Von Eliten-3

Quelle: dudeweblog.wordpress.com

Vor einem guten Vierteljahrhundert wurde von den damaligen „Eliten“ – und es sind genau dieselben „Eliten“, die uns heute traktieren – eine historische Chance vertan: die wohl einmalige Gelegenheit, einen „Kapitalismus mit menschlichem Antlitz“ zu erschaffen.
Wir können also ziemlich gewiß sagen, daß uns heute die unfähigsten „Eliten“ aller Zeiten vorgeben zu „führen“…
Luckyhans, 29.Januar 2017 (Artikel erstmals erscheinen vor fast 1 Jahr)

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Vorab:
unter „Eliten“ verstehe ich auf keinen Fall die Politiker-Darsteller – egal ob der BRvD oder der EU, die allesamt von Trilateraler Kommission, CFR und anderen Gremien gesteuert werden und uns hier das verkünden, was in VSA-“Denkpanzern“ (think tanks) ausgearbeitet worden ist, sondern darunter verstehe ich diejenigen, welche tatsächlich die Vorgaben für die Politik (auch die der VSA) machen, also die internationale Hochfinanz, die Inzis (Internationale Zionisten).

Inwieweit man da die „grauen Eminenzen“ der internationalen Politik, wie den weiland per internationalem Haftbefehl gesuchten Verbrecher Kissinger oder den Volksverhetzer Brzezinski zu den „Eliten“ hinzurechnen kann, ist „Geschmackssache“ – für mich gehören diese Leute der oberen „Umsetzungs-Ebene“ an, also auch nicht zu den „Bestimmern“.
Soweit zur Begriffsdefinition.
Wer wahrscheinlich hinter diesen „Eliten“ steht, darf sich jeder selbst erarbeiten

Aber nun zum Thema.
Erinnern wir uns bitte an das Ende der 80er Jahre des vergangenen Jahrhunderts.
Der sog. „real existierende Sozialismus“ (im Westen als „Kommunismus“ verschrien, was er aber auch im Selbstverständnis niemals war) hatte sich gerade einseitig aus dem Rüstungswettlauf und aus dem „Systemwettbewerb“ verabschiedet.

Und zwar nicht etwa, wie uns heute erzählt wird, weil er pleite gewesen wäreim Gegenteil – ich zitiere hier nochmals Andrej Fursow:
„… – ich erinnere daran, daß 1988/89 in der SU eine Gruppe VSA-Ökonomen unter Leitung des Nobelpreisträgers Wassili Leontyev tätig war, die feststellte, daß die SU Wirtschaftsprobleme hat – die hatte damals jeder, die VSA viel schwerere: im Oktober 1987 den Zusammenbruch des Fondsmarktes und einen Absurz des Dow Jones an einem Tag um 23% – also Probleme hatten alle
– ABER: Leontjew sagte, daß es in der SU-Wirtschaft
keine Probleme gäbe, welche ernsthafte Systemveränderungen erfordern würden, d.h. in der UdSSR gab es Ende der 80er Jahre keine Wirtschafts-Systemkrise!
– 1991 wurde das von Margaret Thatcher bestätigt, die in Houston im Erdölinstitut sagte: „Die SU stellte in den 80er Jahre keine militärische Bedrohung des Westens dar, denn der Westen hatte eine adäquate Antwort. Aber
eine wirtschaftliche Bedrohung war die SU eine ernsthafte, da die Planwirtschaft gekoppelt mit moralischer Stimulierung drohte, den Westen aus einem bedeutenden Teil des Weltmarktes zu verdrängen.“
– dementsprechend hätte der Westen entweder soziale „linke“ Reformen durchführen müssen, oder einen Weltkrieg beginnen …
– wie auch immer: Thatcher anerkannte, daß die SU in den 80er Jahren eine wirtschaftliche Bedrohung für den Westen darstellte, und das war ein Existenzproblem für die führenden Gruppen des Westens…“
Mehr dazu siehe hier.

Gorbatschow und Reagan hatten in Reykyavik epochale Vertragswerke über die Begrenzung der Strategischen Rüstungen unterzeichnet, es waren weitere Verhandlungen über die Begrenzung der konventionellen Rüstungen vereinbart (und auch abgeschlossen, wenn auch dann von den VSA nicht mehr ratifiziert), es wurde über Verträge zum „offenen Himmel“ diskutiert (bitte „Open Sky“ gockeln, funktioniert heute noch) und vieles andere mehr.
Alle Menschen atmeten auf, daß die Konfrontation der Systeme mit ihrem sinnlosen Wettrüsten („das Gleichgewicht des Schreckens“) zu Ende war und nun die Chance für Frieden und sozialen Fortschritt sich weltweit eröffnete.

