TTIP – die vielen weitreichenden Verflechtungen in der Politik und Wirtschaft

Quelle: netzfrauen.org

ttip-lobby-groups_0Es wird ernst – das Freihandelsabkommen  USA mit der EU (Transatlantic Trade and Investment Partnership – TTIP) . Wir zeigen Ihnen die internationalen politischen und wirtschaftlichen Verflechtungen, die bei dem Abkommen das Sagen haben.

Wir informierten am 04.Februar 2016 darüber, dass trotz massiver Proteste in Auckland, Neuseeland die Staaten Australien, Brunei, Kanada, Chile, Japan, Malaysia, Mexiko, Neuseeland, Peru, Singapur, USA und Vietnam das Trans-Pacific Partnership-Abkommen unterschrieben haben. Betroffen sind 800 Millionen Menschen, doch schaut man sich das Freihandelsabkommen an, so ist die ganze Welt davon in Mitleidenschaft gezogen. Immerhin repräsentiert dieses Abkommen 40% des Welthandels. TPP- Das schlimmste Freihandelsabkommen aller Zeiten – The Dirtiest Trade Deal You’ve Never Heard Of

Gegenstand des TPP sind die gleichen Themen, die zurzeit auch bei den EU-US-Verhandlungen über eine transatlantischen Investitions- und Handelspartnerschaft (TTIP) auf der Agenda stehen. Neben dem Abbau von Zöllen und nichttarifären Handelshemmnissen sind darin auch Regelungen zum Schutz geistigen Eigentums, zum Investitionsschutz (einschließlich ISDS-Investor-Staats-Schiedsmechanismen), zur Nahrungsmittelsicherheit, zum öffentlichen Beschaffungswesen sowie über Arbeitnehmerrechte und Umweltschutz enthalten.

Bindende Regelungen zur Vermeidung von Währungsmanipulationen, wie sie unter anderem von der amerikanischen Automobilindustrie gefordert wurden, fehlen in dem Vertrag. In einer separat veröffentlichten Deklaration erklärten die TPP-Partner jedoch, Abwertungen zur Verbesserung ihrer Wettbewerbsposition zu unterlassen und die Transparenz ihrer Devisenmarkttransaktionen verbessern zu wollen. Das Transpazifische Abkommen berechtigt Unternehmen, die Länder zu verklagen!

Das Freihandelsabkommen EU und USA

In einem gemeinsamen Statement am 13.Februar 2013 erklärten José Manuel Barroso, der damalige Präsident der EU-Kommission, Herman Van Rompuy, der Präsident des Europa-Rates, und US-Präsident Obama: “Bei diesen Verhandlungen werden die USA und die EU die Gelegenheit haben, nicht nur Handel und Investitionen über den Atlantik auszuweiten, sondern auch zur Entwicklung globaler Regeln beizutragen, die das internationale Handelssystem stärken können.”

In einer aus diesem Anlass gehaltenen Rede fügte Kommissionspräsident Barroso hinzu: “Ein zukünftiger Deal zwischen den beiden wichtigsten Wirtschaftsblöcken der Welt wird das Zusammenspiel grundlegend verändern. Gemeinsam werden wir die größte Freihandelszone der Welt bilden. Deshalb werden diese Verhandlungen nicht nur einen neuen Standard für unseren künftigen bilateralen Handel, unsere wechselseitigen Investitionen und die dazu notwendigen Regularien setzen, sondern auch zur Entwicklung von Regeln für den globalen Handel beitragen.”

Wir, die Netzfrauen möchten noch einmal darauf hinweisen, dass TTIP nur dazu dient, Verbotenes zu legalisieren! Dazu haben wir für Sie bereits viele Informationen auf unserer Homepage zur Verfügung gestellt.

Wichtig sind die Verflechtungen mit Monsanto, Nestlé – sogar die Europäische Kommission und die EFSA. Das Freihandelsabkommen wurde von der EU übrigens, da bestimmte Branchen davon profitieren, gefordert. Sogar Martin Schulz, der EU-Parlamentspräsident, machte sich 2012 auf den Weg zu Obama und bat um das Freihandelsabkommen! Vielleicht wäre es mal an der Zeit aufzuwachen und laut zu schreien, dass wir das Zeug nicht haben wollen!!!!!!!

Verflechtungen – Eine Zusammenfassung

Chefverhandler der US-Regierung für den Bereich Landwirtschaft ist Islam Siddiqui, der von 2001 bis 2008 als registrierter Lobbyist den Branchenverband CropLife America vertrat, in dem auch Monsanto Mitglied ist.

Dr. Siddiqui

Dr. Siddiqui war bisher Vize-Präsident des Pestizid-Herstellerverbandes CropLife America im Bereich Wissenschaft und Registrierungsangelegenheiten. Er war dort verantwortlich für die behördlichen und internationalen Handelsangelegenheiten für Pflanzenschutzmittel. Davor hatte er dort das Amt des Vize-Präsidenten für Agrar-Biotechnologie und Handel inne.

Im Zeitraum von 2004 bis 2009 war er beim US Handelsdepartement als Berater des U.S. Wirtschaftsministers. Er war zuständig für Fragen im Bereich internationaler Handelsangelegenheiten für die Sektoren: Chemikalien, Arzneimittel und Gesundheitsprodukte.

In der nachfolgenden Abbildung können Sie die Konzerne entnehmen, die in dem Branchenverband CropLife America registriert sind:

Freihandel

FDA – U S Food and Drug Administration

Ihre Aufgabe ist der Schutz der öffentlichen Gesundheit in den USA. Die FDA kontrolliert die Sicherheit und Wirksamkeit von Arzneimitteln der Human- und Tiermedizin, von biologischen Produkten, Medizinprodukten, Lebensmitteln und strahlenemittierenden Geräten. Dies gilt für in den USA hergestellte wie auch für importierte Produkte.

Michael R. Taylor ist ein US-amerikanischer Regierungsbeamter und der stellvertretende Kommissar für Lebensmittel in der Bundesbehörde FDA. Taylor studierte Politikwissenschaften am Davidson College und absolvierte nach seinem B. A. das Jura-Programm der University of Virginia. Nach seiner Zulassung als Anwalt begann Taylor 1976 bei der FDA als Assistent des Kommissars zu arbeiten.1981 wechselte er zur Kanzlei King & Spalding, zu deren Kunden Monsanto gehörte, und baute den Geschäftsbereich Lebensmittelrecht und Pharmazierecht auf.

1991 verließ Taylor die Kanzlei und kehrte zur FDA zurück. Zu den Entscheidungen in seiner Amtszeit gehört, dass Milch von BGH-behandelten Kühen nicht gekennzeichnet werden muss. 1996 ging Taylor zurück in die Privatwirtschaft und war für Monsanto als Vizepräsident für Public Policy tätig. In den Dokumentarfilmen The Future of Food und Monsanto, mit Gift und Genen ist Taylor ein Beispiel für den Drehtür-Effekt, da der Jurist jahrzehntelang zwischen Industrie und Aufsichtsbehörden hin- und her wechselte. Quelle: Wikipedia Dazu auch: Wir sind empört ! Monsanto und Syngenta gewinnen Welternährungspreis 2013 mit Gift und Genen!

Es wäre naiv anzunehmen, dass die europäische Kommission sich nicht mit der FDA austauscht. Denn die Welt ist heute eben ein „globales Dorf“.

Karel de Gucht

EU-Handelskommissar Karel De Gucht- war vom Februar 2010 an Kommissar für Handel und führt die Gespräche als Chefunterhändler rund um das Freihandelsabkommen mit den USA. Am 1. November 2014 wurde er von der Schwedin Cecilia Malmström abgelöst, die vorher EU-Innenkommissarin war.

De Gucht vertritt nachdrücklich den Standpunkt, dass dieses Abkommen ein Wachstumsmotor sei, der neue Arbeitsplätze schaffe. Außerdem wird De Gucht berechtigter Weise mangelnde Transparenz der Verhandlungen vorgeworfen.

So hielt er eine Rede auf der Versammlung der NATO in Brüssel, 21. Februar 2011.

Schulter an Schulter: Die europäische Sicht des Transatlantischen Beziehung und das Land der WTO Original:

Shoulder to shoulder: the European View of the Transatlantic Relationship and the State of the WTO:  DOC  PDF

Aus der Rede: „Das ist die Mission des Transatlantic Economic Council, kurz der „TEC” . Der TEC wurde im Jahr 2007 eingerichtet – von Präsident Bush und unter der deutschen EU-Ratspräsidentschaft – um die wirtschaftliche Konvergenz zu führen und fördern. Er sollte der transatlantischen Partnerschaft einen neuen Impuls geben und es gab eine Menge Hoffnung für eine sinnvolle Modernisierung der EU-US-Wirtschaftsbeziehungen. Ich denke, es ist fair zu sagen, dass der TEC nicht seine Erwartungen erfüllte. Weshalb ich und der stellvertretende nationale Sicherheitsberater Mike Froman (nähere Information sehen sie als nächstes) als die neu ernannten Co-Vorsitzenden des TWR (2010) beschlossen haben, die Arbeit des TEC neu positionieren:

Zuerst unsere EU-2020-Strategie und ihre Agenda, insbesondere die Neue Export-Initiative, sie alle zielen auf die Schaffung von Wachstum und Beschäftigung durch die Verhinderung von Barrieren und die Schaffung neuer Möglichkeiten für Unternehmen: wir wollten die TEC näher an das Herz unserer Wirtschaftspolitik Agenda bringen.

Zweitens wollten wir die TEC als einen kontinuierlichen Prozess verwenden statt einer jährlich einmaligen Veranstaltung.

