Umwege verhindern: Österreich fordert harte Kontrollen an Italien-Mittelmeer-Route

Flüchtlingsrouten Italien

Der österreichische Außenminister Sebastian Kurz hat in einem Interview mit Bild am Sonntag die Schließung der Balkanroute für illegale Migranten unterstützt und sich für stärkere Grenzkontrollen ausgesprochen, die neue verhindern Routen sollen.

„Schlepperei lässt sich nicht ganz verhindern. Wir werden daher alles, was wir jetzt an der Westbalkanroute tun, auch entlang der Italien-Mittelmeer-Route tun müssen, damit klar ist, die Zeit des Durchwinkens der Flüchtlinge nach Mitteleuropa ist vorbei — egal auf welcher Route“, so der österreichische Außenminister.Die Grenzen müssten Kurz zufolge unbedingt geschlossen bleiben. Sie könnten erst wieder geöffnet werden, „wenn der Flüchtlingszustrom nach Europa abgeebbt ist“.

Die bisher verfolgte Willkommens-Politik der deutschen Kanzerin kritisierte der ÖVP-Politiker scharf und verteidigte gleichzeitig die Schließung der Balkanroute:

„Wir mussten aufhören, jeden Flüchtling, der in Griechenland ankommt, staatlich organisiert nach Mitteleuropa zu transportieren. Damit haben wir zwar den Wünschen der Flüchtlinge entsprochen, was menschlich nachvollziehbar war. Wir haben aber auch dafür gesorgt, dass sich immer mehr Flüchtlinge auf den Weg gemacht haben. Es war richtig, das mit dem Schließen der Balkanroute zu beenden.“

Am Dienstag hatte die Regierung Sloweniens die Grenzschließung für Transitflüchtlinge ohne gültige Pässe und Visa angeordnet. Serbien erklärte daraufhin, die Balkanroute für Flüchtlinge sei damit praktisch geschlossen und führte ähnliche Maßnahme an seinen Grenzen zu Mazedonien und Bulgarien ein. Später schloss sich auch Kroatien der Grenzschließung an.

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