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Abschiebungen

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Ein Quantum Frost: Von wohl-tätigen Haien und der »Macht, Throne zu stürzen«

Andreas von Rétyi in Kopp Online

George Soros ist einer der reichsten Männer der Welt. Sein bestens organisiertes globales Netzwerk ließ ihn auch zu einem der politisch einflussreichsten Männer dieses Planeten werden, ohne dass es der breiten Öffentlichkeit bewusst wurde. Die damit verbundene manipulative Gewalt beeinflusst das Weltgeschehen bis heute in ungeahntem Ausmaß.

Soros hat unter Beweis gestellt, Volkswirtschaften kippen und politische Verhältnisse massiv beeinflussen zu können. Untrennbar verknüpft mit seinem Geschäftserfolg ist der von ihm vor rund 45 Jahren begründete Quantum Fund. Grund genug, einmal einen kurzen Blick darauf zu werfen.

Der 1930 geborene Multimilliardär George Soros verwendet sein Vermögen, um Gutes auf der Welt zu tun – mehr noch als andere Superreiche dieser Erde. Zumindest soll allerorten dieser Anschein erweckt werden. Doch wo liegt die Wahrheit?

Soros ist der unangefochtene Star unter den Spekulanten, immer noch. Kritiker sehen in ihm allerdings den Inbegriff von Egoismus, Heuchelei und Raffgier, einen eiskalten Finanzhai, der rücksichtslos ganze Volkswirtschaften ins Verderben gestürzt hat. 1992 betrieb er eine beispiellose Wette gegen das britische Pfund und wurde damit schlagartig weltbekannt.

Er selbst hegt keine moralischen Bedenken, denn das System sei schuld an den Möglichkeiten der Spekulanten, und sie seien es doch, die solche Fehler überhaupt erst aufdeckten, so betont er immer wieder. Und wäre nicht er selbst am Ruder gewesen, hätte sich dennoch nichts geändert. Denn seinen Part hätten dann andere übernommen.

Genau dieser George Soros wird jedoch vielfach hoch gerühmt für sein humanitäres Wirken, ja, er wurde bereits als der wohltätigste Mensch der Welt bezeichnet! Der 85-Jährige zeigt sich nach wie vor unermüdlich, wenn es um seine Vision geht.

Das Netz der von ihm begründeten Open Society Foundations als wohltätiger NGOs zur Errichtung einer »offenen Gesellschaft« ist mittlerweile unüberschaubar geworden. Und Soros wurde bereits als eine Art moderner Robin Hood gefeiert, der Vermögen von den Reichen auf die Armen umverteilt. Zu schön, um wahr zu sein.

Nicht umsonst bezeichnete sich Soros gar selbst als Spezialist für Ungleichgewichte in Wirtschaft und Gesellschaft, der geradezu süchtig nach solchen Situationen sei, in denen die allgemeinen Ansichten zu dem, was wahr ist, sehr deutlich von der Wahrheit selbst abweichen. Diese Situationen hat sich Soros immer zunutze gemacht, und wenn er sie selbst erst provozieren musste – durch seine zahlreichen NGO-Aktivitäten vor allem in osteuropäischen Ländern.

So sehen viele in ihm weniger den Wohltäter als den Übeltäter, der mittels seines Netzwerks den größtmöglichen politischen Einfluss auf die Welt nimmt, allerdings, um die Verhältnisse zu seinen Gunsten und im Interesse der globalen Machteliten zu beeinflussen, nicht etwa im Interesse des Gemeinwohls.

Der ungarische Politiker Peter Bod erklärte im Jahr 2002, George Soros sei der »einflussreichste nichtgewählte Politiker östlich der Alpen«. Mit seinem Vermögen konnte Soros schließlich Märkte, Medien, Politik und das Bildungssystem umfassend beeinflussen. Was sich heute aktuell abspielt, geht auf derlei verdeckte Manipulationen zurück. Und der Mega-Spekulant machte bar jeglicher Rücksichtnahme oft unvorstellbare Profite.

