde besiegt, Gott sei Dank! Nun bleibt nur noch Syrien. Es gibt nur noch Syrien, und seit kurzem Ägypten, seit Mursi, der zur gleichen Familie der radikalen Bewegung im Islam gehört, verjagt wurde. Es geht nicht um den Islam, sondern um radikale Bewegungen, die vorgeben, behaupten und den Anschein erwecken, sie stünden für den Islam. Aber das tun sie nicht.

Der Islam ist leichte Beute und ein gutes Geschäft für Manipulation geworden. Eine sehr leichte Beute für Manipulation! Jedermann zieht billig seinen Vorteil aus dem Islam, und wir werden versuchen, zu erklären, warum. Es geht nicht um Politik. Sie haben genug von der Politik. Ich habe auch genug von der Politik. Es geht um geopolitische Dimensionen, Rivalitäten, Konkurrenz, Vorherrschaft.

Wie gesagt, als nächstes kam leider die Invasion des Irak, unter dem gleichen Vorwand der Bekämpfung des Terrorismus. Das war das Komische an der ganzen Geschichte: als George Bush im Irak einmarschierte, sagte er, er tue das im Kampf gegen den Terrorismus. Und um die angeblichen, tatsächlich nicht vorhandenen Massenvernichtungswaffen zu vernichten – noch eine Lüge. Sie wissen das.

Ich möchte Ihnen diese Geschichte erzählen. Ich bin selbst Augenzeuge gewesen: Ich arbeite bei der UNO und ich weiß, wovon ich spreche, denn ich bin dagewesen. Das ist eine Geschichte, die Sie in den etablierten Medien nie gehört haben, wie schon Senator Black sagte.

Fahrende Terroristen

Nach der Irakinvasion entsandten die Vereinten Nationen damals auf Drängen von Tony Blair und George Bush eine sogenannte Untersuchungskommission namens UNSCOM, unter der Leitung eines Schweden, Hans Blix, einem Wissenschaftler, der im Irak die Massenvernichtungswaffen finden sollte. Der Zweck bestand darin, der internationalen Gemeinschaft zu zeigen, daß die Irakinvasion reale Gründe hatte. Es mußte Massenvernichtungswaffen im Irak geben und wir müssen sie finden und der internationalen Gemeinschaft vorführen. Deshalb bildete man diese Untersuchungskommission und schickte sie in den Irak.

Wenn ich sage „Kommission“, dann sind damit Hunderte von Leuten gemeint, die alle von der irakischen Regierung bezahlt wurden, aus den irakischen Guthaben, die die Vereinten Nationen eingefroren hatten. Die Aktivitäten dieser Kommission kosteten mehrere Milliarden Dollar, auf Kosten des irakischen Volkes. Die Kommission verbrauchte dieses Geld von 2003 oder sogar von noch früher bis 2008. 2008 standen sie kurz davor, die Sache azuschließen, weil die Lüge einfach so groß wurde, daß sie nicht mehr zu schlucken war.

Also versammelte man sich im Sicherheitsrat und ersuchte die Kommission, ihren Abschlußbericht vorzulegen. Und der Witz bei der Sache ist, daß in diesem Abschlußbericht nicht der kleinste Hinweis darauf ist, daß der Irak irgendwelche Massenvernichtungswaffen hatte. Aber das durfte die Kommission nicht sagen: „Tut uns leid, Gentlemen Sicherheitsratsmitglieder, wir haben im Irak nichts gefunden.“ Das würde der Propaganda zuwiderlaufen, die George Bush und Tony Blair zu der Zeit in den Mainstream-Medien verbreiteten.

Alle im Sicherheitsrat standen unter Druck. Sie mußten die Sache abschließen. Es wurde zu teuer und es war an der Zeit, die ganze Sache zu beenden. Was sollte man tun?

Es gab ein Sicherheitsratstreffen um Mitternacht. Um Mitternacht! Niemand war da, außer den 15 Mitgliedern des Sicherheitsrats. Nach wenigen Minuten beendete der Präsident das Treffen und sagte: „Wir unterstützen den Bericht der Kommission.“ Sonst nichts. Es wurde nicht gesagt, ob sie etwas gefunden hatten oder nicht. Das Thema wurde begraben.

Aber was sollte man mit den Archiven der Kommission machen? Diese Archive sind ein großer Skandal. Der Rat entschied – hören Sie gut zu, meine Damen und Herren -, sämtliche Archive in feuersicheren Eisenbehältern aufzubewahren, mit einem Schloß, das mit einem digitalen Code gesichert ist, und nur der UN-Generalsekretär kennt den Code.

