Das Trump-Regime: Entstanden aus einem Krieg im Tiefen Staat

Präsident führt keinen Krieg gegen das Establishment: Er führt einen Krieg, um das Estabishment vor sich selbst und den Rest […]

Präsident führt keinen Krieg gegen das Establishment: Er führt einen Krieg, um das Estabishment vor sich selbst und den Rest von uns zu schützen.

von  Nafeez Ahmed – Übersetzung von politaia.org

Beim ersten Hinsehen ist es nicht offensichtlich. Als eine der ersten Aktionen nach Amtsantritt legte Trump sein Veto gegen das TTP (Trans Pacific Partnership) ein, dieses kontroverse Handelsabkommen, von dem Kritiker behaupten, dass es zu Jobverlusten führe und den transantionalen Firmen riesige Macht über die Nationalstaaten in den Bereichen Gesundheit, Erziehung und anderen Bereichen verschaffe.

Trump plant weiterhin, das TTIP (Transatlantic Trade and Investment Partnership) zwischen der EU und den USA zu verwerfen, welches wichtige staatliche Regelungen hinsichtlich der Aktivitäten von transnationalen Firmen im Bereich Nahrungssicherheit, Umwelt und Bankenwesen verwässert hätte; und Trump will das NAFTA neu verhandeln, was möglicherweise die Spannungen mit Kanada erhöhen könnte.

Trump scheint mit der Masse der Geheimdienste im Konflikt zu stehen und versucht aktiv, die Regierung zu restrukturieren, um die Gewaltenteilung einzuschränken und seine eigene Macht zu konsolidieren.

Sein Chefstratege Steve Bannon hat den Nationalen Sicherheitsrat (NSC) unter einer einseitigen präsidialen Autorität komplett restrukturiert. Während Bannon und sein Stabschef Richard ‘Reince’ Priebus nun einen permanenten Sitz im Führungsausschuss des NSC einnehmen, ist der Direktor der Nationalen Geheimdienste und der Vorsitzende des Vereinigten Generalstabs von den Konferenzen ausgeschlossen, es sei denn, ihre Expertise würde solches erfordern. Der Minister für Energie und der US-Botschafter bei den Vereinten Nationen wurden vollkommen ausgegrenzt.

Trumps Weißes Haus hat fast den gesamten Führungsstab des Außenministeriums gesäubert und die Loyalität des Department of Homeland Security mit der neuen “Muslim ban”-Direktive auf die Probe gestellt.

Was geht also vor?  Ein Versuch, die Trump-Bewegung zu erklären, kommt von Jordan Greenhall; er schätzt sie als einen Aufstand der Konservativen (“Red Religion”) gegen das liberale (“Blue Church”) Globalisten -Establishment an:

Im Grunde führe Trump einen nationalistischen Coup gegen die neoliberale globalistische Konzernherrschaft an, indem er neue Taktiken der “kollektiven Geheimdienstarbeit” anwende, durch die er seine Gegner vom liberalen Establishment auszutricksen und zu überholen versuche.

Aber das ist allenfalls ein extrem eingeschränktes Bild. In Wirklichkeit hat Trump etwas sehr viel Gefährlicheres in die Wege geleitet: Das Trump-Regime operiert nicht außerhalb des Tiefen Staates, sondern mobilisiert Elemente innerhalb des Tiefen Staates, um eben denselben zu dominieren und für eine neue Aufgabe zu stärken.

Das Trump-Regime will nicht das Establishment stürzen, sondern es gegen eine wahrgenommene Gefahr eines größeren transnationalen “Tiefen Systems” wappnen.

Das Trump-Regime ist kein konservativer Aufstand gegen das liberale Estabishment, sondern ein Vorgang, um die gegenwärtige Krise ideologisch so zu konstruieren, dass sie wie ein konservativer-liberaler Kampf aussieht, wobei sie [die Trump-Bewegung] von einer besonders radikalisierten weißen Fraktion der globalen Ausbeuterklasse geführt wird.

Quellen:

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