Demnach erweist sich Soros weniger als »Robin Hood« denn als »Robbing Hood«, der »raubende Gangster«, wie Kritiker anmerken. Der deutsche Analyst Jürgen Nowacki schrieb 2011: »Georg Soros würde es heute nicht mehr schaffen, einen Heldenstatus zu erlangen, weil er vielleicht den Euro bezwungen oder ein schwächeres Land finanziell in die Knie gerungen hätte.

Es gab ein Zeitfenster, das einige Jahre offen stand und jeden, ja heute würde man sagen, Wirtschaftsverbrecher eingeladen hat, auf Kosten der Allgemeinheit sein Vermögen zu machen.«. Doch George Soros hat bislang immer Wege gefunden, seine ehrgeizigen Vorhaben umzusetzen und seine Ziele sehr konsequent zu verfolgen.

Relativ bald nach seiner Emigration aus Ungarn arbeitete Soros für das ursprünglich in Deutschland ansässige amerikanische Unternehmen Arnhold and S. Bleichroeder. Dabei lernte er seinen späteren Geschäftspartner kennen, den US-Hedgefonds-Manager Jim Rogers. Rogers war ein risikofreudiger Investor mit einem Hang zu selbstmörderisch anmutenden Aktionen, ob es nun darum ging, sich mit Aktien von Konzernen einzudecken, die kurz vor dem Untergang schienen, oder darum, als US-Amerikaner mitten in der bittersten Phase des Kalten Krieges mit dem Motorrad quer durch die Sowjetunion und China zu touren.

Jim Rogers war der Erste im handverlesenen Team von Soros, wobei viele Namen bis heute nicht genannt wurden. Mittlerweile ist es über 45 Jahre her, dass Soros den Grundstein für seinen Quantum Fund legte, den wohl erfolgreichsten Hedgefonds der Geschichte. 1969 startete das Duo mit vier Millionen US-Dollar.

Soros war noch bei Arnhold and S. Bleichroeder, machte sich dann aber 1973 selbstständig mit der Gründung des Soros Fund Management, das er zusammen mit Rogers führte. Doch sein Name tauchte öffentlich kaum auf, Glanzlicht war stets Soros. Vieles aber blieb im Dunkel. Die Rede ist davon, dass das Soros Fund Management als Beratergruppe für die Quantum Group of Funds auftrat.

An sich aber handelte es sich um dieselbe Sache im anderen Gewand, denn angesprochen auf den Ursprung des Quantum Fund 1973 erklärt Soros selbst: »Ja, aber damals hieß er Soros Fund.« Die Teilhaber wurden nie öffentlich genannt, doch gelang die Gründung nur mit Hilfe sehr wohlhabender Geldgeber. So zahlten im Jahr 1969 auch die Rothschilds in den Fund ein, zusammen mit anderen reichen europäischen Familien, wobei damals soweit bekannt insgesamt sechs Millionen Dollar in den Soros-Topf flossen.

Spätestens wenn man hört, wo der Quantum Fund seinen Sitz hat, beginnen die Alarmglocken zu läuten: Tatsächlich findet er sich ausgerechnet auf Curaçao auf den Niederländischen Antillen sowie ebenso ausgerechnet auf den Cayman-Inseln. Diese karibischen Oasen zählen heute bekanntlich zu den berühmt-berüchtigten Offshore-Zentren für Leute, die sich auf Steuer- oder Justizflucht befinden.

Drogenhandel und Geldwäsche, Scheinfirmen, Stiftungen, Anonymität und »besondere Serviceleistungen« auf dem Finanzsektor, auf den karibischen Inseln kommt alles zusammen. Laut einer Studie, die Ex-Kinsey-Manager James Henry 2012 veröffentlichte, bunkern die steuerflüchtigen Reichen dieser Welt übrigens zwischen 21 und 32 Billionen US-Dollar in den Steueroasen dieses Planeten.