Das ist das erste. Das zweite ist: Diese verschlossenen Behälter werden erst in 60 Jahren geöffnet. [Murren.] Ich bin sicher, daß Sie diese Geschichte noch nie gehört haben. Niemand wird Ihnen das erzählen, aber so ist es gewesen. Auf diese Weise wurde die Untersuchung über die Gründe für die Irakinvasion begraben. Und keiner von uns in diesem Saal kann 60 Jahre warten, um diese große Lüge aufzudecken, die es damals gab. Es wird zu spät sein, die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen. Es wird dann keinen George Bush und keinen Tony Blair mehr geben.

Bleiben werden drei Millionen getötete Iraker, eine Million irakische Witwen, Millionen elternlose Iraker, Millionen irakische Flüchtlinge in aller Welt. Und ganz Irak ist zerstört.

Dazu sind mehrere hundert Milliarden Dollar an irakischen Guthaben im Ausland weg. Sie haben sich in Luft aufgelöst. Genauso wie die 800 Mio.$ in Libyen. Niemand weiß, wo das Geld geblieben ist. Und das ist nur Libyen.

Das Resultat der Irakinvasion war, wie gesagt, Millionen tote Zivilisten, eine zerstörte Infrastruktur und ein gescheiterter Staat. Und noch wichtiger, der Irak verwandelte sich in ein Drehkreuz des internationalen Dschihad-Terrorismus. Ich sage das, weil alle sogenannten IS-Leute in den amerikanischen Gefängnissen im Irak herangezüchtet wurden. Alle. Sie wurden von den amerikanischen Soldaten im Irak bewacht. Die kannten sie also, sie wußten, wie gefährlich sie waren, und sie haben nichts dagegen getan.

Warum? Weil Herr Bremer [der Chef der US-Besatzungsverwaltung] darauf bestand, den Irak entlang von Konfessionen, Religionen bzw. Glaubensrichtungen zu trennen. Die Iraker lebten seit Jahrtausenden Seite an Seite, bis Herr Bremer kam, und mußten feststellen, daß sie nicht so weiterleben sollten. Man mußte das Land teilen, einen Teil gibt man den Sunniten, einen anderen den Schiiten, noch einen den Kurden, wieder einen anderen den Assyrern usw. usw. Läuft das nicht darauf hinaus, den Irakern das Gefühl zu geben, sie seien übertölpelt und dumm gewesen, als sie Jahrtausende lang zusammen lebten, bevor Bremer kam?

Heute, nach sechs Jahren, leidet mein Land, Syrien, immer noch unter dem brutalsten terroristischen Krieg in der neueren Menschheitsgeschichte. Dieser beispiellose barbarische Krieg spiegelt die bittere Tatsache wider, daß der Terrorismus immer noch gefördert wird, mit sicheren Zufluchtsorten, Geldmitteln, durch Unterstützung einiger bekannter Regierungen und der Zunahme terroristischer Ideologien und Unterschlüpfen in aller Welt.

Warum sage ich das? Weil es nicht so einfach für einen Terroristen wäre, z.B. ein Flugzeug von Sydney in Australien zu nehmen, dreimal umzusteigen, fünf Visen zu bekommen – für Thailand, Indonesien, Kambodscha, was auch immer, um dann am Flughafen von Istanbul in der Türkei anzukommen. Dort wird er von einer Personengruppe empfangen und dann zu türkisch-syrischen Grenze begleitet. Dann gibt ihm jemand Geld und Waffen und ermöglicht ihm die Einreise nach Syrien.

Das war kein Tourist. Das war ein bekannter Terrorist, über den die australischen Behörden Bescheid wußten, bevor er das Land verließ!

Leider gibt es im Westen Leute und Regierungen, die auf diese Strategie setzen: „Wir haben allerlei Gelump in unserer Gesellschaft – laßt es uns nach Syrien exportieren. Wir können diesen menschlichen Müll loswerden, indem wir ihn nach Syrien und Irak schicken, wo sie Syrer töten werden und wahrscheinlich auch selbst von den Syrer getötet werden. Aber am Ende werden wir sie los sein, die sind nur eine Last für unsere Gesellschaft.“

Das Problem fing an, als diese Terroristen nicht nur Syrer und Iraker töteten, sondern einige von ihnen es sich anders überlegten und zurück wollten nach Australien, Belgien, Paris, London, Deutschland, den USA, Kanada. Und das war ein großes Problem, denn das war nun ein ganz anderes Szenario. Das Gelump sollte nicht wiederkommen, war zuerst die Überlegung gewesen. Aber einige kamen wieder. Und die westliche Demokratie kann sie nicht daran hindern.