Und drittens , um die regulatorische Arbeit des TEC auf wirtschaftlich relevante Fragen von beiderseitigem Interesse zu konzentrieren, um eine Reihe von Fragen, bei denen EU-US-Zusammenarbeit erreichbar produzieren und  identifizieren können. Wir wollten die Ergebnisse in einem angemessenen Zeithorizont und in einer strategisch engagierten diskutierten auf ausgewählten globale wirtschaftliche Fragen (…) Wir haben auch konkrete Maßnahmen vereinbart, um unsere Volkswirtschaften durch die Erleichterung des Handels und zur Förderung der Zusammenarbeit in bestimmten Sektoren wie Chemie, Rohstoffe und in der IKT-Branche näher zu bringen. Wir sind entschlossen, auf diesen ersten Erfolg aufzubauen und weiter zu gehen.”

Was bedeutet das für uns? Sehen wir es mal so: dieser De Gucht, scheint alles im Sinne der Wirtschaft zu erledigen wollen.

Übrigens, der Herr De Gucht hat keine „weiße Weste”! Dazu etwas aus Wikipedia:

Im November 2008, als De Gucht Minister der belgischen Bundesregierung war, wurde er des Insiderhandels in einem Fall von drohender Insolvenz und folgender Verstaatlichung und Verkauf der Fortis Bank beschuldigt.

Am 3. Oktober 2008 verkauften seine Ehefrau Mireille Schreurs und der Schwager ihre Anteil bei der Fortis Bank nach einer Krisensitzung der Regierung zur Auseinandersetzung mit der prekären Lage der Bank, Stunden bevor öffentlich bekannt gemacht wurde, dass der Niederländische Zweig der Bank verstaatlicht und die teilweise verstaatlicheten Luxemburgischen und Belgischen Teile der Bank an BNP Paribas verkauft würden.

Im November 2013 wurde De Gucht wegen Steuerhinterziehung angeklagt. De Gucht sieht in den Gewinnen aus einem Aktienverkauf im Jahre 1996 ein steuerfreies Geschäft, da die Spekulationsfrist vor dem Verkauf abgelaufen war.

Michael Froman

US-Handelsbeauftragte Michael Froman

wurde als 11. US-Handelsbeauftragter (USTR) am 21. Juni 2013 vereidigt. Wie alle USTR ist er Präsident Obamas Hauptberater, Unterhändler und Sprecher des internationalen Handels-und Investitionsfragen.

Botschafter Froman führt das Büro des US-Handelsbeauftragten. Seine Aufgabe ist es, den globalen Märkten für US-Waren und Dienstleistungen zu öffnen, Amerikas Rechte in dem Welthandelssystem durchzusetzen und die Entwicklung durch Handel zu fördern. Die wichtigsten Initiativen unter seiner Führung sind laufende Verhandlungen der Trans-Pacific Partnership. Siehe: TPP- Das schlimmste Freihandelsabkommen aller Zeiten – The Dirtiest Trade Deal You’ve Never Heard Of

Die Vereinbarung in der Region Asien-Pazifik, die transatlantischen Handels-und Investitionspartnerschaft mit der Europäischen Union; Aushandlung von Abkommen über Dienstleistungen, Informationstechnologie und Handelserleichterungen bei der Welthandelsorganisation und die Überwachung und Durchsetzung der US-Handelsrechte, auch durch die Interagency Trade and Enforcement Center (ITEC). Und er war ein wichtiger Partner des EU- Handelskommissar De Gucht, wie Sie der Beschreibung von De Gucht entnehmen konnten. Siehe auch: USA/EU – TTIP – Stand der Verhandlungen – und die vielen weitreichenden Verflechtungen in der Politik

Bevor er USTR wurde, war Botschafter Froman im Weißen Haus als Assistent des Präsidenten und des stellvertretenden Nationalen Sicherheitsberater für internationale Wirtschaftsangelegenheiten, wo er für die Koordinierung der Politik auf den internationalen Handel und Finanzen, die Energiesicherheit und Klimawandel, Entwicklung und Demokratie verantwortlich war.

Vor seinem Eintritt in die Obama-Administration diente Botschafter Froman in einer Reihe von Positionen bei Citigroup und als Senior Fellow am Council of Foreign Relations und Resident Fellow des German Marshall Fund. Froman vollständige Biografie können Sie hier lesen.

Der German Marshall Fund of the United States (GMF) ist eine unabhängige US-amerikanische Stiftung, die sich der Förderung der transatlantischen Beziehungen in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft widmet. Dazu aus Wikipedia:

Der internationalen Bedeutung, die dem GMF auf beiden Seiten des Atlantik inzwischen zukommt, entsprechen die sieben europäischen Büros in Berlin, Bratislava, Paris, Brüssel, Belgrad, Ankara, und Bukarest, die von der Stiftung neben dem Hauptquartier des GMF in Washington, D.C., USA, unterhalten werden. Den Vorsitz teilen sich Guido Goldman und Marc Leland.

Ziel der Stiftung ist, die Verständigung zwischen Europäern und US-Amerikanern zu vertiefen, die Zusammenarbeit zu unterstützen und den Austausch von praktischen Erfahrungen zu fördern. Die Förderung von Individuen und von Institutionen wird entsprechend folgender Richtlinien vergeben:

  • Die Projekte müssen Aspekte thematisieren, die sowohl für europäische Länder als auch für die USA von Bedeutung sind. Sie müssen Menschen oder Institutionen auf beiden Seiten des Atlantiks einbinden.

  • Der GMF ist insbesondere daran interessiert, Führungskräfte zu fördern, die sich auf dem Gebiet der transatlantischen Beziehungen engagieren.

  • Die Projekte müssen auf den Transfer von Erfahrungen und Innovationen hin angelegt sein; sie sollten idealerweise Praktiker und Politiker involvieren.

ÖtzUnd wen hat diese Stiftung gefördert? Cem Özdemir, seit November 2008 Bundesvorsitzender der Partei Bündnis 90/Die Grünen.

Erinnern Sie sich noch an das Video, in dem Pelzig in „Neues aus der Anstalt“ die Verflechtung von Goldman Sachs, Trilaterale Kommission, Weltbank, Atlantik-Brücke, Council of Foreign Relations und EZB erklärte? [Siehe: Atlantik Brücke und “Group of Thirty”, Mario Draghis verschwiegene Freunde]

Council of Foreign Relations. Präsident des CFR ist seit 2003 Richard Nathan Haass, Vizepräsident ist Richard E. Salomon. Weiterhin sitzen im Board of Directors der ehemalige US-Außenminister Colin Powell und die allesamt im Investmentbanking und Private Equity („Heuschrecken“) agierenden Penny Pritzker, Peter George Peterson (Blackstone Group), Stephen Friedman (Ex-CEO Goldman Sachs & FED) und David M. Rubenstein (Carlyle Group). Zu den ehemaligen Vorständen des CFR gehören neben Paul Warburg und Otto Hermann Kahn der CIA-Direktor Allen Dulles, der Gründer der deutschen Atlantik-Brücke e. V., des American Council on Germany und Präsident der Weltbank John J. McCloy, das Gehirn der US-amerikanischen Außenpolitik Zbigniew Brzeziński, der US-Präsident George H. W. Bush, die US-Außenminister Henry Kissinger und Dick Cheney, der Unternehmer George Soros und viele weitere Persönlichkeiten vornehmlich aus Politik, Finanzwirtschaft und Elite-Universitätskreisen mit höchstem Einfluss.

Christian Schmidt

Agrarminister Christian Schmidt

Christian Schmidt kommt aus dem Verteidigungsministerium und hat sogar Verbindungen zur Nato und zu den USA. Seit 2006 ist er der amtierende Präsident der Deutschen Atlantischen Gesellschaft. Siehe auch Christian Schmidt – vom Verteidigungsministerium zum Landwirtschaftsminister

Zu den Mitgliedern der »Atlantik-Brücke« zählen heute über 500 führende Persönlichkeiten aus Bank- und Finanzwesen, Wirtschaft, Politik, Medien und Wissenschaft. Mitglieder der »Atlantik-Brücke« waren maßgeblich an der Schwarzgeldaffäre Ende der 90er Jahre beteiligt und wurden rechtskräftig zu mitunter mehrjährigen Haftstrafen verurteilt. Langjähriger Vorsitzender der »Atlantik-Brücke« war das Vorstandsmitglied des Rüstungskonzerns EADS Thomas Enders.

»Atlantik-Brücke«, eine Lobbyorganisation von Vertretern aus Wirtschaft, Politik und Medien.
Die 1952 gegründete Atlantik-Brücke e. V. gilt als eine der effektivsten und konservativsten Pressuregroups in Deutschland. Die Mitgliedschaft in diesem mit namhaften Personen aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft besetzten Verein kann nur durch Nominierung und Kooptation (Empfehlung) durch den Vorstand erreicht werden. Die Arbeitsweise ist durch Verschwiegenheit und mangelnde Transparenz gekennzeichnet, trotz unmittelbarer Nähe von Politik zur Wirtschaft. Diese nicht-offizielle, nicht-demokratisch legitimierte Struktur trägt dazu bei, dass Schranken zwischen Wirtschaft und Politik verschwinden und selbsternannte Eliten zunehmend wieder an Gewicht gewinnen.

Die Sponsoren kommen vornehmlich aus dem Finanz- und Kreditwesen, der Stahlindustrie, der Rüstungsindustrie, sowie der Automobilindustrie. Zudem wird die Finanzierung durch öffentliche Gelder über das Auswärtige Amt gesichert. Preisträger der »Atlantik-Brücke« sind z. B. George H. W. Bush, Condoleeza Rice, Angela Merkel und Jürgen Großmann.

Christian Schmidt und Christian Lindner

Landwirtschaftsminister Christian Schmidt ist, wie schon erwähnt, seit 2006  der Präsident der Deutschen Atlantischen Gesellschaft. Hierbei handelt es sich um einen eingetragenen, gemeinnützigen Verein mit Sitz in Berlin. Sie ist der deutsche Zweig der Atlantic Treaty Association und sieht ihre Aufgabe darin, über die Politik der NATO zu informieren und zu werben, so steht es in Wikipedia.

