Hundert Jahre leben: Langlebigkeits-Tipps aus den „blauen Zonen“ der Welt

Von aikos2309 in www.pravda-tv.com

Blaue Zonen

Während es eine Tatsache ist, dass die menschliche Lebenserwartung insgesamt steigt, so gibt es bestimmte Regionen in der Welt, die eine hohe Konzentration an Hundertjährigen aufweisen.

Diese Regionen werden von Wissenschaftlern heute “blaue Zonen“ genannt und in diesem Bericht möchten wir Ihnen einige Diät-Tipps und Trends aus diesen Orten, wo ein langes, gesundes Leben die gesellschaftliche Norm zu sein scheint, aufzeigen.

Hier nun einige Ernährungs-Geheimnisse von den gesündesten Orten der Erde:

Ikaria, Griechenland

Diese kleine Insel vor der Küste Griechenlands ist einer der Orte, die heute als blaue Zone bezeichnet werden.

Ikaria trägt den Spitznamen: „Die Insel, wo die Menschen vergessen zu sterben.“ Die Nahrung dort basiert dabei im Wesentlichen auf Leguminosen (insbesondere Linsen und Kichererbsen), Ziegenmilch, Honig, frisches Obst, Wildgemüse und Fisch.
Es wird dort angenommen, dass Zitronen, Feta und frische Kräuter für die Langlebigkeit besonders gut sind.

Okinawa, Japan

Okinawa wird wegen seiner entspannten Kultur auch das „Hawaii Japans“ genannt. Obwohl die traditionellen Essgewohnheiten durch die Einführung von westlichen Lebensmitteln in der Mitte des 20. Jahrhunderts beeinträchtigt wurden, versuchen die Einwohner Okinawas immer noch, zumindest teilweise, ihre einheimische Diät zu bewahren.

Der Schwerpunkt liegt auf Süßkartoffeln, Kurkuma, Seetang und Fisch. Äußere Einflüsse haben neue Abhängigkeiten geschaffen, wie die von Reis, Milch und Fleisch (Das unerklärliche Rätsel der lebenden Mumien-Mönche).

Sardinien, Italien

Eine andere Mittelmeerinsel, die bekannt ist für ihre Schönheit und die Anzahl an Hundertjährigen: Sardinien hat einen starken Anspruch auf den Status eine blaue Zone zu sein.

Es ist einer der wenigen Orte in der Welt, wo es so viele Hundertjährige Männer wie Frauen gibt. Die Diät basiert weitgehend auf Ziegenmilch und seinen Produkten sowie Wein, Saubohnen, Kichererbsen, Mandeln und Fladenbrot oder Sauerteigbrot.

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Loma Linda, Kalifornien

Es gibt eine Gruppe von „Adventisten des siebenten Tages“, die in Loma Linda, Kalifornien leben, welches für seine langlebigen Menschen bekannt ist.

Sie folgen streng religiösen Ernährungsrichtlinien und leben vor allem von frischem Obst und Gemüse, Getreide und Nüssen, wenige von ihnen essen kleine Mengen an Fisch oder Fleisch.

Sie trinken nur Wasser und vermeiden raffinierten Zucker. Gelüste nach Süßem werden mit Früchten gestillt.

Halbinsel Nicoya, Costa Rica

Die langlebigen Menschen dieser Halbinsel leben weitgehend von den traditionellen „drei Schwestern“ der mittelamerikanischen Küche: Mais, Bohnen und Kürbis. Dies wird jedoch durch Eier, Frischkäse, tropische Früchte wie Papayas und Yams ergänzt.

Frische Kräuter wie Koriander sind auch ein wichtiger Schwerpunkt der Ernährung und sorgen für zusätzlichen Geschmack zu diesen wunderbaren Gerichten.

Während diese Kulturen sehr unterschiedlich zu sein scheinen, so haben sie eines gemeinsam: Sie basieren weitgehend auf pflanzlicher Kost, wobei Fisch als eine Hauptproteinquelle dient, und eine Vielzahl von frischem Obst und Gemüse die Kalorienzufuhr bestellt.

Dies sind die wichtigen Punkte, die man im Auge behalten sollte, wenn man die 100 erreichen will und ein gesundes und befriedigendes Alter genießen möchte (Blaue Zonen: In diesen Dörfern leben die meisten 100-Jährigen – das sind ihre Geheimnisse).