Was war also die Lösung? Die Lösung ist, so entschieden der britische und australische Premierminister, der belgische Ministerpräsident und der französische Präsident, diesen Leuten die Staatsbürgerschaft wegzunehmen, wenn sie es wagen sollten, zurückzukommen.

Was heißt das? Es heißt: Leute, macht weiter, tötet Syrer solange, bis ihr selbst getötet werdet. Aber denkt nicht im Traum daran, zurückzukommen. Und das ist nun die Lage in Syrien. Diese Gelump kann nicht dorthin zurück, wo es herkam, weil es sein Recht auf Staatsbürgerschaft verloren hat.

Bedenken Sie, daß diese Regierungschefs, die ich aufgezählt habe, nicht etwa erklärten, daß diese Terroristen, wenn sie zurückkommen, vor Gericht gestellt würden. Das haben sie nicht gesagt. Sie sagten nicht: Wir werden sie zur Rechenschaft ziehen. Sie sagten nicht: Sie müssen sich für ihre Taten verantworten. Sie sagten also nicht, daß diese Leute Terroristen sind. Sie sagten: Wenn ihr zurückkommt, nehmen wir euch die Staatsbürgerschaft weg. Das heißt auf gut Deutsch: Du bist ein guter Terrorist. Solange du weiter nur Syrer tötest, bist du ein guter Terrorist. Aber wenn du daran denkst, zurückzukommen nach Paris, Brüssel, Sydney, was immer, dann wirst du ein böser Terrorist sein.

Als ich gestern Ihre Einladung zu dieser wundervollen Veranstaltung las, hielt ich bei vielen edlen Gedanken inne, besonders die über eine bessere Zukunft für unsere Nationen, ohne Kriege und Konflikte, und ganz besonders die Worte Friedrich Schillers, dem Ideengeber des Schiller-Instituts, ich zitiere ihn: „Zu was Besserm sind wir geboren.“

Leider ist das, was in meinem Land Syrien heute geschieht, das genaue Gegenteil dieser großen menschlichen Prinzipien. Die Menschen in Syrien leiden noch in diesem Augenblick unter Terrorismus, der von Regimes wohlbekannter Länder unterstützt wird, wie Katar, Türkei, Frankreich und die Wahhabiten-Familie Saudi-Arabiens. Ich brauche Sie hier ja nicht an die wesentliche Rolle des saudischen Königshauses bei der Unterstützung und Finanzierung der Terroristen zu erinnern, die das barbarische Verbrechen des 11. September begingen, worüber ich eingangs sprach. Dabei vergesse man nicht die gefährliche Rolle ihrer Steinzeit-Geistlichen, die immer noch Terroristen in aller Welt Dschihad-Ideen und Haß auf andere Religionen und Ethnien einflößen.

Erfahrung in Indonesien

Noch eine Geschichte – Entschuldigung, ich bin ein Geschichtenerzähler. Ich war Botschafter meines Landes in Indonesien, dem größten muslimischen Land der Welt – 235 Millionen Muslime in einem Land. Aber dieses Land besteht aus 17.000 Inseln, deshalb spricht man vom Malaiischen Archipel. Es ist keine Insel, sondern ein Archipel, eine riesige Zahl von Inseln.

Die Geschichte geht wie folgt – ich habe sie Senator Black schon während eines unserer Treffen erzählt: Bis zu meiner Ankunft in Djakarta war ich überrascht, daß jeden Freitag nach dem Gebet sich Tausende Mädchen und junge Frauen vor der saudischen Botschaft in Djakarta versammelten. Ich fragte den saudischen Botschafter: „Was geht da vor sich, Herr Botschafter? Warum versammeln sich alle diese Menschen vor ihrer Botschaft?“

