Nizza-Anschlag: Putin hält TV-Ansprache an Hollande und französisches Volk

Nach dem blutigen Attentat von Nizza hat Russlands Präsident Wladimir Putin in einer TV-Ansprache an seinen französischen Amtskollegen Francois Hollande und das französische Volk sein Mitgefühl und Solidarität ausgedrückt.

„Ich verstehe, dass der Präsident der Französischen Republik jetzt wohl keine Zeit für Telefonate hat. Deshalb wende ich mich öffentlich an ihn“, so Putin in seiner Ansprache, die im russischen fernsehen ausgestrahlt wurde.

„Lieber Francois, Russland weiß, was Terror und die Bedrohung bedeuten, die jener für uns alle schafft“, sagte Putin. „Unser Volk hat mehrere ähnliche Tragödien erlebt hat und durchlebt das Geschehene tief mit. Es fühlt mit und solidarisiert sich mit dem französischen Volk.“

„Ich möchte erneut betonen, dass sich der Terrorismus nur mit vereinten Kräften besiegen lässt“, so Putin.  Er sprach den Hinterbliebenen sein tief empfundenes Beileid und wünschte den Verletzten gute Besserung.

In Nizza war am Donnerstagabend ein Laster in eine feiernde Menschenmenge gerast und 84 Menschen getötet, mehr als 100 weitere wurden verletzt. Der Fahrer wurde niedergeschossen und laut Medien als 31-jähriger Franko-Tunesier mit Wohnsitz in Nizza identifiziert. In seinem Umfeld wird ermittelt. Präsident Hollande bezeichnete den Lkw-Angriff als Terroranschlag und ordnete drei Tage Staatstrauer an.

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TÜRKEI Türkei: Offenbar Militär-Putsch gegen Erdogan

Quelle: deutsche-wirtschafts-nachrichten.de

Das türkische Militär hat offenbar in der vergangenen halben Stunde einen Putsch gegen die Regierung in Ankara unternommen. Die Armee meldet die vollständige Machtübernahme. In Istanbul patrouillieren schwer bewaffnete Sicherheitskräfte. Die Regierung Erdogan behauptet allerdings, noch an der Macht zu sein.

Der türkische Staatschef Recep Tayyip Erdogan will gegen Terroristen und Attentäter vorgehen. (Foto: dpa)

Der türkische Staatschef Recep Tayyip Erdogan will gegen Terroristen vorgehen. (Foto: dpa)

Die türkischen Streitkräfte haben bei einem Putsch nach eigenen Angaben vollständig die Macht in der Türkei übernommen. Das teilte das Militär am Freitagabend nach Angaben der privaten Nachrichtenagentur DHA mit.

Nach Informationen der Nachrichtenagentur Anadaolu hat eine Gruppe von mutmaßlichen Putschisten Generalstabschef Hulusi Akar als Geisel genommen. Die Putschisten melden in einer Mitteilung, dass die Kontrolle über die Regierung vom Militär übernommen wurde. Die Webseite des türkischen Militärs kann nicht abgerufen werden,

Die Zeitung Takvim zitiert Premier Binali Yildirim, der noch kurz zuvor gesagt hatte:

„Es wird ganz deutlich, dass innerhalb des Militärs einige Personen – ohne Befehl vom Generalstabschef – einen Aufstand proben. Die türkische Regierung wurde durch das türkische Volk legitimiert und wird seine Aufgaben weiterverfolgen. Diejenigen, die diesen Aufstand proben, werden auf das härteste bestraft werden. Sie werden einen hohen Preis zahlen.“

In Istanbul und Ankara befindet sich die Gendarmerie auf der Straße und hat mehrere Straßen abgesperrt. Der Betrieb des türkischen Staatssenders TRT wurde gestoppt. Es sollen sich Soldaten in den Räumen des Senders befinden, berichtetHaberturk. Über den Städten sollen Jets und Militärhelikopter kreisen. Auch am Atatürk-Flughafen in Istanbul sind Soldaten aufmarschiert.

Augenzeugen in Istanbul berichteten von schwer bewaffneten Sicherheitskräften in den Straßen. Über Istanbul kreisten Hubschrauber. DHA meldete, eine der Bosporus-Brücken sei teilweise gesperrt worden.

Die Chronik der Ereignisse:

23.22 Uhr – Aus Präsidialamtskreisen verlautet, die Regierung und das Staatsoberhaupt seien weiter an der Macht. „Wir werden keine Versuche dulden, unsere Demokratie zu untergraben“, heißt es.

23.14 Uhr – Ein Ansager des türkischen Senders TRT erklärt, in der Türkei sei das Kriegsrecht verhängt worden.

23.10 Uhr – Ein Ansager des türkischen Senders TRT erklärt, das Land werde jetzt von einem „Friedensrat“ geführt. Dieser werde für die Sicherheit der Bevölkerung sorgen.

23.04 Uhr – Soldaten sind der regierenden AKP zufolge in ein Parteigebäude eingedrungen. Das meldet der Sender CNN Türk unter Berufung auf einen Parteivertreter.

22.59 Uhr – Der Zugang zu Internet-Diensten wie Facebook, Twitter und YouTube in der Türkei ist nach Angaben von Internet-Beobachtergruppen eingeschränkt.

22.52 Uhr – Präsident Erdogan befindet sich nach Angaben aus Kreisen seines Büros in Sicherheit.

22.50 Uhr – Unter den Geiseln im Armee-Hauptquartier in Ankara befindet sich der Nachrichtenagentur Anadolu zufolge der Militär-Stabschef.

22.47 Uhr – Alle Flüge vom Atatürk-Flughafen in Istanbul sind offenbar gestrichen worden. Das berichtet ein Zeuge unter Berufung auf einen Piloten.

22.44 Uhr – Im Militär-Hauptquartier in Ankara sind nach einem Bericht des Senders CNN Türk einige Geiseln genommen worden. In der Nähe des Polizei-Hauptquartiers seien Schüsse zu hören gewesen.

22.39 Uhr – Der Sender CNN Türk meldet, der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoogan sei in Sicherheit. .

Moral und abstraktes – Denken Wie Afrikaner sich von Westlern unterscheiden mögen

von Gedaliah Braun in morgenwacht.wordpress.com, übersetzt von Osimandia (erstmals erschienen auf As der Schwerter).

Original erschienen in American Renaissance Februar 2009 unter dem Titel Morality and Abstract Thinking – How Africans may differ from Westerners. Der englische Originaltext findet sich unter anderem auf dem Blog Whitelocust.

Öffentliches Plakat in Südafrika. Beachten Sie den alten Reifen und den Benzinkanister.

Öffentliches Plakat in Südafrika. Beachten Sie den alten Reifen und den Benzinkanister.

Ich bin Amerikaner und habe zwischen 1976 und 1988 in mehreren afrikanischen Universitäten Philosophie gelehrt und seither in Südafrika gelebt. Als ich das erste Mal nach Afrika kam, wusste ich praktisch nichts über den Kontinent oder seine Menschen, aber ich lernte schnell. Mir fiel zum Beispiel auf, dass Afrikaner nur selten Versprechen hielten und auch keinen Anlass sahen, sich zu entschuldigen, wenn sie eines brachen. Es war, als ob ihnen nicht bewusst wäre, dass sie irgendetwas getan hatten, für das man sich entschuldigen müsse.

Ich brauchte viele Jahre, um zu verstehen, warum Afrikaner sich so verhalten, aber ich denke, dass ich jetzt in der Lage bin, das und andere für Afrika typische Verhaltensweisen zu erklären. Ich glaube, dass Moral abstraktes Denkvermögen voraussetzt – wie es auch Zukunftsplanung tut – und dass ein relativer Mangel an abstraktem Denkvermögen vieles erklären könnte, was typisch afrikanisch ist.

Das Nachfolgende sind keine wissenschaftlichen Erkenntnisse. Es könnte auch alternative Erklärungen für meine Beobachtungen geben, aber meine Schlussfolgerungen sind aus mehr als 30 Jahren des Lebens unter Afrikanern gezogen.

Meine ersten Ahnungen über einen Mangel an abstraktem Denkvermögen speisten sich aus dem, was ich über afrikanische Sprachen zu lernen begann. In einem Gespräch mit Studenten in Nigeria fragte ich, wie man in ihrer lokalen Sprache ausdrückt, dass sich eine Kokosnuss auf halber Höhe des Baumes befindet. „Das können Sie nicht ausdrücken“ erklärten sie. „Alles, was Sie ausdrücken können, ist, dass sie ‚oben‘ ist.“ „Ganz oben an der Spitze?“ „Nein, einfach nur ‚oben‘.“ In anderen Worten schien da keine Möglichkeit zu bestehen, Abstufungen auszudrücken.

Ein paar Jahre später lernte ich in Nairobi etwas Weiteres über afrikanische Sprachen, als zwei Frauen sich wegen meines Englischwörterbuchs erstaunt zeigten. „Ist Englisch nicht Ihre Muttersprache?“ fragten sie. „Doch“ sagte ich „Es ist meine einzige Sprache.“ „Aber wozu brauchen Sie dann ein Wörterbuch?“

Sie waren verwirrt darüber, dass ich ein Wörterbuch brauchte, und ich war über ihre Verwirrung verwirrt. Ich erklärte, dass man manchmal ein Wort hört und sich nicht sicher über seine Bedeutung ist und es dann eben nachschlägt. „Aber wenn Englisch Ihre Muttersprache ist,“ fragten sie „wie kann es dann englische Wörter geben, die Sie nicht kennen?“ „Was?“ sagte ich „Kein Mensch kennt alle Wörter seiner Muttersprache.“

„Doch, wir kennen alle Wörter in Kikuyu, und jeder Kikuyu tut das,“ antworteten sie. Ich war noch überraschter, aber so langsam dämmerte mir, dass ihre Sprache, da sie vollkommen mündlich ist, ausschließlich in den Köpfen von Kikuyusprechern existiert. Weil es eine Obergrenze dessen gibt, was sich das menschliche Gehirn merken kann, bleibt der Gesamtumfang der Sprache mehr oder weniger konstant. Eine Schriftsprache hingegen, die in Millionen von Seiten des geschriebenen Wortes existiert, wächst weit über die Grenzen der Kapazität hinaus, die sich irgendjemand in Gänze merken kann. Aber wenn der Umfang der Sprache begrenzt ist, folgt daraus, dass die Zahl der in ihr enthaltenen Konzepte ebenfalls begrenzt ist, und daher sowohl die Sprache als auch das Denken verarmt.

