Skurrile „Systemaussteiger“ feiern „Tag der Selbstbefreiung“

Danke für die wunderbare Werbung, die Menschen haben große Sehnsucht nach freidliebenden Menschen, einer friedliebenden Gesellschaft in der die Menschen gut versorgt sind und kooperativ miteinander umgehen. So wie es halt auch in guten Nachbarschaften oder Familien abläuft.

Umstrittener Referent finde ich super, denn es mühen sich viele darum, ihn, den Joe Kreissl zu Vorträgen zu bekommen, auch wenn sie sich nicht direkt darum streiten. Natürlich geht es darum, dass Menschen zusammen wirken, um die gemeinsamen Infrastrukturaufgaben zu erfüllen. Und das sehen auch Freemänner und Frauen so. Doch sie möchten ein System, besser eine Gemeinschaft, die miteinander die bestmöglichen Gegebenheiten schaften, für sich, ihr Kinder und Kindeskinder.

Derzeit haben wir ein brutales Sklavensystem, von der Schule angefangen bis zum am der der Rackerei wartenden Grab. Und das erkennen immer mehr beistig sittliche Wesen. Nur die Schlafschafe rennen noch im Hamsterrad, schimpfen ein wenig über Kirche und Staat und merken dabei nicht, dass sie für Banken, deren massiv betrügerischer Besitzer, für Börsen, für Firmen die sich Staat nennen und Vereine, die sich EU nennen buddeln, damit ihnen am Ende des Monats gerade noch so viel bleibt, dass sie sich irgendwie wieder in den nächsten Hamstertag retten – – – ja, um dann eben wieder für die selben kriegerischen Komplotte (Kriege werden bekanntlich von Banken und deren Besitzern organisiert) sich abzustrampeln.

Wer die Burnoutrate, die Konkursrate und der Aussteigerrate kennt weiß, dass der Neoliberalismus, die Anarchie zu Ende ist. Guten Morgen wtf

Hier der Bericht der OÖN

SCHÄRDING. Der „Be Free Day“ lädt morgen Nachmittag die „Familie der Freigeister“ in den Kubinsaal ein.

Skurrile "Systemaussteiger" wollen in Schärding einen "Tag der Selbstbefreiung" zelebrieren

In der Barockstadt Schärding soll morgen der erste „Be Free Day“ über die Bühne gehen. Bild: OÖN

„Wir bekennen uns zu einer friedlichen, liebevollen Gesellschaft. Einer Gesellschaft, die rund um die ganze Erde in Wohlstand, Freundschaft und Liebe lebt“, heißt es auf der Homepage von „Welcome to Freedom“ (wtf). Einer der Wortführer der Bewegung predigt die Loslösung des Einzelnen vom Staat. Am 23. April will sich unter anderem diese Bewegung im Innviertel präsentieren. Im Schärdinger Kubinsaal kündigen die Veranstalter Musik, Kabarett und spannende Vorträge an. Der erste „Be Free Day“ solle ein Tag der kollektiven „Selbstbefreiung werden“, schreiben die Organisatoren auf ihrer Facebook-Seite.

Bis gestern hatten dort 94 Gäste ihr Kommen zugesagt. Weitere 67 gaben an, möglicherweise dazuzustoßen. Veranstaltet wird der „Be Free Day“ laut Facebook von einem gebürtigen Bayern. In einem Internet-Video lädt Organisator Manfred Lorenz die „große Familie der Freigeister und Freidenker“ in den Kubinsaal ein.

Die Veranstaltung, die um 16 Uhr starten und bis Mitternacht dauern soll, wolle alle Bereiche der Freiheit behandeln. „Freies Lernen, freie Schulen, Steuerfreiheit oder geldfreies Handeln“ werden einige der eher skurrilen Themen sein, so die Ankündigung des Organisators in besagtem Video.

Umstrittener Referent

Auch Joe Kreissl von der „Freeman-Bewegung“ hat sich angesagt und wird im Schärdinger Kubinsaal einen Vortrag halten. Auf zahlreichen YouTube-Videos präsentiert Kreissl seine ganz eigenen Interpretationen von Freiheit. Jeder Mensch sei von Natur aus frei, viele würden sich einreden lassen, dass sie das nicht wären. Er kämpfe gegen die Illusion der Gefangenschaft. Außerdem sehen sich die „Freemen“ nicht steuerpflichtig.

Unumstritten ist die Veranstaltung allerdings nicht, da sich die Freeman-Bewegung nicht als Teil der Republik Österreich sieht. Auch die „angeblichen Gesetze, Gerichte und Rechte“ werden von den Anhängern dieser Bewegung in Frage gestellt. Kreissl fordert die Bevölkerung auf, die eigene Macht wiederzuentdecken.

Der Rechtsstaat oder die Republik seien nicht zuständig für die Durchsetzung von staatlichen Statuten, schreibt der Systemaussteiger auf seinem Blog.

Auch der Verfassungsschutz hat ein Auge auf die „Systemaussteiger“ geworfen. Laut Werner Buchegger vom oberösterreichischen Verfassungsschutz werde die Freeman-Bewegung, die in Amerika ihren Ausgang genommen hat, genau beobachtet.

Bedenkliche Entwicklung

Es sei bisher zu keinen strafbaren Handlungen gekommen, daher gebe es keinen Grund zum Einschreiten. Laut Buchegger sei bedenklich, dass sich die Bewegung einer immer größer werdenden Beliebtheit erfreue.