 

Bewegung und Muse

In den Blue Zones gehen die Einwohner nicht ins Fitnessstudio, sie trainieren nicht auf die Art und Weise wie wir es tun. Vielmehr setzen sie auf natürliche Bewegung und versuchen den Sport in ihr Leben zu integrieren.

So laufen sie zum Beispiel sehr viel und arbeiten oft in ihrem Garten. Treppen zu steigen anstatt den Aufzug nehmen, Fahrrad zu fahren statt Auto oder täglich zu Fuß zu gehen stellen Möglichkeiten dar, mehr Bewegung in unseren Alltag zu bringen.

Alle Bewohner der fünf Blauen Zonen nehmen sich regelmäßig Auszeiten. Sie versuchen während dieser Zeit den Stress auf ein Minimum zu reduzieren. Bereits 15 Minuten am Tag reichen aus, um deutlich entspannter zu werden.

Außerdem ist es wichtig, einen Grund zu besitzen, morgens aufzustehen. Es scheint, als wäre unser Leben in zwei Phasen unterteilt: Das Arbeitsleben, während dessen wir produktiv sind und die Rente, in der wir uns zur Ruhe setzen. Genau das ist jedoch problematisch.

Studien haben folgendes herausgefunden: Die zwei gefährlichsten Jahre des Lebens sind das Jahr, in dem man geboren wird und das Jahr, in dem man in Rente geht. Letzteres vor allem deshalb, weil viele Menschen zu dieser Zeit den Sinn des Lebens verlieren (Wie wird man 265 Jahre alt – Das Geheimnis der Langlebigkeit (Videos)).

Wir sollten uns immer wieder neuen Herausforderungen stellen und diese schriftlich festhalten. Das kann zum Beispiel das Erlernen eines Instruments oder einer neuen Sprache sein.

Okinawa ist hierbei der Vorreiter dieser Idee. In dem japanischen Dorf gibt es nicht einmal ein Wort für „Ruhestand“, denn jeder Mensch besitzt seinen ganz persönlichen Grund, morgens aufzustehen – den er auch mit dem Alter nicht verliert.

Der letzte und gleichzeitig wichtigste Punkt betrifft die sozialen Kontakte. Es ist wichtig Freunde zu haben und sich zugehörig zu einer Gemeinschaft zu fühlen.

Das kann eine spirituelle, eine religiöse oder irgendeine andere Gemeinschaft sein. Mindestens genauso wichtig ist auch die Familie. Diese sollte an erster Stelle stehen und die familiären Bindungen sollten stets gepflegt werden.

  

Feste Rituale, wie zum Beispiel ein Spieleabend oder ein gemeinsames wöchentliches Abendessen, können einander dabei näher bringen. Am wichtigsten ist jedoch die Wahl der richtigen Freunde. Diese sollten ähnlichen Werten folgen und ähnliche Lebensstile führen. Da Freunde einander für lange Zeit begleiten und einander immer gegenseitig beeinflussen, können diese auch den größten Einfluss auf Ihr Leben nehmen (Der Sieben-Jahres-Mythos: Aus alt mach neu – der erneuerbare Mensch (Videos)).

Studien haben gezeigt, dass, wenn die drei besten Freunde an Fettleibigkeit leiden, man selbst eine 50 Prozent höhere Chance hat, übergewichtig zu werden. Umgedreht verhält es sich natürlich genauso.

Legen die engsten Freunde einen großen Wert auf sportliche Betätigung, gesunde Ernährung und Zusammenhalt in der Familie, so beeinflusst dies auch das eigene Verhalten und erhöht die Chancen auf ein längeres und gesünderes Leben.

Literatur:

Das Tal der unsterblichen Meister von Aaravindha Himadra

Das geheime Wissen unserer Zellen: Mit Körperintelligenz heilen von Sondra Barrett

Der verratene Himmel: Rückkehr nach Eden von Dieter Broers

Heilgeheimnisse aus Tibet: Verborgene Kraftpotenziale mobilisieren von Ingfried Hobert

Quellen: PublicDomain/basenio.de/epochtimes.de am 15.07.2016

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