Kikuyu-Frauen brauchen keine Wörterbücher

Kikuyu-Frauen brauchen keine Wörterbücher

Afrikanische Sprachen waren notgedrungen in ihrem präkolonialen Kontext ausreichend. Verarmt sind sie nur im Vergleich zu westlichen Sprachen und in einem Afrika, das versucht, den Westen nachzuahmen. Während zahllose Wörterbücher zwischen europäischen und afrikanischen Sprachen gedruckt wurden, gibt es nur wenige Wörterbücher innerhalb einer einzelnen afrikanischen Sprache, und zwar genau deswegen, weil die Muttersprachler keine brauchen. Ich fand zwar ein Zulu-Zulu-Wörterbuch, aber es war ein kleinformatiges Taschenbuch mit 252 Seiten.

Meine Forschungen der Zulusprache begannen, als ich die Fakultät für Afrikanische Sprachen an der Witwatersrand Universität in Johannesburg anrief und dort mit einem Weißen sprach. Gab es den Begriff „Präzision“ in der Zulusprache schon vor dem Kontakt mit Europäern? „Oh“ sagte er, „das ist eine sehr eurozentrische Frage!“ und wollte sie schlicht und einfach nicht beantworten. Ich rief noch einmal an, sprach mit einem anderen Weißen und bekam praktisch die gleiche Antwort.

Also rief ich bei der Universität von Südafrika an, eine große sprachwissenschaftliche Universität in Pretoria und sprach dort mit einem jungen Schwarzen. Wie so oft in Afrika machte ich die Erfahrung, dass wir sofort auf den Punkt kamen. Er verstand mein Interesse an Zulu und fand meine Frage sehr interessant. Er erklärte, dass das Zuluwort für „Präzision“ „wie eine gerade Linie machen“ bedeutet. War das Teil des ursprünglichen Zulu? Nein, das war von den Verfassern des Wörterbuchs hinzugefügt worden.

Er versicherte mir jedoch, dass es sich beim Begriff „Versprechen“ nicht so verhielte. Ich war skeptisch. Was ist mit „Verpflichtung?“ Wir hatten beide dasselbe Wörterbuch (English-Zulu, Zulu-English Dictionary, herausgegeben von Witwatersrand University Press 1958). Der Eintrag in Zulu lautete „als ob man jemandem die Füße fesselt“. Er sagte, das sei nicht ursprünglich, sondern von den Herausgebern hinzugefügt worden. Aber wenn es in Zulu kein Konzept von Verpflichtung gab, wie konnte es dann das Konzept von Versprechen geben, da ein Versprechen ja die mündliche Zusicherung einer Verpflichtung ist? Ich habe angefangen, mich dafür zu interessieren, so erzählte ich ihm, weil Afrikaner oft Versprechen nicht einhalten und sich nie dafür entschuldigen – gerade so als ob dafür keine Entschuldigung notwendig wäre.

Ein Licht schien ihm aufzugehen. Ja, sagte er, das Zuluwort für Verspechen – isithembiso – ist nicht das korrekte Wort. Wenn ein Schwarzer etwas „verspricht“ meint er damit „Vielleicht mache ich es, vielleicht auch nicht.“ Aber, so sagte ich, das macht ein Versprechen ja unsinnig, der eigentliche Sinn davon ist doch, dass man sich bindet, etwas Bestimmtes zu tun. Wenn man nicht sicher ist, ob man etwas tun wird oder nicht, kann man doch etwas in der Art sagen wie „Ich will es versuchen, aber versprechen kann ich es nicht.“ Er sagte, er habe schon gehört, wie Weiße das sagen, aber es bis heute nicht verstanden. Wie es ein junger rumänischer Freund auf den Punkt brachte: Wenn ein Schwarzer etwas „verspricht“, dann heißt das „Ich werde es versuchen.“

Die Unfähigkeit, Versprechen zu halten, ist daher kein sprachliches Problem. Es ist schwer vorstellbar, dass sie nach so langer Zeit des Zusammenlebens mit Weißen die korrekte Bedeutung nicht erlernt haben sollten, und es wäre zu viel des Zufalls, dass man dasselbe Phänomen auch in Nigeria, Kenia und Papua-Neuguinea findet, wo ich auch gelebt habe. Es ist sehr viel wahrscheinlicher, dass Afrikanern allgemein das Konzept an sich fehlt und sie deshalb dem Wort nicht seine korrekte Bedeutung geben können. Das scheint auf einige Unterschiede in der intellektuellen Kapazität hinzudeuten.

Beachten Sie, dass der Zulu-Eintrag für „Verpflichtung“ ist: „als ob man jemandem die Füße fesselt.“ Eine Verpflichtung fesselt zwar, aber sie tut es moralisch, nicht physisch. Es ist ein abstraktes Konzept, und das ist der Grund, dass es kein Wort dafür in Zulu gibt. Was also taten die Herausgeber des Wörterbuchs? Sie nahmen dieses abstrakte Konzept und machten es konkret. Füße, Seil und Fesseln sind alles greifbare und sichtbare Dinge, und damit Dinge, die alle Schwarzen verstehen, während viele nicht verstehen, was eine Verpflichtung ist. Schon die Tatsache an sich, dass sie es dergestalt definieren mussten, ist ein triftiger Beweis für meinen Schluss, dass Zulu nur wenige abstrakte Konzepte hat, und ein indirekter Beweis dafür, dass bei Afrikanern ein Mangel an abstraktem Denkvermögen vorherrscht.

Abstraktes Denkvermögen

Abstrakte Dinge existieren nicht in Zeit und Raum; man kann sie typischerweise nicht anfassen oder mit anderen Sinnen wahrnehmen. Oft sind es Dinge, die gar nicht existierten. „Was würde passieren, wenn jeder seinen Müll überall hinwerfen würde?“ bezieht sich auf etwas, von dem wir hoffen, dass es nicht passiert, aber wir können dennoch darüber nachdenken.

Alles, was wir mit unseren Sinnen aufnehmen, spielt sich in der Zeit ab, und alles, was wir sehen, existiert im Raum; und doch können wir weder Zeit noch Raum mit unseren Sinnen wahrnehmen, sondern nur mit unserem Verstand. Präzision ist ebenfalls abstrakt; während wir Dinge, die mit Präzision gefertigt wurden, sehen können, kann Präzision an sich nur mit dem Verstand wahrgenommen werden.

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Wie kommen wir zu abstrakten Konzepten? Reicht es aus, Dinge mit Präzision zu fertigen, um ein Konzept von Präzision zu entwickeln? Afrikaner stellen exzellente Schnitzereien her, die mit großer Präzision gefertigt sind, warum also gibt es das Konzept nicht in ihrer Sprache? Um dieses Konzept zu haben, müssen wir Dinge nicht nur mit Präzision herstellen, sondern uns dieses Phänomens auch bewusst sein und ihm dann einen Namen geben.

Wie kommen wir zum Beispiel an Konzepte wie Glauben und Zweifel? Wir alle haben Glauben, sogar Tiere haben ihn. Wenn ein Hund beim Hören der Schritte seines Herrchens mit dem Schwanz wedelt, dann glaubt er, dass sein Herrchen kommt. Aber er hat kein Konzept von Glauben, er ist sich nicht bewusst, dass er das glaubt, und hat damit kein Bewusstsein für Glauben an sich. Kurz gesagt, er ist sich seiner selbst nicht bewusst und daher auch nicht seines mentalen Zustands.

Mir scheint es schon lange so, dass Schwarze einen Mangel haben, sich ihrer selbst bewusst zu sein. Wenn ein solches Bewusstsein die Voraussetzung dafür ist, abstrakte Konzepte zu entwickeln, dann verwundert es nicht, dass es in afrikanischen Sprachen so wenige abstrakte Begriffe gibt. Ein Mangel daran, sich seiner selbst bewusst zu sein – oder ein Mangel an Innenschau – hat durchaus Vorteile. Meiner Erfahrung nach ist neurotisches Verhalten, das durch ein übertriebenes und ungesundes Bewusstsein seiner selbst charakterisiert ist, bei Schwarzen ungewöhnlich. Ich bin auch überzeugt, dass sexuelle Dysfunktionen, die ebenfalls durch ein übertriebenes Bewusstsein seiner selbst charakterisiert sind, bei Schwarzen seltener auftreten als bei Weißen.

Zeit ist ein weiteres abstraktes Konzept, mit dem Afrikaner so ihre Schwierigkeiten zu haben scheinen. Ich fing 1998 an, mir dazu Fragen zu stellen. Mehrere Afrikaner fuhren in ihrem Auto daher und parkten es direkt vor meinem, wodurch sie es blockierten. „Hey“, sagte ich „Sie können hier nicht parken.“ „Oh, wollen Sie wegfahren?“ fragten sie in einem sehr höflichen und freundlichen Ton. „Nein,“ sagte ich „aber ich will vielleicht später wegfahren. Parken Sie doch dort drüben“ – und das taten sie dann auch.

Während für mich die Möglichkeit, dass ich vielleicht später würde wegfahren wollen, offensichtlich war, schien ihr Denken nur das Hier und Jetzt zu umfassen: „Wenn Sie jetzt gleich wegfahren wollen, verstehen wir Sie, aber wenn nicht, wo ist das Problem?“ Ich hatte noch mehr solche Begegnungen, und die Schlüsselfrage schien immer zu sein: „Wollen Sie jetzt gleich wegfahren?“ Die Zukunft existiert schließlich nicht. Sie wird einmal existieren, aber jetzt existiert sie nicht. Menschen, die Schwierigkeiten damit haben, sich Dinge vorzustellen, die nicht existieren, werden genau dadurch auch Schwierigkeiten haben, sich die Zukunft vorzustellen.

