Österreichische Krone: »Jetzt kommen Afrikaner – keine Kriegsflüchtlinge«

Torben Grombery in info.kopp-verlag.de

Ein Artikel im österreichischen Blatt Kronen Zeitung über Zehntausende Afrikaner die Italiens Küsten derzeit über die Mittelmeerroute von Libyen aus erreichen, sorgt aktuell für Aufsehen im Internet. »Diese Fakten alarmieren die Experten und Minister im Krisenstab der Bundesregierung«, heißt es in dem Beitrag. Die entscheidende Frage bleibt jedoch offen: Was konkret haben die jetzt alarmierten Experten in den letzten Monaten gemacht?

Nach dem Willen der führenden Politiker aus Brüssel und Berlin werden aktuell also von Schiffen der europäischen Grenzschutzagentur Frontex nicht nur vor der libyschen Küste Menschen aus Seenot gerettet und nach Italien verbracht. Genau das läuft allerdings schon seit vielen Monaten – und insbesondere in den Sommermonaten auf Hochtouren.

Das, was die österreichische Krone jetzt unter dem Titel »Jetzt kommen Afrikaner – keine Kriegsflüchtlinge« angeblich enthüllt, haben die Macher der 84-minütigen Filmdokumentation Europa – Grenzenlosschon im letzten Sommer in HD-Qualität für die interessierte Welt dokumentiert und auch seinerzeit schon prognostiziert, wie diese »Rettungsmission« in diesem Jahr weitergehen wird – untermauert mit diversen Aussagen der Verantwortlichen vor Ort.

Im Sommer 2015 wurde von den Redakteuren des Films schonungslos offengelegt, an welchen Operationen die EU-Grenzschutzagentur Frontex im Auftrag führender Politiker damals schon seit vielen Monaten beteiligt war. So dürfen die Zuschauer miterleben, wie ein Schiff der norwegischen Regierung im Rahmen einer von Frontex geführten Operation in einem Hafen auf der süditalienischen Insel Sizilien anlandet und mehrere Hundert Schwarzafrikaner von Bord gehen.

Wenige Stunden später – also am selben Tag – filmten die Macher in einem anderen Hafen Siziliens die Anlandung eines weiteren Frontex-Schiffes. Diesmal eines der schwedischen Küstenwache (!). Von diesem Grenzschutzschiff gingen dann weitere 500 Schwarzafrikaner von Bord. Bei den beiden Anlandungen lag die Anzahl an Familien, Frauen und Kindern im unteren Prozentbereich – Kriegsflüchtlinge: weitestgehend Fehlanzeige.

All jene Menschen sind offiziell »Flüchtlinge«, die in Seenot geraten waren und von den Frontex-Schiffen kurz vor der afrikanischen Küste gerettet wurden. Einige dieser »Geretteten« wurden auch von zivilen Schiffen von Hilfsorganisationen wie Ärzte ohne Grenzen an die Frontex-Schiffe auf hoher See übergeben.

Doch in Seenot gebracht haben diese Menschen sich zumeist selbst – höchstwahrscheinlich auch vor dem Hintergrund der Erkenntnis dieser Mission –, denn auch das wird in dem Film äußerst deutlich.

Nicht nur durch die vielen Interviews mit Verantwortlichen wird in dieser aufschlussreichen Filmdokumentation herausgearbeitet, dass auch in diesem Sachverhalt das geltende Recht im Sinne der Mission ausgelegt wird – wie beschrieben von den Protagonisten aus den Machtzentralen Brüssels und Berlins. Wie sonst ist zu erklären, dass der EU-Mitgliedsstaat Spanien seine Seegrenzen problemlos schützen kann?

In angenehmer Deutlichkeit werden die Verantwortlichen dieses Irrsinns in dieser Filmdokumentation enttarnt und konkret benannt. Auch viele Flüchtlinge kommen zu Wort. Die Macher präsentieren sogar eine Lösung für diese Krise.

Laut der österreichischen Kronen Zeitung sind die sehenswerten Bilder der 84-minütigen Filmdokumentation Europa – Grenzenlos also so aktuell wie an ihrem Erscheinungstag. Sichern auch Sie sich Ihre Ausgabe der DVD und unterstützen Sie damit auch diese Nachrichtenseite – indem Sie direkt beim KOPP Verlag bestellen.

Ein Film von Kopp Online

Europa – Grenzenlos: Der Flüchtlingsansturm über das Mittelmeer