Lindner

Im Vorstand der Deutschen Atlantischen Gesellschaft ist Christian Lindner, Vorsitzender der FDP und der Landtagsfraktion der FDP in Nordrhein-Westfalen. Noch ein bekanntes Gesicht erscheint unter den aufgeführten Vorständen: Werner Sonne, Hauptstadtkorrespondent des ARD-Morgenmagazins und Moderator politischer Schwerpunktsendungen (bis Juni 2012).

Nennen möchten wir in diesem Zusammenhang: James L. Jones (Membership suspended during his term as National Security Advisor)!!!! NSA  Im Februar 2009 trat James L. Jones von seinem Amt als Vorsitzender des Atlantic Council zurück, um im Kabinett von Präsident Obama als Nationaler Sicherheitsberater zu dienen. Auch Susan Rice verließ den Council und wurde US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen.

Wie war das doch gleich mit der Überwachung durch die NSA – keiner hat es angeblich gewusst, aber alle kennen sich. Siehe dazu: Microsoft & Skype dürfen munter weiter Daten und Gesprächsinhalte an die NSA leiten- Online -Seminar – Wie werden wir überwacht !

Im Jahr des 60-jährigen Bestehens der Bundesrepublik Deutschland und des 20. Jahrestages des Berliner Mauerfalls verlieh die Atlantik-Brücke zum zehnten Mal ihre höchste Auszeichnung, den Eric-M.-Warburg-Preis, benannt nach ihrem Gründer. Er wurde der deutschen Bundeskanzlerin,
Dr. Angela Merkel, in einem Festakt in der Library of Congress überreicht. Die amerikanische Hauptstadt war als Ort ausgewählt worden, um im Gedenkjahr 2009 noch einmal daran zu erinnern, dass die Amerikaner es waren, die 1949 Deutschland die Chance gaben, wieder in
den Kreis der Völkerfamilie aufgenommen und zu einem Partner der USA zu werden.(…)

Heusgen betonte das enge und freundschaftliche Verhältnis zwischen Frau Merkel und dem damaligen Präsidenten George W. Bush.

„Das Verhältnis zu den Vereinigten Staaten sei in der Bush-Administration noch getrübt gewesen. Dennoch habe es keine Alternative zu guten Beziehungen zu den USA gegeben. Heusgen betonte das enge und freundschaftliche Verhältnis zwischen Frau Merkel und dem damaligen Präsidenten George W. Bush, welches sie aber nicht davon abgehalten habe, Menschenrechtsfragen offen anzusprechen. Auch in Hinblick auf die Beziehungen zu Russland betonte er das gute persönliche Verhältnis zu Ministerpräsident Vladimir Putin und das noch bessere Verhältnis zu Präsident Dmitrij Medwedew.”

screenshot

screenshot.atlantik-bruecke.org

Nun wieder zu unserem neuen Landwirtschaftsminister Christian Schmidt, wie schon erwähnt, er ist seit 2006 der Präsident der Deutschen Atlantischen Gesellschaft  und sieht seine Aufgabe darin, über die Politik der NATO zu informieren und dafür zu werben. Er ist ein wichtiger Pfeiler der Atlantik Brücke.

Siehe dazu: Christian Schmidt – vom Verteidigungsministerium zum Landwirtschaftsminister – Ein Pfeiler der Atlantik – Brücke

Europäische Kommission

In Brüssel hat sich Monsanto bereits tief in den EU-Strukturen festgesetzt. Das Unternehmen entsendet gemeinsam mit anderen Industrie-Vertretern hochrangige Mitarbeiter in die EU-Gremien, und erstellt die wissenschaftlichen Studien für neue Getreide-Sorten gleich selbst. Erst kürzlich war bekannt geworden, dass die EU gerne Gesetze wörtlich so beschließt, wie die Lobbyisten sie ihnen vorlegen. So unterhalten US-Konzerne im Internet-Bereich eine eigene Stiftung, die ihnen den Zugang zu Abgeordneten sicherstellt.

In dieser Stiftung  sind faktisch Vertreter aller im Bundestag vertretenen Parteien: Die Mitglieder kommen allesamt aus der Politik, Business, Nicht-Regierungs-Organisationen, Verbänden, Instituten und anderen privaten oder öffentlichen Einrichtungen.  Da gibt es auch zum Beispiel: SITZUNG DES AUSSCHUSSES FÜR BÜRGERLICHE FREIHEITEN, JUSTIZ UND INNERES (LIBE).

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eu

Bei der EIF zahlen Unternehmen jährlich für die Mitgliedschaft einen Beitrag in Höhe von 10 000 Euro.

Als Gegenleistung erhalten sie einen exklusiven Zugang zu EU-Abgeordneten. Das ist ganz einfach: Das Geld kommt von den Konzernen und die Abgeordneten sind gleich selbst Mitglieder der Stiftung.

Die Stiftung wird von US-Internet-Giganten finanziert, aber wie Sie dem zweiten Schaubild entnehmen können, sind auch die ARD und BBC vertreten. Wie immer, man kennt sich.

Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit

Wenn wir uns die EFSA näher anschauen, dann müssen wir uns fragen: Wie unabhängig ist die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit?

Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) ist im Bereich der Lebensmittel- und Futtermittelsicherheit der Grundpfeiler der Risikobewertung der Europäischen Union (EU). In enger Zusammenarbeit mit nationalen Behörden und offenem Austausch mit betroffenen Interessengruppen stellt die EFSA  wissenschaftliche Beratung zur Verfügung.

Die EFSA ist nach eigenen Angaben eine unabhängige europäische Behörde, die aus dem EU-Haushalt finanziert wird, aber nach eigenen Angaben unabhängig von der Europäischen Kommission, dem Europäischen Parlament und den EU-Mitgliedstaaten arbeitet.

Die Lobbyverflechtungen in der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) nehmen kein Ende. Der Report “Unhappy Meal” der CEO weist dies für 122 der 209 EFSA-Experten nach.

Ziel des Berichts: Darstellung der neuen Strategien zur Sicherstellung der Unabhängigkeit der EFSA-Mitglieder von Wirtschaftsinteressen. Hauptaussage: Interessenkonflikte der Ausschussmitglieder sind noch immer vorhanden.

Grundproblem: Nach Streit um die Abhängigkeit der EFSA-Mitglieder von der Wirtschaft führte die EFSA eine Prüfung zur Sicherstellung der Unabhängigkeit der Mitglieder ein. Dieses Ziel sei laut dem Autor nicht erreicht worden: 122 von 209  Wissenschaftlern haben noch immer direkte oder indirekte Bindungen zur Wirtschaft (2013). Alle Ausschussvorsitzenden (außer zwei) und 14 von 21 Vizepräsidenten haben Interessenskonflikte.

Das International Life Sciences Institute (ILSI) ist eine einflussreiche Lobbyorganisation im Lebensmittelbereich.
Finanziert wird sie weitgehend durch Unternehmen der Lebensmittel-, Chemie- und Gentechnikindustrie, wie Coca-Cola, Nestlé und Monsanto . Sie ist wegen ihrer Industrienähe und der Verflechtungen mit staatlichen Aufsichtsbehörden in die Kritik geraten.

Beispiel: ILSI Health and Environmental Sciences Institute  – Sponsoring

Die HESI  besteht aus derzeit 55 Unternehmen aus den Vereinigten Staaten, Europa und Japan. Diese Unternehmen vertreten die Chemie-, Petrochemie-, Petrochemie-, Pharma-, Biotechnologie-und Konsumgüterindustrie.

In der nachfolgenden Abbildung können Sie sehen, aus welchen die beteiligten Wissenschaftler kommen:

EFSA

http://www.hesiglobal.org/i4a/pages/index.cfm?pageid=3281

Alle Ausschussteilnehmer greifen in die Programmauswahl, Planung, Ausführung und anschließende Analyse und Kommunikation der Ergebnisse.

Von der Forschung zur Anwendung:

  • Öffentlicher Dienst : Fachhochschul-, Regierungen, Stiftung, Forschung Krankenhaus und Non-Profit-Forschungsinstitut Wissenschaftler (“öffentlicher Sektor”) können in HESI Projekte kostenlos teilzunehmen.
  • Privater Sektor : Die aus der Industrie teilnehmende Wissenschaftler müssen den HESI Sponsorings Anforderungen und Gebühren entsprechen.
  • Wissenschaftliche Programme der HESI, die derzeit engagierten Wissenschaftlern aus fast 150 verschiedenen Universitäten, Forschungsinstituten und Krankenhäusern, Behörden, Stiftungen können Sie der aktuellen Liste der öffentlichen Teilnehmer ersehen: hier .

Hier gibt es auch ein Komitee für die RISIKOBEWERTUNG IM 21. JAHRHUNDERT. Es wird Sie sicher, nach allem, was Sie bislang gelesen haben, nicht wurdern, dass natürlich hier auch u. a.  BASF, Dow Chemical Company, Dow AgroSciences,Dow Corning Corporation, DuPont European Commission, ExxonMobil und  Monsanto Company an Bord sind. Und wer ist noch dabei? Genau: Die Europäische Kommission! Dazu eine PDF auf Englisch die sich mit den Tätigkeiten und Leistungen 2012-2013 beschäftigt.

Siehe auch Lobbyverflechtungen – EFSA gefährdet unsere Gesundheit zugunsten der Industrie!

