Sieben starke 6+ Beben in einer Woche am Pazifischen Feuerring – weltweite Vulkanaktivität (Videos)

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Es hat wieder geknallt, denn zwischen dem 05. und dem 10. Juni ereigneten sich sieben starke Erdstöße rund um den aktiven Pazifischen Feuerring.

Chronologisch der Reihe nach: Zunächst bebte die Erde am 05. Juni in großer Tiefe in 427 Kilometern mit 6.3 in der Bandasee. Die Bandasee ist ein Randmeer des Pazifischen Ozeans, inmitten der indonesischen Inselwelt. Sie dehnt sich etwa 1200 Kilometer von Westen nach Osten und etwa 600 Kilometer von Norden nach Süden aus.

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Das Tiefseebecken der Bandasee ist bis zu 5800 Meter tief. Die tiefste Stelle liegt aber im Osten der Bandasee mit dem Webertief (7440 Meter).

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Das letzte schwere Erdbeben trat im Dezember 2012 auf, auch damals traf ein 7.2 in 164 Kilometern Tiefe die kaum bewohnte Region.

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Einen Tag später folgte ein 6.0 in 10 Kilometern Tiefe auf den Karmadecinseln.

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Östlich der Kermadecinseln befindet sich die Tiefseerinne des bis 10.047 Metern tiefen Kermadecgrabens, in der sich die Pazifische Platte unter die Australische Platte schiebt.

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Dies ist die Ursache für den aktiven Vulkanismus der Kermadecinseln, welche die Spitzen von geologisch jungen und vom Meeresboden aufragenden Vulkanen darstellen. Die letzten beiden schweren Beben traten 2011 mit 7.4 und 7.6 auf.

Wieder einen Tag später ein Doppelschlag, ein 6.4 in 10 Kilometern Tiefe vor der Küste von Mexiko…

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…sowie ein 6.3 in 40 Kilometern Tiefe auf den Molukken im Pazifik. Auf den Molukken kommt es häufig zu Erdbeben, die letzten schweren fanden am 21. Januar 2007 mit einer Magnitude von 7,5 und am 15. November 2014 mit einer Magnitude von 7,0 statt.

Vor der Küste von Indonesien hat sich zwei Tage später ein Erdbeben der Stärke 6.1 ereignet. Nach Angaben der Erdbebenwarte lag das Zentrum des Seebebens rund 300 Kilometer südlich der beliebten Urlaubsinsel Lombok in einer Tiefe von 25 Kilometern.

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Eine Tsunami-Warnung wurde zunächst nicht herausgegeben. Auch über Schäden und mögliche Opfer war zunächst nichts bekannt.

Schliesslich erschütterten zwei Erdbeben Nicaragua und die Salomonen. Das starke Beben und mehrere Nachbeben haben Nicaragua erschüttert. Ein Erdstoß der Stärke 6.0 ereignete sich am Donnerstagabend im nordwestlichen Departamento Chinandega. Das Zentrum lag 17 Kilometer östlich des Ortes Puerto Morazan, das Beben ereignete sich demnach in einer Tiefe von zehn Kilometern.

Innerhalb kurzer Zeit folgten vier schwächere Stöße in derselben Region. Bisher gebe es keine Informationen über Schäden oder Verletzte, teilte die Landesregierung am Freitag mit.

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Das Beben habe sich allerdings „sehr stark und ungewöhnlich“ angefühlt und sei fast im gesamten Land zu spüren gewesen, sagte die Regierungssprecherin und First Lady Nicaraguas, Rosario Murillo. Medienberichten zufolge waren die Erschütterungen auch in den nahegelegenen Regionen der Nachbarländer El Salvador und Honduras zu spüren.

Zuletzt dann ein 6.1 in 34 Kilometern Tiefe auf den Salomonen. Der Inselstaat wurde im Februar 2013 von einem 8.0 und 2007 von einem 8.1 Beben heimgesucht.

 

Unserer Einschätzung nach kann es in den folgenden Tage zu weiteren starken Erdbeben ab 6.0 nun im nördlichen Teil des Pazifiks kommen, da alle Erdstöße entweder direkt am Äquator bzw. südlich davon auftraten.

Hier die Übersicht aller Erdstöße ab Magnitude 5.0 laut der europäischen Erdbebenwarte EMSC:

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Video: Zusammenfassung der aktuellen Aktivität

Weltweite Vulkanaktivität

10. Juni 2016

Piton de la Fournaise und Kilauea

Nach der kurzlebigen Eruption des Fournaise Ende Mai gibt es weiterhin Anzeichen das Magma aufsteigt. Die Seismik ist erhöht und es findet im Bereich des Gipfelkraters Inflation statt. Dieses Verhalten wurde zwar nach den letzten Eruptionen ebenfalls beobachtet, doch es ist nicht auszuschließen, das es in Kürze zu einem weiteren Vulkanausbruch kommen könnte.

