Kriminelle Journalisten: Wie Hajo Seppelt deutsche Sportler verleumdet

Kriminelle Journalisten: Wie Hajo Seppelt deutsche Sportler verleumdet

Mit seinen grob fabrizierten Vorwürfen gegen den russischen Sport ist der ARD-Journalist Hajo Seppelt nicht zum ersten Mal durch unseriöse Arbeitsweisen aufgefallen. Bereits im Jahr 2008 hatte der damalige WDR-Intendant Jörg Schönenborn von einer „Panne“ gesprochen und geschworen, dass so etwas „nicht wieder vorkommen“ sollte.

Schon damals hatte der eifrige Journalist Hajo Seppelt als „ARD-Dopingexperte“ ein mutmaßliches Zentralkomitee für Doping aufgedeckt. Mitten in die Olympischen Winterspiele platzte die ARD mit einer Blutbank-Geschichte. Ohne weitere Belege unterstellte Hajo Seppelt zahlreichen Athleten, sie hätten mit einer besonderen Methode künstlich ihre Leistung gesteigert.

Das damalige Opfer des Verleumdungsjournalisten Seppelt war die Blutbank in Wien. Über seinen Arbeitgeber, die ARD, ließ Seppelt damals verbreiten, dass rund 30 Sportler bei der Wiener Blutbank Humanplasma GmbH Eigenblutdoping betrieben hätten. Unter den angeblichen Betrügern befänden sich auch „20 deutsche Wintersportler, die zum Teil der Weltspitze angehören“, raunte Seppelt damals.

Natürlich stürzten sich alle Medien auf die Geschichte und bald hatten Seppelts Opfer auch öffentlich einen Namen. Wenige Tage später die Kehrtwende. Der einzige Betrüger war der Journalist, der die Geschichte in Umlauf gebracht hatte. In bis dahin nicht gekannter Weise distanzierte sich die ARD.

„Es ist mit unserer Berufsauffassung nicht vereinbar, wenn solche Pauschalverdächtigungen erhoben werden, ohne dafür belegbare und nachprüfbare Fakten zu haben“, so Moderator Michael Antwerpes.

Für den Deutschen Skiverband hieß das damals, aus der „angeblichen Doping-Affäre ist jetzt eine Medienaffäre geworden“, so dessen Sprecher Stefan Schwarzbach. Er kündigte zudem an, rechtliche Schritte gegen den „zuständigen Redakteur, aber nicht die ARD“ einzuleiten.

Offen bleibt, was daraus geworden ist. Schon damals lehnte die ARD Konsequenzen ab. „Auch hier gilt die Unschuldsvermutung“, meinte seinerzeit ARD-Programmdirektor Günter Struve. Fakt ist: Hajo Seppelt, der Daniel-Düsentrieb des deutschen Investigativ-Journalismus, trieb seinen groben Unfug in der ARD einfach weiter.

Im Jahr 2012 beschuldigte er die mehrfache Olympiasiegerin Claudia Pechstein erneut des Dopings. Zu diesem Zeitunkt hatte die Ostberlinerin bereits eine einjährige Sperre hinter sich, ohne dass ihr Doping nachgewiesen worden war. Wie immer verzichtete der irre Dopingjäger der ARD auf irgendwelche Beweise.

„Mich hat es schockiert, dass Journalisten wie Hajo Seppelt meinen, die Namen anderer Athleten ohne Beweis in den Schmutz ziehen dürfen“, schrieb Pechstein.

Quelle: Dabbelju

Seppelt hatte mit seinem Filmbeitrag Schlagzeilen angestoßen, wie „Neue Vorwürfe gegen Pechstein“. Nur vier Jahre nachdem er die größte Doping-Ente der deutschen Mediengeschichte angezettelt hatte, fuchtelte der selbsternannte Investigativ-Journalist mit einem Papier vor der Kamera, das Patienten-Listen eines Erfurter Arztes zeigt.

Auch bei dieser Geschichte ruderte der zuständige Sender wenige Tage später zurück. „Es ist nicht das klassische Blutdoping, das kann man also nicht sagen“, so ein Sprecher. So wie Seppelt damals verbotene Aktivitäten in eine UV-Behandlung halluzinierte, so erfindet er heute Inhalte kyrillisch verfasster Gesetzestexte.

Bei den öffentlich-rechtlichen Sendern scheint es niemanden zu geben, der die Behauptungen des Doping-Irren überprüfen kann. Jahreseinahmen aus Rundfunkgebühren: 8,1 Milliarden Euro. Damit  finanzieren die Sender einen Deppen-Journalismus, bei dem Seppelt mit einem beliebigen Mix aus Fakten und Verleumdungen Biografien zerstören darf.

Inzwischen bestätigte der Deutsche Olympische Sportbund, dass die Sperre gegen Claudia Pechstein ungerechtfertigt war. Sie verlor zahlreiche Sponsoren und musste sich monatelange Überwachung ihrer Telefone und ihrer Post gefallen lassen. Ihr gesamtes Privatleben wurde im Verlauf der Ermittlungen auf den Kopf gestellt. Gegen die damals erfolgte Sperre will Pechstein noch vor das Bundesverfassungsgericht ziehen.