Während 250 000 gegen TTIP und Ceta in Berlin im Oktober demonstrierten, schlug Lobbyist ‪Sigmar Gabriel‬  ebenfalls wieder zu und schaltete Anzeigen für‪ TTIP ‬

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Bereits 2005 war Gabriel durch seine Nähe zu VW auffällig geworden. Zur Erinnerung: Ja, er habe für die Firma Communication Network Service (CoNeS) einen Beratervertrag vom Wolfsburger Autobauer Volkswagen bekommen, bei dem er als Ministerpräsident im Aufsichtsrat gesessen hatte. Lesen Sie dazu: Die frisch angeheuerte Crew ist an Bord 

Obama unterzeichnet Monsanto Protection Act

Obama hat den so-genannten »Monsanto Protection Act« – zu Deutsch: Verfügung zum Schutz Monsantos – unterzeichnet. Dabei handelt es sich um eine Anlage zur Haushaltsbewilligung, die Monsanto in die Lage versetzt, sich über Entscheidungen von amerikanischen Bundesgesetzen hinwegzusetzen.

Wenn ein Gericht zu dem Schluss kommt, dass eine gentechnisch veränderte Nutzpflanze Mensch oder Umwelt gefährdet, so kann es Monsanto (oder irgend ein anderes Unternehmen) nicht mehr dazu verurteilen, den Anbau dieser Pflanze zu stoppen. Stattdessen verlangt das Gesetz, dass der Landwirtschaftsminister Genehmigungen und Verordnungen erlässt, die »den weiteren Anbau, das Inverkehrbringen und weitere im Einzelnen bezeichnete Aktivitäten« ermöglichen. Das gilt auch dann, wenn eine Pflanze in dem Verdacht steht, eine Krankheit oder eine gefährliche genetische Verschmutzung auszulösen.

Seine Unterschrift beweist seine wahre Loyalität zu Biotech-Industrie und GVO.

One Hundred Thirteenth Congress of the United States of America: SEC. 735. In the event that a determination of non-regulated status made pursuant to section 411 of the Plant Protection Act – weiter siehe Screenshot:

Screenshot

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Geplantes Freihandelsabkommen zwischen der USA und der EU (sh. . US-Handelspolitik). Da Zölle und Exportsubventionen, so-genannte „tarifäre Handelshemmnisse“ bereits sehr gering sind, sollen hauptsächlich Produktions- und Produktstandards angepasst werden, um somit den Handel zu erleichtern.

Islam A. Siddiqui, Botschafter im Amt des US-Handelsvertreters, fungiert als Verhandlungsführer im Bereich der Landwirtschaft. Er ist verantwortlich für die bilateralen und multilateralen Agrarverhandlungen sowie die Grundsatzrichtlinien für den Agrarhandel. Monsanto, BASF, Bayer, Coca-Cola Company, Dow AgroSciences LLC, DuPont Crop Protection reiben sich schon die Hände.

In den USA sagt man auch: „How the Government is in Bed with Monsanto…”  wir können hier die europäische Kommission nennen, denn allein mit der Deutschen Regierung sollten wir uns nicht aufhalten. Letztendlich ist es ja die Europäische Kommission; die entscheidet. Oder sollen wir am Ende doch die These aufstellen, dass die USA entscheiden werden, was letztendlich in das Freihandelsabkommen aufgenommen wird?

Fakt ist – die Lobbys nutzen die Freihandelsgespräche aus.

TTIP

Kingi Taurus, einer der bekannten Nga Puhi Anführer aus Waitangis Te Tii Marae, hat ein formelles Veto-Schreiben gegen das Trans-Pazifische Partnerschafts-Abkommen an die Botschaften und Handelsabteilungen der vorgeschlagenen Partnerländer gesandt und die Königin von England um Intervention gebeten. Siehe:Das müssen Sie lesen: Protest wegen TPP von Māori an Queen Elizabeth – Maori Elder Kingi Taurua Sends TPPA Partners, Queen A Formal Notice Of Veto Of Trade Agreement

Wir brauchen uns nur  NAFTA  anschauen: das North American Free Trade Agreement, 1993 von Präsident Clinton gegen den Widerstand der US-amerikanischen Gewerkschaften und die Vorbehalte vieler Bürger durchgedrückt. NAFTA wurde damals als neues Modell angepriesen und tatsächlich ist es das Modell für die nachfolgenden Verträge wie CAFTA-DR (Central American Free Trade Agreement-Dominican Republic, seit 2005), TPP (Trans-Pacific Partnership, bisher nur in geheimen Verhandlungen mit Vertretern von Konzernen aber nicht in der Öffentlichkeit) und jetzt TPP. Wie hat sich NAFTA für die Amerikaner, Kanadier, und Mexikaner ausgewirkt, deren Regierungen NAFTA unterschrieben?

Kurz gesagt: für die Reichsten der drei Länder als Goldregen, für alle anderen schlimm bis katastrophal.

Wir fordern Demokratie und Transparenz! Kein Freihandelsabkommen mit den USA und Schluss mit den Geheimverhandlungen!

Netzfrau Doro Schreier

Mehr Informationen:

250 000 protestieren gegen TTIP und Ceta in Berlin !

Neues ‘Monsanto Gesetz’ setzt Afrika unter Druck – New ‘Monsanto Law’ in Africa Would Force GMOs on Farmers

Medien schweigen: Trotz Bedingung für DR-CAFTA – Umstrittenes Monsanto-Gesetz in Guatemala aufgehoben

Free Trade Agreement TTIP

Freihandelsabkommen TTIP: NAFTA, CAFTA…und deren Folgen

Freihandelsabkommen: Ausbeutung und Not in Mexiko, um amerikanische Konsumenten mit Lebensmitteln zu versorgen – Hardship on Mexico’s farms, a bounty for U.S. tables

WICHTIG! Konzerne klagen – Wir zahlen: Wie Schiedsgerichte den Rechtsstaat aushebeln

Freihandelsabkommen – in der Kürze liegt die Würze

Freihandelsabkommen als Schlupfloch für Fracking?

Demnächst XXL Hähnchen bei Wiesenhof und McDonald’s?

Agent Orange: Durch das Freihandelsabkommen auch bald in Europa?

Die „Heute Show“ ist zurück- Abhöraffäre, das Freihandelsabkommen und Obamas Versuche, Vertrauen zurückzugewinnen.

Pelzig zum Freihandelsabkommen TTIP – Proteste gegen Investorenschutz im EU-Kanada Handelsabkommen

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Fulfordblog vom 15. Feb. 2015 Schwierige Zeiten werden kommen, die entweder Zusammenbruch, Chaos und Blutvergießen bringen oder Neustart und Renaissance

B.Fulford Blogeintrag v. 15. Februar 2016 in bm-ersatz.jimdo.com

Übersetzt v. Dream-soldier unter Mithilfe von Jochen Arweiler

Teil 1

Schwierige Zeiten werden kommen, die entweder Zusammenbruch, Chaos und Blutvergießen bringen oder Neustart und Renaissance
Die Ereignisse entfalten sich weiterhin in einem rasanten Tempo, offenbar zu dem Zweck, die Nachkriegsordnung zusammenbrechen zu lassen, während der Kampf über das, was diese Ordnung ersetzen soll, weiterhin wütet. Das fürs erste größte Ereignis war das erste Treffen zwischen dem Papst und dem russischen Patriarchen seit 962 Jahren. Die seltsamste Erscheinung bei diesem Treffen wird auf dem Foto sichtbar, das vom Vatikan herausgegeben wurde und das einen Schädel und Knochen direkt in der Mitte zwischen den beiden religiösen Führern zeigt.Papst_Skulls and Boneshttp://en.radiovaticana.va/news/2016/02/12/joint_declaration_of_pope_francis_and_patriarch_kirill/1208117

weiterlesen —>

Schattenseite der Tulpen: Monokulturen, Ausbeutung und Pestizide

Quelle: netzfrauen.org

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Wenn Blumen sprechen könnten, dann würden sie von miserablen Arbeitsbedingungen, Hungerlöhnen, Gesundheitsrisiken und ökologischem Desaster in der Blumenindustrie Afrikas und Lateinamerikas berichten.

Schön anzusehen, aber häufig mit Gift hochgepäppelt. Der Winter ist noch gar nicht ganz passé, da leuchten sie wieder in den Discountern, die Tulpen.

In unseren Discountern und Supermärkten, aber auch in Baumärkten werden zu jeder Jahreszeit Schnittblumen und Topfpflanzen angeboten. Aldi ist sogar der größte deutsche Blumen-Verkäufer.

Den Anteil der Discounter, Supermärkte und Baumärkte an dem Geschäft ist in den vergangenen Jahren stetig gewachsen. Deren Anteil liegt bereits bei rund 40 Prozent.

Rund 8,7 Milliarden Euro haben die deutschen Verbraucher 2012  für Schnittblumen, Garten- und Zimmerpflanzen ausgegeben – das waren rund 106 Euro pro Kopf.

Viele der zum Valentinstag verschenkten Blumen wurden auf menschenunwürdige Art produziert, sind mit Pestiziden behandelt und gemanipuliert. Die Firmen ersinnen immer neues Saatgut. Blumen erblühen in Farben, die ihnen die Natur nicht zubilligen wollte, und schon wandert z. B. die Frankenstein-Tulpe nach einer langen Reise direkt in die Blumenvase auf den Tisch, wo sie recht lange blühen soll. Ob lila, mit Streifen oder bunt, es gibt nichts, was es nicht gibt. Sogar Monsanto mischt mit, und wer da noch glaubt, die Tulpen seien, wie es das alte  Lied verspricht, aus Amsterdam, auch da müssen wir Sie enttäuschen.

Mehr als 1000 Patente auf Pflanzengene

http://cnx.org/ Screenshot

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Als Pionier im Bereich der grünen Gentechnologie hält Mendel Biotechnology mehr als 1000 Patente auf Pflanzengene. Die Kalifornier haben etwa Gene identifiziert, die für Wachstum und Entwicklung von Pflanzen verantwortlich sind.

Der Markt gentechnisch veränderter Pflanzen wird dominiert von Giganten wie dem US-amerikanischen Monsanto und der Schweizer Syngenta. Mendel arbeitet intensiv mit dem Gentechnik-Riesen Monsanto als Genlieferant zusammen und kann dessen Patente nutzen.

