Mit unbekannten Auswirkungen auf Mensch und Tier: Antibiotikum im Grundwasser festgestellt

Wenn man bedenkt, dass Antibiotika genau so wenig gebraucht, besser gesagt brauchbar ist wie Chemotherapie (lauter Aufschrei, Antibiotika rettet so viele Leben) dann ist dieser Bericht umso bedenklicher, findet man diese Stoffe scheinbar sogar in Regenwasser. Das habe ich gehört aber noch nicht bestätigt bekommen. Warum und wann braucht man kein Antibiotikum? Um nur ein einfaches Beispiel zu nennen, eine Grippe heilt mit Antibiotikum in 21 Tagen aus, ohne in 3 Wochen (Volksmund). Mein Ältester hat mit 2 Jahren Antibiotikum bekommen und war dann ein halbes Jahr krank. Sucht man die Ursache eines Problemes, dann findet man immer eine bessere Lösung als Antibiotika. Grippe z. B. entsteht durch starke Verschlackung, Mangel oder durch Verspannungen. Bei Verschlackung helfen ein paar Tage Heilfasten, bei Mangel suchen was fehlt und zuführen und bei Verspannungen helfen richtiges Sitzen und Liegen, Gymnastik und manuelle Therapie. Das habe ich alles in eigener Erfahrung kennen gelernt und erprobt, funktioniert immer. So würde man bei jedem Thema viel Sinnvolleres finden wie Antibiotika.

In der Intensiv oder Wahnsinnslandwirtschaft, ja da wird noch viel mehr hineingemischt, u. a. auch Beruhigungsmittel. Doch wer braucht diese Brutalowirtschaft? Wohl keine gerade denkenden und fühlenden Menschen.

Gefunden habe ich diesen interessanten Bericht in www.denken-macht-frei.info

LandwirtschaftWieder sind Antibiotika, die in der Tierhaltung verwendet werden, im Grundwasser gefunden worden: Im Landkreis Cloppenburg hat der Oldenburgisch-Ostfriesische Wasserverband erstmals den Wirkstoff Sulfadimidin nachgewiesen. Dieser ist ausschließlich als Tierarzneimittel zugelassen. Vermutet wird, dass Schweine das Medikament bekamen, mit deren Exkrementen Bauern Felder oder Wiesen düngten. „Die drei betroffenen Messstellen liegen unter landwirtschaftlich genutzten Flächen“, sagte Wasserwerksbereichsleiter Egon Harms der taz. „Die Tierzahlen in dieser Region steigen stetig.“

Das Umweltbundesamt hatte schon 2012 und 2013 an insgesamt neun von 48 Messstellen Antibiotika im Grundwasser gefunden, was aber von der breiten Öffentlichkeit kaum wahrgenommen wurde. Dieses Mal griffen Politiker und Tierschützer das Thema auf.

„Der flächendeckende und völlig überzogene Einsatz von Antibiotika in der Massentierhaltung wird immer mehr zu Bedrohung für uns Menschen“, kritisierte zum Beispiel Friedrich Ostendorff, Sprecher der Grünen-Bundestagsfraktion. „Wenn Zigtausende Tiere auf engstem Raum unter artwidrigen Bedingungen gehalten werden, um massenhaft billiges Fleisch zu produzieren, sind die Leidtragenden nicht nur die Tiere, sondern letztendlich auch wir Menschen.“ Die Tierrechtsorganisation Peta forderte eine „bio-vegane Landwirtschaft“.

Tatsächlich werden immer mehr gefährliche Bakterien resistent gegen Antibiotika, weil die Medikamente massenhaft eingesetzt werden und so Mutationen der Keime wahrscheinlicher werden. Laut Weltgesundheitsorganisation WHO sterben in der Europäischen Union jährlich 25.000 Menschen, weil die Mittel nicht mehr wirken. Den zuständigen Behörden zufolge verbraucht die Landwirtschaft mehr als doppelt so viele Antibiotika wie die Humanmedizin.

Bei dem Fall in Cloppenburg besteht aber laut Wasserwerk „derzeit keine Gefahr“ für das Trinkwasser. Zum einen sind die im Grundwasser gemessenen Werte sehr niedrig: 0,02 bis 0,03 Mikrogramm je Liter – knapp oberhalb der Nachweisgrenze und weit unter dem vom Umweltbundesamt empfohlenen Limit von 0,1 Mikrogramm. Zum anderen wurde das Medikament in nur zehn Metern Tiefe gefunden. Die Brunnen des Wasserwerks sind aber 50 bis 100 Meter unter der Erdoberfläche. „Unsere Sorge ist jedoch, dass diese Stoffe im Laufe der Zeit in die tieferen Schichten wandern, aus denen wir das Wasser trinken“, erklärte Harms.

