„Bargeld horten, Gold kaufen“ – Finanzexperte: Ein ganz großer Crash steht bevor

Sehr hohe Schuldenstände in der Welt in Kombination mit historisch niedrigen Zinssätzen bringen die Finanzmärkte weltweit in Schieflage. Verursacht haben das vor allem die Zentralbanken. Ist die Finanzwelt noch zu retten und was sollen wir tun mit unserem schwer verdienten Geld? Der Finanzexperte Ernst Wolff findet die Lage höchst alarmierend.

Crash steht bevor

Herr Wolff, fast alle Länder der Welt sind überschuldet. Wie kam es dazu und wie funktioniert dieses System?

Das liegt daran, dass das System in den letzten zehn Jahren außer Kontrolle geraten ist. Das liegt vor allem an der Deregulierung des gesamten Finanzsektors.

Der Anfang war im Jahr 1971 als die Golddeckung des Dollars aufgehoben wurde. Danach haben die Banken in der ganzen Welt darauf gedrängt, dass immer mehr dereguliert wird. An der Stelle müsste man sich fragen, warum eigentlich reguliert wurde. Es wurde mal reguliert nach dem Bankencrash 1929, als sehr viele Leute sehr viel Geld verloren haben. Da wurde in Amerika z.B. das Trennbankensystem eingeführt und da wurden andere Regelungen eingeführt, um die Vermögen der Leute sicher verwalten zu können.

Und diese ganzen Regulierungen wurden im Zuge der Jahre zwischen 1970 und 2000 immer weiter aufgehoben. Der letzte große Akt war 1999 die Aufhebung des Trennbankensystems in den USA durch die Regierung Clinton. Diese ganzen Erleichterungen für die Finanzindustrie haben dazu geführt, dass der Finanzsektor unglaublich explodiert ist. Der Finanzsektor macht heute ein Vielfaches des realwirtschaftlichen Sektors in der Welt aus.

Der Finanzsektor hat sich von der Realwirtschaft völlig abgehoben, sich verselbständigt und er funktioniert nur noch wie ein Spielcasino. Sie können dort Geld einsetzen und in sehr kurzer Zeit sehr viel Geld gewinnen. Das wiederum hat dazu geführt, dass die ganzen Gelder, die jetzt in die Wirtschaft reingepumpt werden von den Zentralbanken, nicht in die Realwirtschaft gehen, sondern in dieses Geldcasino und die Spekulationen immer weiter vorantreiben und damit die großen Blasen an den Märkten immer weiter aufpusten. Die großen Blasen sind die Immobilienmärkte, die Aktienmärkte und die Anleihenmärkte.

Wenn ich privat einen Schufa-Eintrag habe, bekomme ich doch keinen Kredit. Wieso ist das bei großen Playern anders?

Sitz der Bank im Palazzo Salimbeni in Siena
© AFP 2016/ CIUSEPPE CACACE

Das ganz große Problem ist, dass das ganze System eigentlich tot ist. Es ist 2008 zusammengebrochen und wird nur noch durch künstliche Injektionen von immer neuem Geld am Leben erhalten. Wenn man jetzt aufhören würde, dieses Geld in die Finanzwirtschaft hineinzustecken, dann würde sie sofort kollabieren. Es ist also zum Überleben des Systems notwendig, dass immer wieder neues Geld nachgeliefert wird.

Es wurde immer wieder neues Geld nachgedruckt, in Amerika hieß das „Quantitative Easing“ das war allerdings die zweite große Nation, die das gemacht hat, vorher waren es schon die Japaner. Die EZB hat ja inzwischen nachgezogen, also es wird überall auf der Welt von den Zentralbanken wie verrückt Geld gedruckt.

Das Zweite ist, dass die Zinssätze immer weiter gesenkt wurden. Die sind in den letzten Jahren immer weiter Richtung null, teilweise auf unter null Prozent gesenkt worden.

Vor allem die Banken geraten ja in Schieflage auf Grund dieser niedrigen Zinsen. Wie gefährlich ist denn das?

Das heizt ja gerade das Casino wieder an. Das Grundgeschäft der Banken ist das Verleihen von Geld, aber mit dem Verleihen von Geld können sie heute kein Geld mehr verdienen. Deshalb sind die Banken ja gezwungen, auch die Pensionsfonds in diese Spekulation mithineinzunehmen, also in dem Casino mit zu wetten. Das ist gefährlich.

Dieses Finanzsystem ist derzeit so außer Kontrolle geraten, dass die ganzen großen Player nur noch Geld verdienen können, indem sie diese Spirale noch weiter antreiben. Es ist wie ein Auto mit einem luftgekühlten Motor, der Fahrer muss immer schneller fahren, um den Motor weiter zu kühlen und irgendwann wird der Motor platzen und auseinanderfliegen.