So gibt es auch in Deutschland ein Unternehmen, das mit Monsanto zusammenarbeitet.

Es handelt sich hier um das Stuttgarter Unternehmen Selecta, das bestimmte Gene in die Blumen einbaut, die dann bereits vorhandenes, arteigenes Erbmaterial stimuliert. Monsatoliefert die Technologie zum Einbau der Gene, Mendel die Gene und Selecta den Genpool.

Dazu wurde auch gleich ein neues Unternehmen gegründet – Ornamental Bioscience,  ein neues Joint-Venture-Unternehmen mit Sitz in Stuttgart, an dem die deutsche Selecta-Gruppe und die US-amerikanische Mendel Biotechnology Inc. beteiligt sind. (S. http://www.bioregio-stern.de/de/unsere-dienstleistungen/unternehmensdatenbank/ornamental-bioscience-gmbh)

„Das Unternehmen entwickelt und vermarktet transgene Zierpflanzen. Ornamental Bioscience vereint Mendels technologisches Know-how in den Bereichen Trocken-, Kälte- und Frosttoleranz sowie Krankheitsresistenz mit der Erfahrung von Selecta in Züchtung, Produktion und Vertrieb von Zierpflanzen. Bisher transformiert und testet Ornamental Bioscience Pflanzenarten aus der Selecta-Produktpalette wie Petunien, Poinsettien (Weihnachtssterne), Impatiens Neu Guinea (Fleißige Lieschen) und Pelargonien (Geranien). Nun sollen durch Kooperationen mit anderen Züchtern weitere Arten hinzukommen.

Das Familienunternehmen Selecta Klemm GmbH & Co. KG ist einer der weltweit führenden Züchtungs- und Vermehrungsbetriebe im Bereich vegetativ vermehrbarer Zierpflanzen. In den vergangenen 40 Jahren hat Selecta zahlreiche Patente und Sortenschutzrechte für Schnittblumen, Beet-, Balkon- und Topfpflanzen erworben. Selecta verfügt über weltweit sieben Hauptstandorte mit Produktion, Züchtung und Vertrieb, Stuttgart ist die Zentrale. Mit der Biotechnologie beschäftigt sich Selecta seit 1996. An der Entwicklung der blauen Nelke durch das australische Unternehmen Florigene, die bis heute als einzige transgene Zierpflanze eine Zulassung für die Vermarktung in Europa hat, war Selecta Klemm beteiligt.“

Fazit: Monsanto ist längst in Deutschland aktiv. Der US-Agrarkonzern Monsanto will Deutschland als Markt für gentechnisch verändertes Saatgut vorerst aufgeben. „Wir lassen unsere Pläne ruhen, solange die politische Situation so verfahren ist wie derzeit“, sagte die Deutschland-Geschäftsführerin von Monsanto, Ursula Lüttmer-Ouazane im November 2013. Bereits im August teilte Monsanto mit, der Konzern habe die Akquisition bestimmter Geschäftsbereiche der Dieckmann GmbH & Co. KG abgeschlossen. Die Dieckmann-Gruppe mit Sitz in Niedersachsen ist ein Züchter von Saatgut für den Anbau in West- und Osteuropa. (SAlles nur gelogen! Monsanto gibt Deutschland nicht auf !)

Schattenseite der Blüten: Monokulturen, Ausbeutung und Pestizide

Nicht nur die Pestizidbelastung, auch der hohe CO2-Ausstoß, der damit verbunden ist, spielt mit. Vielen ist das gar nicht bewusst, dass eine große Airline zum Valentinstag 1000 Tonnen Rosen alleine nach Europa fliegt. Das entspricht einer Ladung von zehn Jumbo-Jets. Auch der Einsatz von Dünge- und Pflanzenschutzmitteln sowie die Aufzucht in Treibhäusern, die Lagerung der Blumen in einer ununterbrochenen Kühlkette und ihre Verpackung – all das trägt zu einem erhöhten CO2-Ausstoß bei.

Tulpen aus unserem Nachbarland, dem BLUMENLAND NIEDERLANDE

Die Zijpe, der Anna Paulowna Polder und die Koegras zusammen bilden mit über 6000 Hektar Blumenfeldern heute eines der größten Blumenzwiebelanbaugebiete der Welt. Die Felder ziehen sich an der Küste entlang und dehnen sich bis auf die Insel Texel aus. Noch vor 100 Jahren bestimmten hier Wiesen und Kuhweiden das Bild. Daneben pflanzten die Bauern auf kleinen Feldern Getreide und Gemüse für den Eigenkonsum an. Ab 1960 waren die Blumen als billiges Massenprodukt nicht mehr zu stoppen. Auch in anderen Teilen der Niederlande verschwanden die kleinen Felder und Weiden von einst und machten Platz für Schnittblumen.

So schön die bunten Tulpenfelder im Frühling leuchten – ökologisch sind die Monokulturen eine Wüste, in der kaum ein Tier Nahrung oder Obdach finden kann. Zudem erfordern die endlosen Reihen von bunten Blumen stets viel Wasser, Dünger und chemische Pflanzenschutzmittel. Erst sehr langsam nehmen nachhaltige Anbaumethoden heute mehr Raum ein. Noch 2007 fand die Stiftung Warentest in allen von ihr getesteten Rosen Pestizidrückstände, bis zu 16 verschiedene Substanzen an einer Blume. Unter ihnen waren auch Wirkstoffe, die beispielsweise die Weltgesundheitsorganisation WHO als hochgiftig einstuft. Die gefundenen Mengen waren so klein, dass sie für die Käufer kein Gesundheitsrisiko bedeuteten. Für die Arbeiterinnen und Arbeiter in Anbau und Handel ist allerdings ein solcher Pestizideinsatz gefährlich, weil sie den Stoffen täglich und in weit größeren Mengen ausgesetzt sind.

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Warum schalten die Netzfrauen Werbung?

„Wenn der Frühling kommt, dann schick‘ ich Dir Tulpen aus Amsterdam“. Doch mit den Tulpengrüßen aus Holland könnte es bald vorbei sein, fürchteten 2008 viele holländische  Blumenbauer. Sie seien alarmiert durch eine Studie der Universität Wageningen, in der die Folgen der geplanten neuen EU-Vorschriften für Pflanzenschutzmittel untersucht wurden. Der „Tulpenbauer geht baden“, fasste 2008 die Zeitung „De Telegraaf“ zusammen.

Die EU ließ sich nicht beeinflussen und erließ 2009 die neue Umweltschutzrichtlinie, die den Einsatz zahlreicher Pestizide verbot. Mehr als 120 chemische Stoffe dürfen seitdem nicht mehr eingesetzt werden. Viele davon waren auch in der niederländischen Blumenzucht Standardmittel.

Aber nicht nur Verbote lassen die Blumenanbauer in unserem Nachbarland zittern – denn andere Länder produzieren noch billiger. In den Niederlanden machen die Energiekosten etwa 15 Prozent der Gesamtaufwendungen aus. Etwa ein Drittel muss der Produzent für die Löhne veranschlagen. In Afrika oder Lateinamerika, wo ganzjährig im Freien gearbeitet wird und die Arbeiterinnen und Arbeiter teilweise ohne jeden gewerkschaftlichen Schutz ausgebeutet werden, fällt nur ein Bruchteil dieser Kosten an. Welches Land verbindet man gemeinhin mit Tulpen, mit dem Anbau von Zierpflanzen generell? Sie würden nun sagen, die Niederlande. Aber könnten die Tulpen eine Sprache sprechen, würden sie sich nicht auf holländisch unterhalten. Nein, die Tulpen würden die kenianische Landessprache sprechen.

Wenn Blumen sprechen könnten, dann würden sie von miserablen Arbeitsbedingungen, Hungerlöhnen, Gesundheitsrisiken und ökologischem Desaster in der Blumenindustrie Afrikas und Lateinamerikas berichten.

Was die wenigsten wissen, ist, dass die enorme Menge an Schnittblumen von Kenia aus nach Europa exportiert wird. Seit 1995 hat sich dieser Wert allerdings auch enorm erhöht, um genau zu sein, hat er sich seitdem verdreifacht. Das bedeutet, dass alleine nach Deutschland etwa 500 Millionen Stück pro Jahr an Schnittblumen aus Kenia kommen.

Experten warnen bereits davor, dass für die Produktion dieses Wirtschaftsgutes viel zu viel Wasser verbraucht wird, das an anderer Stelle fehlt. Zudem werde es nach der Verwendung nur unzureichend geklärt.

Die Schnittblumenproduktion wird zum Problem für die Süßwasservorräte

Die meisten Schnittblumen aus Kenia stammen aus einer bestimmten Region im Lande, und zwar aus Naivasha. Dort jedoch sei der Süßwasserspiegel stets großen Schwankungen unterworfen, auch schon ohne die Nutzung für die Schnittblumenproduktion. Da diese nun ständig wächst, droht das Süßwasser aus dem Boden irgendwann zu versiegen. Das hätte katastrophale Folgen für die auch ansonsten fast nur auf Agrarproduktion ausgerichtete Wirtschaft Kenias. Der Naivasha-See könnte austrocknen mit schlimmen Folgen für das Umland.

Auch Ecuador gilt heute als wichtigster Blumenproduzent des Südens. Von Januar bis November 2010 verkaufte das Land laut Angaben der Handelsorganisation Expoflores für 586 Millionen Dollar Pflanzen. 122 000 Tonnen Pflanzen führt das Andenland aus; nach Öl, Bananen und Shrimps sind Blumen heute das wichtigste Exportprodukt geworden, allerdings nicht ohne Folgen.

Wirtschaftlich gesehen mag das eine gute Sache für Ecuador und die dortigen Schnittblumen-Anbauer sein, doch solange die allgemeinen Zustände sich nicht ändern, z. B. der Einsatz von Pestiziden, die Monokultur  u.s. w., überwiegen die Nachteile gegenüber den Vorteilen. Dies gilt auch für Kenia.