Es fällt auf, dass das Zuluwort für „Zukunft“ – isikhati – dasselbe Wort ist wie das für Zeit und auch das für Raum. Realistisch gesehen bedeutet das, dass diese Konzepte wahrscheinlich im Denken der Zulus gar nicht existieren. Es fällt auch auf, dass es auch kein Wort für „Vergangenheit“ gibt – das heißt für die Zeit, die der Gegenwart vorausging. Die Vergangenheit hat mal existiert, aber existiert nicht mehr. Daher werden Menschen, die Schwierigkeiten damit haben, sich Dinge vorzustellen, die es nicht gibt, auch Schwierigkeiten haben, sich sowohl die Vergangenheit als auch die Zukunft vorzustellen.

Das hat eine offensichtliche Auswirkung auf Gefühle wie Dankbarkeit und Treue, von denen ich schon lange bemerkt habe, dass sie bei Afrikanern unüblich sind. Wir fühlen Dankbarkeit für Dinge, die in der Vergangenheit geschehen sind, bei Menschen mit wenig Sinn für Vergangenheit kommen solche Gefühle mit geringerer Wahrscheinlichkeit auf.

Warum habe ich mehr als 20 Jahre gebraucht, um all das zu bemerken? Ich denke, es liegt daran, dass unsere Vorstellungen von Zeit so tief in uns verwurzelt sind, dass wir uns gar nicht mehr bewusst sind, dass wir sie uns machen, und wir daher auch einfach nicht auf die Idee kommen, andere könnten sie sich nicht machen. Und so sehen wir es nicht, selbst wenn uns die Beweise ins Gesicht springen.

Mathematik und Instandhaltung

Ich zitiere aus einem Artikel aus der südafrikanischen Presse über die Probleme, die Schwarze mit Mathematik haben:

[Xhosa] ist eine Sprache, in der Vieleck und Ebene derselbe Begriff sind …  Konzepte wie Dreieck, Viereck, Fünfeck, Sechseck werden mit einem einzigen Wort bezeichnet („Finding New Languages for Maths and Science,” Star [Johannesburg], 24. July 2002, S. 8.)

Genauer gesagt existieren diese Konzepte in Xhosa einfach nicht, das neben Zulu eine der am meisten gesprochenen Sprachen in Südafrika ist. In Amerika sagt man, Schwarze haben „eine Tendenz, Raum, Zahlen und Zeit eher zu schätzen als völlige Genauigkeit anzustreben (Star, 8. Juni 1988, S.10.) Anders ausgedrückt, auch sie sind schwach in Mathematik. Beachten Sie die identische Dreiheit – Raum, Zahlen und Zeit. Ist es wirklich nur Zufall, dass diese drei hochabstrakten Konzepte diejenigen sind, mit denen Schwarze – überall – solche Schwierigkeiten zu haben scheinen?

Der Eintrag für Zahl im Zulu-Wörterbuch – ningi – heißt nebenbei bemerkt „zahlreich“, was ganz und gar nicht dasselbe ist wie das Konzept von Zahl. Es ist daher klar, dass es in Zulu kein Konzept für Zahl gibt.

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Die weiße Herrschaft in Südafrika endete 1994. Ungefähr zehn Jahre später fingen die Stromausfälle an, die schließlich das Ausmaß einer Krise annahmen. Der Hauptgrund dafür war einfach mangelhafte Instandhaltung. Instandhaltung ist zukunftsorientiert, und der Zulu-Eintrag im Wörterbuch dafür ist ondla, was bedeutet: „1. Nähren, aufziehen, großziehen; 2. Ein Auge darauf halten, beobachte (dein Getreide)“ Kurz gesagt, etwas wie Instandhaltung gibt es im Zuludenken nicht, und es ist schwer, zu behaupten, dass das vollkommen ohne Zusammenhang damit ist, dass die Menschen überall in Afrika sagen: „Nichts funktioniert“, es ist lediglich etwas übertrieben.

Die New York Times berichtet, dass die Stadt New York über einen Plan nachdenkt (der zwischenzeitlich auch umgesetzt wurde), der darauf abzielt, Schwarze dazu zu bringen „bei standardisierten Tests gut abzuschneiden und in der Schule aufzutauchen“, indem man sie für diese Dinge bezahlt, und dass ihnen das „bis zu 500 Dollar im Jahr einbringen“ könne. Schüler würden für regelmäßigen Schulbesuch bezahlt werden, aber auch für jedes Buch, das sie lesen, für jeden Test, bei dem sie gut abschneiden, und manchmal auch nur dafür, überhaupt an dem Test teilzunehmen, Eltern würden dafür bezahlt werden, einen „Vollzeitjob zu behalten… eine Krankenversicherung abzuschließen…und zu Elternabenden zu kommen.“ (Jennifer Medina, „Schools Plan to Pay Cash for Marks,” New York Times, 19. Juni 2007.)

Das impliziert ganz klar, dass Schwarze nicht sehr motiviert sind. Motivation beinhaltet Zukunftsdenken und damit den Gedanken an etwas, das nicht existiert. Wenn man den schwarzen Mangel in dieser Hinsicht berücksichtigt, ist es keine Überraschung, dass es ihnen an Motivation fehlt, und dass man sie mit solchen Maßnahmen anstupsen muss, ist ein weiterer Beweis für diesen Mangel.

Das Zuluwort für Motivieren ist banga, unter dessen Eintrag wir finden: „1.etwas Unangenehmes machen, verursachen; … Ärger verursachen … 2. Um einen Anspruch streiten…. Erbschaftsstreitereien;… 3. etwas herbeiführen, auf etwas abzielen, Reise nach… “. Aber wenn ich Afrikaner frage, was banga bedeutet, haben sie keine Ahnung. Tatsächlich kann gar kein Zuluwort Motivation bedeuten, und zwar aus dem einfachen Grund, weil es das Konzept in Zulu nicht gibt; und wenn es das Konzept nicht gibt, kann es auch kein Wort dafür geben. Das erklärt, warum es notwendig ist, Schwarze dafür zu bezahlen, dass sie so tun, als ob sie motiviert wären.

In demselben Artikel in der New York Times wird Darwin Davis von der Urban League zitiert, der „mahnt, dass …. das [für den regelmäßigen Schulbesuch] angebotene Geld relativ mager sei … und der sich fragt … wie viele Tests Schüler wohl bestehen müssten, um sich das neueste Videospiel kaufen zu können.“

Anstatt sich zu schämen, dass so ein Plan überhaupt notwendig ist, beschwert sich dieser schwarze Aktivist, dass die Zahlungen nicht hoch genug sind! Wenn es ihm wirklich nicht bewusst ist, wie seine Bemerkungen auf die meisten Leser wirken, ist er moralisch stumpf, doch seine Ansichten spiegeln das unter Schwarzen weit verbreitete Verständnis dessen, was Moral ist, wider: Nichts Verinnerlichtes, sondern etwas, das andere von außen aufzwingen. Daher beklagt er auch, dass die Zahlungen an Kinder für etwas, das sie eigentlich aus eigenem Antrieb tun sollten, nicht hoch genug sind.

In diesem Zusammenhang möchte ich an einige bemerkenswerte Entdeckungen erinnern, die der verstorbene amerikanische Sprachwissenschaftler William Stewart gemacht hat, der viele Jahre im Senegal verbrachte und dort lokale Sprachen studierte. Während westliche Kulturen Normen verinnerlichen – das „Tu das nicht!“ für ein Kind wird schließlich zum „Ich darf das nicht tun“ eines Erwachsenen – machen afrikanische Kulturen das nicht. Sie verlassen sich vollkommen auf Verhaltenskontrollen von außen durch Stammesführer und andere Autoritäten. Im Laufe der Auflösung der afrikanischen Stammeskultur verschwanden diese äußeren Zwänge, die niemals verinnerlichte Zwänge waren, und die Folgen davon waren Kriminalität, Drogen, Promiskuität usw. Wo es andere Formen der Kontrolle gab – wie im von Weißen regierten Südafrika, im kolonialen Afrika oder in den segregierten amerikanischen Südstaaten – konnte dieses Verhalten in erträglichen Grenzen gehalten werden. Aber wenn diese Kontrollen auch noch wegfallen, führt das oft zu ungezügelter Gewalt.

Öffentliches Plakat in Südafrika

Öffentliches Plakat in Südafrika

Stewart hat sich offenbar nie gefragt, warum afrikanische Kulturen diese Normen nicht verinnerlichten, das heißt, warum sie niemals ein moralisches Bewusstsein entwickelten, aber es ist unwahrscheinlich, dass es sich dabei einfach nur um einen historischen Zufall handelt. Wahrscheinlicher ist, dass es die Folge eines mangelhaften abstrakten Denkvermögens ist.

Eine Erklärung für diesen Mangel an abstraktem Denkvermögen einschließlich des wenig ausgeprägten Zeitverständnisses, ist, dass sich Afrikaner in einem Klima entwickelt haben, wo sie in den Tag hineinleben konnten ohne vorausdenken zu müssen. Sie entwickelten diese Fähigkeit nie, weil sie sie nicht brauchten. Weiße hingegen entwickelten sich unter Bedingungen, unter denen sie bedenken mussten, was geschehen würde, wenn sie keine stabilen Häuser bauen und ausreichend Heizmaterial für den Winter sammeln würden. Für sie hieß es: Vogel friss oder stirb.

