Udo Jürgens – 5 Minuten vor 12 – Johann-Strauss-Orchester Frankfurt

Schon vor 34 Jahren hat Udo Jürgens davon gesungen, heute aktueller denn je!

Udo Jürgens, live mit dem Johann-Strauss-Orchester Frankfurt (Frankfurter Sinfoniker) unter Leitung von Günther Gräf, dem Orchester Pepe Lienhard und dem Studio Chor Frankfurt unter der Leitung von Alexander Muchin bei einem HR-Mittschnitt des Konzertes beim Hessentag 1998 in Erbach.

Text:

Und ich sah einen Wald,
wo man jetzt einen Flugplatz baut.
Ich sah‘ Regen wie Gift,
wo er hinfiel, da starb das Laub.
Und ich sah einen Zaun,
wo es früher nur Freiheit gab.
Ich sah‘ grauen Beton,
wo vor kurzem die Wiese lag.
Und ich sah einen Strand,
der ganz schwarz war von Öl und Teer.
Und ich sah eine Stadt,
in der zählte der Mensch nicht mehr.
Doch ich sah‘ auch ein Tal,
das voll blühender Bäume war,
einen einsamen See,
wie ein Spiegel so hell und klar.
Und ich sah auf die Uhr:
5 Minuten vor 12

Und ich sah‘ eine Frau,
die erfror fast vor Einsamkeit.
Und ich sah‘ auch ein Kind,
für das hatten sie niemals Zeit.
Und ich sah einen Mann,
der für Hoffnung und Frieden warb.
Und ich sah wie er dann,
dafür durch eine Kugel starb.
Doch ich sah auch den Freund,
der in schwerer Zeit zu mir stand.
Ich sah einen, der gab
einem Hilflosen seine Hand.
Und ich sah auf die Uhr:
5 Minuten vor 12.

Ich sah Haß in den Augen,
blindwütenden Glauben,
sah‘ die Liebe erfrieren,
sah‘ die Sieger verlieren,
sah‘ Bomben und Minen,
sah‘ Schieber verdienen,
sah‘ Klugschwätzer reden
und Fanatiker töten.
Doch ich sah‘ auch die Angst,
die so viele zur Einsicht bringt.
Jemand sagte zu mir,
daß die Zukunft grad‘ jetzt beginnt.
Und ich sah auf die Uhr:
5 Minuten vor 12.

Ich sah‘ auch die Angst,
die so viele zur Einsicht bringt.
Jemand sagte zu mir,
daß die Zukunft grad‘ jetzt beginnt.
Und ich sah auf die Uhr:
5 Minuten vor 12.

 

Italiens Polizeichef schlägt Grenzmauer zu Österreich vor

Quelle: www.epochtimes.de

Italien befürchtet eine steigende Flüchtlingsbewegung von Österreich nach Italien. Die Asylsuchenden würden vor allem wegen ihren Familienangehörigen nach Italien zurückkehren. Italiens Polizeichef will sich wappnen und schlägt vor eine Grenzmauer zu errichten.
Italiens Polizeichef Franco Gabrielli Foto: Tullio M. Puglia/Getty Images
Italiens Polizeichef Franco Gabrielli

Italiens Polizeichef Franco Gabrielli Foto: Tullio M. Puglia/Getty Images

Foto: Tullio M. Puglia/Getty Images

Italiens Polizeichef Franco Gabrielli zeigt sich besorgt über eine wachsende Flüchtlingsbewegung, die sich über den Brenner von Österreich nach Italien bewegt. Gabrielli will sich gegen diese Entwicklung wappnen und schlägt vor eine Grenzmauer zu errichten.

„Während lediglich einige Hunderte Migranten in Richtung Österreich unterwegs sind, treffen Tausende aus Österreich bei uns ein. Wir Italiener müssten eigentlich eine Mauer bauen“, sagte er der Zeitung „Il Messaggero“, berichtet OE24.

Demnach versuchten mehrheitlich pakistanische und afghanische Staatsbürger über Österreich und Slowenien nach Italien zu gelangen. Der Grund seien oftmals Familienangehörige die sich in Italien befänden. Auch versuchten die Flüchtlinge in die Schweiz oder nach Frankreich weiterzureisen. Zuletzt war die Anzahl der Asylsuchenden, die etwa über Kärnten nach Italien einreisten, nach Behördenangaben jedoch gesunken, so das Blatt.

Für Italien sei es auch ein Problem, dass die Migranten an der Schweizer Grenze zurückgewiesen werden. Auch in der italienischen Kleinstadt Ventimiglia an der französischen Grenze gibt es Probleme. Vor einigen Tagen hatten dort rund 150 Asylsuchende die Grenze überrannt um illegal nach Frankreich und Nordeuropa weiterzureisen. Italiens Polizeichef fordert nun einen internationalen Einsatz zur Bewältigung der Flüchtlingskrise. Europa müsste „in dieselbe Richtung rudern und weniger streiten.“

Italien versorge derzeit etwa 150.000 Flüchtlinge- und Migranten in Asyllagern, gibt Gabrielli an. Außerhalb der Flüchtlingsunterkünfte sollen sich ihm zufolge weiter 150.000 Asylsuchende aufhalten. (so)