Historikerin Brigitte Queck: „Nato hält ihren eigenen Vertrag nicht ein“

Quelle: de.sputniknews.com

Der Nato-Gipfel in Warschau ist völkerrechtswidrig, meint die deutsche Autorin, Politikwissenschaftlerin und Historikerin Brigitte Queck. „Wir fordern, dass die USA und die Nato das in der Uno-Charta fixierte internationale Recht, einhalten“, sagte die Menschenrechtlerin.

Im Interview für Sputnik verwies sie darauf,  dass im Nato-Vertrag, Artikel 1, fixiert sei, die Nato solle nur in den eigenen Grenzen die Staaten verteidigen. „Wo sind denn die Nato-Grenzen gewesen – dreimal im Irak, Jugoslawien, in Libyen und anderen Ländern“, äußerte sie.Deswegen sollte Russland auf der internationalen Ebene immer wieder beweisen, dass die Nato ihren eigenen Vertrag nicht einhält. „Russland ist ein total friedliebender Staat, der nie einen anderen Staat angegriffen hat. Im 71. Jahr der Befreiung Europas vom Faschismus ist es eine Schande, dass ehemalige Alliierte jetzt Russland zum Aggressor erklären.“

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Die Truppenzusammenziehung in den Baltischen Staaten sei laut Queck selbst eine aggressive Haltung der Nato gegen Russland. „Man müsse sich mal überlegen — 300 Kilometer von Leningrad entfernt, das während der faschistischen Okkupation gegen die Sowjetunion am meisten gelitten hat! Das ist eine unverantwortliche Sache, und alle friedliebenden Menschen in der Welt, und vor allen Dingen wir als Deutsche, die Hauptschuldige im Zweiten Weltkrieg waren, sollten dagegen protestieren.“