Der Krieg ist das lukrativste Geschäft des Kapitalismus“: Boliviens Präsident kritisiert Wirtschaftssystem

„Wenn wir uns vom kapitalistischen System befreien, dann werden wir uns auch von der Armut befreien“, sagte Boliviens Präsident Morales während einer Rede vor der Generalversammlung der Vereinten Nationen. Krieg sei das lukrativste Geschäft des Kapitalismus.

Boliviens Präsident Evo Morales

forderte andere Staatsoberhäupter am Freitag während einer Rede vor der Generalversammlung der Vereinten Nationen dazu auf, mehr für benachteiligte Bevölkerungsgruppen zu tun. Um dies zu erreichen, müssten zunächst die „beispiellosen Militärausgaben“ reduziert werden.

Der Krieg ist das lukrativste Geschäft des Kapitalismus

so Präsident Morales. Er warnte die wohlhabenden Länder zudem vor einer „Dämonisierung und Kriminalisierung von Führern der aufstrebenden Schwellenländer mit antikapitalistischen Grundsätzen.“ In seiner Rede kritisierte  Morales das aktuelle Weltwirtschaftssystem und forderte die internationale Gemeinschaft dazu auf, die wahren Ursachen von Armut näher zu betrachten.

„Wenn wir uns vom kapitalistischen System befreien, dann werden wir uns auch von der Armut befreien“, fügte er hinzu. Morales betonte auch die Bedeutung der Verstaatlichung von Unternehmen als eine Strategie, um größere wirtschaftliche Souveränität über die natürlichen Ressourcen zu schaffen.