Putin bei Treffen mit Kurz: „Soll man das unendlich dulden? – Nein“

Russlands Präsident Wladimir Putin hat bei seinem heutigen Treffen mit dem österreichischen Bundeskanzler Sebastian Kurz in Moskau die jüngsten heftigen Angriffe von Extremisten aus Ost-Ghuta auf die syrische Hauptstadt Damaskus thematisiert.

Terroristen aus Ost-Ghuta würden Damaskus zwischen 50 und 80 Mal täglich beschießen, sagte Putin. Auch die russische Botschaft stünde unter Beschuss. Russlands Geduld sei nicht unendlich.

„Leider befinden sich in Ost-Ghuta noch viele extremistische Gruppierungen, Vertreter einer ganzen Reihe der Terrororganisationen, die auf der entsprechenden UN-Liste aufscheinen“, sagte Putin zu Kurz.Die entsprechende Resolution des UN-Sicherheitsrates schreibe vor, den Kampf gegen diese Organisationenfortzusetzen.

„Aus diesen Gebieten gibt es ständig Beschuss“, sagte Putin. An einigen Tagen gebe es  bis zu 80 Raketen- und Minen-Angriffe. Die Minen würden sogar auf das Territorium der russischen Botschaft und der Handelsvertretung niederschlagen, so Putin.

„Soll man das wohl unendlich dulden? Natürlich, nein“, so der russische Präsident.

Lage in Ost-Ghouta
© AFP 2018/ ABDULMONAM EASSA

Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen hatte am Samstag die Resolution 2401 verabschiedet, die die Konfliktseiten auffordert, „unverzüglich die Zusammenstöße einzustellen“ und eine humanitäre Pause für einen Zeitraum von mindestens 30 aufeinanderfolgenden Tagen auf dem gesamten Territorium Syriens zu gewährleisten, um humanitären Helfern Zugang zu belagerten Gebieten zu verschaffen und UN-Helfern sowie deren Partnern zu ermöglichen, Schwerkranke und Verletzte in Sicherheit zu bringen.Am Montag verkündete Russland eine tägliche Feuerpause in Ost-Ghuta von 9 bis 14 Uhr Ortszeit. Am 27. Februar um neun Uhr morgens wurde ein Fluchtkorridor für die Zivilisten geöffnet. In dieser Zeit stellten die syrischen Regierungstruppen den Beschuss ein. Jedoch konnte kein einzelner Zivilist nach russischen Angaben wegen eines intensiven Feuers der Terroristen die Gegend verlassen.

Quelle und mehr . . . de.sputniknews.com

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