Er antwortete: „Wissen Sie, Herr Botschafter, diese Menschen bereiten mir tatsächlich jeden Freitag Kopfschmerzen. Da versammeln sie alle diese schwangeren Frauen und rufen Slogans und fordern in ihrer lokalen Sprache ihre Rechte.“ Zunächst wußte ich nicht, was er meinte. Tatsächlich waren alle diese Frauen Opfer in der folgenden Weise: Es gibt saudische Geschäftsleute und Geistliche, die für kurze Zeit für Geschäfte nach Indonesien kommen. Sie bleiben vielleicht 20 Tage, maximal einen Monat. Und weil sie so hochreligiös sind, brauchen sie unbedingt Sex mit Frauen. Wie können sie das anstellen? Sie gehen in die kleinen indonesischen Dörfer, wo die Menschen sehr arm sind – sehr arme, aber ehrliche Leute -, und sie heiraten Mädchen, die erst 12 oder 13 Jahre alt sind, und das Brautgeld sind nur hundert Dollar. Also geben sie dem Vater hundert Dollar und der Vater gibt ihnen das Mädchen, in dem Glauben, es sei etwas besonders Ehrenvolles, seine Tochter mit jemandem aus dem heiligen Land des Islam zu verheiraten.

Der Kerl benutzt das Mädchen zwei, drei Wochen lang, und vor der Rückfahrt läßt er sich wieder scheiden, weil er keinen Nutzen mehr von ihr hat.

Das Mädchen stellt dann fest, daß es schwanger ist. Nach neun Monaten bringt sie ein Kind zur Welt, aber das Kind hat keinen Vater. Es gibt keine Papiere, keine Identität, sie kann das Kind nicht melden. Jedes Jahr kommen Tausende junge Indonesierinnen in diese Lage.

Ich sprach mit dem Botschafter: „Sie sollten etwas tun. Das schadet ihrem Image.“ Er antwortete mir: „Wissen Sie, Baschar, ich habe an meiner Botschaft einen sogenannten Religionsattaché“ – einen Mann, der für religiöse Angelegenheiten zuständig ist, vergleichbar mit dem Wirtschaftsattaché, Kulturattaché, Militärattaché, dort haben sie auch einen „Religionsattaché“. „Und dieser Religionsattaché hat mehr Macht als ich!“ Das sagte er wörtlich. „Ich kann nichts machen. Ich bin der Botschafter, aber ich kann nichts gegen diesen Aderlaß tun.“ Das war 1999.

Zu dieser Zeit gab das saudische Regime 3 Mrd.$ aus, um in Indonesien wahhabitische Imame auszubilden. 3 Mrd.$ jährlich, um in den kleinen Dörfern indonesische wahhabitische Imame auszubilden. Das ist der Grund, warum es heute leider in Südwestasien genauso ISIS gibt wie im Nahen Osten. Sie haben es dort genauso. Sie verübten den Anschlag von Bali, Sie erinnern sich vielleicht, und die Anschlagserie auf die Fünf-Sterne-Hotels in Djakarta. Das sind die Saudis.

Ich bin selbst Muslim, und ich bin stolz, Muslim zu sein, aber mit diesem Dreck verbindet mich rein gar nichts.

Wir setzen einige Hoffnungen in das Gesetz, das gestern im Repräsentantenhaus beschlossen wurde und vorher schon im Senat beschlossen wurde, das es den Angehörigen der Opfer des 11. September erlaubt, das Königshaus zu verklagen – „saudisches Königshaus“ wie in „Saudi-Arabien“. [Lachen.] Vor amerikanischen Gerichten. Sie kennen dieses Königshaus und wissen, was es in den Hotels in Kalifornien und New York anstellt.

Wir hoffen, daß das ein Kurswechsel in der amerikanischen Außenpolitik sein wird, in Bezug auf den Kampf gegen den internationalen Terrorismus und die Rechenschaft der Verantwortlichen. Darüber hinaus geht dieser Terrorkrieg gegen Syrien mit einer Politik westlicher Staaten einher, allen voran der US-Regierung und Britannien, die ständig das Völkerrecht und die Charta der Vereinten Nationen verletzen, indem sie den Souverän des Landes mißachten und gegen den Willen und die Interessen des syrischen Volkes handeln.

Senator Black hat dieses Thema zur Genüge dargelegt, ich möchte nur noch folgendes hinzufügen: Seit Beginn der syrischen Krise, 2011, hat der Sicherheitsrat 16 Resolutionen zu Syrien unterstützt und angenommen. Alle diese Resolutionen beginnen im ersten Absatz der Präambel mit diesem Satz: „Der Sicherheitsrat bekräftigt erneut die syrische Souveränität, die territoriale Einheit Syriens, die politische Unabhängigkeit Syriens, das Prinzip der Nichteinmischung in die inneren Angelegenheiten Syriens…“ Alle diese wunderschön klingenden Worte stehen im ersten Absatz jeder einzelnen Resolution! Und wer verletzt diese heiligen Prinzipien? Dieselben, die für die Resolution stimmen! Dieselben einflußreichen Leute im Sicherheitsrat sind diejenigen, die diese schönen Formulierungen mit Füßen treten.

