Tschechiens Verteidigungsminister: Flüchtlingsschmuggel lukrativer als Drogenhandel

Verbrecherbanden nehmen dem tschechischen Verteidigungsminister Martin Stropnický zufolge durch den illegalen Flüchtlingstransport nach Europa mehr Geld ein als durch Waffen- und Drogenhandel.

„Der Umfang des verbrecherischen Geschäfts mit dem Transport von illegalen Migranten nach Europa ist gewaltig, er ist größer, als die Einnahmen aus dem Drogen- und Waffenhandel und beträgt ohne Übertreibung Milliarden (von Dollar). Darum glaube ich, dass es nicht einfach sein wird, diesen Leuten (den Verbrechern — Anm. d. Red.) diese Einnahmequelle wegzunehmen“, erklärte Stropnický am Sonntag gegenüber einem tschechischen Fernsehsender.Der tschechische Verteidigungschef sagte weiter, dass er die Maßnahmen Griechenlands und der Türkei zur Beschränkung des Flüchtlingsstroms nach Europa mit Skepsis betrachte.

„Ich mache mir keine Illusionen, dass die Türkei auf einmal den Verkauf von Schiffen zum illegalen Transport von Migranten nach Europa stoppt und mit der Verhaftung von Schmugglern beginnt, oder dass Griechenland in der Lage sein wird, ankommende Flüchtlingen vollständig zu registrieren“, so Stropnický.

Außerdem sei der Verteidigungsminister über die Arbeit der ranghohen EU-Gremien zur Regelung der Flüchtlingsströme und die Ergebnisse des vergangenen EU-Gipfels enttäuscht, auf dem die Migrationskrise ein zentrales Thema war.

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