Was nun Quantum und die Karibik angeht, ließe sich einwenden, dass ein Großteil der Hedgefonds auf den Cayman-Inseln angesiedelt ist – die britische Financial Conduct Authority berichtete in ihrer Hedge Fund Survey vom März 2014, dass dort faktisch 69 Prozent zu finden seien. Nun will auch die deutsche Kriminalpolizei zu Internationaler Geldwäsche am Beispiel von Offshore-Zentren aufklären, betont dabei aber gleichzeitig: »Es wäre jedoch nicht korrekt, die Offshore-Zentren als Untergrund- oder Schwarzmärkte zu sehen, da sie einen bedeutenden und wesentlichen Teil des legalen Finanzsystems darstellen.

Täglich werden ca. drei Billionen US Dollar an Transaktionen über diese Zentren geschleust und seit 1945 ist ihre Zahl von 55 auf ca. 175 gestiegen. Vielmehr bedeuten Geldgeschäfte mit einer vorteilhaften steuerlichen Struktur in den Offshore-Zentren allein weder etwas Illegales oder Verwerfliches, sondern bei Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften lediglich eine im internationalen Vergleich kostengünstige und Steuer sparende Geldanlage, vergleichbar mit der Verlagerung von Produktionsstandorten in das kostengünstigere Ausland. Es ist deshalb deutlich zwischen seriösen und unseriösen Unternehmen und Instituten zu unterscheiden.« Die Macht des Geldes ändert eben so manches.

Was nun die Prozentzahlen der Financial Conduct Authority betrifft, bleibt doch zu berücksichtigen, dass George Soros sehr bald mitmischte und der heute bekannte Prozentsatz der Hedgefonds auf Cayman daher sicher keinen Maßstab für die ursprünglichen Verhältnisse bildet. Vielmehr zählt Soros zum engeren Kreis jener, die seinerzeit einen großen Trend einläuteten, sodass es überhaupt erst zu dieser durchaus folgenreichen Entwicklung kam. Doch gewiss, das alles wäre natürlich auch ohne sein Zutun geschehen. Dies zu betonen, wird Soros nicht müde.

Der Politologe, Ökonom und Kopp-Autor F. William Engdahl bringt es auf den Punkt, wenn er zu den frühen Soros-Investoren feststellt: »Alle waren Nichtamerikaner. Dadurch war es den amerikanischen Steuerbehörden verwehrt, seine Bücher einzusehen – nicht gerade das, was man eine offene Gesellschaft nennen würde.«

Ebenso wenig offen waren die geschäftlichen Beziehungen zu einem internationalen Kreis sehr wohlhabender Familien rund um das Haus Rothschild. Mit der Gründung des Quantum Fund, dem heutigen Quantum Endowment Fund, besteht eine Jahrzehnte währende Verbindung zu Rothschild.

Im Quantum Fund tauchen einige schillernde Namen auf, wobei die Vernetzung in vielerlei Hinsicht deutlich wird, vor allem mit dem Bankhaus Rothschild. Da war der estnische Baron Nils Otto von Taube, der als Berater und führender Investment-Manager bei Lord Jacob Rothschild in Erscheinung trat. Taube war es, der Soros in den 1970er-Jahren in den Goldmarkt einführte und später dazu beitrug, die Soros Open Estonia Foundation zu gründen, eine der zahllosen Open Society Foundations.

Soros bat ihn in den Beraterstab des Quantum Funds. Dann war da der Engländer Richard Katz, der ebenfalls über Jahrzehnte hinweg aktiv im internationalen Banken- und Finanzwesen tätig war. Auch er arbeitete für Rothschild – in London für N. M. Rothschild & Sons in der Zeit zwischen 1977 und 1993, außerdem für Rothschild Italia S.p.A. in Mailand vom Gründungsdatum 1989 an bis 1992.