Im globalen Konkurrenzkampf schielen alle entsetzt nach China: 2008 wurden in der Provinz Yunnan auf 33.300 Hektar Blumen produziert. Von 42 000 Hektar geht die Verwaltung der Provinz für 2010 aus. Wenn bedacht wird, dass es 2005 noch 16 000 Hektar waren, so hat die Provinz Yunnan ihre Anbaufläche bis heute fast verdreifacht. Zum Vergleich: Der gesamte Tulpenanbau in den Niederlanden nimmt eine Fläche von nur 7500 Hektar ein. Sogar „raubkopierte“ Rosen kommen aus Asien – Blumen, für deren Anbau Lizenzgebühren zu zahlen wären. Am Flughafen Schiphol allein vernichtet der niederländische Zoll jährlich Rosen im Wert von einer Viertelmillion Euro.

Nur jede fünfte Blume davon ist in Deutschland gewachsen – 80 % der in Deutschland verkauften Schnittblumen werden über die Niederlande importiert, aus Kenia, Ecuador, Kolumbien, Simbabwe oder Tansania. Die Produktionsbedingungen in den Ländern des Südens lassen häufig zu wünschen übrig: Überwiegend Frauen schuften in der  internationalen Blumenproduktion. Sie verdienen oft nur Hungerlöhne, haben keine festen Arbeitsverträge und sind den Belastungen durch Pflanzenschutzmittel ausgesetzt.

Rosen mit dem Fairtrade-Siegel schreiben Erfolgsgeschichte:

Seit ihrer Einführung 2005 stiegen die Absatzzahlen kontinuierlich, aber das Jahr 2012 brach alle Rekorde, meldet der Verein TransFair, der das Fairtrade-Siegel für fair gehandelte Produkte vergibt. Demnach wurden in Deutschland gut 260 Millionen faire Rosen verkauft. Gegenüber dem Vorjahr ist das ein Plus von mehr als 200 Prozent. Der Marktanteil beträgt inzwischen knapp 20 Prozent.

Aber auch Billig-Blumen sind auf dem Vormarsch. Den bunten Strauß suchen sich viele Verbraucher mittlerweile lieber beim Discounter zwischen Müsli und Toilettenpapier aus, statt in den Fachhandel zu gehen.

Billig-Rosen: Afrikaner zahlen mit ihrer Gesundheit

Müssen es unbedingt Blumen sein, z. B. zum Valentinstag? Manchmal reichen auch liebe Worte. Und zu den Tulpen: Der nächste Frühling kommt bestimmt.

Netzfrau Doro Schreier

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Kerrys krasse Lügen in München

Die Un-Sicherheitskonferenz in München war wieder die Bühne für die Oberlügner und Kriegshetzer der Welt. Bis auf einen, der russische Ministerpräsident Dmitri Medwedew. Er war der einzige, der die Wahrheit über den Zustand der Welt und den Konflikt im Nahen Osten äusserte. So wie Präsident Putin es damals 2007 dargestellt hat. US-Aussenminister John Kerry, (sein Name ist schon erlogen, denn in Wirklichkeit heisst seine Familie ursprünglich Kohn) wiederholte seine alten Lügen, um die schon lange völlig diskreditierte US-Politik zu rechtfertigen. Eine Agenda, welche die Welt in gewaltsamer Geiselhaft hält. Seine unaufrichtigen, hinterlistigen und völlig erlogenen Behauptungen über die amerikanischen „demokratischen Werte … von Freiheit, Anständigkeit und Gerechtigkeit“ täuschte niemanden.

Er äusserte Washingtons „unerschütterliche Unterstützung“ gegenüber dem von den USA installiertem faschistischen Regime in der Ukraine – gleichzeitig kritisierte er die nicht existierende „Aggression Russlands“ und schob die Schuld für das Versagen der Minsk-Vereinbarung auf unverantwortlicher Weise alleine auf Moskau.

Dabei sind es die Kriegshetzer in Washington, Brüssel und Kiew, welche den Konflikt im Osten der Ukraine ständig am köcheln halten, indem tagtäglich Mörser und Granaten auf die Zivilbevölkerung von Donbass abgefeuert werden. Der von den USA ausgelöste Konflikt kann jederzeit zu einem Krieg ausarten und Kiew dazu missbraucht werden, als Proxy die Drecksarbeit zu erledigen.

Die Ukraine ist aus jedem Blickwinkel betrachtet ein „gescheiterter Staat“, wo eine immens korrupte Bande an Faschisten das Sagen hat, die von den Menschen verachtet und gehasst wird, weil es einen Krieg gegen die eigene Bevölkerung führt. Die Infrastruktur ist völlig kaputt, die Lebenshaltungskosten sind astronomisch, die Arbeitslosigkeit und Armut grassiert flächendeckend.

Alle Grundrechte sind dort abgeschafft – nur die Drohungen Washingtons gegenüber den Gläubigern und die Hilfsgelder des IWF, vereiteln alleine den Zusammenbruch des Landes. Wie lange noch, werden wir sehen. Die einzigen die von diesem Chaos profitieren, sind die Oligarchen mit „zwei Pässen“, die das Land ausplündern und ausrauben.

Kerry hat auf unverschämter Weise den geheuchelten Kampf der Vereinigten Staaten gegen „den gewaltsamen Extremismus“ betont. Er sagte, Washington ist „entschlossen Daesh (ISIS) zu besiegen.“ Dabei sind ISIS und andere Terrorgruppen direkt von den USA erschaffen worden und werden als „imperiale Klonkrieger“ eingesetzt.

Die US-Streitkräfte bombardieren seit zwei Jahren in Syrien und Irak nur die Infrastruktur dieser Länder und die der irakischen und syrischen Regierungen. Die ISIS wird damit unterstützt und nicht bekämpft. Alle Terrorgruppen, die in Syrien und Irak operieren, existieren nur, wegen der massiven Militärhilfe aus dem Ausland. Ohne dem würden sie sofort zusammenbrechen und verschwinden.

Washingtons gnadenlose und menschenverachtende Kriegspolitik, zusammen mit den NATO-Partnern, mit Saudi Arabien und den anderen arabischen despotischen Diktaturen, sowie mit Israel, gefährden den Weltfrieden. Sie sind zusammen für die grösste humanitäre Krise seit dem II. Weltkrieg verantwortlich. Millionen sind deswegen getötet und noch mehr Millionen in die Flucht getrieben worden.

Die Tatsachen werden völlig auf den Kopf gestellt, indem Kerry Präsident Assad und Russland für die Katastrophe verantwortlich macht. Seine Aussage, Amerika ist verpflichtet „die Gewalt und das Blutvergiessen zu beenden„, steht im krassen Gegensatz zu dem was wirklich angerichtet wird, endlose Kriege, Genozid an der Bevölkerung des Irak und Syrien, ungeheuerliche Zerstörung und unbeschreibliches Leid.

Der einzige, der in München diese Wahrheiten aufzeigte, war der russische Ministerpräsident Medwedew. Man befinde sich in einem „neuen Kalten Krieg„, in dem Russland vom Westen als Hauptgefahr dargestellt werde, sagte er. Medwedew sprach von einer „Abschreckungsdoktrin“ der NATO, die sich vor allem gegen sein Land richte. Zur Erinnerung, es war Obama, der den Begriff „Kalten Krieg“ als erster wieder in die US-Aussenpolitik einführte.

Medwedew verteidigt das Engagement Moskaus für die syrische Regierung. Syrien sei einmal ein säkularer Staat gewesen, in dem die Religionen friedlich miteinander gelebt hätten. „Ist alleine Assad an der heutigen Situation Schuld?„, fragt er die Zuhörer im Saal. Die Einmischung von aussen habe die Lage dramatisiert. „Alle Regierungschefs im Westen haben mir gesagt: Assad muss weg.

Diese völlige Arroganz des Westens, selbstherrlich bestimmen zu können, wer in welchem Land regieren darf, führt zu den ganzen weltweiten Konflikten. Hier ein Putsch gegen den demokratisch gewählten Präsidenten, wie in der Ukraine, dort ein Krieg mit Terroristen als Stellvertreter, wie in Libyen und Syrien. Demokratie vortäuschen, aber gewaltsame Umstürze tatsächlich durchführen.

Dabei habe man doch einen gemeinsamen Feind: den Terrorismus. Der sogenannte „Islamische Staat“ und andere islamistische Terrorgruppen hätten mit dem Islam nichts zu tun, ihnen gehe es nur um ihre „animalischen Tötungsinstinkte„, sagte Medwedew. Jetzt wo die ISIS zurückgedrängt wird und Aleppo und andere Orte von der dreijährigen Terrorherrschaft befreit werden, geraten die Kriegshetzer in Panik.

Das gelbe Gebiet auf der Karte entlang der Grenze zur Türkei wird von der kurdischen Miliz gehalten. Dazwischen sieht man den schwarzen Korridor, über den die Terroristen von der Türkei aus versorgt werden. Blau eingekreist ist das aktuell umkämpfte Gebiet von Azaz, wo die türkische Armee mit Artillerie schon seit drei Tagen reinschiesst.

Die Türkei und Saudi Arabien sehen ihre Felle davon schwimmen, heisst, ihren Einfluss in Syrien durch die von ihnen unterstützten Terrorgruppen schwinden. Ihr Albtraum ist es, wenn Damaskus die Kontrolle über ganz Syrien zurückgewinnt. Deshalb drohen beide Länder mit einem Truppeneinmarsch, was eine krasse Verletzung der Souveränität Syriens und ein Kriegsgrund wäre.

Die Türkei hat am Samstag bereits begonnen, Stellungen der kurdischen Miliz auf syrischer Seite mit Artillerie zu beschiessen. Dabei sind die Kurden als YPG, neben der syrischen Armee, die einzigen, die am Boden die Terroristen bekämpfen. Daran sieht man, wie doppelzüngig Ankara vorgeht und tatsächlich die ISIS unterstützt.