Ein allzu häufiges Problem

Ein allzu häufiges Problem

Eine überraschende Bestätigung für Stewarts Ideen findet sich in der Mai-Juni-Ausgabe 2005 des Boston Review, einem typischen linksliberalen Presseerzeugnis. In „Do the Right Thing: Cognitive Science’s Search for a Common Morality,” unterscheidet Rebecca Saxe zwischen „konventionellen“ und „moralischen“ Regeln. Konventionelle Regeln werden von Autoritäten getragen und können geändert werden; moralische Regeln hingegen basieren nicht auf konventioneller Autorität und sind keinen Veränderungen unterworfen. „Selbst dreijährige Kinder … unterscheiden zwischen moralischen und konventionellen Regelübertretungen“ schreibt sie. Die einzige Ausnahme davon sind laut James Blair vom National Institute of Health Psychopathen, die ein „hartnäckig aggressives Verhalten“ aufweisen. Für sie sind alle Regeln ausschließlich auf Autorität von außen gegründet, in deren Abwesenheit „alles erlaubt ist“. Die Schlussfolgerung, die daraus gezogen wird, ist, dass „in allen Kulturen gesunde Individuen die Unterscheidung zwischen konventionellen …und moralischen Regeln respektieren.“

Im gleichen Artikel argumentiert eine andere Anthropologin jedoch, dass „der besondere Status moralischer Regeln kein Teil der menschlichen Natur sein kann, sondern … lediglich … ein Artefakt westlicher Werte ist.“  Anita Jacobson-Widding, die über ihre Erfahrungen unter den Manyika von Zimbabwe schreibt, berichtet:

„Ich versuchte, ein Wort zu finden, das dem englischen Konzept von ‚Moral‘ entspricht. Ich erklärte, was ich meinte, indem ich meine Informanten bat, die Norm guten Benehmens gegenüber anderen Menschen zu beschreiben. Die Antwort war einhellig. Das Wort dafür war tsika. Aber als ich meine zweisprachigen Informanten bat, tsika ins Englische zu übersetzen, sagten sie, es hieße ‚gute Manieren’…“

Sie schloss aus der Tatsache, dass gute Manieren eindeutig konventionelle und keine moralischen Regeln sind, dass die Manyika einfach kein Konzept von Moral haben. Aber wie lässt sich diese Abwesenheit erklären? Frau Jacobson-Widdings Erklärung dafür ist der typische Blödsinn, der nur von einer so genannten Intellektuellen kommen kann: „Das Konzept von Moral gibt es überhaupt nicht.“ Die wesentlich wahrscheinlichere Erklärung ist, dass das Konzept von Moral, das ansonsten universell ist, in Kulturen mit einem Mangel an abstraktem Denkvermögen, schwach ausgeprägt ist.

Gemäß einer zwischenzeitlich diskreditierten Volksweisheit sind Schwarze „Kinder im Körper von Erwachsenen“, aber diese Sichtweise mag durchaus nicht unfundiert sein. Der Durchschnittsafrikaner hat den IQ eines 11-jährigen weißen Kindes. Das ist ungefähr das Alter, in dem Kinder beginnen, Moral zu verinnerlichen und keine starke Bekräftigung von außen mehr dazu benötigen.

Abscheuliche Grausamkeit

Ein weiterer Aspekt afrikanischen Verhaltens, den Linksliberale so gerne ignorieren, der aber dennoch einer Erklärung bedarf, ist unnötige Grausamkeit. Ein Rezensent von Driving South, einem 1993 erschienenen Buch von David Robbins, schreibt:

„Ein Sozialarbeiter am Kap beobachtet Elemente, die in Gewalttätigkeit schwelgen… Es ist wie ein Kult, der eine Menge Leute ergriffen hat, die ansonsten normal wirken … Schon die geringste Provokation weckt die Blutrünstigkeit in ihnen. Und dann wollen sie jemanden tot sehen, und sie jubeln und höhnen über das Leiden, das damit einhergeht, insbesondere über das Leiden bei einem langsamen und qualvollen Tod.“ (Citizen [Johannesburg], 12. July 1993, S.6.)

Daran ist etwas so unaussprechlich Widerwärtiges, etwas, das so jenseits vorstellbarer Verdorbenheit ist, dass das menschliche Gehirn zurückschreckt. Es ist nicht nur das Fehlen menschlicher Empathie, sondern das zustimmende Genießen von menschlichem Leiden, und umso mehr, wenn es „langsam und qualvoll“ ist. Können Sie sich vorstellen, über jemanden, der sich in schrecklicher Qual befindet, zu jubeln und zu höhnen?

Während der Zeit der Apartheid pflegten schwarze Aktivisten Verräter und Feinde mittels „Necklacing“ zu töten. Ein alter Autoreifen wurde um den Hals des Opfers gelegt, mit Benzin gefüllt und – aber es ist am besten, einen Augenzeugen zu Wort kommen zu lassen:

„Der benzingefüllte Reifen wird dir auf die Schultern gerammt und ein Feuerzeug wird in greifbarer Nähe platziert … Die Finger werden dir gebrochen, Nadeln werden dir die Nase hinaufgestoßen und du wirst gefoltert, bist du das Feuerzeug nimmst und den Reifen selber anzündest.“ (Citizen; “SA’s New Nazis,” 10. August 1993, S.18.)

Der Autor eines Artikels in der Chicago Tribune, der die gleichermaßen grausame Art beschrieb, in der die Hutu die Tutsi in den Burundimassakern mordeten, drückte sein Erstaunen aus über „die Ekstase des Tötens, die Blutrünstigkeit; das ist der schrecklichste Gedanke. Es ist jenseits meines Fassungsvermögens.“ („Hutu Killers Danced In Blood Of Victims, Videotapes Show,” Chicago Tribune, 14. September 1995, S.8.) Dass es sich dabei um das Fehlen jeglichen Sinnes für Moral handelt, wird auch noch dadurch gestützt, dass sie ihre Verbrechen auf Video aufnehmen ließen, „sie offenbar … für die Nachkommenschaft … festhalten wollten.“ Im Gegensatz zu Nazi-Kriegsverbrechern, die ihre Taten verbargen, waren diese Leute offenbar stolz auf ihr Werk.

1993 lebte Amy Biehl, eine 26-jährige Amerikanerin mit einem Fulbright-Stipendium in Südafrika, wo sie den Großteil ihrer Zeit damit verbrachte, Schwarzen in den Townships zu helfen. Eines Tages, als sie drei afrikanische Freunde nach Hause fuhr, hielten junge Schwarze das Auto an, zogen sie heraus und ermordeten sie, weil sie weiß war. Rex van Schalkwyk, ein pensionierter südafrikanischer Richter zitiert in seinem 1998 erschienenen Buch One Miracle is Not Enough aus einem Zeitungsbericht über die Gerichtsverhandlung gegen ihre Mörder: „Unterstützer der drei jungen Männer, die des Mordes [an ihr] angeklagt waren … brachen im Zuschauerraum des Obersten Gerichtshof in Gelächter aus, als ein Zeuge beschrieb, wie die gequälte Frau vor Schmerzen stöhnte“. Dieses Verhalten, so schrieb Van Schalwyk „lässt sich in Begriffen, die dem gesunden Menschenverstand zugänglich sind, nicht ausdrücken.“ (S. 188-89.)

Diese Vorfälle und die Reaktionen, die sie hervorrufen – „das menschliche Gehirn schreckt zurück“ „jenseits meines Fassungsvermögens“ „dem gesunden Menschenverstand nicht zugänglich“ – stellen ein Verhaltens- und Denkmuster dar, dass nicht einfach fortgewünscht werden kann, und bieten zusätzliche Untermauerung für meine Behauptung, dass Afrikaner einen Mangel an moralischem Bewusstsein haben.

Öffentliches Plakat in Liberia

Öffentliches Plakat in Liberia

Ich argwöhne schon lange, dass die Vorstellung von Vergewaltigung in Afrika anders ist als anderswo, und jetzt finde ich die Bestätigung dafür in Newsweek:

„Gemäß einer über drei Jahre andauernden Studie [in Johannesburg]… glauben mehr als die Hälfte der befragten jungen Leute – Männer und Frauen –  dass erzwungener Sex mit jemandem, den man kennt, keine sexuelle Gewalt darstellt. … Die beiläufige Art, in der südafrikanische Teenager über erzwungenen und ungeschützten Sex reden, ist verblüffend.“ (Tom Masland, „Breaking The Silence,” Newsweek, 9. Juli 2000.)

Ganz eindeutig denken viele Schwarze, dass Vergewaltigung nichts ist, wofür man sich schämen muss.

Der Newsweek-Autor ist verblüfft über die weite Verbreitung von Verhalten, von dem bekannt ist, dass es zu AIDS führt und fragt: „Warum hat die Safe-Sex-Kampagne so abgrundtief versagt?“ Nun, abgesehen von ihrer grundlegend anderen Haltung gegenüber Sex und Gewalt und ihrer stärker ausgeprägten Libido, könnte ein Hauptfaktor ihr unterentwickeltes Zeitverständnis und ihre verminderte Fähigkeit, vorauszudenken, sein.

Trotzdem war ich immer noch erstaunt darüber, was ich im Zulu-Wörterbuch fand. Der Haupteintrag für Vergewaltigung lautet: „1. Eilig handeln;….2. Gierig sein 3. Rauben, plündern… [Besitztümer] gewaltsam nehmen“. Während diese Einträge durchaus mit unserem Konzept von Vergewaltigung verwandt sein mögen, bleibt ein kleines Problem: Es gibt keinen Bezug zu Geschlechtsverkehr! In einer männlich dominierten Kultur, in der „nein“ zu sagen oft keine Option ist (wie in der oben erwähnten Studie bestätigt wird), taucht „sich Sex gewaltsam nehmen“ nicht wirklich als Teil der afrikanischen Vorstellungswelt auf. Vergewaltigung hat ganz klar eine moralische Dimension, aber vielleicht nicht für Afrikaner. In dem Maß, wie sie erzwungenen Sex nicht für Unrecht halten, können sie das auch nach unserer Vorstellung nicht für Vergewaltigung halten, denn Vergewaltigung ist ja Unrecht. Wenn ein solches Verhalten nicht Unrecht ist, dann ist es auch keine Vergewaltigung.

Ein Artikel über Gruppenvergewaltigung aus der linken britischen Zeitung The Guardianbestätigt das mit dem Zitat einer jungen schwarzen Frau: „Die Sache ist die, sie [schwarze Männer] sehen es nicht als Vergewaltigung an, wenn sie uns zwingen. Sie sehen es einfach als Vergnügen für sich selber.“ (Rose George, „They Don’t See it as Rape. They Just See it as Pleasure for Them,” 5. Juni  2004.) Eine ähnliche Haltung nehmen auch einige amerikanische Schwarze ein, die Gruppenvergewaltigung beiläufig als „Zugfahren“ (running a train) bezeichnen. (Nathan McCall, Makes Me Wanna Holler, Vintage Books, 1995.)

