„Wir sind Merkels Gäste“ – Asylanten verweigern Arbeitsaufname!

In Sachsen haben Schutzbedürftige städtische Billigjobs mit der Aussage quittiert, als Eingeladene müssten sie nicht arbeiten – schon gar nicht für einen Euro die Stunde. In NRW ließ ein Senegalese eine Bäckerausbildung sausen, weil seine Kumpels aus der Unterkunft schließlich auch nicht schufteten.

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Deutschland erwartet ein deutliches Plus an Arbeitslosen, gaben Schnelldenker des Bundes zu Wochenbeginn bekannt. Angesichts der vielen Flüchtilanten könne sich die Arbeitslosigkeit bis 2020 auf durchschnittlich 3,1 Millionen erhöhen. Dabei nicht berücksichtigt werden bekanntlich Arbeitslose, die krank sind, in einem Ein-Euro-Sklavenjob stecken oder in Weiterbildungen geparkt werden – von zig Aufstockern im Billiglohnsektor ganz zu schweigen.

Auf die schöne deutsche Arbeitswelt sind kürzlich eingereiste Facharbeiter aus Übersee nicht vorbereitet gewesen. Im sächsischen Waldenburg haben Asylbewerber nun eine Beschäftigungsmaßnahme (20 Wochenstunden je 1,05 €) nach einer Woche für beendet erklärt. Die Tätigkeit hatte der Bürgermeister Bernd Pohlers (Freie Wähler) beantragt, um „Langeweile entgegenzuwirken und die Akzeptanz in der Bevölkerung zu erhöhen“. (1)

In der Juniausgabe des lokalen Stadtboten schreibt Pohlers unter der Titelzeile „Neues von den Asylbewerbern“: „In der 1. Woche lief die Maßnahme gut an. Durch die Mitarbeiter des Bauhofes wurden die Personen (…) abgeholt und an die jeweiligen Arbeitsplätze und nach Beendigung der Arbeit wieder nach Hause gebracht. Später wurde dann von den genannten Personen argumentiert, dass sie Gäste von Frau Merkel sind und Gäste ja nicht arbeiten müssten.“

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Wo sie Recht haben, haben sie Recht. Waldenburgs Neu-Deutsche sind einfach auf Zack. Pohlers berichtet: „Weiterhin wurde die Meinung vertreten, dass es in Deutschland einen Mindestlohn (8,50 €) gibt und dieser dann auch von der Stadt Waldenburg zu zahlen ist!“ Ein anberaumter Gesprächstermin mit Dolmetscher zwischen den Asylanten, der Stadt und der Diakonie konnte die Wogen nicht glätten, „so dass die Stadt am 31.05.2016 gegenüber dem Landkreis Zwickau (Sozialamt, Sachgebiet Asyl) den Abbruch der Arbeitsgelegenheiten für Asylbewerber erklärt hat.“

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Pohlers zeigt sich über die Entwicklung „persönlich enttäuscht und in gewisser Weise traurig“, denn die „Verwaltung, die Mitarbeiter des Bauhofes und des Diakoniewerkes haben viel Zeit geopfert, sich viel Mühe gegeben, um unser Möglichstes für eine gelingende Integration zu tun“. Eigens angefertigte Arbeitskleidung im Wert von insgesamt 700 Euro bleibt nun ungenutzt liegen (2) – zumindest bis das örtliche Jobcenter einen Nicht-Flüchtling zu der Beschäftigung verdonnert, für den die Arbeitsverweigerung weit weniger glimpflich enden dürfte. Einen Streik wie „Merkels Gäste“ hätte Deutschland mal zu Beginn der Agenda 2010 hinlegen sollen.

Keinen Ein-Euro-Job, sondern eine anständige Ausbildung zum Bäcker ließ hingegen ein junger Senegalese kürzlich sausen. Nach fünfmonatigem Kampf mit der Bürokratie, so berichtet es das Bäckerehepaar Jansen aus dem nordrhein-westfälischen Haldern, hatte man ihn letztes Jahr endlich in einer Erstqualifizierungsmaßnahme unterbringen können. Die wäre am 31. Juli dieses Jahres geendet und in ein Ausbildungsverhältnis übergegangen. Doch kurz vor Monatswechsel hatte sich der Bursche die Karriere als Frühaufsteher noch einmal durch den Kopf gehen lassen: „Der Tenor lautete, ‘Die anderen arbeiteten nicht, warum sollte er dann arbeiten?’“, so Jansen, laut Westfälischer Allgemeiner Zeitung. (3)

Der Bäckermeister habe versucht, seinem Wunsch-Azubi einzubläuen, dass die Ausbildung sich langfristig lohne und seine Perspektiven in vielerlei Hinsicht verbessere. Doch weder er noch die Fallbetreuerin hätten den Überflieger überzeugen können. Mit den Worten „Geld? Geld brauche ich nicht“, habe er seine Schürze schließlich an den Nagel gehängt.

Quelle: Compact und Junge Freiheit

(1) http://www.waldenburg.de/pdf/1/sb2016_06.pdf?1467363548
(2) http://www.freiepresse.de/LOKALES/ZWICKAU/GLAUCHAU/Waldenburger-Asylbewerber-geben-Ein-Euro-Jobs-auf-artikel9536696.php
(3) http://www.derwesten.de/staedte/emmerich/fluechtling-aus-rees-gab-einen-hart-erkaempften-job-auf-id12067205.html

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