Dubiose Machenschaften um Chemiewaffen

Noch eine Geschichte. Ich erzähle in meinen Treffen immer Geschichten. Einmal, in Genf, als ich bei den innersyrischen Gesprächen mit dem Sondergesandten de Mistura die syrische Delegation leitete, nannte er mich einen Geschichtenerzähler. Diese Geschichte geht wie folgt – und sie ist sehr, sehr wichtig.

Ich werde sie chronologisch erzählen, damit sie die Botschaft verstehen. Es war im Oktober 2012, also fünf Monate vor irgendwelchen Giftgaseinsätzen in Syrien. Der erste Giftgasangriff fand im März 2013 in Khan al-Assal statt, einer kleinen Vorstadt von Aleppo. Ich spreche also vom Oktober 2012, fünf Monate vor dem ersten Chemieangriff in Khan al-Assal bei Aleppo: Einige von denen, die gewöhnlich „Aktivisten der syrischen Opposition“ genannt werden, gründeten und richteten in der Türkei ein Büro ein, das nannten sie „Büro zur Dokumentation des Einsatzes chemischer Waffen“. Dieses Büro erfanden sie und richteten es ein, fünf Monate, bevor es in Syrien irgend etwas im Zusammenhang mit Chemiewaffen gab. Und plötzlich gab die OPCW, die Organisation für das Verbot chemischer Waffen, die ihren Sitz in Den Haag in den Niederlanden hat, diesem Nichtregierungszentrum eine beratende Funktion zur OPCW. Sie ließen das Zentrum, das Büro einer Nichtregierungsorganisation, als beratendes Gremium der OPCW in Chemiefragen zu.

Wir verstanden nicht, warum die das taten, denn wir rechneten nicht damit, daß fünf Monate später so etwas passieren würde. Fünf Monate später griffen sie Khan al-Assal in Aleppo mit Giftgas an und töteten dabei 18 syrische Soldaten. CNN verlor natürlich kein Wort darüber. Aber 18 syrische Soldaten erstickten bei diesem Angriff.

Al-Dschasira, der Sender aus Katar, verbreitete sofort das Gerücht, die syrische Armee hätte Giftgas eingesetzt. Die syrische Armee hätte sich selbst mit Giftgas angegriffen und 18 ihrer Soldaten vergiftet.

Gleichzeitig fand eine Reihe ähnlicher Angriffe in Syrien statt. Ich habe die Namen der Orte; sie werden Ihnen nichts sagen, deshalb will ich hier nicht in die Details gehen. Carla del Ponte, die Dame aus der Schweiz, die Mitglied der Unabhängigen Untersuchungskommission der Vereinten Nationen zu Syrien war, sagte, es seien die bewaffneten Oppositionsgruppen gewesen, die in dem Angriff auf die Stadt Khan al-Assal in Aleppo die Chemiewaffen einsetzten. Das hat diese Dame gesagt, und sie wurde sofort entlassen.

Dann kommen wir zur Geschichte der „roten Linie“ – Präsident Obamas rote Linie.

Es war so, daß ich nach dem Angriff auf Khan al-Assal noch am selben Tag Instruktionen dazu erhielt, und acht Stunden nach dem Vorfall suchte ich das Büro des Generalsekretärs der Vereinten Nationen Ban Ki-Moon auf. Ich bat ihn darum, der syrischen Regierung dabei zu helfen, a) zu verifizieren, ob in Khan Al-Assal tatsächlich chemische Waffen eingesetzt wurden oder nicht, und b) die Täter zu identifizieren. Darum habe ich Ban Ki-Moon an dem Tag ersucht.

Der Mann war sehr höflich, Sie kennen ihn. Er bat mich um etwas Zeit, um mit den „Guten“ im Sicherheitsrat Rücksprache zu halten. Er besprach sich mit den Guten und kam zwei oder drei Stunden später zurück, um mir folgendes zu sagen: „Herr Botschafter, sagen Sie Ihrer Regierung, daß ich Ihrem Land bei einer Verifizierung helfen werde, um zu beweisen, ob in Aleppo chemische Waffen eingesetzt wurden oder nicht. Aber ich kann Ihnen leider nicht dabei helfen, die Täter zu identifizieren.“

Er wußte vom ersten Tag an, wer es gewesen war. Aber sie wollten die Identität der Täter nicht offenlegen.