Neuigkeiten gibt es auch von einem anderen Schildvulkan, dem Kilauea auf Hawaii. Seit einigen Tagen senkt sich der Kraterboden immer weiter ab. Dass hat direkte Auswirkungen auf den Lavastrom vom 27. Juni (2014): bei einem Erkundungsflug konnte gestern keine frische Lava mehr gesichtet werden. Der relativ neue Lavastrom vom 24. Mai fließt Richtung Pali und damit in Richtung Küste. Er ist bereits 3,4 km lang. Es besteht also die Chance, dass es bald wieder einen ocean entry zu bewundern gibt.

09. Juni 2016

Yellowstone: Mann stirbt in heißer Quelle

Im Yellowstone Nationalpark stürzte ein 23 jähriger Mann in eine der heißen Quellen und kam ums Leben. Vermutlich erlag er starken Verbrennungen, alternativ kann er natürlich auch ertrunken sein. Die Leiche konnte nicht sofort geborgen werden. Er verließ die Holzstege, auf denen Besucher normalerweise sicher durch das Labyrinth heißer Quellen und Geysire geleitet werden. Erst in der Vorwoche verbrühten sich ein Vater und sein Sohn die Beine.

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Am Masaya in Nicaragua haben Wissenschaftler eine Bodendeformation nachgewiesen. Demnach hob sich der Boden in Kraternähe um 3 cm an: ein Indiz dafür, dass weiteres Magma in die Magmakammer strömt. Es könnte zu einer Verstärkung der Eruption kommen.

In Kamtschatka geben die Vulkane Karymsky und Shiveluch wieder Lebenszeichen von sich. Das VAAC Tokyo registrierte mehrere Aschewolken die von den Vulkanen aufsteigen.

Auch die Vulkane in Guatemala leben: Die Forscher vom INSIVUMEH beobachteten am Pacaya Tremor und schwache explosive Eruptionen. Diese gehen von einem Hornito im Krater aus. Die Explosionen am Fuego sind hingegen wieder deutlich stärker. Vulkanasche steigt bis in einer Höhe von 4900 m auf. Pro Stunde ereignen sich 1-2 Explosionen.

06. Juni 2016

Ätna: während der letzten Aktivitätsphase mit Paroxysmen aus der Voragine haben sich einige morphologische Veränderungen in der Gipfelregion ergeben. Am Nordostkrater ist ein Teil des Kraterrandes kollabiert und der Kegel weist eine Bresche auf. Die Bocca Nuova wurde praktisch vollständig mit Lava aufgefüllt. Die Voragine sackt ab und der Krater wird wieder tiefer. In den letzten Tagen fand rege Mikroseismik statt.

Bristol Island: die entlegenen Vulkaninsel in der Antarktis ist schon seit einigen Wochen aktiv. Zeitweise gibt es starke thermische Signale auf MIROVA und gestern ist ein Satellitenfoto aufgetaucht, dass eine Aschewolke zeigt.

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Bromo: der Vulkan auf Java emittiert sporadisch Vulkanasche. Die Aktivität ist aber weitaus schwächer als zu Anfang des Jahres.

Kilauea: es fließen weiterhin Lavaströme die von zwei Förderschloten auf der Flanke des Puʻu ʻŌʻō ausgehen. Sie erreichen eine Länge von ca. 1500 m.

Kerinci: auf Sumatra spie der höchste aktive Vulkan Indonesiens eine Aschewolke aus. Sie stieg gut 800 m hoch auf. Die Vulkanologen halten weitere Eruptionen für möglich. Der Aktivität war ein Erdbeben der M 6,5 vorangegangen.

Matata: um dem Ort an der neuseeländischen „Bay of Plenty“ werden Tausende Erdbeben registriert die von einem aufsteigenden Magmakörper verursacht werden. Dieser befindet sich in 9 km Tiefe und sorgt in einem Gebiet von 20 x 20 km für Bodendeformationen: seit 1950 hob sich der Boden um 40 cm. Der aktive Vulkan White Island liegt in der Nähe.

Turrialba: in Costa Rica sorgte der Turrialba für Schlagzeilen, als der Vulkan am 2. Juni eine 1 km hoch aufsteigende Aschewolke ausstieß. Der Vulkan ist seit mehreren Monaten unruhig.

Video: Aktivität am Popocatepetl in Mexiko

Laut der Internetseite volcanodiscovery.com sind 29 Vulkane in einer eruptiven Phase, dieser Wert lag in der Vergangenheit mal über 40 oder 50, kein Grund zur Besorgnis.

Literatur:

Naturgewalten: Vulkane, Erdbeben, Lawinen & Tsunamis [2 DVDs]

Im Fokus: Naturkatastrophen: Zerstörerische Gewalten und tickende Zeitbomben (Naturwissenschaften im Fokus) (German Edition) von Nadja Podbregar

Unruhige Erde

Quellen: PublicDomain/PRAVDA TV/EMSC/vulkane.net am 10.06.2016

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