Wenn das afrikanische Verständnis von Vergewaltigung schon abwegig ist, so mag es auch das von Romantik und Liebe sein. Ich habe kürzlich eine südafrikanische Fernsehdiskussion über Sex gegen Geld gesehen. Von den zahlreichen Frauen aus dem Publikum, die sich dazu aussprachen, stellte nicht eine einzige die Moral solchen Verhaltens in Frage. Tatsächlich fragte eine sogar: „Warum sonst sollte man Sex mit einem Mann haben?“

Aus der beiläufigen Art, in der Afrikaner mit dem Wort „Liebe“ um sich werfen, argwöhne ich, dass ihr Verständnis davon im besten Falle kindisch ist. Ich argwöhne, dass die Vorstellung davon Afrikanern fremd ist, und wäre überrascht, wenn es sich unter amerikanischen Schwarzen wesentlich anders verhielte. Afrikaner hören Weiße von „Liebe“ sprechen und geben dem Wort eine Bedeutung aus ihrem eigenen Konzepte-Repertoire. Das Ergebnis ist das Konzept eines Kindes von diesem tiefsten der menschlichen Gefühle, das ihrem Missverständnis von der Natur eines Versprechens vermutlich ähnelt.

Ich fand kürzlich ein Dokument wieder, das mir eine junge Afrikanerin im Juni 1993 diktiert hatte. Sie nannte es „ihre Geschichte“ und das letzte Kapital ist eine bezeichnende Illustration von etwas, was Europäer als beschränktes Verständnis von Liebe bezeichnen würden:

„Auf meinem Nachhauseweg von der Schule traf ich einen Jungen. Er machte mir einen Antrag. Sein Name war Mokone. Er sagte mir, dass er mich liebt. Und ich sagte ihm, dass ich ihm meine Antwort nächste Woche geben werde. Nachts war ich verrückt nach ihm. Ich dachte immer an ihn.“

Moralische Blindheit

Immer wenn ich Ethik unterrichtete, benutzte ich das Beispiel von Alfred Dreyfus, einem jüdischen Offizier in der französischen Armee, der 1894 wegen Verrats verurteilt wurde, obwohl die Behörden wussten, dass er unschuldig war. Den Fehler zuzugeben, so wurde gesagt, hätte vernichtende Auswirkungen auf die militärische Moral gehabt und große soziale Unruhen ausgelöst. Ich würde im Gegensatz dazu argumentieren, dass gewisse Dinge an sich falsch sind und nicht nur wegen ihrer Konsequenzen. Selbst wenn die Folgen aus einer Freilassung Dreyfus‘ viel schlimmer gewesen wären, als ihn im Gefängnis zu behalten, hätte er freigelassen werden müssen, weil es Unrecht ist, einen unschuldigen Mann im Gefängnis zu lassen.

Zu meiner Verwunderung sagte eine ganze Klasse in Kenia, dass er nicht freigelassen hätte werden sollen. Nennen Sie mich begriffsstutzig, wenn Sie wollen, aber das ereignete sich 20 Jahre bevor mir die volle Bedeutung dessen zu dämmern begann.

Der Tod ist eine Gewissheit, aber Unfälle sind das nicht

Afrikanern fehlen, so glaube ich, möglicherweise die Konzepte von Konjunktiv und Gegenfaktualität. Der Konjunktiv kommt in Aussagen wie „Was hättest du getan, wenn ich nicht gekommen wäre?“ zum Ausdruck. Das steht im Gegensatz zu den Fakten, denn ich bin ja gekommen und es ist jetzt auch unmöglich für mich, nicht gekommen zu sein. Wir fragen damit jemanden, was er getan hätte, wenn etwas, das nicht eingetreten ist (und jetzt auch nicht mehr geändert werden kann) eingetreten wäre. Das setzt voraus, sich seiner selbst bewusst zu sein, und ich habe bereits oben den möglichen Mangel Schwarzer daran beschrieben. Es ist offensichtlich, dass Tiere zum Beispiel aufgrund ihrer völligen Unfähigkeit, sich ihrer selbst bewusst zu sein, nicht gegenfaktisch denken können.

Als ein Bekannter von mir versuchte, seine afrikanischen Arbeiter davon zu überzeugen, eine Krankenversicherung abzuschließen, fragten sie „Wozu ist das gut?“ „Nun, wenn Ihr einen Unfall habt, würde die Versicherung das Krankenhaus bezahlen.“ Ihre Antwort kam wie aus der Pistole geschossen: „Aber wir hatten keinen Unfall, Chef!“ „Aber wenn Ihr einen hättet?“ Die Antwort? „Wir hatten keinen Unfall!“ Ende der Geschichte.

Interessanterweise planen Schwarze für Beerdigungen, denn obwohl ein Unfall nur ein Risiko darstellt, stellt der Tod eine Gewissheit dar. (Der Zulu-Eintrag für „Risiko“ ist „Gefahr“ und „eine rutschige Oberfläche“) Angesichts der Alles-oder nichts-Natur schwarzen Denkens bedeutet die Tatsache, dass es nicht sicher ist, dass man einen Unfall haben wird, dass man keinen Unfall haben wird. Darüber hinaus ist hingegen der Tod konkret und beobachtbar: Wir sehen Menschen alt werden und sterben. Afrikaner sind sich der Zeit bewusst, wenn sie sich im Konkreten und Beobachtbaren manifestiert.

Eine der grundlegenden Ideen, die Moral untermauern, ist die Goldene Regel: Was du nicht willst, was man dir tu, das füg auch keinem andern zu. „Wie würdest du dich fühlen, wenn jemand alles stehlen würde, was dir gehört? Nun, so fühlt sich jemand, wenn du ihn ausraubst.“ Der Konjunktiv ist offensichtlich. Aber wenn es Afrikanern ganz allgemein an diesem Konzept mangelt, werden sie auch Schwierigkeiten haben, die Goldene Regel zu verstehen und eben in dem Ausmaß dann auch Moral zu verstehen.

Wenn das zutreffend ist, so können wir auch erwarten, das ihre Fähigkeit zur menschlichen Empathie vermindert ist, und die oben angeführten Beispiele deuten auch darauf hin. Wie machen wir das schlussendlich, empathisch zu sein? Wenn wir über Dinge wie „Necklacing“ hören, denken wir instinktiv und unbewusst: „Wie würde ich mich fühlen, wenn ich diese Person wäre?“ Natürlich bin ich sie nicht und kann sie auch nicht sein, aber die Vorstellung, diese Person zu sein, gibt uns wertvolle moralische „Information“: Dass wir nicht wollen, dass uns so etwas passiert, und dass wir daher auch nicht wollen sollten, dass es anderen passiert. In dem Maß wie Menschen einen Mangel an abstraktem Denkvermögen haben, werden sie auch einen Mangel an moralischem Verständnis und darausfolgend an menschlicher Empathie haben – und das ist es, was wir bei Afrikanern tendenziell vorfinden.

In seinem 1990 erschienenen Buch Devil’s Night zitiert Ze’ev Chafets eine Schwarze, die über die Probleme in Detroit spricht: „Ich weiß, dass einigen Leuten das nicht gefallen wird, aber wann immer irgendwo ein ganzer Haufen Schwarzer beisammen ist, gibt es Probleme. Schwarze sind dumm und brutal.” (S. 76-77.)

Wenn manche Afrikaner sich nicht klar vorstellen können, wie ihr eigenes brutales Benehmen auf andere wirkt – in anderen Worten, wenn sie sich nicht in die Lage des anderen versetzen können – werden sie unfähig sein, zu verstehen, was Brutalität ist. Für sie mag das, was wir brutal nennen, normal sein, und ist daher aus ihrer Perspektive nicht wirklich brutal. Man könnte sogar spekulieren, dass afrikanische Grausamkeit nicht dasselbe ist wie weiße Grausamkeit, da sich Afrikaner über die Natur ihres Verhaltens nicht vollkommen bewusst sind, und ein solches Bewusstsein ein grundlegender Bestandteil „wirklicher“ Grausamkeit ist.

Ich bin nicht der einzige, dem diese Achtlosigkeit gegenüber anderen, die manchmal schwarzes Verhalten kennzeichnet, auffällt. Walt Harrington, ein liberaler Weißer, der mit einer hellhäutigen Schwarzen verheiratet ist, macht in seinem 1994 erschienenen BuchCrossings: A White Man’s Journey Into Black America ein paar erstaunliche Eingeständnisse:

„Mir fällt ein kleines Auto …in der Ferne auf. Plötzlich… fliegt ein Müllbeutel aus dem Fenster …. Ich denke: Ich wette, das sind Schwarze. Im Laufe der Jahre habe ich mehr Schwarze Müll wegwerfen sehen als Weiße. Ich hasse es, das zuzugeben, weil es ein Vorurteil ist. Aber als ich das Auto dann überhole, erkenne ich, dass mein Reflex zutreffend war [sie sind schwarz].

Als ich ich mich bei McDonald’s am Drive-In-Schalter einreihe …. [sehe ich,] dass im Auto vor mir vier Schwarze sitzen. Und wieder…fängt mein Kopf unbewusst an zu rechnen: Wir werden hier ewig sitzen, bis diese Leute sich entschieden haben, was sie bestellen möchten. Ich schüttelte buchstäblich den Kopf über mich selber…. Mein Gott, meine Kinder sind halb schwarz! Aber dann der Clou: Wir warteten und warteten und warteten. Jeder der vier…lehnte sich aus dem Fenster und bestelllte separat. Die Bestellung wurde mehrmals geändert. Wir saßen und saßen und ich schüttelte wieder den Kopf, dieses Mal über das verflixte Rätsel, das Rasse in Amerika darstellt. Ich wusste, dass das vergrabene Gefühl, das mich diese Unorganisiertheit voraussehen ließ …rassistisch … war. Aber meine Voraussage war korrekt (S 234-235)

Müllberg im Sudan

Müllberg im Sudan

Afrikaner neigen auch dazu, alles zu vermüllen. Um das zu verstehen, müssen wir uns fragen, warum Weiße das nicht tun, zumindest nicht in dem Ausmaß. Wir fragen uns: „Was würde geschehen, wenn jeder seinen Müll überall hinwerfen würde? Es wäre eine Sauerei. Deshalb sollte man es nicht tun!“ Der mögliche Mangel an abstraktem Denkvermögen bei Schwarzen erschwert solche Gedankengänge, deshalb wird jegliches Verhalten, das solche Gedankengänge erfordert, in ihrer Kultur mit geringerer Wahrscheinlichkeit auftreten. Selbst nach generationenlangem Leben in Gesellschaften, in denen solche Gedankengänge Allgemeingut sind, versagen viele dabei, sie zu übernehmen.