Wir sagten: „Ja, wissen Sie was, Herr Generalsekretär, helfen sie uns dabei, zu verifizieren, ob Chemiewaffen eingesetzt wurden oder nicht.“ Er brauchte vier Monate und elf Tage, um uns ein Ermittlerteam zu schicken, geleitet von einem bekannten schwedischen Wissenschaftler namens Dr. Sellström. Er und der Sicherheitsrat brauchten ganze vier Monate und elf Tage, um ein Team zu entsenden, das untersuchen sollte, ob in Aleppo Chemiewaffen eingesetzt wurden. Sie wissen, daß solche Waffen verdunsten. Nach ein paar Tagen kann man sie nicht mehr nachweisen, sie sind weg.

Noch wichtiger, nach vier Monaten und elf Tagen war Dr. Sellström in Damaskus, und Präsident Obama hielt seine Rede, in der er die „rote Linie“ zog, am 20. August. Dr. Sellström war genau zu der Zeit in Damaskus, auf dem Weg nach Aleppo, um zu untersuchen, was in Khan al-Assal geschehen war. Er stand noch vor dem Eingang zum Hotel in Damaskus und wollte gerade in seinen Wagen steigen. Da hörten wir plötzlich von einem anderen Chemieangriff in Vororten von Damaskus. Zufällig geschieht plötzlich genau in dem Augenblick ein anderer Chemieangriff in Vororten von Damaskus! Das diente dazu, die Aufmerksamkeit von Khan al-Assal auf einen anderen Ort abzulenken. Denn anfangs wollte niemand überhaupt untersuchen, was in Khan al-Assal geschehen war. Und die beste Möglichkeit, die Aufmerksamkeit abzulenken, bestand darin, an einem anderen Ort Aufmerksamkeit zu erregen!

Und wer hat das getan? Lesen Sie dazu zwei sehr bedeutende französische Journalisten, Georges Malrunot und Christian Chesnot, die ein wichtiges Buch über das Thema geschrieben haben, es heißt „Auf der Straße nach Damaskus: Wie der Elysee-Palast Chemiewaffenberichte manipulierte“. In diesem Buch erklären sie, hinter diesem Angriff habe der französische Außenminister Laurent Fabius gesteckt. Es ist ein französisches Buch, aber CNN wird nie darüber sprechen, es nie erwähnen. Sie werden in den Mainstream-Medien niemals etwas über diese Dinge hören, weil sie bestätigen würden, daß unsere Aussagen zutreffend sind.

Und ist es nicht ein Paradox, daß Obama am 20. August diese Warnung ausspricht und seine rote Linie zieht, und dann finden zufällig einen Tag später, am 21., Giftgasangriffe in den Vororten von Damaskus statt? Als würde jemand sagen: „Herr Präsident, jetzt haben sie die Linie überschritten. Sie müssen sie bestrafen. Sie müssen Präsident Assad töten! So wie Ihr Vorgänger Saddam Hussein getötet hat.“ Ist das nicht seltsam? Würde die syrische Regierung Chemiewaffen einsetzen, während Dr. Sellström in Damaskus ist? Was denken Sie?

Ich bedaure, vielleicht habe ich zu lang geredet. Ich werde zusammenfassen: Ich hatte Ihnen gesagt, ich könnte stundenlang darüber sprechen… [Lachen, Applaus.] Ich danke Ihnen allen wirklich sehr dafür, mir diese Gelegenheit gegeben zu haben, einige Inneneinsichten mit Ihnen zu teilen, über Dinge, von denen Sie noch nie gehört hatten.

Ich versuche, als Botschafter meines Landes mein Bestes zu geben, um diese Informationen den Medien mitzuteilen, die bei den Vereinten Nationen akkreditiert sind. Aber wissen Sie was? Jedesmal, wenn ich in den Räumen neben dem Sicherheitsrat das Wort ergreife, wo gewöhnlich zwischen 50 und 100 Reporter aus der ganzen Welt stehen, die als Journalisten und Reporter bei der UNO akkreditiert sind – sobald ich anfange zu reden, verschwinden 50 davon sofort. [Lachen.] Denn sie wollen nicht zuhören und sie wollen nicht darüber berichten. Das Entscheidende für sie ist: Wenn sie zuhören würden, dann wären sie mehr oder weniger verpflichtet, zu berichten. Deshalb ist die beste Methode, die Berichterstattung zu vermeiden, es zu boykottieren und gar nicht da zu sein.