Jeder normale denkende Mensch wartete auf die Friedensdividende, die sich aus dem Rückbau des hüben wie drüben total übergewichtigen Militärisch-Industriellen Komplexes (MIK) auf beiden Seiten zwangsläufig ergeben mußte. Die Länder der sog. „dritten Welt“ erwarteten einen Zustrom von „Entwicklungshilfe“ in nie gekanntem Ausmaß. Und vieles mehr.

Leider waren die über ihren vermeintlichenSieg im Kalten Krieg“ erfolgs-trunkenen damaligen „Eliten“ nicht in der Lage, diese Chance wahrzunehmen, obwohl alle dafür erforderlichen Informationen vorhanden waren.
Von mir stammt aus jener Zeit ein ausführlicher Aufsatz über die Struktur des MIK in der Sowjetunion in einem deutschen Informationsdienst der „Eliten“, der verdeutlichte, daß auch dieser MIK völlig hypertrophiert war und dringend eines geordneten Rückbaus bedurfte – den Gorbatschow bei seinem Umbau,der „Perestrojka“, einfach „vergessen“ hatte.
Zumal die Sowjetunion gerade dabei war, mit Hilfe von VSA-Geheimdienstoperationen auseinander gebrochen zu werden.

Im Westen war beispielsweise eine der größten Wehrtechnikfirmen, die Messerschmitt-Bölkow-Blohm GmbH (MBB), gerade aus dem Staatseigentum herausgekauft worden: vom Daimler-Benz-Konzern, der sich damals unter Edzard Reuter ebenfalls im Umbau zu einem Technologie-Konzern befand.
Beste Voraussetzungen also, die hirnrissigen „alten Grundsätze“ endlich über Bord zu werfen.

Und es gab solche Ansätze im wirklichen Leben.
Die Konversion der Wehrtechnik war damals in aller Munde und wurde mit der Umsetzung von militärischen High-Tech-Technologien in zivile Produkte vom Daimler-Konzern bei MBB ganz intensiv vorangetrieben.
Es wurden entsprechende Programme aufgelegt, Strukturen geschaffen, fähige Projektleiter mit den neuen Aufgaben betraut, der intensive Kontaktzum bisherigen „Gegner“, dem inzwischen russischen MIK, gesucht und gefunden – damals soeben noch (und heute wieder) als unmöglich erachtetegegenseitige Besuche von Fachleuten und Managern der Militärtechnik-Firmen beider Seiten fanden statt.

An eine internationale Konferenz über Abrüstung und Demilitarisierung(EROC), mit Delegationen aus den VSA und Rußland, geführt vonStellvertretenden Verteidigungs-Ministern beider Länder, in München im Jahre 1993 kann ich mich noch gut erinnern.
Auch die entsprechenden Mittel wurden beiderseits bereitgestellt, damit diese Arbeitsrichtungen sich entwickeln konnten.
Es wurden u.a. Gemeinschaftsunternehmen deutscher und russischer Wehrtechnikfirmen gegründet, welche die Entsorgung konventioneller Munition und chemischer Kampfstoffe zum Gegenstand hatten, und vieles andere mehr.

Zum großen Leidwesen der Völker ist zu sagen, daß diese zarten Pflänzchen einer völlig neuen Gemeinschaftsarbeit an den drängenden Problemen der damaligen Zeit sehr schnell zertreten wurden.
Die „sieges“trunkenen „Eliten“ des Westens meinten, daß der russische Bär nun zum Sauf- und Tanzbär geworden wäre – sie verwechselten das Benehmen des alkoholsüchtigen Halbjuden Jelzmann mit dem des russischen Volkes.

Dabei wäre es doch der richtige Moment gewesen, eine neue Art vonVölkergemeinschaft ins Leben zu rufen.
Dazu wäre es notwendig gewesen, auch im Westen mal innezuhalten, sich umzusehen und die tatsächlichen Ereignisse des Tages zu betrachten: die tiefe Krise der 80er Jahre, den Wegfall der Konfrontation, die überall zu spürende Bereitschaft, alle anstehenden Probleme aus neuer Sicht anzugehen.

