Russland lacht den schwachen Westen aus!

Der russische Außenminister redet auf der Münchner Sicherheitskonferenz Klartext und mancher Beobachter bekommt ein flaues Gefühl.

Russlands Außenminister Sergeij Lawrow. (Kleinschmidt / MSC / Wikicommons / CC BY-SA 3.0)
Russlands Außenminister Sergeij Lawrow. (Kleinschmidt / MSC / Wikicommons / CC BY-SA 3.0)

Blasting.News hatte es thematisiert, jetzt spricht es der russische Außenminister aus:
Wir erleben das Ende des Westens. Der berühmte Satz vom „Untergang des Abendlandes“ vollzieht sich im Zeitraffer vor den staunenden Augen der Weltöffentlichkeit. Die Gründe sind hausgemacht. Ein Zuviel an Globalisierung, Verlust staatlicher Souveränität (EU), eine ideologische Währungspolitik (Euro), der Zerfall von konstitutiven Elementen der Staatlichkeit (Wegfall von Grenzen, Ablehnung der Idee der Nation) sowie eine Gesellschaftspolitik, die zwar die Eliten beglückt, aber die Menschen in der Fläche verunsichert zurücklässt. Hinzu kommt eine Generation junger Menschen, sozialisiert in den „Goldenen Neunzigern“, die eine Welt der realen Gefahren gar nicht mehr kennt und obendrein völlig unfähig wäre, das Vaterland mit der Waffe in der Hand zu verteidigen. Schlimmer ist jedoch, dass die junge Generation im Westen mehrheitlich von linksgrünen Lehrern „gebildet“ und ideologisch weltfremd aufgeladen wird. Hinzu kommt eine Weigerung zur bevölkerungserhaltenden Reproduktion, trotz aller Fördermaßnahmen für Familien – und eine Invasion kulturell fremder Illegaler, die euphemistisch „Kriegsflüchtlinge“ genannt werden, was sie zum guten Teil gar nicht sind. Wenn Sergeij Lawrow also auf der Münchner Sicherheitskonferenz von einer „post-westlichen Weltordnung“ spricht, dann ist das zwar nicht schön, aber eine treffende Analyse angesichts eines verweichlichten und sich selbst hassenden Westens, der alles dafür tut, sich selbst zu zerlegen.

Was wird folgen?

Geht es nach Lawrow wolle #Russland eine „neue Weltordnung“, in der jede Nation nur ihrer „eigenen Souveränität“ verpflichtet ist. Dahinter versteckt sich Putins Traum des Endes von NATO sowie EU, der Einverleibung Westeuropas in den russischen Einflussbereich und das Zurückdrängen der #USA auf den amerikanischen Kontinent. Dahinter wiederum steht die etwas krude „eurasische Idee“ des Putin-Flüsterers Alexander Dugin.

Das bedeutet Krieg!

Ganz offen sagte Lawrow, der Westen solle weniger zu melden haben. Was der hochgebildete Karrierediplomat verschweigt, ist die Tatsache, dass sich hinter dieser Agenda nicht nur „eurasische“ Fantasien verbergen – er propagiert im Auftrag Putins ein Weltbild, das man in der Politikforschung „realistische Denkschule“ nennt: jeder ist des anderen Wolf und am Ende gewinnt der Stärkste. Bislang lebte die Welt seit 1945 in einer internationalistischen Denkwelt, die auf Bündnisse, Verflechtung, Angleichung und Interessenausgleich setzte. Politologen gehen davon aus, dass eine Welt, die nach dem Bild der „realistischen Denkschule“ geprägt ist, die größten Gefahren für Krieg und Gewalt birgt. Schlimmer als alles, was wir bisher seit 1945 gesehen haben.

Die USA auf Abwegen?

Unter Präsident Trump kann dieses Szenario dennoch Wirklichkeit werden, weil er im Kern das russische Weltbild teilt. Den USA bietet Lawrow deshalb auch nicht aus purer Nettigkeit bessere Beziehungen an. Der Kreml strebe ein „pragmatisches“ Verhältnis zu Amerika an. Entscheidend sei ein gegenseitiger Respekt. Im Grunde sagt er damit, man könne sich mit den USA arrangieren, wenn diese Russland als Partner auf Augenhöhe (oder darüber?) akzeptierten. Das ist lupenreine Machtpolitik und deshalb verstörend, weil der russische Außenminister den wichtigsten Player auf der Weltbühne dabei außen vor lässt: die Volksrepublik #china.

Die wahre Weltmacht?

Vor lauter Fixierung aufeinander vergessen die USA und Russland, dass sie nicht alleine auf der Welt sind. Russland mag zwar auf der Landkarte riesig sein, doch ist es gegenüber China eher ein Zwerg. Russland hat Öl und Gas bei 140 Millionen Einwohnern (viele davon keine Russen), China ist die Werkbank der Welt und zählt 1,3 Milliarden Köpfe. Die USA und vor allem Russland täten also gut daran, ihre lächerlichen Rangeleien zu beenden und gemeinsam mit China die Welt im Lot zu halten. Denn wenn man auch an vielem vorbeiregieren kann – an der Volksrepublik China nicht.

Quelle und weiterlesen . . .

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