Ich sage das, weil viel zuviel Leute, zu viele Botschafter bei den Vereinten Nationen zu mir kommen und sagen: „Wissen Sie, Baschar, Sie haben Recht. Ihre Regierung hat Recht. Wir kennen die Wahrheit, aber wir dürfen sie nicht sagen. Sie können es, Gott segne Sie, aber wir dürfen sie nicht sagen.“

Die Maske ist also gefallen. Die Wahrheit ist da. Wenn Sie ein wenig graben, werden Sie auf Skandale stoßen, die hier bei den Vereinten Nationen stattfinden. Das ist kein Ort, um Frieden und Sicherheit aufrechtzuerhalten, es ist ein Ort, um Frieden und Sicherheit zu zertrümmern, um Gesellschaften zu destabilisieren. Es ist leicht, sehr leicht, bei den Vereinten Nationen ein Land zu vernichten.

Ich danke Ihnen vielmals. Ich hätte noch viel zu sagen, aber aus Respekt vor dem Publikum möchte ich schließen und Ihnen danken. [Applaus.]

Erlauben Sie mir noch einmal, der LaRouche-Stiftung zu danken, meinen alten Freunden in New York. Sie machen ihre Sache großartig! Ebenso natürlich dem Schiller-Institut und diesem wunderbaren Publikum. Ich bin Ihnen dankbar. Es tut mir leid, wenn ich überzogen habe. Gott segne Sie.

Erschienen bei www.schiller-institut.de

US-Tarnkappen-Drohne von der iranischen Grenze weggescheucht (Keshe)

Bild oben: Die große Blamage – eine R-170 wird vom Iran vorgeführt. – Bildquelle: FarsNews Schon lange können sich die […]

Bild oben: Die große Blamage – eine R-170 wird vom Iran vorgeführt. – Bildquelle: FarsNews

Schon lange können sich die Amis nicht mehr aufführen, als gehörte die gesamte Welt ihnen. God’s Own Country kann nicht einmal mehr über dem iranischen Luftraum spionieren. In Deutschland allerdings haben sie kein Problem. Dort sitzen die Drohnen in der Regierung. Noch.

Zum Thema:

Der Kommandeur der Luftabwehrbasis Khatam ol-Anbia Brigadegeneral Farzad Esmayeeli gab bekannt, dass eine US-Tarnkappendrohne gewarnt wurde, von den Grenzen des Landes Distanz zu halten.

Commander of Khatam ol-Anbia Air Defense Base Brigadier General Farzad Esmayeeli

Der Kommandeur der LuftabwehrbasisKhatam ol-Anbia Brigadegeneral FarzadEsmayeeli

“In den letzten paar Tagen warnten unsere Streitkräfte auf der Luftabwehrbasis Khatam ol-Anbia eine US-Tarnkappen-Spionagedrohne vom Typ U-2, welche den iranischen Luftraum zu verletzen versuchte, so dass sie ihre Richtung ändern mußte”, sagte der General am Samstag (24.09.2016) bei einer Zusammenkunft in Teheran.

Der General sagte ohne diplomatische Umschweife, dass sogar europäische Regierungsmitglieder die Erlaubnis einzuholen hätten, wenn sie iranischen Luftraum überfliegen würden.

Im Jahre 2014 gab der damalige Kommandeur der Luftabwehrbasis Khatam ol-Anbia – Brigadegeneral Alireza Sabahifard – bekannt, dass das intelligente iranische Radarsystem in der Lage wäre, die Tarnkappen-Drohnen der USAzu erfassen.

Bereits im August 2016 wurde eine U-2 von der Luftabwehrbasis verscheucht, als sie sich von der afghanischen Grenze her annäherte. Die Drohne hob von der US-Basis in Kandahar ab und näherte sich auf 20 Kilometer der iranischen Grenze, als sie gewarnt wurde.

Der Iran hat viele US-Drohen zu Boden gebracht und immer versucht, sie unmittelbar danach zu rekonstruieren. So entstand die iranische Version der RQ-170, die von den iranischen Revolutionsgarden (IRGC) mit der Fähigkeit ausgestattet wurde, Bomben zu transportieren.

Im Oktober 2013 gab der Kommandeur der Luftwaffe der Revolutionsgarden bekannt, das der Iran 35 Jahre Entwicklungszeit für den Bau von Drohnen durch die Rekonstruktion von US-Drohnen aufgeholt hätte.