Katz stößt 1986 zum exekutiven Komitee des Quantum Fund hinzu, um dort als Direktor zu fungieren. Im Herbst 2009 nimmt der Ex-Rothschild-Manager als »gut vernetzter Banker Einsitz im Verwaltungsrat der Genfer Union Bancaire Privée«. Ein Blick in die Angaben zum Verwaltungsrat der UBP informiert darüber: »Richard Katz, Direktor Quantum Endowment Fund, LHC Investments, Asian Capital Holdings Fund.«

1994 fühlte sich Katz veranlasst, einen offenen Brief an das britische Blatt The Independent zu senden, das wiederholt über Soros und den Quantum Fund berichtet hatte. Katz kritisierte die Darstellung zu den Geschäftspraktiken. Sein Schreiben wirkt nach einer Rechtfertigung, wobei Katz mit den Worten schließt: »Wir werden nicht weiter auf ihre voreingenommene Berichterstattung antworten.«

Auch die Verknüpfung zwischen UBP und Quantum erweist sich als ziemlich ausgeprägt. Der Bankengründer und Präsident des UBP-Verwaltungsrats, Edgar de Picciotto, selbst Milliardär, befindet sich in einem Quantum-Gremium und ist ein enger Vertrauter von Soros. Einem Beitrag von In$ide Paradeplatz zu Finanznews aus Zürich schreibt Autor Lukas Hässig im Frühjahr 2015:

»De Picciotto hat seinen sagenhaften Reichtum und die damit verknüpfte Macht in seinen 85 Lebensjahren ganz allein geschaffen. Heute ist er einer der einflussreichsten Finanzleute des Planeten.«

Wie sich doch die Verhältnisse gleichen ‒ so kommt bei Quantum mit den »richtigen« Personen ein unvorstellbares Potenzial zusammen. Als weitere bedeutende Monopolyspieler traten auf: Alberto Foglia von der Luganer Banca del Ceresio sowie Beat Notz von der Notz Stucki Asset Managers, Genf.

In seinem Beitrag stellt Hässig klar fest: »Damit sitzen vier Figuren mit einem Netzwerk rund um de Picciotto in der Quantum von George Soros. Das schafft privilegiertes Wissen, das de Picciotto für sich und seine Genfer Privatbank nutzen kann … Rund um Picciotto und seine UBP gingen immer wieder kleinere und größere Bomben hoch.«

Am 27. November 1994 schlugen Bundesagenten der Vereinigten Staaten zu und verhafteten mit Jean-Jacques Handali einen hochrangigen Repräsentanten der UBP, zusammen mit Gary Kaminsky, damals Dollar Time, Inc., der 2013 dann zum Vize-Vorsitzenden bei Morgan Stanley ernannt wurde. Kaminsky war seinerzeit Finanzchef jener Einzelhandelskette und befand sich seit 1993 im Visier der Ermittler.

Der Verdacht lautete auf Geldwäsche aus dem Drogenhandel. In einer verdeckten Operation schleusten die Beamten einen Informanten ins Netzwerk ein. Er bot dem Ring drei Millionen US-Dollar zur Geldwäsche an. Hauptziel der Ermittlungen war aber die »Schweizer Connection«, nicht Kaminsky.

Und so kam dann der Franzose Handali ins Spiel, der in einflussreicher Position bei UBP tätig war. Die Bank distanzierte sich und erklärte, nichts von den Vorgängen gewusst zu haben. Handali habe seine kriminellen Handlungen als Einzelperson begangen. Doch Berichten zufolge waren zwei weitere Manager der Bank involviert – Jeckile E. Valero sowie Karl Michael Ley.

Sie schleusten demnach Drogengelder im Wert von mehreren Millionen durch und nutzten dabei Kanäle der Bank. Im Vorstand des Quantum Fund finden sich zahlreiche exponierte Beispiele, die ihrerseits nahelegen, wes Geistes Kind Soros und sein personelles Umfeld ganz offenbar sind.

Anders kann das System gar nicht funktionieren. Umso bemerkenswerter, wie häufig sich diese monetären Giganten als Mäzene und Philanthropen engagieren – oder zumindest präsentieren. Doch der (Geld-)Schein trügt dabei leider sehr oft.