Wie Reuters berichtet, sind durch die türkischen Angriffe mehr als ein Dutzend Zivilisten in Azaz am Montag getötet worden, als Granaten in ein Kinderspital einschlugen. „Mindestens 14 Zivilisten wurden getötet, als Geschosse ein Kinderspital, eine Schule und andere Einrichtungen in der von Rebellen gehaltenen Stadt Azaz in der Nähe der türkischen Grenze trafen„, meldet Reuters.

Hört man einen Aufschrei über dieses Kriegsverbrechen in den westlichen Medien? Sicher nicht, denn der Täter ist ein NATO-Mitglied.

Am Sonntag hat das syrische Aussenministerium einen Protestbrief an UN-Chef Ban Ki-moon gesendet, in dem Ankara wegen des Artilleriebeschusses scharf kritisiert wird. Die syrische Regierung ruft darin die UN auf, Massnahmen zu ergreifen, um die Sicherheit zu gewährleisten und „den Verbrechen des türkischen Regimes ein Ende zu setzen„.

Am Sonntag hat auch der stellvertretende Stabschef der iranischen Streitkräfte, Brigadegeneral Massoud Jazzayeri betont, der Iran wird sich dem Einsatz von fremden Truppen in Syrien widersetzen und er sagte, Teheran wird es keinen erlauben, der nicht von der legitimen Regierung in Damaskus eingeladen ist, in Syrien militärisch zu agieren.

Wir werden die Situation in Syrien nicht ausser Kontrolle geraten lassen, damit irgendwelche Schurkenstaaten ihre Politik implementieren. Wenn notwendig, werden wir entsprechende Entscheidungen treffen„, sagte Jazzayeri.

Er betonte die iranische Unterstützung der russischen militärischen Hilfe für Syrien im Kampf gegen den Terror, und fügte hinzu, Teheran und Moskau koordinieren ihre politischen und militärischen Massnahmen was Syrien betrifft.

Wir sehen, was sich zusammenbraut ist ein Pulverfass. Wenn die Türkei und Saudi Arabien tatsächlich in Syrien mit Soldaten eingreifen, um ihre ISIS vor der Vernichtung zu retten, dann wird ein grosser Krieg ausgelöst, dann kommt es zum Zusammenstoss der USA + NATO mit Russland + Iran. Die Situation erinnert von der Konstellation und vom Dominoeffekt her an 1914, kurz vor Beginn des I WK.

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Die Mutter von Präsident Bashar al-Assad, Aneesa Makhloof, ist am Samstag den 6. Februar in Qardaaha, Latakia im Alter von 86 Jahren gestorben. Geboren wurde sie 1930 in Latakia und sie heiratete den zukünftigen Präsidenten der Republik Syrien, Gen. Haafizh Al-Assad, im Jahre 1957, als er als junger Leutnant in der syrischen Luftwaffe diente. Mein herzliches Beileid an die Familie.

Hier weiterlesen: Alles Schall und Rauch: Kerrys krasse Lügen in Münchenhttp://alles-schallundrauch.blogspot.com/2016/02/kerrys-krasse-lugen-in-munchen.html#ixzz40KTm8iHt

Assad: Türkei und Saudi-Arabien sind das Sprachrohr ihrer Schirmherren

Die Türkei und Saudi-Arabien treffen keine eigenständigen Entscheidungen zu einem militärischen Eingreifen in Syrien. Dies erklärte der Präsident der Arabischen Republik Syrien, Baschar Assad im Interview für den nationalen TV-Sender.

„Die Türkei und Saudi-Arabien sind lediglich das Sprachrohr ihrer Schirmherren, die die Entscheidung über ein militärisches Eingreifen in Syrien treffen“, sagte Assad.

Der Präsident bemerkte, dass der Krieg in Syrien nicht dessen innere Angelegenheit sei, er sei ein Weltkrieg und berühre die Interessen vieler Staaten.

In der vergangenen Woche hatte der saudische Außenminister Adel al-Dschubeir von der Möglichkeit gesprochen, im Bestand der Internationalen Anti-IS-Koalition  Sondereinheiten nach Syrien zu entsenden. Der russische Außenminister Sergej Lawrow vertrat auf der Pressekonferenz zu den Verhandlungsergebnissen der Internationalen Syrien-Unterstützungsgruppe in München die Position, dass Erklärungen über die Bereitschaft, Bodentruppen zum Einsatz in Syrien zu entsenden, eine Zuspitzung des Konflikts bewirken würden.

Weiterlesen: http://de.sputniknews.com/politik/20160216/307882480/assad-tuerkei-saudi-arabien-sprachrohr-schirmherren.html#ixzz40KSq50Sw

Selbst gemachte Smoothies helfen, den Körper zu entgiften

Harold Shaw in info.kopp-verlag.de

Hippokrates von Kos (um 460 v.Chr. – um 370. v.Chr.) gehörte zu den ersten Ärzten in der Geschichte der westlichen Medizin, die überzeugt waren, gesunde Ernährung und Bewegung hätten erheblichen Einfluss auf das persönliche Wohlbefinden und schützten vor Krankheiten. Seine Lehren waren bereits zu seinen Lebzeiten und in den folgenden Jahrhunderten so einflussreich, dass man ihn als den »Vater der westlichen Medizin« bezeichnet.

Auf Hippokrates geht die heute allgemein verbreitete Einstellung zurück, dass gesunde Ernährung und Bewegung wesentliche Aspekte unserer Überlegungen zur Gesundheit im Allgemeinen bilden. Schlechte Ernährungsgewohnheiten wie der Verzehr großer Mengen von Industriezucker odergesättigter Transfettsäuren haben unserer Gesundheit schwer geschadet.

In der Antike dachten die Menschen vermutlich, Krankheiten seien das Werk der Götter, und viele bezeichneten Hippokrates als Spinner. Aber dennoch konnten sie den Erfolg seiner Methoden nicht ignorieren.

Man ist, was man isst

So einfach ist es. Die Nahrungsmittel, die man verzehrt, beeinflussen nicht nur unsere Stimmung, sondern auch unsere Gesundheit. Die wertvollen Mineralien, Vitamine, Fasern und Antioxidantien, die sich unser Körper aus frischen Früchten und frischem Gemüse erschließt, tragen dazu bei, zahlreiche chronische Krankheiten wie Brustkrebs, Diabetes, Herzerkrankungen und Hirnschläge zu verhindern.

Für einige von Ihnen gehört dies vielleicht schon zum Allgemeinwissen. Aber oft ist es ein Problem, in der alltäglichen Routine gesundheitsfördernde Verhaltensweisen umzusetzen.

Wenn man etwa ein Drittel oder sogar die Hälfte des Tages arbeitet (in vielen Fällen sogar mehr), ist es praktisch unmöglich, genau auf seine Ernährungsweise zu achten, und so endet es doch oft damit, dass man in einer Pause schnell etwas herunterschlingt oder erst spät am Abend ein ausgiebiges Mal mit frittiertem Fleisch, einer scharfen Sauce und einem köstlichen Nachtisch zu sich nimmt. Vergessen Sie ja nicht die Beilage aus Pommes frites. Man kann es überhaupt nicht als Mahlzeit bezeichnen, wenn nicht Pommes frites mit im Spiel sind.

Ein anderes Problem hat damit zu tun, dass unser Körper nicht immer dann Nahrungsmittel benötigt, wenn wir sie zu uns nehmen. Und darüber hinaus führen wir dem Körper nicht immer das zu, was er tatsächlich benötigt. Wenn man an jedem zweiten Tag über gesundheitliche Probleme klagt, dann stimmt irgendetwas nicht. Sie können dazu beitragen, Ihren Körper wieder in Form zu bringen, indem Sie genau darauf achten, was Sie essen.

Sparen Sie Zeit, indem Sie Ihr Obst und Ihr Gemüse pürieren

Es ist bekannt, welche Folgen es hat, zu wenig an Spinat, Paprika, Tomaten, Möhren, Pilzen oder beliebigem anderen Obst und Gemüse zu essen. Vielleicht fehlt einem auch die Zeit, seine Mahlzeiten mit allen diesen Bestandteilen zuzubereiten, aber mithilfe eines Entsafters oder Mixgeräts kann man alle diese Obst- und Gemüsesorten in beliebigen Mengen und Kombinationenpürieren, so dass man sie dann jederzeit in Form eines Mixgetränks zu sich nehmen kann.

Der andere große Vorteil bei dieser Art, Gemüse und Obst zu einem Mixgetränk (einem »Smoothie«) zu kombinieren, ist die große Vielfalt, die sich einem bietet. Man muss seine Ernährungsgewohnheiten nicht unbedingt ändern. Pommes frites sind nicht grundsätzlich schlecht, und man muss auch nicht auf Mahlzeiten verzichten, wenn man nicht will.

Aber wenn man die Bandbreite und Auswahl seiner Ernährung vergrößert und das üppige Abendbrot zugunsten einer leichten Mahlzeit wie etwa einem Sandwich, einem Salat oder einem Smoothie aufgibt, wird dies das gesundheitliche Befinden verbessern, die Stimmung heben und sogar die Pfunde purzeln lassen.

Wie beginnen?

Für den Anfang hier drei Vorschläge für Getränke, die Sie selbst leicht herstellen können und die dazu beitragen, Ihren Körper von gefährlichen Giftstoffen zu befreien und Ihr Wohlbefinden zu fördern.

Ein orangenfarbenes Mixgetränk auf Möhrengrundlage eignet sich hervorragend, wenn Sie Ihre Leber aktivieren und gesund erhalten wollen. Geben Sie dazu drei mittelgroße Möhren, eine Paprika, eine mittlere Gurke, einen Apfel und eine halbe Zitrone in den Mixer und pürieren Sie das Ganze.