Welche Rolle spielen die Zentralbanken in diesem Schuldensystem?

Früher haben die Zentralbanken nur eine untergeordnete Rolle gespielt, aber heute müssen sie ständig immer wieder eingreifen. Sie können sicher sein, dass die Zentralbank zur Zeit immer wieder eingreifen muss, um die Deutsche Bank zu stützen. Die Schweizer Zentralbank muss eingreifen um die Credit Suisse zu stützen, weil diese beiden größten Banken die am meisten gefährdeten Banken sind, weil sie das größte Volumen an Derivaten halten.

Derivate sind diese Finanzprodukte, die mit der Realwirtschaft gar nichts mehr zu tun haben. Und das Volumen an Derivaten bei der Deutschen Bank beträgt um die 75 Billionen US-Dollar. Das ist das Zwanzigfache des Deutschen Bruttoinlandsproduktes. Daran sieht man, da schlummert eine Zeitbombe, wenn die hochgeht, wird alles auseinanderfliegen.

Der Zeitpunkt, um dieses System noch irgendwie zu retten, ist längst vorbei. Das System wird irgendwann völlig explodieren, die Frage ist nur wann. Man muss sich das so vorstellen wie eine Lawine, wo alle darauf warten, dass die letzte Schneeflocke fällt und den Abgang der Lawine auslöst.

Meinen Sie, dieses schuldenbasierte System kann mit Tricks noch weiter aufrechterhalten werden? Und könnte letztlich so etwas wie der Brexit dazu führen, dass das System zusammenbricht?

Es ist gut möglich, dass der Brexitschon dazu geführt hat, der praktisch eine Kette schon ausgelöst hat, die jetzt zum totalen Kollaps des gesamten Weltfinanzsystems führen wird. Denn der Brexit hat dazu geführt, dass das Pfund ganz stark verloren hat, und Kursverluste auf Währungen werden immer abgesichert im Markt der Derivate, mit Futures und Swaps.

Das heißt, die großen Player haben sich alle rückversichert dagegen, dass die Währungen nicht einbrechen, und wenn dann eine Währung einbricht und die Zentralbanken dass auch nicht mehr auffangen, dann werden riesige Summen fällig, die auf den ersten Blick gar nicht ersichtlich sind. Und es sind diese riesigen Summen, die immer so gefährlich sind.

Mehr zum Thema: Nach Brexit-Votum: Künstliche Beatmung fürs globale Finanzsystem

2008 ist das System fast zum Kollaps gekommen, weil so viele Kreditausfallversicherungen plötzlich fällig wurden, dass der große Versicherer in Amerika, AIG, in Gefahr war zusammen zu brechen. Dann wären Kreditausfallversicherungen in Billionenhöhe fällig geworden und dann wäre das System zusammengebrochen. Deshalb wurde die AIG damals von der amerikanischen Regierung und der amerikanischen Zentralbank aufgekauft.

Aber wie gesagt, die Waffen der Zentralbanken, die werden immer geringer, weil die haben eigentlich nur zwei Möglichkeiten. Sie haben die Möglichkeit, Geld zu drucken, und sie haben die Möglichkeit, Zinsen zu senken. Die Zinsen sind inzwischen bei null oder sogar schon unter null, und Geld ist in Hülle und Fülle gedruckt worden. Es ist in diese ganzen Märkte gegangen, die Aktienmärkte und Anleihenmärkte und die Immobilienmärkte und hat da riesige Blasen erzeugt.

Die Weltwirtschaft ist ein geschlossenes System — und wir erreichen im Moment gerade das Ende.

Die meisten Länder sind ja Teil dieses geschlossenen Systems. Wenn jetzt ein Land für sich entscheidet, dass sie die Schulden zurückzahlen wollen, obwohl sie das wahrscheinlich nie könnten. Aber gesetzt den Fall — wäre das denn möglich?

Nein. Das ist das ganz große Problem im Moment, dass es keine nationale Lösung mehr gibt, weil die internationale Verflechtung der Banken inzwischen so groß ist, dass kein einziges Land mehr für sich betrachtet irgendeine Lösung finden kann. Gerade der Markt der Derivate umfasst inzwischen alles. Denn wenn jemand in Deutschland eine Anleihe als Unternehmer tätigen will, dann kann er die in den USA rückversichern lassen. Und nicht nur er kann das rückversichern lassen, sondern auch andere Marktteilnehmer können das rückversichern lassen. Also wenn irgendwo auf der Welt, selbst in einem verhältnismäßig kleinen Land, etwas passiert, kann das verheerende Folgen für das Finanzsystem haben.