Wer es glaubt, wird selig. Wieso können die Iraner eine “State of the Art”-Tarnkappendrohne der USA “sehen”? Wieso können die Iraner die modernste US-Drohne unbeschädigt zur Landung zwingen? Und wieso sollten die Iraner etwas nachbauen, was sie selbst bewiesenermaßen als Müll entlarvt haben?

Mehran T. Keshe sagt etwas anderes.


Quelle

Bio schlägt konventionell

von Kategorien in utopia.de

Studie: Bio-Anbau besser als konventionellerFoto: CC0 Public Domain / Unsplash

Zu teuer und zu wenig Erträge – so lauten die größten Kritikpunkte an biologischer Landwirtschaft. Eine neue Studie zeigt jedoch, dass der Ökolandbau das Potenzial hat, eine große Rolle in der Welternährung zu spielen.

„Bevor wir wieder zur ökologischen Landwirtschaft zurückkehren können, müssen wir zuerst entscheiden, welche 50 Millionen Amerikaner wir verhungern lassen wollen.“ Gesagt hat dies ein Mann mit dem wohlklingenden Namen Earl Butz. Mr. Butz war von 1971 an für fünf Jahre der US-amerikanische Landwirtschaftsminister und, wie leicht zu erkennen ist, ein Verfechter der konventionellen Landwirtschaft. Sein Satz bringt auf polemische Weise die zentrale Kritik an Ökolandbau auf den Punkt – den angeblich viel zu geringen Ertrag.

Ein Irrglaube – zumindest wenn man einer Meta-Analyse von Forschern der Washington State University Glauben schenken möchte. Für ihre Arbeit werteten die Wissenschaftler zahlreiche internationale Studien der vergangenen 40 Jahre aus. Ihr Fazit: Der Ökolandbau liefert zwar geringere Erträge, jedoch nicht in dem Maße, wie ihm immer vorgeworfen wird. Zudem schneide er bei trockenen Bedingungen – durch den fortschreitenden Klimawandel immer weiter verbreitet – deutlich besser ab, als die konventionelle Konkurrenz, da die ökologisch bewirtschafteten Böden Wasser besser speichern könnten.

Eng mit dem Ertrag verbunden ist der wirtschaftliche Aspekt der Landwirtschaft. Nur was rentabel ist, finde nach Ansicht der Forscher Anwendung. Hier zeigen die Studien, dass die Verbraucher bereit sind, höhere Preise für biologisch produzierte Waren zu zahlen – und dies in so hohem Maß, dass die geringeren Erträge für die Landwirte kompensiert werden können.

Warum der Ökolandbau auch in punkto Umweltfreundlichkeit und soziales Wohlergehen überlegen ist: Weiterlesen bei enorm.de

ENORM Kennenlern-Angebot

enorm ist das Magazin für den gesellschaftlichen Wandel. Es will Mut machen und unter dem Claim „Zukunft fängt bei Dir an“ zeigen, mit welchen kleinen Veränderungen jeder Einzelne einen Beitrag leisten kann. Dazu stellt enorm inspirierende Macher und ihre Ideen sowie Unternehmen und Projekte vor, die das Leben und Arbeiten zukunftsfähiger und nachhaltiger gestalten. Konstruktiv, intelligent und lösungsorientiert.

Weiterlesen auf Utopia.de:

Das Megabusiness – Der Preis der Containerschifffahrt – WELTjournal

Mehr als 90 Prozent aller Waren in westlichen Industrieländern kommen mit Containerfrachtschiffen aus anderen Teilen der Welt. Frachtschifffahrt ist ein Megabusiness mit Milliardenumsätzen und spielt eine Schlüsselrolle für unsere Wirtschaft und unseren modernen Lebensstil – auf Kosten der Umwelt und der Menschen in den Billiglohnländern.

Das „WELTjournal+“ zeigt in einer packenden Reportage die dunklen Seiten der Containerschifffahrt auf: 60.000 Riesenfrachter sind auf den Weltmeeren unterwegs. Viele fahren unter Flaggen von Drittländern, beschäftigen Matrosen zu Hungerlöhnen, machen Milliardengewinne und zahlen so gut wie keine Steuern. Die größten Frachter stoßen so viel Schwefeloxid aus wie 50 Millionen Autos. Die Krebsrate in der Nähe großer Häfen ist signifikant erhöht.

Mi, 07.09.2016

Quelle: ORF TVtehk

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