Denn auch damals waren die Lehren von Silvio Gesell schon 7 Jahrzehnte bekannt, es war schon damals längst klar, daß bereits über die Hälfte der Bevölkerung vom Verteilungsstaat abhängig war, daß die immer weniger vorhandene menschliche Arbeit gleichmäßiger verteilt werden müßte, daßArbeit und Einkommen voneinander entkoppelt werden müßten, daß dieZinsen in der High-Tech-Nation Japan bereits bei Null angekommen waren (wo sie seitdem verharren) – daß also alles, was bisher als „gewohntes Bild“ der Gesellschaft bekannt war, schon an seine Grenzen stieß.

Kurzum: es wäre schon damals möglich gewesen, den Kapitalismus nicht zum Raubtierkapitalismus zurückzubilden, wie es in der Folgezeit bis heute geschehen ist, sondern zu einem Kapitalismus mit menschlichem Anlitzumzubauen – falls so etwas möglich ist, wäre damals dafür der historische Moment gewesen.
Zum Beispiel mit einer 30- oder 24-Stunden-Woche vorbildhaft den gewaltigen Zuwachs an Arbeitslosigkeit nach dem Anschluß der DDR abzufangen, mit einem bedingungslosen Grundeinkommen undwertgedecktem Geld die Arbeitswelt umzugestalten, daneben die (sowieso stets von der Zentralbank festgelegten) Zinsen aktiv (!) auf Null zu senken und damit vom Wachstumszwang und von der Konkurrenz weg und auf ganz natürliche Weise zu umfassender Kooperation und einer neuen Wirtschaftsform hin zu gelangen – alles das, was heute für jeden aufmerksamen Menschen offensichtlich geworden ist.

All dies war damals den Inzis der „Eliten“ bekannt, und daß dies nicht geschah, ist ausschließlich der Engstirnigkeit der damaligen (und das sind ja auch noch die heutigen) „Eliten“ zu verdanken, die nicht in der Lage waren, sich aus ihrem Gedankenghetto zu lösen und die von ihnen so selbstverständlich beanspruchte Führungsrolle in der Gesellschaft auch tatsächlich verantwortungsbewußt wahrzunehmen.

Darüber nachzudenken, inwieweit sie damit auch (ohne es zu wollen) ihrevollständige Abhängigkeit von „anderen Kräften“ im Hintergrundnachgewiesen haben, sei jedem Einzelnen selbst überlassen – ein „Zufall“ istdiese Haltung jedenfalls nicht gewesen.

Mit diesem verantwortungslosen Handeln haben die heutigen „Eliten“endgültig ihren Führungsanspruch verwirkt – was sie uns danach noch so „beschert“ haben, kann heute jeder anhand der brutalen Auswüchse des Raubtierkapitalismus selbst betrachten.

Wollen wir dafür noch „danke“ sagen, indem wir weiter „mitspielen“?

Nun ist es heute viel aufwendiger, aus dem jetzigen Zustand heraus die oben genannten Reformen durchzuführen, wie viele Reformer (Plan B und andere) vorschlagen, denn die Bedingungen und Umstände sowohl national wie international sind heute völlig andere und die heutigen „Eliten“ sind dazuweder gewillt noch in der Lage.

Aber auch die Menschen haben sich verändert. Denn es sind vielehintergründige Informationen inzwischen Allgemeingut geworden, die uns die Verlogenheit und den immanenten Betrug der auf der Herrschaft des Kapitals beruhenden Gesellschaft verdeutlicht haben: die Versklavung der Menschen, ihre Ersetzung durch „Personen“ und ihre dadurch erreichtevollständige Entrechtung und ungebremste Ausbeutung.

Daher mein Vorschlag, diesen unfähigsten „Eliten“ aller Zeiten ab sofortunsere Gefolgschaft zu verweigern und von unten her eine völlig neueGemeinschaft der Menschen aufzubauen.
Vorschläge dazu liegen in vielfältiger Weise auf dem Tisch – es ist nun an jedem von uns, daß jeder sich Stück für Stück, aber so schnell wie möglich, aus diesem Betrugssystem herauszieht und ganz pragmatisch sein eigenes tägliches Leben umgestaltet.
Denn ich bin sicher, daß kaum einer weiter so leben will wie bisher – zumal diese Option eh bald gar nicht mehr bestehen wird…

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2 Kommentare zu “Von Eliten-3”

  1. Du Penner hast keine Erlaubnis DWB-Artikel in Volltext zu übernehmen und wirst demnächst in einem öffentlichen Pranger landen. Falls ich Zeit finde, mach ich auch noch Deinen Klarnamen und Adresse ausfindig.

    Admin Dudeweblog

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