Es sollte nicht extra erwähnt werden müssen, dass meine Beobachtungen zu Afrikanern Verallgemeinerungen sind. Ich behaupte nicht, dass keiner von ihnen die Fähigkeit zu abstraktem Denken und moralischer Einsicht hat. Ich spreche von Tendenzen und Durchschnitten, die Raum für viele Ausnahmen lassen.

In welchem Maß gelten meine Beobachtungen bei Afrikanern auch für amerikanische Schwarze? Amerikanische Schwarze haben einen Durchschnitts-IQ von 85, was volle 15 Punkte über dem afrikanischen Durchschnitt von 70 liegt. Die Fähigkeit zu abstraktem Denken hängt zweifellos mit der Intelligenz zusammen, so dass wir davon ausgehen können, dass amerikanische Schwarze in dieser Hinsicht Afrikaner übertreffen.

Und doch zeigen auch amerikanische Schwarze viele der Wesenszüge, die bei Afrikanern so auffallend ins Auge springen: Geringe mathematische Fähigkeiten, vermindertes abstraktes Reflexionsvermögen, hohe Kriminalitätsraten, einen kurzzeitigen Horizont, Müll überall hinwerfen usw. Wenn ich nur unter amerikanischen Schwarzen und nicht unter Afrikanern gelebt hätte, wäre ich vielleicht nie zu diesen Schlussfolgerungen gekommen, aber das extremere Verhalten von Afrikanern macht es leichter, dieselben Tendenzen auch bei amerikanischen Schwarzen zu erkennen.

 

Gedaliah Braun hat einen Doktortitel in Philosophie und ist Autor von Racism, Guilt, Self-Hatred and Self-Deceit. Das Buch kann im PDF-Format bei der Website vonAmerican Renaissance käuflich erworben werden.

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Siehe auch:

Willkommen im Dschungel: Unamusement Park erforscht den Kongo, ein Vierteiler von Unamused

Ja, Afrika muss zur Hölle gehen von Alex Kurtagić

Die Torheit der von Weißen gesponserten Entwicklung von Alex Kurtagić

Haiti darf nicht wiederaufgebaut werden von Alex Kurtagić

ISIS / IS entschleiert: US-General Wesley Clark erklärt das schmutzige Geheimnis

Wesly Clark
CNN-Interview mit US-General Wesley Clark (veröffentlicht auf YouTube 17.2.2015), ehemaliger Supreme Allied Commander Europe der NATO, 1990 NATO-Oberbefehlshaber im Kosovo. Nachfolgend die Übersetzung: Clark: “Also, man ist deswegen ein bisschen im Dilemma, wir müssen diese Art Verwirrung darüber sein lassen. Wir brauchen die Erlaubnis, den Hinweisen zu folgen, die Truppen reinzulassen und das auszuspielen.
ISIS wurde gestartet durch die Finanzierung unserer Freunde und Verbündeten, denn die Leute in der Region werden Ihnen sagen: ‘Wenn Sie jemand wollen, der Hisbollah bis zum Tod bekämpft, so hängen Sie nicht ein Rekrutierungsplakat auf und sagen: ‘Verpflichten Sie sich bei uns’ oder ‘Wir machen eine bessere Welt’. Sie haben es auf Glaubenseiferer abgesehen!” Interviewerin: “Ich höre, wie sie Syrien nebulös halten! Ich meine, sie waren sehr entschieden darin, dass sie diese verrückte ISIS zerstören wollten. Es ist für mich überhaupt nicht verworren, die Frage wäre, wenn sie die ISIS in Syrien ausradieren, was das Ziel ist, dann gemeinsam mit Assad ausradieren, es muss einen Plan für diese Dinge geben!” Clark: “Nun, einige Dinge kann man nicht so klar planen, denn man hat es mit dem Gebiet des Politischen zu tun. Und ein Teil davon ist: Kann man die Russen dazu bewegen, ihre Unterstützung von Baschar al-Assad abzuziehen?
Wie könnte man das machen? Nun, wir haben es zur Zeit mit den Russen in der Ukraine zu tun, und sie sind nicht hilfreich. In der Tat aus der Perspektive Putins sieht er das Spiel wahrscheinlich genau andersherum. Er sagt, weil die Amerikaner uns brauchen, um beim Iran zu helfen, weil sie keine Bodentruppen in Syrien haben, hängen sie eigentlich von uns ab. Deswegen können wir die Ukraine weiter vorantreiben und die Amerikaner werden uns nicht stoppen, denn sie haben Angst, dass sie unsere Kooperation anderswo in der Welt verlieren. Er [Putin] spielt es also auf diese Weise aus. Also, es ist schwierig. Man kann nicht immer alles linear vorausplanen …” Das Clark-Interview offenbart einen unglaublichen unterschwelligen Zynismus. Die Glaubenseiferer des IS sind Knetmasse in der Hände mächtiger Interessen, welche eine gesamte Region ins Unglück stürzen. Nachfolgend ein FOX-News-Interview von Megyn Kelly mit General Wesley Clark (veröffentlicht auf YouTube am 19.2.2015, Videolink am Ende des Beitrags): Megyn Kelly: “Willkommen Wesley Clark, der der NATO als oberster Kommandeur diente und ehemaliger Präsidentschaftskandidat der demokratischen Partei ist, er ist Autor von ‘Wartet nicht auf den nächsten Krieg. Eine Strategie für Amerikas Wachstum und globale Führung. Und wir warten, was er hierzu zu sagen hat! Herr General – großartig Sie zu treffen! Clark: “Danke Meg!” M. K.: “General Keane sagte, dass der radikale Islam der Feind ist. Stimmen Sie dem zu?” Clark: “Nun, ich stimme einer Menge von dem zu, was General Keane sagt. Er ist ein alter Feuend von mir und ein sehr intelligenter und erfahrener Führer. Ich denke, jetzt haben wir eine wirkliche Bedrohung von extremistischen Islaminterpretationen, die von Gruppen wie ISIS wiedergegeben werden, aber sehen Sie: Es ist auch richtig, dass es da genau jetzt einen riesigen geostrategischen Kampf im Mittleren Osten gibt.” M. K. (unterbricht): “O.k. Aber bevor wir dazu kommen, möchte ich einfach mit der Frage beginnen, denn wir haben davon auch von General [Michael] Flynn gehört, der die DIA [Defense Intelligence Agency] führte. Ich meine, das ist ein großer Geheimdienst, er ist der Bruder der CIA. Er führte sie, erst kürzlich im Sommer wurde er pensioniert und verurteilte die Regierung dafür, dass sie den Begriff ‘islamische Militante’ nicht benutzt. Er sagte: ‘Wir können nicht einen Feind schlagen, von dem wir nicht zugeben, dass er existiert.’ Stimmen Sie dem nicht zu?” Clark: “Yeah, ich stimme dem zu. Aber ich denke, es ist nicht einfach nur der radikale Islam, denn der radikale Islam wird benutzt. Wir, die Vereinigten Staaten, benutzten den radikalen Islam, um die Sowjets in Afghanistan zu bekämpfen. Wir baten die Saudis, dass Geld beizuschaffen. Sie taten es.” M. K. (unterbricht): “Ok. Das ist …” Clark: “Megyn, das ist alles ein Teil davon.” M. K.: “Was diese Herren offenbar sagen, ist, dass wir eine Regierung haben, ja, die es nicht einmal beim Namen nennt, aus politischer Korrektheit, aus Furcht, jemanden zu beleidigen. Keane glaubt, aus Furcht darüber, was in Afghanistan passiert ist und im Irak, aber dass wir uns nicht von Angst kontrollieren lassen dürfen, wenn wir uns jetzt diesem Feind gegenüber sehen.” Clark: “Nun, natürlich können wir uns nicht von Angst kontrollieren lassen. Aber man kann nicht wirkungsvoll mit dieser Bedrohung umgehen, bevor man nicht verstanden hat, was ihre Quelle ist. Es sind nicht einfach nur der Fanatismus oder der radikale Islam, es ist gesteuert und befeuert von geostrategischen Ambitionen von Mächten in der Region.” M. K.: “Ahem (unterbricht). Aber was er versuchte zu sagen – unsere Zuschauer sehen das und wir werden eine Menge Rückmeldungen bekommen – was General Keane versucht zu sagen ist, dass die Politik – welche, wie er sagt, versagt hat, was auch dieser andere General sagt, dass sie versagt hat – Rückzug ist, Abzug. Und er hat Beispiele dafür gebracht. Lassen Sie uns das einfach schnell durchgehen: Haben wir in Syrien eine Chance verpasst oder nicht?” Clark: “Wir hätten mit den moderaten Syrern viel mehr tun können als wir es getan haben.” M. K. : “Mmm (unterbricht). Haben wir eine Gelegenheit in Libyen verpasst oder nicht?” Clark: “Wissen Sie, das Problem in Libyen war, dass wir nur eine Teilopposition hatten, aber es war keine starke und einige Opposition.” M. K. (unterbricht): “Hätten wir sie unterstützen sollen, als sie um Unterstützung mit einer bescheidenen Sicherheitstruppe baten?” Clark: “Genau. Wir haben sie doch unterstützt, das ist richtig!” M. K. (unterbricht): “Hätten wir irgendeine restliche Truppe im Irak zurücklassen sollen? Hätten wir irgendwen dalassen sollen, um die Gewinne unserer Truppen zu behaupten?” Clark: “Ich hätte gerne eine Resttruppe im Irak zurückbehalten, wenn wir den richtigen Status für ein Truppenabkommen gehabt hätten. Aber was Sie wegen dieser Kritik verstehen müssen, ist, dass es der Iran hinter den Kulissen zusammen mit dem Maliki-Regime war, egal, was die Vereinigten Staaten bei den Verhandlungen getan hätten, der Iran hätte einen Weg gefunden, uns aus dem Irak zu drängen.” M. K.: “Warum es ihnen leicht machen? Hier ist die Frage: Warum will die Regierung den radikalen Islam nicht als solchen benennen?” Clark: “Da müssen Sie einen Regierungssprecher fragen!” M. K.: “Liegen sie falsch, oder? (Unterbricht Clark.) Warum? Sie sind zu politisch korrekt? Denn es irritiert die Menschen, wenn sie sehen, dass 6 von 10 Amerikanern wissen, hören Sie …” (Durcheinander). Clark: “Megyn, es geht nicht um Religion, es geht…” (Megyn unterbricht). M. K.: “Doch, es geht um Religion, es geht um pervertierte religiöse Ideologie!” Clark: “Nein, darum geht’s nicht!” M. K.: “Doch! Erzählen Sie mir nicht, dass es nichts mit dem Islam zu tun hat! Natürlich hat es!” Clark: “Es ist …” (M. K. unterbricht). “Ja, natürlich. Aber lassen Sie mich erklären, was Menschen in der Region Ihnen sagen werden, wenn Sie sie fragen: Was ist los mit ISIS? Wissen Sie, was sie Ihnen erzählen? Sehr offenherzig?
Die einzigen Menschen, welche gegen die Iraner kämpfen werden und die Schiiten und die Hisbollah sind diese bekloppten religiösen Eiferer. Und alle sunnitischen Mächte benutzten sie. Sie haben einen Frankenstein in der Region geschaffen!” M. K.: “Was sollten die Vereinigten Staaten denn tun? Denn ihr Problem ist jetzt unser Problem!” Clark: “Man geht jetzt mit Special Forces rein. Man muss am Boden lokale Kräfte einsetzen. Man muss die US-Luftwaffe nutzen. Man muss das eindämmen! Man muss mit Verbündeten in der Region zusammenarbeiten.” M. K.: “Glauben Sie wie General Keane und der andere meinten: Das ist der Kommunismus, der Nazismus unserer Zeit?” Clark: “Ich weiß, dass es eine Bedrohung durch diese ah, ah, religiöse Interpretation, diese extremistische Interpretation des Islam gibt. Ist es der Kommunismus unserer Zeit? Nicht insoweit er von Staaten unterstützt wird. Denn was ich zu erklären versuche, ist, dass Staaten das geschaffen haben. Und es sind Verbündete!” M. K.: “Also was ist nun die Antwort?” Clark: “Sie müssen umfassend an das Thema herangehen. Das heißt militärisch, diplomatisch, wirtschaftlich, ideologisch, und man muss die sunnitisch-islamischen Staaten wie Saudi Arabien selbst dazu bewegen, sich lautstark gegen ISIS auszusprechen.” M. K.: “Ahm …” Clark: “… und gegen ihre Interpretation davon [des Islam].” M. K. : “Großartig, Sie zu treffen!” Clark: “Danke.” ***
Interessant wie sich die Interviewerin Megyn Kelly strikt an ihr Skript hält und General Clarks Enthüllungen völlig an ihr abperlen: https://youtu.be/Y-id_x6Fh3c