Um Gallensteine zu verhindern, kann ein goldfarbenes Mixgetränk dazu beitragen, den Darm zu reinigen und schädigende Substanzen aus Ihrer Leber herauszuspülen. Dieses natürliche Heilmittel kann auch Magenbeschwerden nach einem ausgiebigen Essen lindern. Nehmen Sie dazu den Saft einer halben Zitrone, ein kleines Stück Ingwer und einen Teelöffel Kurkuma und vermischen Sie alles mit einer halben Tasse Wasser.

Auch ein Getränk aus grünem Tee und Zitrone trägt wirksam dazu bei, Ihren Körper zu entgiften. Die Zubereitung nimmt etwas mehr Zeit als bei den beiden anderen Getränken in Anspruch, aber es bewirkt wahre Wunder hinsichtlich Ihrer Gesundheit. Brühen Sie dazu eine halbe Tasse grünen Tees auf, lassen Sie ihn abkühlen und vermischen Sie ihn dann mit einer Banane und dem Saft einer halben Zitrone. Sind Sie auf den Geschmack gekommen? Das Gute ist, dass man bei Smoothies praktisch nichts falsch machen kann, also experimentieren Sie einfach munter drauflos!

http://gerhardschneider.at/

Syrien: Es geht los, der dritte Weltkrieg beginnt jetzt

Syrien: Es geht los, der dritte Weltkrieg beginnt jetzt

15. Februar 2016 (von Niki Vogt)  Seit gestern abend scheint die ganze, explosive Ladung in Syrien hochzugehen. Die syrische Regierung in Damaskus meldete am gestrigen Sonntagabend schon, daß etwa 100 schwer bewaffnete, türkische Kämpfer in den Norden Syriens eingesickert seien. Die Aktion könnte dem Zweck dienen, den kurdischen Vormarsch in Richtung Norden zu stoppen. Die Kurden sind seit dem Eingreifen der Russen nicht mehr auf verlorenem Posten, wo sie zwischen verdeckten Angriffen der Türken und dem ‚versehentlichen‘Bombardement der USA zerrieben wurden. Es war nur eine Frage der Zeit, bis diejenigen, in deren Interesse eine rasche Lösung der Situation in Syren nicht lag, zu den Waffen greifen und eine Lösung verhindern würden.

Syrien 3. Weltkrieg

Die US-Regierung hat am Sonntag den NATO-Staat Türkei mit harschen Worten aufgefordert, die Angriffe auf Nord-Syrien sofort zu beenden. Es sei nicht zulässig, daß die Türkei versuche, sich neue Gebiete einzuverleiben. Es ist allerdings fraglich, ob Washington wirklich noch Herr der Lage im Nahen Osten ist. Die weiteren Geschehnisse lassen daran zweifeln, denn seit heute morgen hat sich die Lage noch weiter enorm verschärft.

Die Regierung Rußlands hat mittlerweile alle russischen Staatsangehörigen aufgefordert, die Türkei schnellstmöglich zu verlassen. Am Wochenende haben Putin und Obama auf Initiative der USA miteinander telefoniert. „Nach Einschätzung des Kreml hatte das Gespräch einen offenen und sachlichen Charakter“ heißt es in den Medien.

Die Webseite „Sputniknews“ meldet, daß syrische Regierungstruppen die Rebellen und den IS mit Unterstützung der russischen Luftwaffe von ihrer letzten großen Versorgungsroute nach Aleppo abgeschnitten haben. Sobald die syrische Armee das Gebiet kontrolliert, beherrscht damit die syrische Regierung die gesamte syrisch-türkische Grenze. Das will Erdogan unbedingt vermeiden, es wäre das Aus für seine Pläne in der Region. Erdogan hatt mit dem Abschuß des russischen Kampfjets über syrischem Gebiet vor einigen Wochen zu hoch gepokert. Sein Kalkül, die USA gegen Rußland auf die Seite des NATO-LAndes Türkei zu zwingen, ging nicht auf. Nach anfänglicher Parteinahme für die Türkei zog sich Obama zurück und schlug sich auf die Seite Syriens und Rußlands.

In den USA hatte nämlich in Bezug auf die Rolle Assads ein Umdenken stattgefunden.

Die Pläne der Türkei drohen also, sich in Rauch aufzulösen. Daher darf der Abschuß des russischen Kampfjets durchaus als ein Versuch gesehen werden, die USA und die NATO als Verbündete auf die türkische Seite zu zwingen, was mißlang.

Schon am Samstag zeichnete sich ab, daß die Türkei jetzt militärisch eingreifen wird, um ihre Interessen durchzusetzen. Die Türkei sieht ihre Felle in Syrien rapide davonschwimmen. Russische Luftschläge haben der syrischen Armee ermöglicht, den IS auf breiter Front zu schlagen und zu vertreiben. Der IS wird von der Türkei unterstützt, die ihre eigenen Pläne in Syrien hat und die Konflikte dazu nutzen will, das „Kurdenproblem“ nachhaltig zu „lösen“ und sich den Norden Syriens einzuverleiben. Der Vormarsch der syrischen Armee und insbesondere der Vormarsch der siegreichen, kampferprobten Kurden in Nordsyrien zerschlagen alle Hoffnungen der Türkei. Überdies kooperieren Russen und Amerikaner mit der kurdischen Armee „YPG“. So wurde bisher wirksam verhindert, daß die Türkei nach Syrien einfallen konnte, um die Kurden niederzuschlagen. Ein erster Invasionsversuch der Türkei vor wenigen Wochen in den Irak wurde von Obama sofort unterbunden. Es war eine heftige Demütigung für den türkischen Präsidenten Erdogan, öffentlich von den USA zurückgepfiffen zu werden.
Die Regierung des Irak legte Protest bei den Vereinten Nationen ein und verurteilte das Eindringen der Türkei auf sein Staatsgebiet als aggressiven Akt.

Der gegenwärtige Stand der Informationen:

  • Rußland ist jetzt auch mit Bodentruppen vor Ort, die US-Armee mit privaten Söldnern war schon länger in Syrien anwesend.
  • Saudi-Arabien hat gegen den Willen der USA zwanzig F-15-Kampfjets in der Türkei stationiert und will zusammen mit den Vereinigten Arabischen Emiraten ebenfalls Bondentruppen einsetzen.
  • Die Türkei bombardiert die Kurden vor Aleppo und soll bereits mit Bodentruppen auf syrisches Gebiet vorgestoßen sein.
  • Zwei weitere russische Zerstörer wurden von Moskau an die Küste Syriens beordert.
  • Rußland hat zudem mehrere Luftlande- und Lufttransporteinheiten in Alarmbereitschaft versetzt, die bei Bedarf in Syrien eingesetzt werden können.
  • Teheran überlegt, seine Revolutionsgarde nach Syrien zur Unterstützung der syrischen Regierung zu schicken.
  • Der vom Westen unter der Führung der USA entzündete „Bürgerkrieg“ in Syrien ist kein regionaler Konflikt mehr. Es geht nicht nur um die Zukunft Syriens und des gesamten Nahen Ostens. Es geht jetzt um die Zukunft der Welt.
  • 1.600 britische Soldaten sind auf dem Weg nach Jordanien, um dort eine „Übung“ abzuhalten: Eine Invasion, wie sie bei „Desert Storm“  durchgeführt wurde.

to practise an Iraq invasion-scale operation for the first time in more than a decade.
(das erste Mal seit über einen Jahrzehnt eine Operation einer Invasion wie sie im Irak stattfand zu üben.)

 

Die als Shamal Storm bezeichnete Übung könnte, laut im Telegraph zitierter Quellen, eine „Trockenübung“ sein, wenn es einmal notwendig sein sollte große britische bewaffnete Einheiten nach Osteuropa zu verlegen, falls es zu einer Konfrontation zwischen Russland und der NATO kommt. Die englische Berichterstattung zeigt sich ob dieser Truppenverlegung verwundert, da in den letzten Jahren massive Einsparungen beim Militärbudget vorgenommen wurden und das britische Militär solche Manöver eigentlich nicht mehr durchführen kann. Es stellt sich daher die Frage, ob die „Finanzierung“ nicht durch die Golfmonarchien erfolgt. Und die, ob diese 1.600 Mann nicht als „Trainer, anleitende Offiziere usw.“ für die von Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten geplanten Bodentruppen in Syrien dienen.

Quelle: http://www.konjunktion.info/2016/02/syrien-die-lage-eskaliert-tuerkei-bombardiert-aleppo-riad-stationiert-f-15-kampfjets/

 

Wir können gerade beobachten, wie ein „Zweifrontenkrieg“ gegen Rußland aufgebaut wird.

Das Ganze begleitet von aus den USA und Großbritannien gesteuerten Terror-Anschlägen des IS  überall in Europa – um die Völker Europas in Wut und Verzweiflung zu treiben, und kriegsbereit zu schießen. Auch die Flüchtlingskrise ist diesen Aufruhr-, Umsturz-, und Kriegsplänen sehr nützlich. Ein wirtschaftlich-finanzieller US- und Weltkollaps steht unmittelbar bevor. Immer, wenn es soweit war, wurde zu dem Mittel eines richtig großen Krieges gegriffen. Das schüttelt alles durch, dezimiert die Bevölkerungen, danach sind alle glücklich, daß das Sterben endlich aufhört und zu fast allem bereit. Und am Wiederaufbau hofft die USA – wie immer – kräftig zu verdienen.

Auf der Münchener Sicherheitskonferenz ist bereits von amerikanischer Seite (John Kerry) von einer „wiederholte Aggression Russlands“ gesprochen worden, was man nur als grandiose Tatsachenverdehung oder akutes Alzheimer Kerrys bewerten kann. Es zeigt aber deutlich die Richtung, in die sich die ganze Situation in Syrien und der Welt bewegt.

Wir sollten darauf gefaßt sein, daß der Hölleneintopf, der da angerührt wird, in absehbarer Zeit als Dritter Weltkrieg überkocht.