Das sieht man am Fall Griechenland. Das ist auch eine relativ kleine Marktwirtschaft, aber die wird auch immer wieder am Leben erhalten, einfach weil es da viele Rückversicherungen im Hintergrund gibt, die über Goldman Sachs und JP Morgan, die Deutsche Bank und andere große Banken wie die HSBC laufen. Ein einziges Land auszugliedern ist nicht möglich.

Die einzige Möglichkeit bestünde darin, dass man weltweit das Derivate-System zum Beispiel verbietet und die Banken auf ihre ursprünglichen Aufgaben wieder zurückführt. Das wäre die einzige Möglichkeit, aber die ist leider zur Zeit ausgeschlossen.

Was schlagen Sie dem Bürger vor, was er angesichts der fast Minuszinsen mit seinem Geld machen sollte? Kommt der Sparstrumpf wieder in Mode?

Nein, ganz bestimmt nicht, es gibt da wenig, was man empfehlen kann, man kann nur den Leuten sagen, dass ein ganz großer Crash auf jeden Fall bevorsteht. Und das Wichtige ist, dass man sich ansieht, was so ein kleiner Crash, beispielsweise in Griechenland und in Zypern bewirkt hat. Die Folge war, dass die Banken geschlossen hatten und die Leute nicht mehr an ihr Geld herangekommen sind.

Das heißt, es wäre für jeden wirklich ratsam, ein gewisses Maß an Bargeld zu Hause zu halten. Dann ist es wichtig, wenn man Erspartes hat, dass man das in irgendwelche festen Werte verwandelt, dass man Silber oder Gold kauft oder sonst irgendwelche festen Werte.

Und eine zweite wichtige Sache für den Privatmann ist, das ich niemandem gerade raten würde, größere Kredite aufzunehmen, denn wenn die Weltwährungen alle kollabieren, dann werden die Banken darauf bestehen, dass die Schulden in der alten Währung wieder zurück gezahlt werden. Wenn der Euro also um 30 Prozent abgewertet würde, dann müsste jeder, der einen Kredit aufgenommen hat, anschließend 30 Prozent mehr bezahlen.

Interview: Armin Siebert

Quelle und weiterlesen: de.sputniknews.com/wirtschaft

Advertisements

Historikerin Brigitte Queck: „Nato hält ihren eigenen Vertrag nicht ein“

Quelle: de.sputniknews.com

Der Nato-Gipfel in Warschau ist völkerrechtswidrig, meint die deutsche Autorin, Politikwissenschaftlerin und Historikerin Brigitte Queck. „Wir fordern, dass die USA und die Nato das in der Uno-Charta fixierte internationale Recht, einhalten“, sagte die Menschenrechtlerin.

Im Interview für Sputnik verwies sie darauf,  dass im Nato-Vertrag, Artikel 1, fixiert sei, die Nato solle nur in den eigenen Grenzen die Staaten verteidigen. „Wo sind denn die Nato-Grenzen gewesen – dreimal im Irak, Jugoslawien, in Libyen und anderen Ländern“, äußerte sie.Deswegen sollte Russland auf der internationalen Ebene immer wieder beweisen, dass die Nato ihren eigenen Vertrag nicht einhält. „Russland ist ein total friedliebender Staat, der nie einen anderen Staat angegriffen hat. Im 71. Jahr der Befreiung Europas vom Faschismus ist es eine Schande, dass ehemalige Alliierte jetzt Russland zum Aggressor erklären.“

Mehr zum Thema: Für den Ernstfall bei Nato-Gipfel: Warschau hat ausreichend Callgirls

Die Truppenzusammenziehung in den Baltischen Staaten sei laut Queck selbst eine aggressive Haltung der Nato gegen Russland. „Man müsse sich mal überlegen — 300 Kilometer von Leningrad entfernt, das während der faschistischen Okkupation gegen die Sowjetunion am meisten gelitten hat! Das ist eine unverantwortliche Sache, und alle friedliebenden Menschen in der Welt, und vor allen Dingen wir als Deutsche, die Hauptschuldige im Zweiten Weltkrieg waren, sollten dagegen protestieren.“

Hollande: Russland „weder Feind noch Bedrohung“

Hollande Russland

© REUTERS/ Patrick Kovarik POLITIK

Frankreichs Präsident will Russland weder als „Gegner“ noch als „Bedrohung“ betrachten, wie er zum Auftakt des Nato-Gipfels in Warschau sagte.

Die NATO sei „nicht dazu berufen, die Beziehungen, die Europa mit Russland haben soll, zu beeinflussen“, sagte Hollande. Für Frankreich sei Russland weder ein Gegner noch eine Bedrohung.