Dr. Eva Maria Barki: Meinungsterror in Österreich

Quelle: www.info-direkt.eu

Rechtsanwältin Dr. Eva Maria Barki

Info-DIREKT veröffentlicht heute die Übersetzung eines aufsehenerregenden Interviews, das die Wiener Rechtsanwältin Dr. Eva Maria Barki vor kurzem dem konservativen ungarischen Nachrichtenportal Magyar Idők (magyaridok.hu) gewährte und das dort am 10. Dezember 2015 unter dem Titel „VÉLEMÉNYTERROR VAN AUSZTRIÁBAN“ erschien. Wir danken Frau Dr. Barki für Vidierung und Genehmigung unserer Übersetzung aus dem Ungarischen.

MEINUNGSTERROR IN ÖSTERREICH

Das Dublin-III-Abkommen und das Schengen-System sind „tot“ und man sollte auch die Genfer Flüchtlingskonvention aufkündigen – erklärte die Wiener Rechtsanwältin Dr. Eva Maria Barki gegenüber Magyar Idők. Die Völkerrechts- und Flüchtlingsrechtexpertin sieht ein dringliches Problem darin, dass derzeit eine bewusst vorbereitete und gut koordinierte Invasion erfolge und dass man bis zum Jahr 2050 damit rechnen müsse, dass bis zu 950 Millionen Menschen nach Europa kommen werden. Europa hingegen habe keine Antwort auf diese Herausforderung parat. Angela Merkel und Jean-Claude Juncker vertreten lediglich Ansichten, welche ihnen Washington diktiert. Frau Dr. Barki hebt ferner hervor, dass in Österreich ein Meinungsterror herrsche: es sei verboten, sich gegen die Migration zu äußern. Diejenigen, die es dennoch tun, riskieren damit ihren Job.

– Sie wurden in Österreich geboren, haben aber enge Beziehungen zu Ungarn. Woher kommt diese Nahebeziehung?
– Mein Vater war Ungar, starb aber, als ich ein halbes Jahr alt war. Doch ich erhielt eine ungarische Ausbildung, auch wenn ich mit meiner Mutter deutsch sprach. Als einziges Kind ungarischer Herkunft in der Schule interessierte ich mich vor allem für ungarische Geschichte und habe darüber viel mit meinen Geschichtslehrern diskutiert. Als ich Rechtsanwältin wurde, war ich der einzige Anwalt in Wien, der Ungarisch sprach und konnte in der Folge viele meiner Landsleute rechtlich vertreten.

– Sie sind Völkerrechts- und Flüchtlingsrechtsexpertin. Auf internationalen Foren und bei internationalen Organisationen setzen Sie sich oft entgegen dem Mainstream mit viel Fachwissen für die ungarischen Interessen ein. Worauf geht dieses Ihr Anliegen zurück?
– Ich verteidige nicht nur die ungarischen Interessen, sondern vor allem die Wahrheit. Ich trete aber auch für andere Völker ein.

– Sie beschäftigen sich seit Jahrzehnten mit der Migrationsfrage: wer ist Ihrer Terminologie zufolge ein Flüchtling und wer ist ein Wirtschaftsmigrant?
– Kriege, Bürgerkriege und andere kriegerische Aktivitäten, bewaffnete Konflikte und gewalttätige Stammesrivalitäten sind kein Asylgrund, dieser ist nur im Falle einer individuellen Verfolgung gegeben, das heißt im Falle einer persönlichen beziehungsweise politischen Verfolgung. Daher erfüllen von den derzeit ankommenden Migranten nicht einmal drei Prozent die Voraussetzungen nach der Flüchtlingskonvention und damit die Voraussetzungen für einen dauernden Aufenthalt. Darüber hinaus ist es sehr bedenklich, dass die Mehrheit dieser Leute nur die reichen europäischen Länder anstrebt, wo doch ein Flüchtling, der um sein Leben fürchtet, mit jedem Land zufrieden sein sollte, in dem er in Sicherheit ist.

– Aber in Europa gibt es eine Angela Merkel…
– Leider ist sie der Totengräber Europas. Sie lädt die Migranten bewusst ein und zerstört damit Deutschland, aber auch Europa.

– Wie viele Migranten sind zu erwarten?
– Jedes Jahr können Millionen von Menschen kommen, die Einwanderungswelle hat bei weitem noch nicht ihren Höhepunkt erreicht. Laut Professor Gunnar Heinsohn vom Militärdemographischen Institut des NATO Defense College werden bis zum Jahr 2050 alleine aus Afrika und dem Nahen Osten 950 Millionen Einwanderer nach Europa kommen.

– Wie viele?!
– 950 Millionen.

– Es gibt keine Volkswirtschaft, die das aushalten kann. In wessen Interesse erfolgt diese Invasion?
– Es handelt sich um eine gezielt vorbereitete, gut koordinierte Aktion. Der amerikanische Militärstratege Thomas Barnett, Berater des ehemaligen US-Verteidigungsministers, hat in zwei seiner Bücher darüber geschriebnen, dass Europa 1,5 Millionen Immigranten pro Jahr aufnehmen müsse. Seiner Ansicht nach soll auf diese Weise eine Gesellschaft geschaffen werden, in der es keinen Unterschied zwischen Nationen, Kulturen, Religionen und Nationalitäten mehr gibt, wobei jedoch ein wesentlicher Teil der Bevölkerung einen IQ von weniger als 90 hat, sodass man sie zwar zum Arbeiten einsetzen kann, jedoch ein selbstständiges Denken nicht erfolgt. In den Vereinigten Staaten versteht man nichts von unseren gewachsenen Nationen, von unserer Geschichte, und vor allem nichts von unserer Kultur und unseren Traditionen, man versteht nichts davon, wie eine gut strukturierte Gesellschaft aussieht.

– Die früheren Hauptdestinationen der Auswanderung, also die Vereinigten Staaten, die reichen Golfstaaten und Australien wenden sich – völlig zu Recht – gegen eine unbeschränkte Einwanderung. Wie sollte es dann jemand von dort wagen, sich in das einzumischen, was Europa und was Ungarn tut?
– Man wird den Menschen und den Regierungen klar machen müssen, dass die Immigration – neben anderen Faktoren – eines der wichtigsten Instrumente darstellt, um die europäische Wirtschaft und das europäische Sozialsystem zu zerstören, wobei zur gleichen Zeit die europäischen Selbstverteidigung nicht funktioniert.

– Was wird aus Europa werden?
– És wird ein bipolarer Kontinent entstehen, wobei Mitteleuropa die zentrale Rolle zukommt. Die westeuropäischen Nationen werden gemeinsam mit den Vereinigten Staaten aufgrund des Werteverfalls untergehen, weil der Werteverfall und die moralische Krise bereits ein Ausmaß erreicht haben, dass sie unumkehrbar erscheinen. Dazu kommt noch die wirtschaftliche und politische Krise.

– Besteht ein Zusammenhang zwischen Migration und Terrorismus?
– Ja. Daher ist ein großes Problem, dass die europäischen Führer, die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel und der Präsident der Europäischen Kommission Jean-Claude vollkommen abgehoben von der Realität unter dem Vorwand einer Scheinhumanität und Scheinsolidarität die Bewohner des Kontinents nicht schützen.