Unbekannte Auswirkungen auf das Ökosystem

Experten zufolge ist ungeklärt, welche möglicherweise negativen Folgen die Antibiotika etwa auf Mikroorganismen im Ökosystem Grundwasser haben. Das Wasserwerk fordert nun eine „Diskussion über den maßvollen Einsatz von Gülle, Pflanzenschutzmitteln und Medikamenten“. Eine Lösung könne nur gemeinsam mit den Landwirten, der Pharmaindustrie und den Tierärzten gefunden werden.

Der Bauernverband im Landkreis Oldenburg, der Kreislandvolkverband, warf dem Wasserwerk dagegen vor, sich „unwissenschaftlich“ zu verhalten. Sulfamidin werde auch in der Humanmedizin eingesetzt – könnte also auch von dort und nicht aus der Landwirtschaft kommen. Nach Angaben des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte war das Medikament für die Behandlung von Menschen aber nur bis 1992 zugelassen.

Pharmakologieprofessor Ulrich Schwabe von der Universität Heidelberg, der seit 1985 den Arzneiverordnungs-Report über die 3.000 am häufigsten verschriebenen Medikamente auflistet, ergänzt: „Das Mittel hat in den letzten 50 Jahren nie eine wesentliche Rolle gespielt.“

Und auch Wasserwerker Harms sagt: „Das Grundwasser, das wir in der Tiefe messen, ist maximal drei bis fünf Jahre alt.“ Es könne also nicht aus der Zeit vor 1992 stammen. Zudem gebe es in der betroffenen Region „nichts außer Acker, Wiese und Wald“. Harms kann sich vorstellen, dass das „der letzte Versuch der Landwirtschaft“ ist, „sich aus der Nummer herauszureden“. Er findet: „Das ist einfach Blödsinn.“

2 Kommentare zu „Mit unbekannten Auswirkungen auf Mensch und Tier: Antibiotikum im Grundwasser festgestellt“

  1. wenn ich sowas lese, erfasst mich das kalte grausen. antibiotika helfen grundsätzlich nur bei bakteriellen infektionen, sie sind daher bei grippe und grippalen infekten generell unwirksam, weil diese durch viren ausgelöst werden. im prinzip müsste das jeder mensch spätestens zu seinem schulabschluss wissen. wenn auf der seite eines angeblichen gesundheitstherapeuten mit keinem wort auf diesen zusammenhang hingewiesen wird, und stattdessen irgendwas von entschlackung lesen muss, sollte man schleunigst das weite bzw einen beschlageneren experten aufsuchen (am besten einfach einen arzt, der hat das nämlich mal studiert).

    dass der fehl- und missbrauch von antibiotika ein problem darstellt, ist davon unbenommen. die präventive gabe in der tierhaltung ist dabei mindestens so fatal wie die unsachgemäße einnahme ohne ärztliche aufsicht, weil ein zu kurzer einnahmezeitraum und/oder das ungeeignete antibiotikum resistente stämme erzeugen können (daher auch die fiesen krankenhausbazillen, gegen die kein kraut mehr gewachsen ist).

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    1. Kirst danke für Deinen Beitrag. Es ist ja schon interessant, wie viele Menschen es gibt, die wissen dass das eine nicht passt (Antibiotika) jedoch jede neue These oder besser gesagt neues Wissen ablehnen. Dass einfache Zusammenhänge nicht verstanden werden und das Spiel mit den bösen Viren oder Bakterien vertraut, vielleicht sogar lustig ist, verstehe ich doch gibt es, anstatt jemanden als angeblichen Gesundheitstherapeuten abzukanzenln immer noch die Möglichkeit, nachzufragen, wie etwas gemeint ist bzw. wie so ein Ansatz mit Entschlacken etc. funktioniert. Bei uns sagt man zu Menschen die so wie Du das eine verurteilen (Antibiotika) und bei allem anderen sagen, aber so geht es auch nicht „Schuhschachtelschauer“. Na ja, aber Du hast immer noch die Möglichkeit, nachzufragen und wenn Du einfache, logische Zusammenhänge verstehen kannst oder willst dann werden Dich meine Erfahrungen ziemlich begeistern

      mit entsprechendem Respekt

      gerhard

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