Gleichzeitig hat der französische Präsident Russlands Vorgehen auf der Krim kritisiert: „Russland ist ein Partner, der manchmal Gewalt einsetzen kann, wie wir es in der Ukraine gesehen haben“. Frankreich hatte Moskau in Bezug auf die Krim verurteilt.Zuvor am Freitag hatte Wladimir Putin in einem Telefongespräch mit Angela Merkel und Francois Hollande auf Provokationen des ukrainischen Militärs im Donbass aufmerksam gemacht. Der russische Präsident Putin rief die deutsche Kanzlerin und den französischen Staatschef zu mehr Druck auf Kiew auf, um die Erfüllung der Minsker Abkommen zu erreichen.

Gigantische Ufo-Wolke wie im Film: Wetterphänomen über Kolumbien (Videos)

titelbild

Diese kreisrunde Riesenwolke in Form eines gewaltigen Alien-Raumschiffes hat die Menschen in Kolumbien in helle Aufregung versetzt.

Ausgerechnet zum 4. Juli, dem US-amerikanischen Unabhängigkeitstag, ist am Himmel über dem kolumbianischen Cartagena eine Wolke aufgetaucht, die dem Alien-Raumschiff aus dem US-Blockbuster „Independence Day“ aus dem Jahr 1996 verblüffend ähnlich sah.

Viele Kolumbianer waren so sehr erschrocken, dass sie die Polizei riefen. Die gigantische Wolke wurde von vielen Augenzeugen gefilmt und fotografiert, was dafür sprechen dürfte, dass die Aufnahmen der Realität entsprachen.

Was hinter dieser Erscheinung steckt, lässt viele Verschwörungstheoretiker nach Erklärungen suchen. Es gibt unterschiedliche Vermutungen, dass sich hinter der Wolke ein massives UFO versteckt hätte, oder dass es ein ganz natürliches Wetterphänomen ist.

Manche sehen dahinter auch eine geschickt gemachte Werbung für eine Fortsetzung des Blockbusters (Wettermanipulation: Los Angeles »impft« Wolken seit über einem halben Jahrhundert (Videos)).

Doch diesmal war das Phänomen laut Christian Euscategui, dem Leiters für Wettervorhersagen vom Institute of Meteorology and Environmental Studies von Kolumbien durch meteorologische, nicht durch Aliens Einflüsse zustande gekommen.

Er versichert, dass es lediglich auf den Unterschied des Luftdrucks zurück zu führen ist. Er erklärt dass jene „Cotton“ Wolke das Produkt einer sehr spezifischen Situation darstellt, die dann auftritt, wenn unterschiedlich verbundene Ebenen von atmosphärischem Druck gleichzeitig vorhanden sind (Weltweite Wolkenphänomene: Von Linsen, Walzen und Lichtern am Himmel (Videos)).

Er fügte noch hinzu, dass sie nicht mit tropischen Wellen zusammenhängt, die den nördlichen Teil des Landes beeinflussen, sondern eben eine reine Cumulus oder Cotton Wolke wäre (Diese bizarren Wolken gibt es offiziell noch nicht (Video)).

bild2

bild3

bild4

bild6

bild7

1996 hat der deutsche Regisseur Roland Emmerich den US-amerikanischen Science-Fiction-Film „Independence Day“ gedreht, in dem es um einen Angriff Außerirdischer auf die Erde und die Verteidigung der Menschheit geht.

Video:

Im September 2015 wurde eine ähnliches Wolkenphänomen über Costa Rica beobachtet.

bild

Eine bunte Wolke von ungewöhnlicher Form tauchte am Himmel des zentralamerikanischen Landes Costa Rica auf und sorgte für große Aufregung.

  

Einige Augenzeugen sprachen vom Ende der Zeiten, aber nach Meinung von Meteorologen handelt es sich um ein optisches Phänomen: die Lichtstrahlen brechen sich an Eiskristallen von Wolken in der Nähe der Sonne (Die Erde als Kriegswaffe: Geoengineering, Wettermanipulation und künstliche Erdbeben (Videos)).

Video:

Literatur:

What in the world are they spraying – Die Wahrheit über Chemtrails und Geo-Engineering

Chemtrails existieren DOCH!: 10 unwiderlegbare Beweise für die Existenz chemischer Kondensstreifen von Frank Hills

Das HAARP-Projekt: Über Mobilfunk zur Strahlenwaffe über Wetterveränderung zur Bewußtseinskontrolle von Ulrich Heerd

Kriegswaffe Planet Erde von Rosalie Bertell

Quellen: PublicDomain/PRAVDA TV/app-online.eu/de.sputniknews.com am 06.07.2016

Weitere Artikel:

Neue Experimente: Mysteriöse Wolken über „Weltmaschine“ CERN (Video)

Diese bizarren Wolken gibt es offiziell noch nicht (Video)

Weltweite Wolkenphänomene: Von Linsen, Walzen und Lichtern am Himmel (Videos)