– Den österreichischen sozialdemokratischen Kanzler Werner Faymann kann man nicht gerade als Paradebeispiel für aufrechte Rede und Konsequenz bezeichnen. Zum Beispiel hat er zuerst gegen die Errichtung des ungarischen Grenzzaunes protestiert. Dann später, als sich die Österreicher zu einer Grenzschutzmaßnahme entschlossen haben, wurde diese nicht Grenzzaun, sondern „kleines Tor mit Seitenteilen“ genannt …
– Der österreichische Bundeskanzler wiederholt nur mantrahaft, was Angela Merkel ihm vorgesagt hat; die deutsche Kanzlerin und der Präsident der Europäischen Kommission Jean-Claude Juncker sagen wiederum das, was ihnen von Washington diktiert wird. Und in der amerikanischen Politik sind die Finanzoligarchie und die Rüstungsindustrie sowie deren Lobbyisten immer noch sehr einflussreich.

– Nicht nur die ausgebildeten „Soldaten“ und Terroristen, welche mit der Migrantenflut nach Europa kommen, stellen eine Bedrohung dar, sondern auch etliche Angehörige der zweiten und dritten Migrantengeneration, welche als EU-Bürger bereits hier leben. Waren der Vater oder der Großvater noch zufrieden damit, dass sie in Frieden leben konnten, dass sie Arbeit hatten, dass Wasser aus dem Wasserhahn floß und dass man ein Dach über dem Kopf und Essen auf dem Tisch hatte, so sind ihre Nachkommen damit offenbar nicht mehr zufrieden oder wollen sich nicht mehr anpassen. Warum ist das so?
– Sie wollen und können sich auch nicht integrieren. Denn sie gehören einer völlig anderen Kultur an, haben eine völlig andere Mentalität und andere Motivationen.

– Aber fast jeder schafft es in Kanada.
– Kanada ist nicht mit einem derartigen Ausmaß und einer derartigen Zusammensetzung der Migration konfrontiert.

– Stellt der Dschihad – also das Ziel der globalen Islamisierung – einen bewussten Teil der Migration dar?
– Ja, dies ist der Fall, vor allem in Syrien.

– In mehreren EU-Staaten wussten die Behörden seit Jahren, wer die Terrorverdächtigen waren, die nach Syrien zu „Bombenbastelkursen“ fuhren, doch nichts passierte um sie auszuschalten und zu liquidieren. Wie kommt das? Ist das Dilettantismus? Oder halten sie das für Rechtsstaatlichkeit?
– Das Migrationsproblem zeigt, dass diese Auffassung von Rechtsstaat versagt. Die Situation ist bereits unkontrollierbar geworden. Die Behörden wagen es nicht mehr, gegen die immer größer werdende Kriminalität vorzugehen, und wenn, dann dürfen sie es nicht an die Öffentlichkeit bringen, um einen öffentlichen Aufruhr zu vermeiden. Und wenn sich die Betroffenen an das Gericht wenden, berufen sie sich darauf, dass man ihre Kultur und ihre Gewohnheiten berücksichtigen müsse. Ich fürchte, es wird einen Bürgerkrieg geben, wenn es in mehreren Staaten in Europa – vor allem in Deutschland, Frankreich und Italien – zu Terroraktionen an verschiedenen Standorten kommt. Was folgt danach? Eine Diktatur, aber es lässt sich nicht sagen, ob es eine rechts- oder linksgerichtete Diktatur sein wird.

– Man rechnet in der Zukunft mit riesigen Menschenmengen, aber wie will man diese effektiv zurückhalten?
– Der Grenzzaun ist eine richtige Maßnahme. Die Anziehungskraft würde aber erst dann wegfallen, wenn die seit 1990 nicht mehr adäquate Genfer Flüchtlingskonvention nicht bestünde; sie muss deshalb aufgekündigt werden. Dann könnten die Schlepper den Migranten nicht mehr versprechen, dass sie Asyl in Europa erhalten. Die Außengrenzen der Union müssten natürlich wirkungsvoll durch Militäreinsatz geschützt werden.

– Was halten Sie von der verpflichtenden Quotenregelung? Die Slowakei und Ungarn erwarten sich vom Europäischen Gerichtshof, dass er nein zum Brüsseler Diktat sagt.
– Ich fürchte, dass der Europäische Gerichtshof wie schon so oft gegen die Interessen der Mitgliedstaaten entscheiden wird. In der Tat ist das Hauptproblem die EU-Richtlinie, welche besagt, dass Menschen, die aus Kriegsgebieten kommen, in gleicher Art und Weise wie politische Flüchtlinge zu behandelt seien. Mann müsste also zuerst beantragen, dass diese EU-Richtlinie aufgehoben wird.

– Wenn man heute die Migranten unter den EU-Staaten aufteilen möchte – obwohl dies kaum durchgehen wird –, werden diese morgen aufgrund des Schengen-Abkommens wieder ohne viel zu zögern in das Land ihrer Träume zurückkehren. Welchen Sinn soll also diese Quotenregelung haben?
– Es wird irgendwann überall Grenzzäune geben. Deshalb muss man erreichen, dass die Migranten nicht in die EU, aber auch nach ganz Europa nicht gelangen können.

– Die Visegrad-Länder (V4) kooperieren in der gegenwärtigen Krise miteinander. Glauben Sie, dass damit die Grundlage für eine spätere wirksame politische und wirtschaftliche Vertretung der Interessen gelegt wurde?
– Ich hoffe, dass diese Partnerschaft noch enger ausgestaltet wird, aber es sollten sich auch andere Länder in der Region anschließen wie Slowenien, Kroatien und Rumänien, um ihre Interessen in Brüssel oder auch gegen Brüssel auf der Grundlage gemeinsamer Ziele zu vertreten.

– Wie sollten sich Ihrer Meinung nach die EU und die Nationalstaaten verhalten, um das Einwanderungsproblem in den Griff zu bekommen?
– Das Dublin-III-Abkommen und das Schengen-Systems sind „tot“ und deshalb sollte man auch die Genfer Flüchtlingskonvention aufkündigen, da sie nach dem Zweiten Weltkrieg unter ganz anderen Umständen und für ganz andere Problemlösungen zustandegekommen war. Heute herrscht überall Krise: Soldaten in den Straßen, geschlossene Schulen, Angst und ohnmächtige Wut, die sich in den Herzen der Menschen breitmachen. In der ganzen Welt herrscht Umbruch. Die heutige Situation ist sehr ähnlich zu derjenigen vor dem Ersten Weltkrieg. Der Papst hat Recht. Das ist ein dritter Weltkrieg. Und es geht hier nicht nur um den Kampf gegen den Terrorismus, sondern der Krieg erstreckt sich auf viele weitere Terrains: Wirtschaft, Währungskrieg, Waffenhandel, Medien und Propagandakrieg.

– Was die deutschsprachige Presse – Ausnahmen bestätigen die Regel – über die Migration schreibt, hat in vielen Fällen nichts mit der Wahrheit gemein. Den Deutschen wird de facto von den Journalisten vorgeschrieben, wie sie über die Flüchtlingskrise zu denken haben.
– Viele Medien lügen im vollen Bewusstsein ihrer meinungsbildenden Kraft. Wir sollten Beschwerden und Klagen gegen sie einbringen.

– Sie führen seit 2012 wegen dem Lendvai-Film „Nationale Träume – Ungarns Abschied von Europa?“ und wegen der anschließenden Diskussion einen Prozess. Wie steht dieser mit Paul Lendvai zusammenhängende Fall?
– Das erste Verfahren gewann ich vor dem Obersten Gerichtshof, dessen Urteil besagte, dass in der Sache verhandelt werden müsse, was aber bisher nicht geschehen ist, meine Eingaben hat man einfach abgewiesen, und zwar mit der Begründung, es sei kein Verstoß gegen den Grundsatz der Objektivität erfolgt. Der Oberste Gerichtshof hat jedoch ausgesprochen, dass es notwendig ist zu überprüfen, ob im Film die journalistische Ethik eingehalten wurde und ob die dargestellten Fakten wahr sind oder nicht. Die Medienbehörde hingegen lehnte dies ohne mündliche Verhandlung ab, weil nach ihrer Meinung alles korrekt und objektiv sei. Gegen den 65-seitigen Beschluss habe ich wieder Berufung eingelegt.

– Die Österreicher sind nette, wohlmeinende, angenehme Leute, jedoch erheben sie nicht ihre Stimme gegen ihre „danebenredenden“ Politiker, sowie gegen die Vertreter der Kunst und Kultur und ihre realitätsfremden Ansichten. Warum?
– Den Menschen gefällt vieles nicht, jedoch herrscht in Österreich Meinungsterror. In Firmen, in Ämtern, in Banken dürfen die Mitarbeiter sich nicht negativ über Migration äußern. Diejenigen, die es dennoch tun, riskieren ihren Job.

– Das gab es doch auch bei uns in Ungarn und wurde Kommunismus genannt.
– Das, was heute in Österreich passiert, ist in vielerlei Hinsicht schlimmer. Beispielsweise muss man Kollegen melden, die sich negativ über Migration äußern, man baut ein Spitzelnetzwerk aus.

– Die Redefreiheit ist doch einer der Hauptwerte der Demokratie.
– Das interessiert die Leute nicht. Sie schweigen lieber, weil sie um ihre Arbeit und um ihr Einkommen fürchten. Freiheit ist im Westen kein Wert mehr, nur Sicherheit.

– Worauf ist diese Beschränkung der Redefreiheit zurückzuführen?
– Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die Menschen umerzogen. Die Deutschen können heute nicht mehr frei denken, ja es gibt keine einzige Partei, welche ihre Interessen vertritt. Auch bei uns gibt es eine Verdummung, auf politischer Ebene ist vielleicht noch die FPÖ die Partei, welche die Interessen der Bürger vertritt.

– O, jetzt werden viele Sie auf der politischen Landkarte positionieren…
– Ich vertrete keine Parteipolitik und war nie Mitglied einer politischen Partei und werde es auch nie sein. Meine Tätigkeit ist selbstverständlich auch eine politische, doch wenn ich mich für etwas einsetze und meine Stimme erhebe, dann erfolgt das im Interesse der Gerechtigkeit und dies wird auch in der Zukunft so sein. Da ich vollkommen unabhängig bin, kann ich mir diesen Luxus leisten.

Beitragsbild: Rechtsanwältin Dr. Eva Maria Barki